Das mag erklären, warum sich dies im Bereich des Leistungssports abbildete. Die normalen vereinsangehörigen BreitensportlerInnen waren und sind ja theoretisch (nicht wirklich in der Praxis) im Rahmen der Vereins- und Verbandsdemokratie wahlberechtigt und hätten so natürlich über 4-5-6 Instanzen homöopathisch verdünnt irgendwie auch einen Einfluss auf die Verbandsleitungen ausüben können, was freilich weit mehr politiktheoretische Illusion als gelebte Realität war, das wissen wir beide. Darüber hat auch insbesondere Helmut Digel vor kurzer Zeit einmal ebenso knackig wie wahrheitsliebend geschrieben.
Aber das könnte es erklären, warum etwa auf der Ebene der Landesschützenverbände kein eigenständiger „Sportler-Vertreter" in einem Präsidium sitzt. Und wer weiß, vielleicht ist dies auch schon in irgend einem Landesschießsportverband der Fall, und ich weiß davon nur noch nichts.
Sportlervertreter im Spitzenbereich sind meiner Ansicht nach sinnvoll weil kaum ein Sportler gleichzeitig auch die Tätigkeit als Funktionär in einem internationalen Verband ausüben kann, auch wenn es Ausnahmen gab und wohl auch noch geben kann. Das aktive Sportler Erfahrungen einbringen können von denen der Funktionär aus der Olympiamannschaft von 72 noch nichts gehört hat sollte verständlich sein.
Der Breitensportler ist ja der der den Verein meistens trägt und somit in den Gremien vertreten ist. Bei den Schützen ist es ja nicht so dass Leistungsträger bei erreichen der Volljährigkeit, also dann wenn er für Ämter zur Wahl steht schon seinen Zenit überschritten hat und bei Athleten Deutschland kaum ein Wahlperiode lang noch mitarbeiten könnte.
Wer sich als Vereinsmitglied nicht in notwendige vakante Ämter wählen lassen will braucht kein zusätzliches Amt dass dann auch wieder andere machen sollen.
Davon zu trennen ist die Frage nach der Sportförderung, und die ist ja sehr oft und auch schon sehr tiefschürfend und kontrovers diskutiert worden.
Das ist durchaus diskussionswürdig, aber bitte nicht auf Kosten anderer, also hier der Leistungssportler.
Einmal sollten wir nicht vergessen dass alleine über den Anlagenbau, selbst wenn es nur der Keller in einem öffentlichen Bauwerk für den LG Stand ist durchaus Mittel auch für den Breitensport bereitgestellt werden. Wenn der Skilift als Stützpunkt für den Kaderausgebaut wird, nutzen den in der meisten Zeit die Touristen, also die Breitensportler.
Was wir aber bestimmt nicht brauchen ist eine Vertretung der Breitensportler im internationalen Bereich nachdem in #2 anscheinend gefragt wird. Die haben meiner Ansicht nach viel zu wenige gemeinsame Ansprüche die von oben geregelt werden müssen.