Ihr da oben, wir da unten, so der Buchtitel von Günter Wallraff bezog sich auf gesellschaftliches war glaub ich in den 80igern.
Aber so könnte man auch das Problem mancher Schützen bzw Vereine beschreiben.
Wir hatten in Österreich mal eine Zeit mit sensationellen Tischtennis- Erfolgen nach einer Dauerflaute. Das kam davon, daß der Tischtennisverband damals finanziell gut ausgestattet war und man glänzen wollte. Nachwuchsförderung dauerte zu lange und so erfand man das Wort "Austro- Chinese" mit dem Namen --> Ding Yi. Es hagelte Siege und irgendwann zog der Mann weiter und aus war es mit den Siegen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte dieser Kauf auf den Breitensport gar keine Auswirkung. Es gab auch Diskussionen zu diesem Vorgehen.
Da stellt sich doch die Frage, mit welchem Ziel man einen Spitzensportler hereinholt? Wenn es darum geht, eine Mannschaft zu verstärken und die eigenen Schützen mit hochzuziehen, bin ich absolut dafür.
Wenn es darum geht, Eitelkeiten der Vereinsführung zu bedienen, gefällt mir das weniger. Die sich erst hochgekämpft hatten und durch die Zukäufe aus der Mannschaft geflogen sind, werden sich schön bedanken und der Vorgang wird Kreise ziehen. Wie will man da noch Nachwuchssportler motivieren?
Was ist ein "Verein"?
- Die Vereinsführung?
- Die Gesamtheit der Mitglieder?
- Ein Vehikel für Öffentlichkeitsarbeit der Sponsoren?
Wenn ich auch Deinen Ansatz mit der Verstärkung verstehe, so fällt es vielleicht nicht ganz leicht, sich "hochziehen" zu lassen, nachdem man "hinuntergedrückt" wurde.