Etwa die Trainer-C-Ausbildung erfolgt ja grundsätzlich im Dienst des Verbandes und zu dessen Vorteil. Dafür auch noch viel Geld bezahlen zu sollen wäre schon ziemlich Tom-Sawyerisch.
An dieser Stelle muss ich dir leider ein wenig wiedersprechen. Zunächst einmal ist klarzustellen, dass die Trainer-C-Lizenz sich mittlerweile in 2 Teile aufgliedert, die Basis- und die Leistungslizenz.
Die letzten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte (ich habe Mitte der 80er Jahre meine Lizenz, damals noch Fachübungsleiter genannt, gemacht und auch da war das schon so) haben gezeigt, dass sehr viele Teilnehmer die Grundlizenz sehr stark eigenmotiviert (für eigene Zwecke) machen und später wonirgends mehr als Trainer auftauchen. Der eine oder andere mag im stillen Kämmerlein des Vereins als "Hinweisgeber" noch zur Verfügung stehen, in der Jugendarbeit als Trainer tauchen sie aber sehr oft nicht mehr auf. Insofern erscheint hier eine angepasste Gebühr an die Kosten durchaus angemessen, zumal oftmals auch noch andere Zuschussmöglichkeiten für den Einzelnen bestehen, falls man wirklich aktiv mitarbeitet. Beim Trainer-C-Leistung bestehen, zumindest bei Verbandsmitarbeit, auch Zuschussmöglichkeiten von dieser Seite.
Allgemein zu hunter 's Aufstellung:
Insgesamt handelt es sich beim Mitgliedsbeitrag, wie von Carcano zutreffend gesagt, um einen Solidarbeitrag, den ALLE zu zahlen haben, unabhängig davon, wie intensiv sie die Verbandsangebote nutzen oder auch nicht.
Gleichwohl muss man aber ggf. im Auge behalten, dass diejenigen, die diese Angebote weniger nutzen, mit steigenden Beiträgen natürlich unzufriedener werden. Das Problem kennt jeder Verein. Da der RSB einen relativ hohen Anteil an Traditionsschützen hat, die bei weitem nicht alle Angebote nutzen, kann man natürlich versuchen, an der einen oder anderen "Gebührenschraube" zu drehen, die mehr auf die aktiven Sportschützen denn die passiveren Traditionsschützen abzielt. Damit verhindert man ggf. ein Abwandern der Traditionsschützen in alternative (Traditions-)Verbände, die es gerade in NRW ja gibt.
Die Westfalen z.B. haben einen unterschiedlichen Beitrag für "aktive Schützen" und "passive Schützen", was aber an vielen Stellen auch wieder Möglichkeiten zur "unehrlichen Meldung" bietet, die man kaum in der Griff bekommt.
Insofern hat man immer wieder die Schwierigkeit, auf einen angemessenen Beitrag (für alle) zu kommen.
Und ja, zur Ehrlichkeit gehört auch, dass man über Möglichkeiten der Einsparung nachdenkt. Das wurde teilweise durchaus auch schon getan. Wenn man seitens der Mitglieder (Vereine) mit Leistungsreduktionen leben kann/will, ist da sicher noch mehr drin. Da wird sicher in den zukünftigen Besprechungen vor einer Verabschiedung noch ausführlich drüber diskutiert werden.
Und um das auch noch klarzustellen: Die von hunter genannten 70.000,- EUR für die Webseite sind keine laufenden (jährlichen) Kosten sondern die der Umstellung vor 2 Jahren. Was dabei angemessen ist und was nicht, wird übrigens, wie bei der Bewertung, was "eine schöne Frau" ist, sehr unterschiedlich bewertet. Fakt ist ,dass die Programmierung durch eine professionelle Firma einige Vorteile gegenüber einer "Privatprogrammierung" bietet.