Beiträge von Hypnodoc

    Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

    Eben! Aber die reine Koexistenz scheint manche schon zu nerven. Nicht alle, aber manche. Und das sind zumeist diejenigen, die sich auch in anderen Bereichen des Lebens ständig vergleichen und messen müssen. Getrieben von einer inneren Unzufriedenheit immer besser, schneller, höher, what ever, zu sein.

    Frust, Leid & Neid - ganz nah an Glück und innerer Befriedigung.

    Ich gehe im Sommer auch gerne mal Abends nur auf die Driving Range und haue einen Kübel Bälle raus. Einfach so! Nicht zur Übung, einfach zum Abschalten, runterkommen.

    Um wieder Back to Topic zu kommen:

    Warum soll man sich diesen Mitgliedern verschließen. Es gibt auch die Gruppe, die eben reine Freude am Schießen hat und das für sich macht. Warum muss alles nach Disziplin laufen? Vielleicht leckt der Eine oder Andere auch Blut und der Wettkampfgeist erwacht? Das ist ja auch gut so. Aber sind die anderen deshalb als Mitglied weniger wert? Gerade Vereine, die Kraft souveräner Willkür ihren potenziellen Neumitgliedern ihre Hausregeln aufs Auge drücken „Bei uns wird erst mal ein Jahr Luftgewehr & -pistole geschossen, dann sehen wir weiter!“ - hey, aufwachen! Wenn einer kommt und möchte GK schießen, warum ihn nicht an der Hand nehmen? Auch der noch so eingefahrene Schützenverein muss sich langsam der Diversität im Schießsport stellen. Dazu braucht es aber neue Gedanken & Wege. Frischen Wind! Sonst ist dieser Verein in den nächsten 15 Jahren ein „Lost Place“.

    Jedem das seine.

    Wettkampf gehört schon irgendwie zum Sport an sich - ohne sich mit anderen oder einem vorgesteckten Ziel - sich zu messen, ist "Sport" vielleicht "Leibesertüchtigung" , aber nicht mehr.

    Kann, aber muss nicht. Und: Ja!! Und?

    Ich bin auch Bogenschütze. Da geht es mir auch darum ganz bei mir zu sein. Betreibe das seit mehr als 15 Jahre und habe noch keinen einzigen Wettkampf geschossen. Warum? Weil es mir Spaß macht konzentriert bei mir zu sein. Beim Golfen das selbe. Man muss sich nicht immer messen - und darf auch nicht über andere urteilen, wenn sie es nicht tun.

    Wie oft wurde ich schon gefragt, ob ich nicht mit in die Mannschaft will. Nein, ich will nicht. Ich habe mein persönliches Ziel, das ist anders - und gut so. Das macht mir Spaß. Da messe ich mich allerhöchstens mit mir selbst.

    Warum nicht?

    Dafür müsste man ja eventuell den altgeliebten Verein für „Wildwuchs“ öffnen.

    Das mögen die „Stammesfürsten“ und der „Ältestenrat“ ja überhaupt nicht.

    Ich hab da mal in meinem „Pinnwand-Verein“ als Gastschütze ein wenig Feuer unter den Jungen gelegt, dass sie doch eine BDS-Untergruppe im Verein bilden sollen. Für neue Disziplinen und so …! 🤪😈

    Das ist ja leider nicht nur der Punkt des Auflegens bei den „Traditionellen Vereinen“.

    Wenn ich da mit meiner Tippmann M4-22 Elite als Gastschütze zum KK-Schießen einmarschiere (Ja, in dem Verein, in dem ich drei Monate an der Pinnwand hing), dann werde ich angeschaut, als ob ich von einem anderen Planeten komme.

    Zum Teil neugierig (überwiegend die Jungen) überwiegend abwertend (die Alten).

    Voll ganz unten durch bin ich bei Letztgenannten, wenn ich die jungen Interessierten dann auch mal damit schießen lasse. 😈

    Zum ganzen Thema sei eins gesagt:

    Wenn ein Verband sich entschließt auf dem „traditionellen Weg“ zu bleiben und sich somit der Entwicklung im modernen Schießsport verschließt, der braucht sich in der heutigen Zeit nicht zu beschweren, dass ihm die umgekehrte Entwicklungspyramide irgendwann auf die Füße fällt.

    Das selbe gilt für alteingesessene „Traditionsvereine“ die sich „Kraft souveräner Willkür“ mit der abgedroschenen Floskel „Das haben wir immer schon so gemacht!“ neuen, dynamischen Mitgliedern verschließt.

    Mir persönlich ging das 2017 genau so:

    Ich wollte nach Umzug wieder in den Schießsport einsteigen. Gesagt, getan - beim Verein in der Nähe angefragt, ein paar Probetrainings absolviert (Dienstpistole, 9mm), Anmeldeformular ausgefüllt, Sachkunde- & Standaufsichtsbescheinigung beigefügt, abgegeben.

    Traditionell wurde der Antrag am schwarzen Brett ausgehangen (warum auch immer, DSGVO lässt grüßen) - und dann hing ich, und hing ich, und hing ich.

    Die Vereinsfürsten waren nie zu erreichen und wenn doch „Das dauert noch ein bisschen!“

    Ergebnis: Nach drei Monaten hab ich mich selbst wieder abgehangen - und hatte zwei Jahre erst mal wieder die Schnauze voll. Gestrichen.

    Jetzt bin ich bei den Reservisten und beim FSD e.V. und kann dem Sport wie gewünscht nachgehen.

    Und da wundert man sich über statische Veralterung, Abwanderung und Vereinssterben?

    Da muss man mehr als nur blind und taub sein um das Problem nicht zu erkennen.

    My two Cents!

    Der FSD e.V. ist im Moment noch an den anerkannten BKV e.V. angeschlossen, da die eigene Schießsportordnung noch beim Bundesverwaltungsamt liegt. Auch die Bedürfnisbescheinigungen laufen über den BKV e.V. Sie benötigen halt einfach noch mehr Mitglieder. Kleiner Verband mit Potenzial.

    Das vorgesehene Sportprogramm ist im hinterlegt. Eine Auflistung der einzelnen, beantragten Disziplinen ist für Mitglieder im Mitgliederbereich der Homepage sichtbar.

    Noch so ein Ding:

    • Es wird generell nur eine Bescheinigung ausgestellt - und dann hat man gefälligst 6 Monate zu warten.

    Da war wieder ein Verbandsfürst ein ganz ein toller Hecht und hat sich Kraft seines Amtes über das Gesetz gestellt.

    Vom Gesetz her kann ich mir die grüne WBK mit 20 Einträgen vollpflastern.

    Kann auch Sinn machen je nach Verfügbarkeit dann einkaufen zu gehen. Verfallen halt mindestens 6 Einträge nach 12 Monaten. Aber was geht das den Verbandsfürsten an? Richtig! Nix!

    Als Schütze bin ich in der Verantwortung das Erwerbsstreckungsgebot von 2 Waffen in 6 Monaten einzuhalten.

    Das verlangt das Gesetz nicht (mancher Verein, Verband und SB aber anscheinend sehr wohl).

    Gerade beim Sachbearbeiter würde ich dann um eine schriftliche Stellungnahme bitten auf welcher Rechtsgrundlage diese Entscheidung beruht.

    Und schon ist der Fall geklärt.

    Für alle anderen Fälle gibt es noch die Möglichkeit Mitglied in einem anderen Verein oder Verband zu werden - und sogar innerhalb des bestehenden Vereines eine z.B. BDS-Untergruppe zu bilden. Das ist dann die Nummer, die gar nicht so gerne gesehen wird. 😂

    Ja, für eine Pistole auf Grün muss das Bedürfnis nachgewiesen werden, heißt also 12 Monate Pistole schießen.

    Das stimmt so nicht! Es müssen die 12/18 mit erlaubnispflichtigen Waffen geschossen werden. Was Du schießt und was Du beantragst spielt keine Rolle. Sollte das Dein Verein verlangen, dann sitzt entweder die grüne Jacke zu eng oder der Kopf ist zu rot.