Danke für die Glückwünsche. Meckern ist das falsche Wort, ich bin aber sehr selbstkritisch, zugegeben. Ich möchte eben trotz meines Anfängerstatus meinen Beitrag zu den Mannschaftsergebnissen leisten, deswegen bin ich da etwas hinterher.
Schießlehrgang am 08. Juli bei no.limits im SV Aurich
Auch ich wollte die Möglichkeit eine Schießlehrgangs unbedingt wahr nehmen und habe das auch tun können. Zur Zeit gibt es hier leider nicht so viel zu lesen, da sich Trockentraining einfach schlecht mit Bildern unterstützen lässt, dazu später mehr.
Nach leider sehr schlechtem und wenig Schlaf ging es morgens mit Mathesar von Mannheim aus in Richtung Stuttgart, hier nochmals vielen Dank für die MItfahrgelegenheit! Dort angekommen wurden dann nach kurzem gegenseitigen Kennenlernen und etwas Smalltalk einige kurze Präsentationen gehalten bezüglich allgemeinem Training und Trainingsplanung sowie Periodisierung, bevor es dann an den Schießstand ging. Für mich war es das erste Mal auf einer elektronischen Schießanlage, eine sehr interessante Erfahrung.
Insgesamt waren wir 9 Leute am LP-Stand + ein Trainer, der uns etwas beobachtete und zunächst den allgemeinen Aufbau jeden Einzelnen beobachtete und ein kurzes Feedback dazu gab. Begonnen wurde mit der Fußstellung, danach folgte die Hüfte und der Oberkörper. Vor dem Wertungsschießen von 20 Schuss zeigte uns der Trainer noch ein Training, welches die Doppelatmung in Stufen aufbaut, welches ich zur Zeit auch absolviere. Hierbei werden die verschiedenen Stufen der Doppelatmung trainiert. So lautet die Trainingsanweisung der 1. Stufe beispielsweise:
"Mit Einatmen das Sportgerät geradlinig bis ca. 90% Luftinhalt über die Scheibe fahren. Danach Absenken durch Ausatmen bis zur Scheibenoberkante, bis ca. 50% Luftinhalt. Visierung aufnehmen, kurze Zeit Beobachten und kontrolliert mit Ausatmen wieder in die Ausgangslage zurückfahren."
Insgesamt gibt es 7 Stufen, welche wir an diesem Lehrgang alle mit 3-4 Anschlägen durchgeführt haben. Eigentlich hatte ich vor, bei Stufe 3 zu beginnen, da ich die Doppelatmung ja bereits von Anfang an praktiziere. Beim ersten Training nach dem Lehrgang habe ich jedoch dennoch zum Aufwärmen einige Anschläge mit der 1. Stufe durchgeführt. Und das war gar nicht so leicht, wie ich mir das gedacht habe. Beginnend mit der Frage wie viel eigentlich 90% Luftinhalt sind. Und wie schnell ich dafür einatmen muss, damit die Waffe auch am richtigen Punkt zum stehen kommt. Oder wie langsam ich anschließend ausatmen muss, um noch die Hälfte an Luft zu haben und um die Waffe an der Spiegeloberkante zum stehen zu bekommen.
Aus diesem Grund werde ich meinen Fokus auf diese Art von Training legen, bis Stufe 6 fällt allerdings kein einziger scharfer Schuss. Deswegen könnte es hier eventuell etwas langweiliger werden. Ab und zu werde ich natürlich dennoch schießen (und zwar Ergebnisse), um nicht beim ersten Wettkampfschuss vor Schreck die Waffe fallen zu lassen. Allerdings wird auch hier der Fokus auf dem korrekten Ablauf liegen, unter der Hinzunahme des Drucks, gute Ergebnisse zu schießen.
Vor der Vereinsmeisterschaft werde ich mich dann wohl nochmal mit Thomas Brückner (der Trainer, der die Luftpistolenschützen betreut hat) treffen, um mein weiteres Training abzusprechen. Zu diesem Zeitpunkt werde ich dann auch schon einige Wettkämpfe geschossen haben, sodass sicherlich noch weitere Fehler auftauchen, an denen man bis zur Bezirksmeisterschaft arbeiten kann.
Bei den Wertungsschüssen habe ich versucht, alle Stufen der Doppelatmung korrekt auszuführen. Daher kommen auch die beiden extremen Hochschüsse. Neu für mich war hier die geringe Geschwindigkeit, mit der die Waffe von der oberen Spiegelkante in den Halteraum geführt wird. Dies soll 2-3 Sekunden dauern, ging bei mir allerdings immer weit aus schneller von statten. Parallel dazu wird der Druck auf den Abzug stetig erhöht, sodass bei der Ankunft im Halteraum nur noch 10% übrig sind. 2 Schüsse gingen also leider zu schnell los.