Olympia, wer darf warum nicht mitmachen.

  • Bezahlen tun es die, die es heute schon bezahlen. Auch an den Qualifikationen der Sportler müsste man nichts ändern, die Organisation IOC usw bleibt ja gleich.

    Also fehlt es nur am Willen und scheitert an kleinlichem Nationalgedöns.

    Ich war zehn Jahre in der Nationalmannschaft und habe an zahlreichen internationalen MQS-Wettkämpfen teilgenommen. MQS = Minimum Qualifikation Standard = Mindestnorm, die bei akkreditierten Wettbewerben erzielt werden muss, um bei Olympia theoretisch starten zu dürfen.

    Bei keinem dieser Wettkämpfen hat mir das IOC auch nur einen einzigen Cent gezahlt. Das war immer ein Nationaler Sportverband, der Mitglied beim NOC war. Der Nationale Sportverband bezog sein Geld vom BMI und privaten Sponsoren.

  • Ich war zehn Jahre in der Nationalmannschaft und habe an zahlreichen internationalen MQS-Wettkämpfen teilgenommen. MQS = Minimum Qualifikation Standard = Mindestnorm, die bei akkreditierten Wettbewerben erzielt werden muss, um bei Olympia theoretisch starten zu dürfen.

    Bei keinem dieser Wettkämpfen hat mir das IOC auch nur einen einzigen Cent gezahlt. Das war immer ein Nationaler Sportverband, der Mitglied beim NOC war. Der Nationale Sportverband bezog sein Geld vom BMI und privaten Sponsoren.

    Es geht nicht darum was oder wieviel ein Sportler bekommt.

    Es gibt ja genügend Berichte, die zeigen was die Ausrichtung usw. kostet. Welche Summen sich das IOC usw. einstecken. Viele Olympische Spiele erwiesen sich für die ausrichtenden Staaten als finanzielles Desaster. Inkl. hinterher verfallender Sportstätten.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Wer denn genau?

    Wer bezahlt das?

    Mensch Pistoletti, nimm doch mal die Scheuklappen ab. 😏

    Bezahlt wird der ganze Bums aus Steuergeldern. Die Hauptsponsoren, z. B. Coca Cola, die lassen sich Vermarktungsrechte, in und um die Stadien zusichern. Die haben einen teilweisen Rückfluß. Der Rest wird aus dem Werbebudget gezahlt.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Eines bestimmten Landes, richtig? Die Preisfrage: warum soll das Land den Sportler bezahlen, wenn der das Land nicht repräsentiert?

    Hatte ich schon geschrieben, es geht nicht um die Bezahlung der Sportler!

    Es geht um die Investitionen, nützlichen Aufwendungen um die Spiele ausrichten zu dürfen und durchführen zu können.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Hatte ich schon geschrieben, es geht nicht um die Bezahlung der Sportler!

    Es geht um die Investitionen, nützlichen Aufwendungen um die Spiele ausrichten zu dürfen und durchführen zu können.

    Ohne "Nationalgedöns" gibt es aber auch keinen Grund mehr aufwendige teure Wettkämpfe in brotlosen Sportarten durchzuführen, besser kann man den Leistungssport nicht abwarten.

  • Hansaxel, Du meintest wohl abwerten.

    Dieser Tage (24.10. - 02.10.2925) findet in New Delhi (Indien) ein ISSF Junior World Cup statt. Daran nehmen auch junge Sportler aus Ruland und Weißrusland teil. Ansonsten würde die übersichtliche Teilnahmerzahl weiter schrumpfen. Teilnehmer aus Deutschland habe ich noch nicht entdeckt. Ansonsten wundere ich mich über die unterschiedliche Anwendung der Sanktionen.

  • Ohne "Nationalgedöns" gibt es aber auch keinen Grund mehr aufwendige teure Wettkämpfe in brotlosen Sportarten durchzuführen, besser kann man den Leistungssport nicht abwarten.

    Es geht doch um den Sport, oder?

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^

  • Hansaxel, Du meintest wohl abwerten.

    RIchtig, die Autokorektur hat zugeschlagen.

    Dieser Tage (24.10. - 02.10.2925) findet in New Delhi (Indien) ein ISSF Junior World Cup statt. Daran nehmen auch junge Sportler aus Ruland und Weißrusland teil. Ansonsten würde die übersichtliche Teilnahmerzahl weiter schrumpfen.

    Müssen wir jetzt Putin danken dass er seine Leute ins befreundete Ausland schickt.

    Ansonsten wundere ich mich über die unterschiedliche Anwendung der Sanktionen.

    Das nennt man freie Entscheidung.

  • Ohne "Nationalgedöns" gibt es aber auch keinen Grund mehr aufwendige teure Wettkämpfe in brotlosen Sportarten durchzuführen, besser kann man den Leistungssport nicht abwarten.

    Das klingt ein bisschen knackig. Wenn nicht sogar leicht zynisch. Aber ich denke, dass Hansaxel recht hat. Die erheblichen Kosten für die Durchführung (von den jeweiligen Anreisen, Unterkunftskosten etc. ganz zu schweigen) könnten und würden die Einzelsportler oder deren verschiedene nationale Fachverbände nicht tragen (können oder wollen), und dann blieben wirklich nur noch wenige Sportarten übrig.

    Das ist sicherlich auch der Grund dafür, warum es die Nationenwertungen, heute präziser gesagt den sogenannten "Medaillenspiegel", nach wie vor gibt, und warum dieser ein ganz besonderes Interesse bei allen Zuschauern hat. Wie in der zu Recht berühmten und legendären Bildzeitungs-Schlagzeile "Wir sind Papst !", so ist es natürlich immer auch das allgemeine Gefühl, und ich nehme mich selbst davon überhaupt nicht aus, dass wir erfreut oder froh oder vielleicht sogar (horribile dictu?) "stolz" sind, wenn Deutschland eine weitere Medaille gewonnen hat. Obwohl natürlich Deutschland gar nichts gewann, sondern ein einzelner deutscher Sportler oder Sportlerin sich ausgezeichnet hat. Aber das Empfinden ist allgemein einfach so, und zwar weltweit.
    Der Begründer der neuen Olympischen Spiele, Pierre de Coubertin, der auch Offizier war (und natürlich Schütze, vorrangig Pistolenschütze) hätte wohl trocken gesagt: „Immer noch besser, darauf stolz zu sein, als auf eine gewonnene Schlacht und tausende von Toten !", und er hätte recht gehabt.

    Carcano

  • Auch wenn das "Nationalgedöns" noch nicht definiert wurde und ich mich wiederhole und es andere auch geschrieben haben.

    Eine Entkoppelung von "Nation" und Sport wäre der vielfache Tod einer großen Anzahl an Sportverbänden / Sportarten in Deutschland.

    Warum sollte der Staat Geld ausgeben für Sportler / Verbände, die ihn bei den Wettkämpfen nicht repräsentieren. DIe allermeisten Sportverbände in Deutschland sind ohne diese staatlichen Fördermittel nicht konkurrenzfähig.

    Und da fange ich mal im Spitzensport an. Die Zuschüsse für Personal und wichtige Wettkämpfe und Jahresplanung (Lehrgänge der Nationalmannschaft) können z.B. hier eingesehen werden:

    https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/dow…icationFile&v=3

    Das ist aber bei weitem noch nicht alles - es gibt viele zusätzliche Töpfe, für verschiedene Projekte etc., die Landessportbünde geben noch mal ordentlich Geld für z.B. die Bundesstützpunkte, die in Ihrem Gebiet sind, Gelder/Lohn für Sportler die z.B. über Polizei und Bundeswehr für Sportstellen bereitgestellt werden etc etc.... das aufzufangen würde auch dem DSB richtig an den Kragen gehen. Da wären die 5,80 (ab 2027) schnell aufgebraucht.


    Und für die, die jetzt gleich wieder reflexartig rufen - wir brauchen den Spitzensport nicht, nur den Breitensport.

    Das bedingt sich leider gegenseitig. Ohne Spitzensportler keine Idole, denen die Jugend folgen kann. Wer betreibt die Trainerausbildungen? Wer macht die Schulungsunterlagen - oft kommen die (top-down) vom Bundesverband. DIe Bundestrainer etc. machen das ja nicht in Ihrer Freizeit. Die Webseminare des DSB der jeweiligen Bundestrainer, die machen das auch in ihrer Arbeitszeit etc etc.... also auch hier die Entwicklung des Breitensports wäre massiv gefährdet.

    Unter diesen Aspekten, sollten wir froh sein, dass der Staat den Sport fördert. Sonst verabschiedet sich Deutschland vermutlich in eine Sportwelt die aus Fußball (bisschen Wintersport) und ab und an mal ein wenig Basketball und Handball besteht. Und das wäre fatal.

  • Ich verstehe nicht, dass "Athleten Deutschland e.V." in diesem gesamten Thread bisher noch nicht namentlich erwähnt worden ist.

    Und gerade deshalb verstehe ich es nicht, weil es sich um eine einzigartig gute und engagierte Lobbyorganisation gerade der Leistungssportler und Leistungssportlerinnen handelt, die eine tolle Arbeit gemacht hat, und in relativ wenigen Jahren schon qualitativ mehr für die Athleten selbst erreicht hat, als die Sporthilfe in den Jahrzehnten vorher.
    Das ist keine Herabsetzung der Sporthilfe, die ganz wichtig und sehr anzuerkennen ist. Es ist vielmehr eine nachdrückliche Erinnerung daran, dass alle Athleten, wenn sie bloß bitten oder demütig auf Anerkennung und Gnade warten, nichts bekommen, wenn sie aber öffentlichkeitswirksam, kraftvoll und dezidiert auftreten, gerne auch mit manchmal notwendiger Schärfe, dann auf einmal deutlich mehr für sie geschieht.

    Das betrifft auch nicht nur Aspekte wie das Geld (ohne Geld ist freilich alles nix, im Spitzensport), sondern insbesondere die Planung ihrer beruflichen Zukunft (nicht jeder kann IOC-Chef/in werden), den angemessenen und wertschätzenden (!!) Umgang mit den Athleten statt eines rüden "wir da oben, ihr da unten", und nicht zuletzt sexuellen und psychischen Missbrauch. Ohne einige Presseberichte und ohne "Athleten Deutschland" sähe es da immer noch sehr schlecht aus.

    Carcano

  • Ich verstehe nicht, dass "Athleten Deutschland e.V." in diesem gesamten Thread bisher noch nicht namentlich erwähnt worden ist.

    Und gerade deshalb verstehe ich es nicht, weil es sich um eine einzigartig gute und engagierte Lobbyorganisation gerade der Leistungssportler und Leistungssportlerinnen handelt, die eine tolle Arbeit gemacht hat, und in relativ wenigen Jahren schon qualitativ mehr für die Athleten selbst erreicht hat, als die Sporthilfe in den Jahrzehnten vorher.
    Das ist keine Herabsetzung der Sporthilfe, die ganz wichtig und sehr anzuerkennen ist. Es ist vielmehr eine nachdrückliche Erinnerung daran, dass alle Athleten, wenn sie bloß bitten oder demütig auf Anerkennung und Gnade warten, nichts bekommen, wenn sie aber öffentlichkeitswirksam, kraftvoll und dezidiert auftreten, gerne auch mit manchmal notwendiger Schärfe, dann auf einmal deutlich mehr für sie geschieht.

    Das betrifft auch nicht nur Aspekte wie das Geld (ohne Geld ist freilich alles nix, im Spitzensport), sondern insbesondere die Planung ihrer beruflichen Zukunft (nicht jeder kann IOC-Chef/in werden), den angemessenen und wertschätzenden (!!) Umgang mit den Athleten statt eines rüden "wir da oben, ihr da unten", und nicht zuletzt sexuellen und psychischen Missbrauch. Ohne einige Presseberichte und ohne "Athleten Deutschland" sähe es da immer noch sehr schlecht aus.

    Carcano

    Das Thema berufliche Planung ist bei Spitzensportlern am jeweiligen Olympiastützpunkt angesiedelt. Da werden neben theoretischen Plänen auch praktisch Ausbildungen, Weiterbildungen und auf die Bedürfnisse von Spitzensportlern zugeschnittene Studienformate vermittelt.