Beiträge von mikki-

    Ja, ich weiß nicht, wie die LM-Zulassungslimits da in Hessen sind (einem in den klassischen und insbesondere olympischen Disziplinen relativ leistungsstarken und leistungsbewussten Verband).

    In vielen anderen DSB-Landesverbänden freilich lässt sich die sehr niedrige LM-Quali einhändig mit den schwachen Hand bzw. ohne Brille erreichen. ;)

    Carcano

    Hier die Ergebnisse und Limitzahlen der letzten Jahre: https://hessischer-schuetzenverband.de/Sport/Hessisch…ten/Archiv.aspx

    Warum soll ein Verein dessen Mitglieder keine sportliche Ambition haben sportlich orientiert sein?

    Der Verein besteht aus den Mitgliedern, die und niemand anders bestimmen die Richtung.

    Auch diese haben die Möglichkeit das zu machen was andere auch dürfen, einfach aus Spaß an der Freude an den Stand gehen und wem es nicht passt der muss sich halt einen anderen Verein suchen. Da ist meist beiden Seiten geholfen. Die werden aber dann auch keinen fehlenden Trainer beklagen.

    Da habe ich mich leider missverständlich ausgedrückt. Ich habe absolut nichts gegen Schützen, die einfach nur 3-4x pro Monat mit ihrem Revolver schießen wollen und es auch dabei belassen, ohne Ambition auf Meisterschaften, Ligen oder Wettkämpfe.

    Es ist nur schade, wenn das die Mehrheit "der Mitglieder" darstellt. Wenn 30 Leute in die eine und 3 in die andere marschieren wollen, wird es schwierig, wenn auch nicht unmöglich, alle unter ein Dach zu bekommen.

    Da gibt es leider nicht viel zu beichten. Ich hatte in dem der Seite angeschlossenen Forum (zum absprechen von Trainings oder Wettkämpfen wie Marathonschiessen usw.)

    6 ( in Worten sechs ) Anmeldungen, davon waren 4 Schützen aus meinem Verein, der angesprochene Trainer und mein Doppelaccount. (Nach inkrafttreten der DSGVO hab ich das Ganze abgeschaltet.) Ich hab jetzt ein paar Schützen aus verschiedenen Vereinen, mit denen ich mich hin und wieder treffe und mal eine Sparringseinheit einlege. Leider sind wir zu wenige um uns für einen Tag mal einen Trainer zu mieten.

    Kleine Storry am Rande: unser Kreisoberschützenmeister ruft einmal im Jahr eine Sprengelsitzung ein, bei der von allen Vereinen Funktionäre zusammen kommen und sich austauschen. Dafür hatte ich Flyer erstellt und eine kleine Präsentation vorbereitet.

    Von geladenen 29 Kreisvereinen kamen nur 12 und von denen hatte keiner interesse...

    Dann deckt sich das ja mit meinen Erfahrungen. An der Basis, oder anders gesagt in den unteren Wettkampfklassen, besteht wohl sehr wenig Bedarf an Trainern, an Grundlagenvermittlung oder überhaupt am Training. Einige wenige scheint es zu geben, die muss man jedoch wirklich mit der Lupe suchen.

    Es wurden ja bereits viele Gründe für den Trainermangel genannt:

    - Hohes Frustpotential aufgrund aufgebender schützen

    - Fehlende Entlohnung (egal ob fehlende/unangemessene Bezahlung oder fehlende Anerkennung)

    - Hohe Investitionskosten (Zeit/Geld) für die entsprechenden Lehrgänge bei unsicherer Zukunft

    - Trainerausbildung wird teilweise nur zur Wissensvermehrung genutzt, ohne dieses Wissen weiterzugeben können/wollen

    - Keine verpflichtende Grundausbildung für Anfänger in den Vereinen und somit keine Motivation von Mitgliedern eine wichtige Position innerhalb des Vereins zu bekleiden

    Dem möchte ich noch hinzufügen "Fehlender Bedarf an der Basis aufgrund mangelndem sportlichem Ehrgeiz". Und nach dem, was ich hier auf den letzten 2-3 Seiten so gelesen habe, trifft das nicht nur auf meinen eigenen kleinen Provinzschützenverein zu, sondern zieht sich durch die ganze Republik, in der das Schützenwesen nicht eine solch lange Tradition und große Bedeutung hat wie bspw. in Bayern. Der Trainermangel ist also eher ein Bedarfsmangel, zumindest in einigen Schützenbezirken. Das heißt, zumindest hier muss erst der Bedarf geweckt werden

    Der Schütze wird den Schießsport vorziehen, wenn er eine Perspektive sieht und sein Ehrgeiz geweckt ist. DANN kann man ihn gelegentlich sanft an seiner Ehre packen, um ihn anzustacheln.

    Und das scheint mir ein möglicher Ansatz zu sein: Den sportlichen Ehrgeiz wecken, Bewunderung ermöglichen, das in den Sportlern schlummernde Potential aufzeigen.

    Zielgruppe 1 = Anfänger/Neulinge

    Zielgruppe 2 = Fortgeschrittene (Intermediate)

    Zielgruppe 3 = Cracks

    Selbst diese Einteilung greift meiner Meinung nach noch zu kurz. Lassen wir mal die Gruppe 3 der Halb-Profis außer Acht, die ganz andere Ansprüche an sich und den Trainer stellen (können) als die anderen beiden Gruppen. Völlig außer Acht gelassen wird in dieser Diskussion die Orientierung des Vereins, in der sich die jeweiligen Schützen befinden.

    Lanfear s Verein ist ein reiner Sportverein. Wenige bis keine Arbeitsstunden, moderater Mitgliedsbeitrag, gestellte Trainer, Pflicht zu einem Grundkurs im Pistolenschießen. Natürlich kann man darüber geteilter Meinung sein, ob diese -ich nenne es einmal Einweisung- im Rahmen eines Kurses oder des laufenden Schießbetriebes stattfinden soll, deshalb nenne ich das ab jetzt einfach nur Grundlagenvermittlung, ungeachtet der Art, Weise und Dauer, in der diese durchgeführt wird.

    Es gibt jedoch auch einige Vereine, die keinen Wert auf sportliche Erfolge legen und eher einen Freizeitausgleich für Gelangweilte darstellen. Und das, obwohl sie aufgrund ihrer Infrastruktur eigentlich dafür prädestiniert wären sportlich orientiert zu sein. In derartigen Vereinen ist es so gut wie unmöglich über die Notwendigkeit eines Trainers zu diskutieren, weil das nicht das (sowieso nicht genauer definierte) Ziel des Vereins ist. Unter derartigen Umständen müssen sportlich orientierte Schützen auf Eigeninitiative setzen und sich selbst um ihre sportliche Entwicklung (Trainer) kümmern. Oder den Verein wechseln.

    Ich kann das aufgrund meiner nicht vorhandenen Erfahrung nur auf unseren Bezirk beziehen. Da gibt es Schützen, die absichtlich vorbei schießen um nicht auf die Meisterschaft zu müssen und Mannschaften, die nicht aufsteigen wollen. Seit Jahren stagniert bei ihnen die Ringzahl oder noch schlimmer, geht stetig nach unten. Sprüche wie "Ich schieße das was ich schieße und das reicht mir" oder "Ich bin zu alt um jetzt noch neue Dinge zu lernen" sind an der Tagesordnung. Diese Einstellung, die teilweise von der älteren Generation auch an Anfänger weitergegeben wird, zieht sich wie ein Geschwür durch die Schützengesellschaft. Woran das genau liegt, weiß ich nicht. Das Schützenwesen an sich führt meiner Meinung nach ein Schattendasein und ist allenfalls eine Randnotiz. Alle 4 Jahre merkt man beim durchzappen der Kanäle "Oh, bei Olympia sind ja auch in dieser Sportart deutsche Starter dabei" und vergisst es im selben Atemzug wieder. Ob das durch die der deutschen Bevölkerung durch den 2. Weltkrieg eingeimpften Aversion gegen Waffen hervorgerufen wird oder dem eingestaubten (≠ traditionell!) Image, das den Schützenvereinen seit Jahr(zehnt)en anhaftet.

    Vor diesem Hintergrund stelle ich mir eher die Frage: Gibt es denn überhaupt eine Nachfrage nach Trainern, die größer ist als das Angebot an eben solchen?

    Die Kreismeisterschaften wurden meines Wissens im letzten Jahr abgeschafft. Ich weiß nicht, ob das in Hessen nur für uns gilt und ob es in anderen Bezirken noch Kreis- oder Gaumeisterschaften gibt, in unserem Bezirk geht es von der Vereinsmeisterschaft direkt auf die BM.

    Die Vereinsmeisterschaft findet aufgrund der (nicht vorhandenen) Größe unseres Vereins im, sagen wir mal familiären Kreis statt. Da schert sich also keiner um das korrekte Vorgehen. Man meldet sich vorher beim Schießleiter, sagt "Ich schieße heute VM LP", bekommt seine Scheiben und schießt. Das Ergebnis kann auch im Rahmen eines RWK gemeldet werden.

    zu 22 Uhr : Schlafen gehen

    ist das deine typische Zeit wie jeden Tag auch ? - oder möchtest du eher ins Bett wegen den Wettkampf?

    Nein, das ist idR auch unter der Woche meine Zeit. Ich versuche 8 Stunden Schlaf pro Nacht zu bekommen.

    Auch das werde ich nächste Woche in Erfahrung bringen. Allerdings wäre das ein Umstand, der mir so gar nicht gefallen würde...

    Wenn Du vorher nichts essen willst, probiere es bitte vorher aus.

    Raten würde ich Dir zu einem leichtem Frühstück... Wie eine Banane und eine Vollkornsemmel mit Käse. Aber bitte auch vorher probieren, ob Du es verträgst... Manche bekommen von Käse "Blähungen" und ... naja...

    Morgens nichts zu essen bin ich gewohnt. Vor 14 Uhr bekomme ich eigentlich selten Hunger, deshalb sehe ich da eher Probleme mir morgens etwas reinzuzwängen. Weiterhin läge zwischen Essen und Schießen weniger als 2,5 Stunden. Und mit vollem Magen Sport zu machen sagt mir im Allgemeinen überhaupt nicht zu, auch wenn es "nur" schießen ist. Aber du hast schon recht, ich muss es ausprobieren. Einerseits das Schießen zu so einer für mich ungewöhnlich frühen Uhrzeit und andererseits alles, was damit zusammenhängt: Das frühe Aufstehen, Ernährung, etc.

    Bei welcher Bezirksmeisterschaft darf man denn eine Stunde vorher alles am Stand bereitlegen?
    Sowas gibt es bei und nicht.

    Das ist ja nur ein erster Plan. Ich hab keine Ahnung, wann ich an den Stand darf, wann die Schießstätte öffnet etc. Wie bereits geschrieben, fahre ich in der ersten Woche des Jahres voraussichtlich am Freitag (oder Sonntag) zur WK-Stätte und werde mich dort erkundigen. Danach weiß ich dann mehr und kann den Plan anpassen.

    Allgemein sind diese Zeiten kein starres Korsett, in das ich mich auf Gedeih und Verderb zwingen will. Bei der Planung ging es mir lediglich darum, einen ganz groben Fahrplan zu entwickeln und mir auch selbst klar zu machen, was ich an diesem Tag alles machen muss/kann/soll.

    Habe gerade meine Startzeit für die Bezirksmeisterschaft am 27.01.18 erhalten: 09 Uhr.... Das ist natürlich so gar nicht meine Zeit. Um 08:30 muss der Wettkampfpass vorgelegt werden, auch die Waffenkontrolle findet wohl vorher statt. Da die Wettkampfstätte nur 20 Autominuten von mir entfernt ist, werde ich mich wahrscheinlich nächste Woche Freitag dort mit den Örtlichkeiten vertraut machen und auch nachfragen, ab wann man sich an seinem Stand einrichten kann. Geschossen wird auf elektronische Scheiben, heißt für mich also 15' Vorbereitungszeit + 50' Schießzeit.

    Bezüglich der Tagesplanung am WK-Tag habe ich mir auch mal Gedanken gemacht:

    09:00 Wettkampf

    08:40 Umziehen

    08:30 Pass abgeben + Waffenkontrolle

    08:00 Frische Luft schnappen, spazieren gehen, lockern

    07:45 Ankunft, alles am Stand bereit legen

    07:15 Abfahrt

    06:40 Duschen, Anziehen, fertig machen

    06:20 Gymnastik

    06:00 Aufstehen

    22:00 (am Vorabend) Schlafen gehen

    Ich werde an diesem Tag wahrscheinlich nichts frühstücken, weil ich zu dieser gottlosen Stunde einfach keinen Hunger habe und mir auch nichts reinzwängen möchte. Eventuell nehme ich mir eine leichtverdauliche Kleinigkeit für den Notfall mit.

    So. Die Runde ist nun vorbei und ich möchte an dieser Stelle ein kleines Resümee ziehen. Während der Runde habe ich immer mal wieder neue Ziele für mich formuliert, basierend auf verschiedenen Faktoren wie unerwartet guten Ergebnissen oder veränderte Technik.

    Der Aufstieg wurde am vorletzten Wettkampftag eingetütet, das Primärziel also erreicht. Mit nur einer Niederlage und somit 14 von 16 erreichbaren Punkten und einem Schnitt von 1417,13 steigen im nächsten Jahr in die Bezirksklasse auf. Da der Sieger der Bezirksklasse NICHT in die Bezirksliga aufsteigen will, haben wir uns für diesen Platz beworben. Meine persönlichen Ergebnisse waren 356, 363, 365, 360, 363, 348, 359, was zu einem Schnitt von 359,14 führt. Damit kann und muss ich eigentlich hochzufrieden sein. Vor allem hinsichtlich der Faktoren, die diese Runde geprägt haben:
    Angefangen habe ich mit der Luftpistole ja eigentlich nur, weil ich keine Sportpistole kaufen durfte und ich mittels der Luftpistole die Grundtechniken lernen wollte, siehe auch hier: Sportpistole KK Komplettanfänger (Low Budget) . Weiterhin habe ich häufig meine Ziele angepasst, von "Ersatzschütze werden" über "Stammschütze werden", "Kein WK unter 350 schießen", "Qualifikation zur LM" bis "Rundenschnitt von 360". Des Weiteren habe ich in allen Bereichen experimentiert. Das wurde mit der Zeit immer mehr, als klar war, dass unsere Mannschaft in dieser Saison zwei Klassen besser ist als der Rest der Liga. Zwischen Saisonvorbereitung und letzten Wettkampf habe ich etwa vier Mal verschiedene Aspekte meiner Technik geändert (bzw. verbessert) und permanent am Griff und an der Waffe herumgebastelt (Vorzugsweg, Vorzugsgewicht, Abzugsgewicht, Breite des Kimmenausschnitts, Griffneigung).

    Nach Weihnachten und somit einer Woche nach dem letzten Wettkampf starte ich in die Vorbereitung für die Bezirksmeisterschaft um mich für die LM zu qualifizieren. Ziel ist es, bis dahin die 365 stabil schießen zu können. Falls das nicht klappen sollte, werde ich mich jedoch nicht ärgern. Ich habe gemerkt, wie viele Baustellen es noch bei mir gibt und in wie vielen Bereichen ich mich noch verbessern kann.

    Wenn der Schnitt passt kannst du mehrere Klassen überspringen. Die Einteilung erfolgt in der Folgesaison auf Basis des Durchschnitts.

    Diese Möglichkeit besteht in Hessen meines Wissens nicht (mehr), früher war das wohl möglich. Selbst wenn, die Oberliga würde und mit einem Schnitt von 1416 (ohne den vermasselten ersten Wettkampf mit 1377 wäre es ein Schnitt von 1424 gewesen) auch nicht lange bestehen und in die Bezirksliga kommen wir wahrscheinlich sowieso.

    Und wie ist es gelaufen?

    Ich kann das Ergebnis leider nicht korrekt bewerten. In der Halle (ich muss es leider so nennen, siehe hier: http://www.schuetzenverein-reichenbach.de/svr/bildersv/schiesshalle.php) war es eiskalt, die auf dem 3. Bild zu sehende kleine Lüftung direkt unterhalb der decke war die einzige "Wärme"quelle, die 15 Minuten vor WK-Beginn eingeschaltet und dann wieder ausgeschaltet wurde. Bei -4°C Außentemperatur kann man sich vorstellen, dass es nicht gerade angenehm war. Daher rühren auch meine Probleme mit der Bewertung des Wettkampfes insgesamt. Ich habe ja sowieso schon Probleme mit kalten Extremitäten und schlechter Durchblutung und den damit einhergehenden Auswirkungen wie fehlendes Gefühl am Abzug, kalte Muskeln, leichtes zittern, niedriger Herzschlag etc. Meine Fehlertoleranz habe ich deshalb nach oben geschraubt, aber auch das hat wenig gebracht. Ich habe mich quasi blind an das Auslösegewicht heran tasten müssen. Das hat leider einen sehr großen Teil meiner Aufmerksamkeit verschlungen und das eigentliche Ziel der sauberen Anschläge litt darunter. Auch, weil ich bei einem unsauberen Anschlag nie wusste, woran es lag: An mir oder an der Kälte.

    Des Weiteren haben wir auf der Hinfahrt zur Wettkampfstätte erfahren, dass wir höchstwahrscheinlich eine Klasse überspringen und direkt in die Bezirksliga aufsteigen können, da der rechtmäßige Aufsteiger nicht in der Bezirksliga antreten will. Wir würden somit deren Platz einnehmen. Eine Klasse unter uns (B2) schießt jedoch eine Mannschaft, die ebenfalls gerne in der Bezirksliga antreten möchte und die ähnliche Ergebnisse schießen wie wir (mit Ausnahme des letzten WK, bei dem sie echt 1456 Ringe erzielt haben, Wahnsinn). Da wir den Entscheidern keine Angriffsfläche für Diskussionen a lá "Euer Schnitt ist schlechter, deshalb steigen die anderen auf" wollten, mussten wir wenigstens halbwegs an unseren Schnitt herankommen. Dass das bei der Kälte schwierig werden würde, war uns klar. Deshalb habe ich mich auf der Fahrt dazu entschieden zurückzustecken und mannschaftsdienlich ein passables Ergebnis abzuliefern. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich meinen Plan in abgewandelter Form durchziehen, aber aufgrund der Kälte musste ich auch da Abstriche machen.

    Aber wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich vermutlich auch unter optimalen Voraussetzungen Schwierigkeiten mit dem neuen Ablauf gehabt. Zwei Trainingseinheiten waren einfach zu wenig und das ganze frisst einfach noch zu viel Aufmerksamkeit worunter andere Aspekte leiden. Schauen wir mal, wie sich das Anfang des nächsten Jahres gestaltet.

    Keine blöde Frage.

    Es ist der letzte Wettkampf vor den Bezirksmeisterschaften, deswegen will ich unter WK-Bedingungen Erfahrungen mit dem neuen Ablauf sammeln. Natürlich mache ich das auch im Training, aber wenn noch 7 andere im Raum sind und man im Konkurrenzkampf mit ihnen steht ist das vom mentalen Standpunkt aus betrachtet schon etwas anderes.

    Warum sollte es um den Durchschnitt gehen? Ich schieße in der 3.-untersten Klasse (Bezirksklasse), der Aufstieg ist sicher. Unser Schnitt ist um 100 Ringe besser als der unserer heutiger Gegner, selbst wenn ich 50 Ringe unter meinem Schnitt schösse, gewönnen wir noch.

    Ist in deiner Klasse der Durchschnitt denn wichtig?

    Heute letzter Rundenwettkampf, bei dem es um nichts mehr geht. Somit kann ich relativ befreit schießen, ohne allzu großen Leistungsdruck. Primär geht es darum, den neuen Ablauf unter Wettkampfbedingungen zu testen. Bei den ersten 16 Schuss wird meine Fehlertoleranz sehr gering sein und ich versuche, dem Bild eines perfekten Ablaufes so nahe wie möglich zu kommen. Wo die Schüsse dann im Endeffekt landen, ist zweitrangig. Idealerweise sollten am Ende dann 16 perfekte Schüsse stehen, wenn ich das konzentrationstechnisch durchhalte und wirklich die Disziplin (und die Zeit) habe, bei jedem vermasselten Ablauf (Absacken, zu schnell durch den Spiegel, zur sehr zur Seite weg gedriftet) abzusetzen und neu aufzubauen. Je nach Zeit und Tagesform hänge ich dann noch ein paar Schüsse dran, andernfalls schraube ich meine Toleranz nach oben.

    Wie kommst du denn darauf?

    Habe aus mittlerweile 3 voneinander unabhängigen Ecken gehört. Muss nicht korrekt sein und kann natürlich Zufall oder Pech sein. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast und die K12 eingehend beschreiben kannst, dann tu das doch.

    Buinger F8X mit zwei Kartuschen (Achtung bei den egun Schnäppchen werden gerne mal eine weggelassen) 1549€ und Evo 1599€. 50€ geschenkt, oder?

    Ich werde jetzt nicht jeden einzelnen Shop durchsuchen um den niedrigsten Preis zu finden. Ich habe die P8x für 1.390 € gefunden, die Steyr Evo (mech) für 1.600 €. Und 200€ sind in meinen Augen schon ein Unterschied. 50 hingegen nicht, da gebe ich dir recht.

    Definitiv nicht. Schon mal die K12 geschossen?

    Ja, aber nicht über einen längeren Zeitraum. Deshalb habe ich auch nichts zur Technik gesagt oder zum Abzug oder zur Gewichtsverteilung, dieser Satz bezog sich auf die Verarbeitungsqualität, das wurde wohl missverständlich kommuniziert. Ob die kritischen Stimmen hinsichtlich Verarbeitungsqualität berechtigt sind oder nicht, sei mal dahingestellt. Selbstlösende Schrauben und suboptimale Gewindearten sind für mich aber ein No-Go-Kriterium bei solch einem Unternehmen. Es ging mir nur darum, die mir zur Verfügung stehenden Informationen weiter zu reichen um dem TE ein möglichst umfassendes Bild zu liefern.

    Die Morini ist auch bei den Männern oft vertreten. Dies hat mit Sicherheit mehrere Gründe (hierzu gab es einige Diskussionen, die ich nicht aufwärmen möchte). Ich habe sie selber geschossen und LEIDER abgegeben || . Die Balance war für mich perfekt (Schwerpunkt ist weiter hinten). Und der Abzug war ein Traum. Und eine Besonderheit hatte sie (jedenfalls bei mir). In den unbearbeiteten Serien S Griff konnte ich hineingreifen und das Korn war sofort mittig und gestrichen (den Effekt habe ich nur noch bei meiner TOZ). Bei der Evo war erst mal kurbeln angesagt, da passte auf Anhieb garnichts. Auch vermissse ich das Feature, dass der Ladehebel bei einem bestimmten Druck ca. 80bar gesperrt wird, so dass man nicht einfach weiterschiesst und sich die Trefferlage nach unten bewegt.

    Ob Sie "oft" vertreten ist, ist sicher Auslegungssache. Ich werde mich jetzt nicht stundenlang damit beschäftigen Videomaterial zu sichten und die entsprechenden Waffen zu zählen. Es war nur mein subjektiver Eindruck, dass die Morini bei internationalen Wettkämpfen bei Männern relativ (= im Gegensatz zu Steyr) selten vertreten ist, bei Frauen hingegen relativ oft.

    Zum Griff: Ist eben ein Morini und auch beim Steyr Griff stimme ich dir zu. Das Ding ist ab Werk einfach Mist und bedarf viel Bastelei.

    Die Idee des blockierenden Ladehebels finde ich ganz nett, verzeiht aber auch keine eigenen Fehler. Ist das denn so, dass die Trefferlage sich bei 80 bar nach unten verschiebt? Oder ist das waffenabhängig?

    bitte beim Thema bleiben, danke :)

    Recht hast du.

    Aus der Erfahrung mit meinem LP-Kauf, kannst du vielleicht ein paar Informationen ziehen. Ich habe mich mit vielen kompetenten Leuten unterhalten, welche Faktoren bei einem Kauf wichtig sind und welche nicht. Ich schreibe im Nachfolgenden lediglich meine persönliche Meinung, die von anderen kann davon um 100% abweichen.

    Die Auswahl an brauchbaren Luftpistolen ist recht beschränkt. Da wären die

    - Steyr Evo (oder LP 10, das Vorgängermodell) (Evo E für 1.900€, Evo 1.600)

    - FWB P8x (1.400)

    - Pardini K12 (1.700)

    - Walther LP 500 (500: 1.700)

    - Morini CM 200 EI (2.200) (oder CM 162 EI, das Vorgängermodell, 1.700)

    Die Steyr sieht man bei den Herren international sehr häufig. Jin Jongho bspw. scheint von der Morini CM 200 auf die Steyr EVO E gewechselt zu haben. Die Feinwerkbau ist hingegen so gut wie gar nicht vertreten, ich persönlich sehe sie auf internationalen Wettkämpfen (youtube) nur sehr selten. Allerdings ist sie unglaublich benutzerfreundlich. Sämtliche Schrauben, die zur Einstellung verschiedener Dinge benötigt werden, sind ohne Abnahme des Griffes erreichbar. Der Griff selbst ist ebenfalls komfortabel und unkompliziert verstellbar. Die Pardini K12 hat den Nachteil, dass der Griff nicht schwenkbar ist, was zu einem Problem werden KANN. Weiterhin scheint die Verarbeitungsqualität verbesserungswürdig zu sein, das müssen aber andere beurteilen. Die Morini wird vor allem von den internationalen Frauen sehr gerne geschossen, allerdings weiß ich nicht warum. Vielleicht kommt die Gewichtsverteilung oder die Ergonomie den anatomischen Gegebenheiten (tendenziell kleine Hände/geringere Haltekraft) von Frauen eher entgegen.

    Preis-Leistungs-Knaller dürfte die FWB P8x sein, hier bekommst du wohl das Meiste für dein Geld. Pardini zehrt meiner Meinung nach von seinem Image bei den Sportpistolen und vom Sponsoring/Marketing. Walther hat immense Probleme mit seinem Abzug, der ständig wieder nachjustiert werden muss. Ob sich das bei der LP500 geändert hat, sei dahingestellt. Für die Leistung, die diese Waffe bringt ist der Preis jedoch zu hoch. Zur Morini kann ich mir kein Urteil erlauben, die scheint hierzulande einfach zu unbekannt zu sein. Und bei dem Preis kam sie für mich damals nicht in Frage. Der Seriengriff der Steyr EVO ist eine absolute Katastrophe, der Rest ist top.

    Schlussendlich läuft es auf deine persönliche Präferenz hinaus, wobei wir schon bei dem Dilemma wären, in dem sich viele Schützen wiederfinden, wenn es um den Waffenkauf geht: Was ist eigentlich meine persönliche Präferenz?!?

    Du schießt seit 12 Jahren mit ein und derselben Waffe und hast dich und deinen Schießstil (vielleicht) eher der Waffe angepasst, als dass du deinen eigenen Stil entwickelt und die Waffe auf dich eingestellt hast.

    Du redest davon, dass der Walther Griff die sehr gut passt. Da setzt du in meinen Augen die Prioritäten falsch. Der Griff muss bei jeder Waffe so oder so den anatomischen Gegebenheiten des Schützen angepasst werden. Und das kann er mit etwas handwerklichem Geschick auch. Viel wichtiger jedoch ist die Charakteristik der Waffe an sich (ohne Griff). Das Abzugsverhalten kannst du nicht umstellen, Kopflastigkeit bedingt, Visierlinie in einem vorgegebenen Rahmen, Gewicht auch nur bedingt. Deshalb löse deinen Gedanken davon den perfekt passenden Seriengriff zu finden, den gibt es nicht. Es sei denn, du willst einfach loslegen und schießen, ohne dich großartig mit Griffgestaltung u.Ä. herumzuschlagen.

    An deiner Stelle würde ich mir sehr genau die Steyr und die FWB anschauen und ausgiebig testen. Wie verhält sich der Abzug, der Rückstoß, auf was legst du wert bei einer Waffe, welche Ziele hast du damit, wie willst du dein Training gestalten.

    Schon spannend, dieses slow-motion-Training. Von 10 Anschlägen sind vielleicht 2-3 wirklich gut. Beim Rest fängt es oft gut an und ich denke unterbewusst "Oh, der wird wieder gut" und dann macht es kurz ZACK und ich zucke kurz durch den Spiegel nach unten und muss leider wieder von vorne anfangen. Bei den wirklich guten Versuchen merke ich dann auch, dass die Waffe sehr viel ruhiger im HR steht als sonst. Jedoch nur für 3-4 Sekunden, dann muss der Schuss sich gelöst haben. Andernfalls wird es fast schlagartig unruhiger.

    Das Vorzugsgewicht habe ich erneut reduziert, ich schätze um etwa 20-30 g. Ich dürfte jetzt also bei etwa 370g sein und komme damit den Umständen entsprechend gut zurecht.