Beiträge von Matze1965

    Hallo Hans48....

    Ob ich einen Standard Griff verändere um dann den Haltewinkel um 7 grad zu korrigieren oder einen Rink 7 grad Griff als Basis nehme und dann die notwendigen Korrekturen zu machen bleibt sich doch unterm Strich gleich. Ist nur ne Frage der Ausgangsmaterialien und des Geldbeutels. Muss ich eh einen anderen Griff nehmen kann ich mir auch viel Arbeit ersparen wenn ich nen 7 grad Griff bekomme.

    Unterm Strich entscheidend ist doch ob das Korn beim Zielen mittig steht und dass es nicht zittert. Sämtliche anderen Korrekturen ergeben sich aus dieser Anforderung. Aus diesem Grund lasse ich mir Schussbilder zusenden und lasse nach Möglichkeit zwischen drin Probe schiessen. Dadurch sind schon viele Macken in der Griffgestaltung aufgefallen. Auch ich habe mal nen Denkfehler und muss zurück rudern. Oder umdenken.

    Matze

    Ich habe letztens eine LP 500 bearbeitet bezüglich Griff. Der Griff lässt sich nur drehen aber nicht in der Neigung verändern. Die Abzugsmechanik ist der blanke horror.... Spätestens wenn man mit dem Züngel nach vorne muss. Dann muss man den Griff bearbeiten und damit wird das Teil automatisch kopflastiger. Das Konzept ist nicht für jeden Schützen brauchbar. Über die Abzugscharakteristik kann ich nix sagen..... Druckpunkt einstellen ist einfach..... Aber man spürt ihn nicht weil es über Feder eingestellt wird. Sagen wir mal..... Es gibt besseres auf dem Markt. Nett ist dass man von Mechanik auf Elektronik umsteigen kann..... Aber.... Wofür nen elektronischen Abzug...? Erschließt sich mir nicht wirklich....

    Wenn ich mir das Schussbild anschaue sind die Möglichkeiten so vielfältig dass ich ehrlich gesagt keinen allgemeinen Grund für das Schussbild habe. Aus welcher Ecke kommst du..?

    Das ganze bedarf einer gezielten Beobachtung und Analyse. Es kann sein dass diese nur 10 Minuten dauert oder auch 3 h.

    Wahrscheinlich ist aber dass selbst wenn die Ursachen gefunden sind es noch einige Zeit dauern wird bis das Schussbild zusammen schmilzt. Einen Umschalter zum Abschalten von Fehlern gibt's beim schießen nicht.

    Soderle ich öffne mal ein wenig das Nähkästchen (oder die Büchse der Pandorra....).

    Gestern abend startete der erste Versuch einen Griff komplett zu gestalten. Vor einigen Tagen ist schon aufgefallen, dass die Kimme sehr stark nach rechts eingestellt war. Der Besitzer stellte vor der Griffgestaltung dann erst einmal die Visierung annähernd mittig was unmittelbar zu starken linksschüssen führte. Die Visierung war ja nicht ohne Grund stark aussermittig gestellt......

    Wir haben zunächst die bisherigen Korrekturmassen vom Griff entfernt um die Kornlage etc. genauer zu ermitteln. Das leichte linkskorn konnte durch Anlegen und vertiefen der Rille korrigiert werden. Dann begann allerdings das Drama erst richtig. Es war bei 80 prozent der Schüsse eine Bewegung des Laufes nach links zu beobachten. Korrekturversuche mit Knete hatten keinerlei Erfolg. Zwischendurch musste immer wieder der Griff meiner Waffe als "Vergleichsreferenz" her halten. Nach 1,5 h probieren dann die Ernüchterung. Der Griff der LP 500 war auf der rechten Seite ca. 5 - 7 mm stärker aufgebaut als mein LP10 Griff. Somit war der Impuls beim Schuss so weit links von der Hand, dass der Lauf meist nach links wanderte und somit linksschüsse auftraten.

    Ein intensives Beschleifen der Rille und des Überganges der 3 Haltefinger zum Abzugsfinger brachte dann nach und nach den gewünschten Erfolg. Die Schüsse wurden mittiger und konrollierter. Inzwischen war dann annähernd das gesamte bisherige Ausgleichsmaterial auf der rechten Seite wieder entfernt. Somit musste nur noch ein Rest der seitlichen Handanlage aufgefüttert werden. Der Handauflage haben wir einen ordentlichen Schwung verpasst so dass nicht nur die Handmitte sondern auch der Übergang zum Handgelenk die Waffe mit stützt.

    Nach ca 120 Probeschüssen war dann mehrfach erst einmal die Luft raus. Ein Thema mit dem Züngel steht noch aus, weil es auf Grund der LP Konstruktion nicht weit genug nach vorn geschoben werden kann. Mal schaun was uns da so einfällt. Augenblicklich ist der Lottes Putter verbaut.

    In den nächsten Tagen wird sich zeigen wie sich das Schussbild einstellt. Ich gehe davon aus, dass die Fingerlage noch ein wenig angepasst werden muss was sich aber erst zeigen wird.

    Insgesamt war der originale Griffaufbau rechts zu stark, dann die typische Schräge vom Handgelenk bis zum ersten Fingergelenk die ein rutschen begünstigt. ZU wenig Platz für den Handballen so dass die Hand stark aus dem Griff quoll. Eine schöne satte Stufe konnte das ganze entschärfen und die Hand hinter die Waffe bringen.

    Was definitiv nicht zum Erfolg geführt hätte wäre der Weg gewesen einfach mit Masse das Korn mittig zu stellen. Die Ursache mit dem Überschussmaterial wäre nicht beseitigt gewesen. Weniger ist manchmal mehr.

    Ich werde berichten......

    Viele Kartuschen werden mit undichtem Manometer protokolliert so dass es mit getauscht werden muss. Somit ist es hart an der Wirtschaftlichkeits Grenze. Erstaunlich nur, dass viele Kartuschen in 10 Jahren auch mit viiiieeeel Liegezeit über das Manoneter keinerlei Luft verloren haben, das Manometer aber undicht ist. Verstanden habe ich das ganze nicht wirklich.

    Die Druckprüfung muss nicht unbedingt vom Hersteller gemacht werden. Sie muss nur den technischen Vorgaben entsprechen. Also 1,5 x Nenndruck. Die Kartusche ist ein technischer Druckkörper wie eine Tauchflasche.

    Die Glasstärken von Pistole und Gewehr unterscheiden sich massiv. Also kommt man um ein wechseln des Glases nicht umhin. Die Glaseinstellungen (Winkel, Neigung,...etc.) unterscheiden sich ebenfalls sehr massiv. Somit macht ein fest installiertes Wechselsystem Sinn, da man nicht ständig alles neu justieren muss. Das Wechselsystem kostet allerdings auch schon eine menge Geld.

    Ich persönlich nutze bei Gewehr auch mit Cylinder jeweils ein Monocle. Das Auge ist in der Lage einen gewissen Cylinderwinkel aus zu gleichen. Ich meine gehört zu haben ca. 5 grad. Somit sollte ein einmaliges sorgfältiges Einstellen und justieren des Glases ausreichen. Lästig ist, dass ich mit dem Monocle insgesamt nix sehen kann weil die Lademulde zu dicht vor dem Auge hängt. Dafür habe ich eine alte Schiessbrille mit einem linken Glas zum Laden oder Scheiben betrachten. Alternativ heisst es Gleitsicht aufsetzen und Gleitsicht absetzen.

    Für Pistole habe ich je Disziplin eine eigene Brille, da ich das ständige umstecken von Gläsern und neu einjustieren als unproduktiv und lästig empfinde. Klar kostet das etwas Geld, aber da jede Disziplin eh eine eigene Glasstärke benötigt muss ich eh Geld in die Hand nehmen. Weiterhin hat jede Disziplin weitere diverse Einstellungen am Gestell. Da macht auch ein Wechselsystem bald keinen Sinn mehr. Ein Gestell für 5 Disziplinen ??? Weiterhin muss ich dann immer sicher stellen dass ich zum jeweiligen Wettkampf alles mit habe. In der Regel habe ich dann Gläser oder Halter vergessen oder vertauscht.......

    Soderle... Mal wieder ein Update von mir. Augenblicklich befindet sich meine aktuelle Baustelle etwas nördlich von Oldenburg. Um die Ecke vom Baubüro ist ein Schützenverein mit einer frischen Lupi Mannschaft.... Den Rest kann sich jeder denken. Interessanter Weise haben bereits die kleinsten verbesserungsversuche zu sichtbaren und messbaren Veränderungen geführt. Der erste Griff ist denn auch schon zu 70 Prozent modelliert. Es bedarf noch etwas mechnischem Aufrüsten und dann kann der Rest modelliert werden.

    Selbst ein Maßgriff ist dabei dem ich gern ein paar gramm Spachtelmasse spendieren würde. Die Finger greifen viel zu weit um. Gegen das aus dem Griff rutschen würde ich gern eine Stütze einarbeiten. Gerri weiss was ich meine. Ihm leistet sie gute Dienste.

    Das schwierige daran ist dem Schützen zu erklären dass er zwar gut mit der alten Form klar kam aber konstantere Ergebnisse mit einigen Änderungen erzielen kann. Er darf jetzt erstmal Kinderknete nutzen um die verschiedenen Möglichkeiten aus zu loten. Derweil besorge ich mir erstmal eine neue Packung Kinderknete.......

    Werde demnächst mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern wie sich das ganze entwickelt.

    Auch wenn nur Hohlstellen ausgefüllt werden sollen heisst es nicht dass nicht auch aus dem Vollen das ein oder andere ausgeschliffen werden sollte. Nur aufbauen ist nicht zielführend. Fühlt sich gut an, bedeutet nicht zwangsläufig dass alles ok ist. Druckstellen einfach durch anfüllen re u. Links der Stelle zu entschärfen verschlimmert oft das, Problem.

    Als Vereinsgriff für Vereinswaffen kann das ein passabler weg sein um eine Vereinswaffe nutzbar zu machen. Als Testset um das ein oder andere zu testen ist es ebenfalls passabel. Um dauerhaft einen Optimal angepassten Griff zu haben halte ist das System für zu teuer und es hat natürlich keine Stufenlose Verstellmöglichkeiten. Somit ist es nur ein Behelf der nur in gewissen Grenzen funktioniert. Was nützt mir ein Autoseitenspiegel der nur in Rastern verstellt werden kann. Immer nur ein Behelf.

    Ich tippe auf mangelnde oder ungleichmäßige Federkraft und oder einen Schlagbolzen der nicht tief genug in den Patronenboden einschlägt. Die ringförmige zündmasse ist auch nicht 100 Prozent gleichmäßig verteilt.... Somit kann es sein dass die Patrone nicht immer zündet