Beiträge von Karlchen

    Das ist wirklich sehr ärgerlich. Klar kann eine neue Pistole eventuell noch Kinderkrankheiten haben, aber in diesem Fall könnte die Krankheit immer noch die gleiche sein, wie bei der LP400. Bei der wußte man auch nicht, ob der Abzug bei der Waffenkontrolle die 500g hält (zumindest bei meiner damals).

    Bei uns im Verein sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mehrere Vereinspistolen verschiedener Hersteller haben, auch einigermaßen aktuelle Modelle. So kann jeder Anfänger ausgiebig testen, auch über mehrere Monate lang. Oft hat jeder eine Vereinspistole dann exklusiv für sich, an der er auch rumstellen kann. Nach 6 - 12 Monaten haben die Schützen dann schon eine gewisse Grunderfahrung und kaufen sich dann eigene Pistolen. Die Fehlkaufquote hat sich dadurch reduziert.

    So einen Handschuh hat mir meine Omma vor vielen Jahren auch mal für meine FP gestrickt, als wir die Meisterschaften im Winter noch auf einem Freistand hatten. War super und hat auch die Hand schön warm gehalten :):thumbup:

    So, meinen ersten Versuch mit links habe ich nun hinter mir. Es ging wesentlich besser als erwartet. Die Armbewegungen sind mit dem wenig trainierten Arm natürlich weitaus größer als mit rechts.

    Nur für die Schießbrille werde ich mir bald ein Glas für das linke Auge machen lassen, denn die unscharfe Visierung war bei dem Versuch das größte Hindernis.

    Mein Anliegen ist jetzt vielleicht nicht ganz alltäglicher Natur. Ich schieße seit knapp 30 Jahren Luftpistole und Freie Pistole mit der rechten Hand.

    Ich bin aber Linkshänder und mein Führungsauge ist auch links. Ich habe damals mit rechts angefangen, weil es keine Linksgriffe im Verein gab. Da die Erfolge da waren, hab ich halt so weitergemacht.

    Nun habe ich in letzter Zeit aber vermehrt Probleme mit meinem (rechten) Arm, ich habe öfters Schmerzen, das Halten will auch nicht mehr so.

    Kurz gesagt, ich habe mir überlegt, auf links umzuschulen. Mit dem Wissen, das ich mir angeeignet habe, könnte ich die Fehler, die ich mir damals antrainiert habe und von denen ich sehr schwer wieder los gekommen bin vermeiden. Ich bin mit meinen knapp 50 Jahren aber eben auch nicht mehr der Jüngste, die Fortschritte werden wahrscheinlich eher klein sein.

    Hat sowas schon mal jemand gemacht, oder kennt jemanden, der das durchgezogen hat?

    Die Frage, die sich mir immer wieder stellt und das auch schon seit einigen Jahren: Warum schaffen es die Hersteller von Schießkleidung nicht, regelkonforme Klamotten auf den Markt zu bringen? Will man die von der Sportordnung zulässen Steifigkeitswerte bis ins letzte ausreizen und sind die Fertigungstoleranzen bei Textilien eben so groß, dass das dann halt öfters mal ins unerlaubte geht?

    Ich höre ständig von LG Schützen, dass sie ihre Klamotten kneten müssen, um überhaupt durch die Kontrolle zu kommen. Ist denn das der Sinn der Sache? Da verzichte ich doch lieber auf ein paar % Steifigkeit, dafür muss ich mir nicht ständig Gedanken machen, ob ich überhaupt regelkonforme Klamotten habe.

    Oder sehe ich das jetzt etwas naiv?

    Bei Walther ist es so, dass es einen Unterschied gibt, ob Du selbst mit der zu reparierenden Waffe auf der Meisterschaft schießt oder nicht. Sie wollen dann auch die Startkarte sehen, dafür ist es dann auch günstiger. So war es zumindest bei der bayrischen Meisterschaft.

    Wenn viel los ist und die Waffe nicht dringend am Wettkampf gebraucht wird, kann es aber schon mal sein, dass man bis zum späten Nachmittag warten muß.

    400 g Vorzugskraft wären mir fast schon ein wenig zu viel. Ich habe es selbst schon mal eine Zeit lang ausprobiert, bin aber wieder auf ca. 300 g gegangen, da ich durch die hohe Vorzugskraft nicht mehr sauber auf den Druckpunkt gegangen bin bzw. denselben auch nicht mehr richtig gespürt habe. Viele Ausreißer waren die Folge.

    Ich habe mir jetzt vor einiger Zeit mal ein paar Packungen der RWS Pistol Match SR zum Testen gekauft. Sie schießt sich wirklich sehr angenehm weich, auch die Ergebnisse im Training waren recht gut. Ich hab dann auch gleich auf der Gaumeisterschaft damit geschossen und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

    Wenn meine Vorräte der Rifle Match aufgebraucht sind, werde ich denke ich zur Pistol Match oder Pistol Match SR wechseln, da ich mit weicherer Munition anscheinend recht gut zurechtkomme. Zwei Schachteln hab ich noch, die hebe ich mir zur Landesmeisterschaft auf.

    Ich hab mir auch mal die Daten der verschiedenen Munitionssorten an der Mündung angesehen:

    ELEY Tenex 143 Joule

    RWS Rifle Match 142 Joule

    ELEY Teney Pistol 137 Joule

    ELEY Tenex Slow Pistol 125 Joule (neue Sorte)

    Lapua Pistol King 105 Joule

    RWS Pistol Match 98 Joule

    RWS Pistol Match SR 88 Joule

    Es fällt auf, daß Eley bei den Gewehrsorten ähnliche Werte aufweist, wie die anderen Hersteller, bei den Pistolensorten aber nur wenig unter der Gewehrmunition liegt, während die anderen Firmen wesentlich drunter liegen.