Beiträge von Ludwig

    Carcano: Ich gebe dir recht, momentan sieht es so aus als würde das Vereinswesen langsam sterben. Dass das mit dem Ehrenamt zusammenhängt ist logisch, zumindest wenn man keine Leute findet, dann ist der Verein tot.
    Hier ist aber das eine die Folge des anderen. Das Ehrenamt an sich halte ich nicht für den Grund, dass das Vereinswesen sterben könnte. Vielleicht kannst du das genauer erläutern.

    Ich denke die Begeisterung fürs Ehrenamt ist immer noch genauso groß wie vor 40 Jahren. Jedoch die Randbedingungen haben sich verändert. Alles ist ein bisschen komplexer geworden, nicht nur das Ehrenamt selbst, sondern auch das Leben. Langfristige Bindungen oder Verpflichtungen gegenüber anderen scheinen aus der Mode gekommen zu sein und sind wenn dann nur noch im Beruf (wegen dem Geld) zu rechtfertigen. Das ist ein gesellschaftlicher Wandel und wenn man den Statistiken glauben kann ist die Vereinsmeierei ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft.
    Das Vereinswesen wird früher oder später darauf reagieren müssen. Wie das aussieht ist schwer zu sagen. Mann muss eben das ein oder andere probieren. Ich habe hier schon viele Vorschläge gelesen, von Kürzeren Wahlperioden über Bezahlung bis zur Verteilung der Aufgaben auf viele Schultern. Ich denke ein Universalrezept gibt es nicht, weil es auch nicht auf jede Region und jeden Verein passt. Hier muss sich jeder Verein seine eigenen Gedanken machen. Eine "Ideenliste" mit möglichen Maßnahmen kann da nur hilfreich sein.

    dingo: Wir haben im März neue Jugendsprecher gewählt. Erst wollte das keiner Machen. Als dann erklärt wurde, dass man da eigentlich nichts besonderes machen muss und im Prinzip sowas wie der "Klassensprecher der Schützenjugend" ist und damit die Interessen der Jugend vertritt hat sich das Blatt gewendet. Wir mussten bei allen 4 Postitionen (Jugensprecher und in + zwei Vertreter) Stichwahlen durchführen. Interessant ist, dass die Jugensprecher inzwischen mit Vorschlägen auf die Vereinsführung zukommen (das hatten die so garnicht geplant). Man sieht deutlich, dass der Mensch mit seinen Aufgaben wächst und bei Jugendlichen funktioniert das enorm gut.

    Um Menschen fürs Ehrenamt zu gewinnen muss man ihnen genau sagen können was das für sie bedeutet. Die Katze im Sack will eben heutzutage keiner mehr haben.
    Ein Verein braucht nicht wie ein Unternehmen zu funktionieren, aber man kann davon lernen und z.B. Stellenbeschreibungen machen in denen genau drin steht welche Aufgaben mit einem "Ehrenamt" verbunden sind. Macht der Sportleiter tatsächlich auch die Mitgliederverwaltung oder ist das nur so, weil das früher mal einer in Personalunion gemacht hat oder muss der Schatzmeister wirklich immer anwesend sein, wenn ein Euro über den Tisch rollt?

    Geronimo: Woher der grimmige Blick?

    Ich würde dir empfehlen einen Tages- oder Wochenendlehrgang beim DSB oder bei deinem Landesverband zu besuchen. Warum? Du hast unsicherheiten und die kannst du im Training super kontrollieren. Im Wettkampf kommt etwas Nervosität dazu und dann verlierst du darüber die Kontrolle. Dein Unterbewusstsein weiß genau wo deine schwächen sind und bei Nervosität bricht das aus.
    Auf so einem Lehrgang werden dir deine Fehlerchen ganz klar ins Gesicht gesagt - dir wird bewusst, wo es hakt. Aber auch deine Stärken werden dir dort gesagt und du nimmst nicht nur eine klare Trainingsanweisung mit, sondern auch eine gehörige Portion Selbstvertrauen und Motivation.

    Tja, mit einem schwulen Schützenkönig hatte da niemand gerechnet.

    Schützenbruderschaft: Schwuler König soll nun doch schießen dürfen - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - WELT ONLINE

    Als wäre es nicht schon schwierig genug in der Öffentlichkeit ein positives Bild abzugeben und dann kommen die mit sowas daher und machen das Schützenwesen auch noch lächerlich. Hoffentlich gelten wir jetzt nicht alle als intolerant.

    Wir haben bei uns im Verein 2 Stck. FWB 700 Basic im Einsatz.
    Durch rechts-links-Schaft ideal als Vereinswaffe. Aber es sollte auf jeden Fall eine Visierlinienerhöhung mitbestellt werden!

    Das 500er ist glaub ich noch etwas einfacher, und hat den Absorber nicht! Aber ob das wichtig ist für ne Vereinswaffe?

    Mit den 700er-Basic sind wir sehr zufrieden!

    Das 700er Basic kann ich nur empfehlen, nur die Plastikschaftbacke ist etwas seltsam. Aber das Preis/Leistungs Verhältnis stimmt und es ist was ordentliches. Billiger Schrott als Vereinswaffe bringt auch nichts.

    (Hab den Fred jetzt nicht ganz gelesen)

    blinzel: Wieso fragst du nicht bei der zuständigen Behörde nach ob das so alles ok ist? Die müssen es doch wissen. Hier im Sportschützenforum kennen sich viele mit der Materie zwar aus, aber es ist schwierig eine Ferndiagnose anhand von ungesicherten Fakten zu machen und da in ...dingsbums... das ist zumindest für mich zu weit weg um eine Ortsbegehung zu machen. Wenn wir hier aufgrund von Vermutungen rumdiskutieren, dann ist das nichts weiter als "Shit in - Shit out".

    Doch, haben wir, aber es sind nicht viele, die Aufsicht machen. Ich bin so alle zwei bis drei Wochen dran. Da wir seit zwei Jahren auch Bogenschießen anbieten, hat sich die Zahl der Aufsichten für den LG Stand halbiert. Auf die 10 Leute kommen wir schon auch aber eben insgesamt. Aber ich werde in der kommenden Saison wieder mehr Wettkämpfe schießen, dann komm ich schon auf die 12 Ergebnisse.

    Also es wird wohl jeder mindestens 12 Mal im Jahr an den Schießstand gehen.......

    Das dachte ich auch, als ich noch nicht Sportleiter war. Nach 3 Stunden Nachwuchsbetreuung und Aufsicht am Schießstand trägt man ganz gerne sein Köfferchen ungeöffnet wieder nach Hause.

    @BBF: Beim Pistolenschießen gibts eine ganz einfache Regel. Wer mit der Lupi schießen kann, kanns auch mit der KK oder GK. Umgekehrt ist das schwieriger. Schön zu beobachten, wenn man sich die KK-Spopi Ergebnisse anschaut. Diejenigen, die LP schießen können haben auch in der Präzision ein vernünftiges Ergbnis, nicht nur im Duell. (Das hat jetzt alles nur mit können zu tun, nicht mit wollen.)

    Übrigens das PDF von Aeply gibts auch nochmal in "schöner" von Christian Mania. Hab aber leider keinen Link zur Hand. PN an mich und ich schicks zu.

    Das Bildungspaket und Schützenvereine – Teilhabe am sozialen Leben

    Meine Frage:
    Gibt es Fälle, wo das Bildungspaket in den Schützenvereinen zu Neueintritten geführt hat, bzw. Schützenvereine etwaige Bestätigungen abgegeben haben. Haben neben den Kindern und Jugendlichen auch die Schützenvereine Vorteile aus dem Bildungspaket unter dem Aspekt Mitgliedergewinnung?

    Das Bildungspaket ist ja noch recht frisch. Bei uns im Verein ist noch niemand damit aufgetaucht, auch sonst ist mir bisher kein Fall bekannt.
    Unser Beitrag liegt auf den Monat gerechnet je nach Altersstufe bei 0,80€-2€. Also die 10€ würden fürs Spezi nach dem Schießen auch noch reichen.

    Kauf die Pistole und verschepper sie auf Egun weiter. Alles andere würde ich dir nicht raten auch nicht als Vereinswaffe.
    Habe auch kürzlich eine für über 200€ nach Polen verkauft.

    Hallo zusammen,

    auch ich (wir) müssen mit diesen Fußball bzw. Doppelvereinszugehörigkeiten leben. Ist auch an sich kein Problem. Was mich nur stört ist, wenn oder falls es "Terminüberschneidungen" für Spiele und Wettkämpfe gibt, ratet mal wer IMMER den Vorzug erhält.....

    Dies ist leider so und das ist jenes welches mit ankäst; Gilt auch vorbehaltlos für Tennis, Reiten, Volleyball......

    Schätze, das wird sich so nie ändern..

    Dieter

    Ich habe festgestellt, dass das direkt damit zusammenhängt, ob Schießen als ernstzunehmender Sport verstanden wird oder nur als ein weiteres Hobby. Es gibt aber auch noch eine weitere Ursache. In vielen Sportarten ist "Fehlen beim Training oder Wettkampf" mit negativen Sanktionen verbunden. Fehlt einer beim Fußballtraining, dann sitzt er beim nächsten Punktspiel auf der Bank. Da wird richtig druck gemacht. Vom Schießen kenne ich sowas nicht. Wenn einer nicht zum Training kommt, dann kommt er halt nicht und nix weiter. Das finde ich auch OK so.

    Ich bin da kürzlich in eine Diskussion geraten, wo behauptet wurde, dass erlaubnisfreie Waffen z.B. einen Luftpistole nur zum Bedürfniszweck auf direktem Weg transportiert werden dürfen. Angeblich gab es ein Urteil irgend eines Gerichts in irgendwo, das einen Sportschützen dafür verurteilt hat. Weiter ging es dann, dass man Diabolos getrennt transportieren müsse und dass die Waffe in einer mit einem Schloss verschlossenen Tasche/Koffer/etc. aufbewahrt sein muss.
    Die Diskussion war vom üblichen Halbwissen geprägt. Da ich auch nicht 100%ig bescheid wusste, hab ich mich mal schlau gemacht und bin auf ein interessantes Dokument auf den Seiten des DSB gestoßen

    Link

    Dieses Dokument räumt mit einigen Missverständnissen und Märchen auf:

    Transport

    Zitat: Der Transport einer Schusswaffe von einem Ort zum anderen ist in Deutschland nur erlaubt,
    wenn
    1. die Schusswaffe nicht schussbereit ist,
    2. die Schusswaffe nicht zugriffsbereit ist und
    3. der Transport zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit
    erfolgt
    .

    Weiter heißt es (Zitat): Nicht zugriffsbereit ist eine Schusswaffe, wenn sie in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt
    wird. Verschlossen bedeutet "abgeschlossen" im Unterschied zum bloßen "geschlossen".
    Erforderlich ist also ein Waffenkoffer oder ein Futteral mit Schloss. Ausreichend ist
    grundsätzlich auch der abgeschlossene Kofferraum oder das abgeschlossene Handschuhfach.

    Bei einem offenen Kombi / Break, bei dem aus dem Innenraum auf die Waffen zugegriffen
    werden kann, ist die Waffe als zugriffsbereit anzusehen.

    Der DSB empfiehlt ein verschlossenes Behältnis. Der irrtum ist aber, dass das so sein muss. Ich kann also meinen unverschlossenen Waffenkoffer auch in meinen Kofferraum im Auto einsperren. Gehe ich zu Fuß zum Training muss ich den Koffer verschließen.

    Ein weiterer Irrtum ist, dass ich die "Reise" zum Training/Wettkampf nicht unterbrechen darf, sondern auf direktem Wege dort hin fahren muss.

    Zitat: Der Transport "zum vom Bedürfnis umfassten Zweck" bedeutet, dass ein Zusammenhang
    mit dem sportliche Schießen bestehen muss. Es kommt nicht darauf an, ob der Weg – z.B.
    zur Schießstätte – unterbrochen wird
    , z.B. durch eine Übernachtung, sei es bei einem Sportkameraden
    oder im Hotel.

    Ich deute das so, dass ich dann noch mal schnell in den Supermarkt abbiegen darf oder auf dem Weg noch jemanden besuchen etc.

    Noch ein Irrtum: Diabolos darf ich nicht zu meiner Luftpistole in den Koffer tun.

    Zitat: Munition darf grundsätzlich mit der Schusswaffe zusammen – auch in einem Waffenkoffer –
    transportiert werden. Diabolos für Luftdruckwaffen gelten in Deutschland nicht als Munition.

    Hat jemand andere Informationen?