Auf Grund der großen Unkenntnis, was die Zentralfeuerdisziplin vom DSB anbelangt, öffne ich jetzt mal etwas die Trickkiste.......
Ich hab das an anderer Stelle schon mal geschrieben wie und warum es dazu kam, das ich glaub ich 1996 diese Disziplin aufgegriffen habe.
Diese Disziplinen waren da etwa 5-6 Jahre alt, und von heutiger Sicht aus war es ein wildes geballer, selbst bei der DM, und kaum mehr.
Unsere Schützen waren mit den Rahmenbedingunmgen ziemlich überfordert, es gab keine Infos und keine Leitfäden zur Sache. Jeder wurschelte so vor sich hin, die Ergebnisse waren dementsprechend.
Diese Situation war sehr unbefridigend, und forderte mich damals heraus die Disziplin zu erfahren, strukturieren, erlernen was auch immer.
Was folgte war eine sehr lehrreiche und interessante Zeit, schon allein die Kontakte und den daraus gewonnenen Erkentnissen von den IPSC Schützen.
Als erstes musste ja mal die Zielsetzung definiert werden, dann ging es an die Umsetzung.
Wir haben die Abläufe diskutiert, wie es sein könnte, gewonnene Erkenntnisse erneut ausgewertet und umgestellt.
Eine der wesentlichen Vorgaben war für die 20sec Serie, die Abläufe zu verstehen, zu optimieren, die Rahmenbedingungen zu schaffen für einen strukturierten sauberen Ablauf.
Es stellte sich früh heraus das die stabilisierung der Waffe während des gesammten Ablaufes eine Zentrale Rolle spielte, es würde denn Rahmen sprengen hier alles zu erläutern.
Einiges hängt auch tatsächlich mit der Handgröße zusammen, wenn die Hand zu klein ist hat man Probleme mit der Stabilisierung und Kontrolle der Waffe.
Hier kommen jetzt genau die eingangs in den Posts erwähnten Daumen und Zeigefinger ins Spiel. Man kann diese jetzt passiv aus der ganzen Geschichte heraushalten, man kann aber auch diese Glieder zur Unterstützung und Stabilisierung des kompletten Ablaufes mit verwenden, diese trainieren auf Ihre Aufgabe und integrieren.
Aus diesen Erkenntnissen heraus ist meine Waffe, eine SIG 210/6 Full Race Gun von Oschatz genau darauf hin optimiert worden. Das ging nicht über Nacht es waren viele Schritte bis alles gepasst hat.
Es waren schon einschneidende Prozesse auch im Kopf solche noch nie da gewesene Änderungen an der Waffe aus zu führen.
Das Bewusstsein und das Gespühr muss da sein, was sich im Ablauf wann abspielt und hemmt, und was getan werden muss um Abhilfe zu schaffen.
So ärgerte mich das zum Beispiel das mein linker Zeigefinger zu kurz war und nicht ordentlich am Checkering des Abzugsrahmen Fensters zum auflegen kam.
Ich brauchte aber etwas zur Stabilisierung, einiges wurde angedacht und verworfen, es war dann schon auch ein mächtiger Prozess so in die Waffe ein zu greifen und die Auflage an zu bringen.
Ähnlich verhielt es sich mit den Daumen, die lagen zwar immer parrallel aufeinander verursachten eigentlich auch nie unerwünschte Drücke, aber nutzen brachten diese auch keinen.
Irgendwann merkte ich, das man die Daumen ja an den Fanghebel anlegen kann und das es die Stabilisierung bzw die führung positiv beeinflusste.
Es dauerte auch hier ne Weile bis der Gedanke reifte, wenn die größer wären und besser positioniert, das das insgesammt ne richtig gute Stabilisierung bringen müsste.
So wurde auch mit x Modellen getestet bis ein gutes Ergebnis eintrat.
Hier auf den Fotos könnt Ihr die Umbauten sehen. Ich hab das eigentlich relativ bedeckt gehalten die ersten Jahren, es hat kaum jemand zu Gesicht bekommen. Auf der DM war die Waffe so gelegen das es keiner sehen konnte, aus taktischen Gründen.
Der runde Stift unten kann abgeschraubt werden, die Rollen für die Daumen sitzen auf dem Fanghebel, den braucht man nur abziehen und tauschen, dann schaut die Waffe ganz normal aus.
Im übrigen sind auch im inneren Veränderung vorgenommen und meinem persönlichen Schießstiel total angepasst.
Das Teil schießt galaktisch..........
Allerdings und hier kommt die Warnung, wer nicht konstant über 390 schiesst sollte sich an solchen Dingen nicht versuchen, denn da gibt es andere dringendere Baustellen im Schießstil die vorher bearbeitet gehören......
grüße no.limits


