Hallo!
Ich kann nur von unseren eigenen zwei Gewehren und von zwei Vereinsmitgliedern (Anschütz 2002 Bj. 1999 und 8002 Bj. 2006) sprechen.
Wir verfahren seit jeher so, Kartusche lösen bis der Druck entweicht, 2-3 mal leer "schießen" und ab in die Tasche.
Die 2002 meiner Frau und meine 8002 haben wir zudem gerade erst zum Muntest und Überprüfung gehabt. Alles tipp topp und noch mit den ersten Dichtungen.
Da musste bisher noch nichts getauscht werden, ebenso nicht bei den Waffen der 2 Schützenkameraden!
Unsere 2002 hat bisher eine Schussleistung von weit über 30.000 Schuss, die 8002 bei etwas über 20.000 Schuss.
Ich halte es eher für bedenklich, dass System ständig unter Druck zu lassen. denn genau dann werden die O-Ringe und der Minderer ständig beansprucht.
Selbst bin ich auch kein Freund der Sicherheitsschnur und bin froh, dass Holme den zugelassenen Mündungsschoner raus gebracht hat.
Warum?
1. Was passiert wenn man ganz unbedacht, z. B. beim weg vom Schützenstand zur Tasche, mit durchgezogener Schnur den Spannhebel schließt?
Bricht da vielleicht der Spannhebel, oder nimmt die Dichtung Schaden?
2. Schnur aus dem Lauf gezogen und "irgendwo" abgelegt.
Einmal nicht aufgepasst, die Schützenstände sind ja nicht gerade steril, und schwupps haut man sich irgendwelchen Dreck in den Lauf oder in den
Kanal wo die Druckluft raus kommt.
Ich habe bisher auch bei noch keinem Schützen der eine S-Schnur verwendet gesehen, dass dieser die Schnur vor einfädeln in den Lauf mal abgewischt hat.
Vielleicht bin ich ja auch zu pingelig, aber bei einem 2-3000€ Sportgerät.....
3. Ist es nicht sogar möglich, eben genau diese Schnur zu verschießen?
Kammer zu, Schnur wird vielleicht abgeklemmt/abgeschnitten, oder wie Axel schreibt "Schnur nicht ganz durch", dann habe ich eine Schnur als Geschoss. 
Gruß
Sven