Soderle ich öffne mal ein wenig das Nähkästchen (oder die Büchse der Pandorra....).
Gestern abend startete der erste Versuch einen Griff komplett zu gestalten. Vor einigen Tagen ist schon aufgefallen, dass die Kimme sehr stark nach rechts eingestellt war. Der Besitzer stellte vor der Griffgestaltung dann erst einmal die Visierung annähernd mittig was unmittelbar zu starken linksschüssen führte. Die Visierung war ja nicht ohne Grund stark aussermittig gestellt......
Wir haben zunächst die bisherigen Korrekturmassen vom Griff entfernt um die Kornlage etc. genauer zu ermitteln. Das leichte linkskorn konnte durch Anlegen und vertiefen der Rille korrigiert werden. Dann begann allerdings das Drama erst richtig. Es war bei 80 prozent der Schüsse eine Bewegung des Laufes nach links zu beobachten. Korrekturversuche mit Knete hatten keinerlei Erfolg. Zwischendurch musste immer wieder der Griff meiner Waffe als "Vergleichsreferenz" her halten. Nach 1,5 h probieren dann die Ernüchterung. Der Griff der LP 500 war auf der rechten Seite ca. 5 - 7 mm stärker aufgebaut als mein LP10 Griff. Somit war der Impuls beim Schuss so weit links von der Hand, dass der Lauf meist nach links wanderte und somit linksschüsse auftraten.
Ein intensives Beschleifen der Rille und des Überganges der 3 Haltefinger zum Abzugsfinger brachte dann nach und nach den gewünschten Erfolg. Die Schüsse wurden mittiger und konrollierter. Inzwischen war dann annähernd das gesamte bisherige Ausgleichsmaterial auf der rechten Seite wieder entfernt. Somit musste nur noch ein Rest der seitlichen Handanlage aufgefüttert werden. Der Handauflage haben wir einen ordentlichen Schwung verpasst so dass nicht nur die Handmitte sondern auch der Übergang zum Handgelenk die Waffe mit stützt.
Nach ca 120 Probeschüssen war dann mehrfach erst einmal die Luft raus. Ein Thema mit dem Züngel steht noch aus, weil es auf Grund der LP Konstruktion nicht weit genug nach vorn geschoben werden kann. Mal schaun was uns da so einfällt. Augenblicklich ist der Lottes Putter verbaut.
In den nächsten Tagen wird sich zeigen wie sich das Schussbild einstellt. Ich gehe davon aus, dass die Fingerlage noch ein wenig angepasst werden muss was sich aber erst zeigen wird.
Insgesamt war der originale Griffaufbau rechts zu stark, dann die typische Schräge vom Handgelenk bis zum ersten Fingergelenk die ein rutschen begünstigt. ZU wenig Platz für den Handballen so dass die Hand stark aus dem Griff quoll. Eine schöne satte Stufe konnte das ganze entschärfen und die Hand hinter die Waffe bringen.
Was definitiv nicht zum Erfolg geführt hätte wäre der Weg gewesen einfach mit Masse das Korn mittig zu stellen. Die Ursache mit dem Überschussmaterial wäre nicht beseitigt gewesen. Weniger ist manchmal mehr.
Ich werde berichten......