Folgendes Gedankenexperiment: Jemand steht vor der Erteilung der WBK und du findest heraus oder du wirst aufmerksam gemacht, dass diese Person in sozialen Netzwerken rechtsextremes Gedankengut verbreitet. Oder stell dir eine Person vor, die sagen wir mal einen sehr sehr lockeren Umgang mit Waffen pflegt, sprich Sicherheitsvorschriften und Umgangsregeln ignoriert. Ignorierst du das? Du wirst es natürlich nicht tun!
Leute, ich rede hier nicht von tiefenpsychologischen Analysen, sondern von sichtbaren bzw hörbaren Auffälligkeiten. Wenn man sich mit den letzen Amokläufe einfach mal beschäft, zeigt sich, dass diese Leute zum Teil sehr wohl vorher auffällig waren. Also keine graue Theorie. Einfach mal Augen und Ohren aufmachen.
Ich hatte einen derartigen Fall in der Arbeit.....
Rechtsextreme Sprüche ohne Ende, labiles Auftreten, Stimmungsschwankungen, er braucht jetzt einen halbautomatischen Selbstlader (AR15), will endlich ballern. Alle haben nur den Kopf geschüttelt.
Er machte dazu parallel den Jagdschein, weil er da andere "Geräte" bekommt als als Sportschütze.
Ich hab dann bei einer Freundin angefragt (Polizeikommissarin) ob man da nicht irgendwo einen Vermerk machen kann, daß wenn der mit seinem
Antrag anrückt, das Amt da tiefergehende Überprüfungen vornimmt. Eigentlich eine einfache Frage, weil es mir auf den Seier geht, wenn Leute legale Wege nutzen um nicht zweckgebundene Triebe zu befriedigen.
Tja.....und dann nahm alles seinen Lauf. Zwei Wochen später ruft mich die Kripo an, bittet mich um ein Interview, was ich nur telefonisch gebe.
Wiederum eine Woche später waren sie zu zweit in der Arbeit und haben mich und weitere Kollegen verhört (ohne das der Betreffende was davon mitbekam).
Irgendwann ruft mich der Kripo-Beamte am Handy an, fragt mich ob der Kollege schon in der Arbeit sei. Nein. Gut, wir besuchen ihn gerade und klopfen mal.
Geklopft haben sie dann mit der Ramme und 8 Mann inkl. Hund. Gefunden haben sie etliche erlaubte Waffen und etliche verbotene Gegenstände. PC
wurde sichergestellt, etc.
Der Hund war ein Sprengstoffhund und hat bei den Nachbarn im Erdgeschoss schon angeschlagen. Da haben sie im Nachgang dann auch noch geklingelt.
Kleinlaut wurde dann zugegeben, daß sie vom Opa noch einen alten K98 und etliche hundert Schuss im Schrank liegen haben.
So kommts dann auf. Der Kollege bekommt legal jedenfalls keine Waffen mehr. Und das ist auch gut so.
Ich will niemanden anschwärzen, der mal einen blöden Witz macht. Aber bei so einem Typ war mir das nicht mehr koscher. Von der Arbeit gabs nur gute
Kommentare auf meine Aktion und auch die Kripobeamten haben sich hinterher bedankt.