ZitatAlso fehlte der Automatismus. Du hast somit während des Ablaufs zu viel nachgedacht. Das stört natürlich einen fließenden Ablauf.
Genau. Vorher dauerte der Weg von Spiegeloberkante bis in den Halteraum teilweise nur 1 Sekunde. Seit Montag versuche ich das auf wenigstens 2,5 Sekunden zu strecken, um mit einer besseren Kontrolle in den HR zu kommen. Und das funktioniert nach meinem subjektivem Empfinden auch. Wenn der Fokus so sehr auf einem einzigen Aspekt der Arbeitsphase liegt, leidet natürlich jeder andere Aspekt darunter. Besonders habe ich das beim Abzug gemerkt.
ZitatGenau deshalb habe ich eingehakt. Du hast sofort angefangen dein Ergebnis durch das harte Training Vortags zu rechtfertigen. Nach dem Motto: Die 7 habe ich deshalb geschossen, weil ich müde bin und gestern so viel trainiert habe. Man muss es positiv sehen: Ich bin heute besonders konzentriert, weil ich durch das gestrige harte Training noch absolut im Fluss bin!
Mh okay, eventuell habe ich mich da falsch ausgedrückt. Ich wollte die Leistung nicht auf das Training am Tag zuvor schieben, und eine Rechtfertigung sollte es auch nicht sein. Ich kann die Leistung schon einordnen und weiß, dass ich mich im Moment auf einem Weg hin zu einer guten bis sehr guten Technik befinde und messe einem solchen Ausreißer nach unten (ergebnistechnisch) keinerlei Bedeutung bei.
Deshalb bin ich durchaus optimistisch eingestellt. Positiv beim Wettkampf hervorzuheben ist, dass ich den veränderten Beginn der Arbeitsphase ohne große Probleme implementieren konnte. Weiterhin, dass ich sehr oft abgesetzt habe, weil die Arbeitsphase nicht korrekt war und ich den Schuss nicht rauswürgen wollte. Und auch, dass mir das Ergebnis egal war und ich den Fokus auf Technik statt Ringzahlen lege. Wenn ich bei guter Technik, korrekter Arbeitsphase, korrektem Abzugsverhalten eine 7 schieße, weil mein Arm gerade in der Millisekunde der Schussabgabe kurz nach rechts geschwankt ist, ärgere ich mich nicht. Ich weiß, dass ich alles richtig gemacht habe und nur die 10% Glück gefehlt haben um den perfekten Schuss abzugeben. Umgekehrt genauso. Wenn ich durch den Spiegel rausche, gefühlte 2 Minuten lang im Halteraum herumeiere, der Blick unscharf wird und trotzdem eine 10 dabei herauskommt, war es dennoch ein schlechter Schuss. Deshalb haben Ringzahlen zur Zeit keinerlei Bedeutung, auch wenn das in meinem Beitrag eventuell falsch kommuniziert wurde.
Meine Beiträge sind wohl oft negativer formuliert, als sie gemeint sind!