Na mal schauen, was ich bei mir alles zusammen bekomme.
Eingetreten in meinen Verein bin ich im Jahr 2000 und habe da gleich mal angefangen, mich um die Homepage des Vereins zu kümmern. Das habe ich später dann mit Hilfe meiner Frau immer wieder optimiert und leite da sozusagen seitdem auch die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins mit dem ganzen Krempel um Facebook, Instagram, Twitter usw.
Irgendwann sollte ich mal so um 2005 den Sportwart machen, habe da die Jugend-Basis-Lizenz, die Waffensachkunde und den Schießssportleiter gemacht, aber ich bin nicht der Typ, der sich da unbedingt in den Vordergrund drängen und in der 1. Reihe tanzen möchte. Ich mache da lieber im Hintergrund in Ruhe die Arbeit und lasse jemand anderen gut aussehen
Also kümmere ich mich im Hintergrund darum, dass unsere Schützen ihre Leistungsnadeln erhalten und Ehrungen vom Verband oder DSB erhalten.
So kam das dann, das ich 2012 2. Vorsitzender im Verein wurde und mich eigentlich um alles mögliche gekümmert habe. Eingehende Mails, Jedermannschießen, Bezirksbürgermeister und Sportstadtrat über aktuelle Veranstaltungen informieren und dazu einladen und das ganze dann in die Öffentlichkeit bringen. Versucht mal in Berlin einen vernünftigen Pressekontakt zu erhalten, das ist echt schwierig.
Schwierig ist es, wenn die Arbeit in Deinem Verein nicht wertgeschätzt wird. Du tust gefühlt alles mögliche, um eine Sportart, die in unserer Stadt einen echt schweren Stand hat, so gut wie möglich zu verkaufen und Deine Mitglieder sind bestensfalls passiv oder legen Dir Steine in den Weg. Von "Ach, das ist ja immer so anstrengend, wenn so viele Gäste kommen" über " Dann habe ich ja selbst keine Zeit mehr zum trainieren" und "Warum müssen wir denn zu dieser Veranstaltung, der Aufwand lohnt sich doch gar nicht" bis hin zu "Warum hast Du das denn nicht früher an die Presse gegeben, das war doch alles viel zu spät" (aber sich selbst um NICHTS bei der Veranstaltung kümmern...) habe ich das alles schon gehört. Ich wäre ja im Vorstand und müsste das alles machen. Eigentlich müsste ich mir denken, die haben mein Engagement nicht verdient, aber dann haste auch wieder die jüngeren Mitglieder, die meinen Weg gerne mitgehen und für die ich das einfach gerne mache.
Seit 2015 bin ich vom Verband als Landesfahnenträger für die Deutschen Schützentage eingeplant, das macht mir natürlich auch großen Spaß.
Im Verband bin ich mit den Schützen in verschiedenen Vereinen super vernetzt, so dass wir uns da auch gerne mal vereinsübergreifend zusammen setzen und mal aus Spaß miteinander um Ruhm und Ehre schießen, aber auch gerne mal einen Ideenpool für den Schießsport in Berlin bilden, um das hier vorwärts zu bringen.
Wir fusionieren jetzt mit einem anderen Verein, da werde ich dann wahrscheinlich den Jugendleiter machen, bastle aktuell mal wieder an einem Update der dann gemeinsamen Homepage und denke darüber nach, den Trainer-C zu machen.
Warum ich mich nie zum Vorsitzenden habe wählen lassen. Ich spiele da ganz offen die Zeitkarte aus. Ich habe es sehr selten in den Verein geschafft, weil meine Arbeitszeiten das nicht so richtig zugelassen haben. Sobald Du ein Ehrenamt übernimmst, kostet das aber auch Zeit. Willst Du dann auch noch ab und dann Deinen Sport ausüben, dann passt das alles nicht mehr zusammen.
Bei allen Aufgaben, die ich von zu Hause aus abarbeiten kann, ist das für mich optimal, aber die wenige Zeit, die ich im Verein habe, die will ich dann möglichst auch damit verbringen entweder selber zu trainieren, oder mich um die neuen und jugendlichen Mitglieder zu kümmern.