Die Entwicklung der Schießscheiben geht einher mit dem
zunehmenden technischen Entwicklungen und präziser werdenden Sportgeräten. Mit
der Gründung des Deutschen Schützenbundes am 11.7.1861 in Gotha formiert sich
das erste mal eine Institution mit landesweiter Bedeutung.
Die KK100m Scheibe (#4) dürfte die älteste einheitlich
geregelte Scheibe sein. Mit ihr wurde im Jahr 1900 auf der Weltmeisterschaft in
Paris die Freie Pistole ausgeschossen.
Die GK300m Scheibe (#5) hat mindestens seit 1909 keine
weitere Entwicklung erfahren. Charakteristisch ist bei ihr X-förmig verlaufende
Ringbeschriftung.
Die LG Scheibe (#1) hat eine längere Entwicklung hinter
sich.
Bis in die ´50er hinein wurde die 12-kreisige Ringscheibe
verwendet.
Dann wurde umgestellt auf eine 10kreisige Ringscheibe mit der 2 mm großen
„Zehn“, diese ist heute als „alte deutsche Luftgewehrscheibe“ beim
Kyffhäuserbund in Nutzung.
1969 wurde aufgrund des technischen Fortschritts die
„Zehn“ verkleinert auf 1 mm und die Ringabstände entsprechend angepasst.
1989 wurde die „Zehn“ noch einmal auf 0,5mm halbiert.
Die Zimmerstutzenscheibe (#2) entspricht von der
Skalierung auf 15m her der „alten deutschen Luftgewehrscheibe“. Der Spiegel
beginnt – wie bei allen „alten“ Scheiben mit dem 6. o. 7. Ring. Hier zeigen die
LG- wie die KK 50m Scheibe (#3) ihre Entwicklung, die dem Leistungssport
geschuldet ist.
Die KK50m Scheibe (#3) wurde im Zuge des Leistungssports
deutlich verkleinert. Der Spiegel von 112mm ist erhalten geblieben, dieser sitz
heute jedoch zwischen Ring 3 u. 4; nicht wie früher auf dem 5.Ring. (Um 1920)
Parallel dazu gab es zur Zeit der Gleichschaltung im 3.
Reich die „deutsche Einheitsscheibe für KK-Schießen“, diese bestand aus 12
Ringen.