Beiträge von schmidtchen

    So, und damit auch die Letzten kapieren, dass es kein "gut" mehr bei den (etablierten) Parteien für uns gibt, hier der letzte Stand der oben schon von mir angesprochenen erneuten Verschärfung des WaffG. Und das OHNE Beteiligung der Grünen, die brauchen wir/die gar nicht!

    Da fällt mir nur dieser Spruch zu ein: "Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: 'Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!', und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...!" :angry:

    Waffenrechtsverschärfung im Eilverfahren

    Dann würde ein umsichtiger Landessportbund sicherlich tätig werden können und müssen. Muss gar nicht mal der betreffende (in Eurem Fall: schießsportliche) Fachverband sein.

    Na, auf den LSB können wir da meines Erachtens eher weniger bauen. In der ersten Pandemiephase hatten wir ja eine Regelung, wo (angeblich aus Versehen) der Kontaktsport erlaubt war (mit Nachverfolgung), unser kontaktloser Sport aber nicht. Eine Intervention unserer Verbandsoberen (sowohl RSB als auch WSB) bei denen des LSB führte zwar zu einer Aussage, man werde sich bei der nächsten Überarbeitung der CoronaSchVO für eine Änderung einsetzen, nur passiert ist 3 Änderungen lang NIX. Und dann war eh "Sommerpause".

    Da die LSB-Spitze in NRW aber noch nicht so lange im Amt ist, will ich das Ganze nicht verallgemeinern. Auch die Politik ist ja manchmal recht "hartleibig" beim "Vernunft annehmen". ;)

    Faktisch gilt bei uns allein das InfSchG und somit die Bundesnotbremse, da die Landesverordnung erst bei Inzidenzen unter 100 überhaupt eine Wirkung entfaltet. Das hat ein paar Türen geschlossen, aber auch andere wieder aufgemacht.

    Wir haben in NRW ja durchaus schon wieder eine Reihe Kreise mit Inzidenzen unter 100, wo das InfSchG nicht mehr greift, aber die CoronaSchVO NRW lässt halt Sport nur auf Außenanlagen zu und schreibt das Geschlossenhalten der anderen Sportstätten vor. Selbst bei ner 35er Inzidenz kämest du da nicht weiter. Da geht tatsächlich nur was in den LStp. Die Regelungen in RLP, wo ja auch einige Teile unseres Verbandsgebietes liegen, sind da deutlich moderater (bis hin zu gedeckten (geschlossenen) Ständen mit Testpflicht, seit Sonntag ja auch für vollständig Geimpfte und Genesene), natürlich auch nur bei Inzidenzen unter 100 .;)

    Hallo zusammen,

    ich frage hier für einen Freund. Darf er, wenn er einen Voreintrag in der WBK : Walther GSP .32, vom Amt hat, zuerst ein Wechselsystem .22 kaufen, wenn er es günstig angeboten bekommt, oder muß er erst die komplete Pistole im Kaliber .32 S&W long WC gekauft und angemeldet (also eingetragen) haben, bevor er das Wechselsystem erwerben darf?

    Bist du sicher, dass er einen Voreintrag "Walther GSP .32" in der WBK hat oder hat er nicht vielmehr den Voreintrag "Sportpistole" oder "halbautomatische Pistole" und unter Kaliber die .32 stehen. Denn normalerweise werden beim Voreintrag nur die Spalten 2 und 3 ausgefüllt und der Hersteller und Typ kommen erst in Spalte 5 nach dem Erwerb.

    Und wenn dem so ist, ist auch klar, warum ein Erwerb des WS nicht vor dem Erwerb der Grundwaffe erlaubt ist, denn wer garantiert, dass hinterher auch eine GSP gekauft wird und keine Pardini?

    Das Gute daran: Die Schießstätten, auch indoor, sind nicht mehr durch die Verordnung komplett gesperrt, wir dürfen also wieder Stempeln. Kontaktloser Sport alleine, zu zweit oder in Wohngemeinschaft ist offiziell wieder erlaubt (bislang verboten gewesen). Ab Landeskader auch in Gruppen mit Trainer.

    Na, dann sei froh. Bei uns in NRW sind die (Schieß-)Sportstätten noch komplett geschlossen, bis auf die, die komplett offen sind, also Bogen und Wurfscheibe. Nur Leistungskader Bund und Land dürfen an die Leistungsstützpunkte.Und mehr wird es derzeit auch nicht geben. Vielleicht auf Landesebene, wo wir bald an die 100er-Grenze kommen, aber bei uns gibt es dann noch die örtliche Allgemeinverfügung, und die wird das Training auch weiterhin bis auf weiteres untersagen.

    Die DM sehe ich ähnlich wie du.

    Zuerst stehen ja auch die Landesmeisterschaften an. Danach können die Verantwortlichen weiter Planen. Und da lege ich die Messlatte genau so hoch, wie in meinem Berufsleben.

    In vielen LV wird es aber keine LM geben. Da wird mit irgendwelchen Vorergebnissen weitergemeldet. Also kannst du da auch keine Messlatte anlegen.

    Du wirst also darauf vertrauen müssen, dass die beim DSB es schon richtig machen. Ich wünsche dir viel Glück dabei ! Ob du noch viel praktisches Training auf dem Stand bekommen wirst, wird sich zeigen müssen. In meinem Kreis hängen wir immer noch bei einer 200er Inzidenz. Da sind keine Lockerungen in den nächsten 4 Wochen in Sicht, denn so lange wird's bestimmt brauchen, bis wir unter 100 sind.

    Das Thema hatten wir doch schon mehrfach, zuletzt hier! Es wird nicht anders dadurch, dass wir das ständig wiederholen. Weder droht eine absolute Mehrheit bei der Wahl, noch sehen das alle bei den Grünen gleich.

    Und was uns von den anderen Parteien noch droht, weiß auch niemand zu sagen, siehe die letzte Änderung, die derzeit gerade auf dem Weg ist und die mal eben "by the way" durchgezogen wird, von vielen unbemerkt

    Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung waffenrechtlicher Personenüberprüfungen

    "Der Gesetzentwurf ist besonders eilbedürftig, um das Gesetzgebungsverfahren biszur parlamentarischen Sommerpause abzuschließen."

    Das Teil liegt schon zur Stellungsnahme im Bundesrat!

    Der Beitrag dazu im Forum ist hier

    Dazu noch ein Link aus dem Jagdbereich: "Waffenrecht: Ärzte werden künftig von Schweigepflicht entbunden"

    Hallo
    Wenn die Menschen vernünftig bleiben und Regeln einhalten, die Impfung schreitet voran,

    werden wir Anfang Juni wieder mit abgeschwächten Regelntrainieren können. Dann bleiben noch etwa 10 Wochen bis zur DM.
    Warum soll das nicht reichen? Wenn dann jemand griesgrämig zu hause bleiben möchte, bitteschön.

    Na, du bist aber optimistisch. Das Impfen wird erst im Juni einen ordentlichen Stand bei den ERSTimpfungen erreichen (wenn nicht wieder was dazwischen kommt) und dann 9-12 Wochen später einen bei den Zweitimpfungen. Und da sind wir nach den DM in München. Die Lockerungen für Geimpfte gelten aber nur 2x Geimpfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bei einer Schnelltestpflicht nicht allzuviele Kamerad*innen auf den Stand bekommen werde. Und das hat auch nix mit griesgrämig zu tun sondern mit Achtsamkeit. Und nun erzähle mir niemand etwas von "haben doch alle prima Konzepte, die funktionieren". Da reden alle von und trotzdem gibt es reichlich Infektionen, auch in Bereichen, wo angeblich alles prima läuft (z.B. Industrie). Nur will da niemand drüber reden und alles wird unter dem Deckel gehalten.

    Das jeder selbst entscheiden kann und soll, ob er fährt oder nicht, ist o.k. : Aber deshalb muss man die Vorsichtigen nicht als "griesgrämig" hinstellen.

    Wir haben heute die Mitteilung unseres Landessportleiters erhalten, dass die DM VL im Juli in Pforzheim vom DSB abgesagt wurde, da die Rahmenbedingungen (Gaststätte geschlossen, keine Parkplatznutzung, nur Max. ca. 30% Standauslastung erlaubt, wenn überhaupt) keine vernünftigen Wettkämpfe zuließen.

    Man muss schon sagen, dass Laschet von Hannelore eine politische Mondlandschaft übernommen hat.

    Natürlich wie immer alles ne Frage der Standpunkte. Und auch Hannelore hat von Rüttgers aus ihrer Sicht nicht die idealen Voraussetzungen übernommen. Wer keine Entschuldigung hat für sein Versagen, ist selbst schuld! Ganz wie jetzt in der Pandemie.

    Könntest du das genauer ausführen.

    Na, dass Laschet und Merz nicht denselben Kurs in der (Wirtschafts-)Politik vertreten dürfte bekannt sein, sonst hätten sie ja nicht gegeneinander kandidieren müssen und hätten unterschiedliche Klientel angesprochen. Wenn man sich nun jemanden mit einer anderen "Marschrichtung" ins Haus holt, bedeutet das nicht nur Einigkeit sondern z.T. heftige Diskussionen. Das kann befruchten, wenn man offen ist und fair miteinander umgeht, das kann aber auch nach hinten losgehen, wenn man sich nicht wirklich auf den anderen verlassen kann. Und aus meiner Sicht ist Merz (immer noch) ein Machtmensch und Taktierer. Insofern ist ein "ihm den Rücken zudrehen" eine gefährliche Sache. Dazu kommt, dass bei einer Koalition mit den Grünen, die ja nicht unwahrscheinlich ist, die Politik des Herrn Merz nicht unbedingt von Vorteil für "harmonische Gespräche" und ein gutes Miteinander in der Regierung ist. Das ist ähnlich wie ein Dreierbündnis mit der FDP dabei. Da sind die unterschiedlichen Enden des Interesses doch sehr weit auseinander. Insofern bleibt abzuwarten, wie das so weitergeht und ob es tatsächlich am Ende von Vorteil ist, ihn stärker einzubinden.

    Haben die nicht zu :/ .

    Es werden die Zahlen, die die Vereine bei ihrer Meldung der Schützen zur Kreis- oder ggf. direkt zum Bezirk oder Land im Herbst/Winter als VM-Ergebnis angegeben hatten. Damals war aber ja noch gar nicht klar, wofür diese Ergebnisse noch mal gut sein könnten, insofern sehe ich die Manipulationsmöglichkeit als nicht so groß an.

    Da aber vermutlich wegen der Abstandsregeln auch nur geringere Starterkontingente zugelassen werden, werden die Qualizahlen bestimmt hoch gehen.

    Da bin ich mir nicht so sicher.

    https://www.stern.de/politik/deutsc…--30498410.html

    Laschet war und ist auch nicht mein Wunschkandidat, aber alle mal besser als der Söder! Zu dem traue ich Laschet auch zu gute Leute ins Kabinett zu holen (z.B. Merz).

    Interessant finde ich diese Aussage in dem Bericht:

    „Laschet kündigte an, die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt der Entscheidung zu rücken. Es gehe um Entschlackung der Bürokratie, einen serviceorientierten Staat und Digitalisierung.“

    In NRW ist er seit 4 Jahren MP, aber zumindest Entschlackung der Bürokratie und Digitalisierung sind hier Fremdworte. Warum das im Bund besser klappen sollte, erschließt sich mir noch nicht.

    Bezgl. Kabinett lassen wir uns mal überraschen, ob er es wagt, sich die ‚Laus‘ Merz in den Pelz zu setzen. Im Wahlkampf mag der Stimmen aus dem „Söderflügel“ fangen, aber im Kabinett würde der Laschet und den Grünen ne Menge Ärger bereiten.

    „Wir werden bis Ende 2022 voll in der Pandemie stecken“

    Vielleicht kann man hinter die DM 2022 auch schon mal einen Haken machen :D :peaceful: .

    Klar werden wir, weltweit gesehen, noch bis weit ins Jahr 2022 in der Pandemie stecken, in Wirklichkeit sogar noch um einiges länger, wenn man in Betracht zieht, dass man gegen die eine oder andere Mutation wie auch gegen den nachlassenden Impfschutz nachimpfen muss. Aber in Deutschland wird die Welle nicht so lange anhalten. Ich rechne fest damit, dass Ende des 3. Quartals tatsächlich der überwiegende Teil der Erwachsenen Bevölkerung, der impfwillig ist, auch geimpft ist. Und dann wird das mit der Überlastung des Gesundheitssystems deutlich anders aussehen. Der Rest muss halt sehen, wie er mit seiner Meinung klar kommt.

    Bzgl. DM 2021 rechne ich fest damit, dass diese in der einen oder anderen Form stattfinden wird, und sei es, dass man entweder geimpft sein muss oder einen Schnelltest macht, wenn man auf's Gelände will. Das wird der DSB mit ziemlicher Sicherheit durchziehen, wenn es von der Politik nicht vollends blockiert wird. Und Herr Söder agiert mit seinen neuesten Maßnahmen ja schon wieder in diese Richtung. Der will schon im Juni zur Fussball-EM möglichst ein paar Zuschauer im Stadion in München haben. Mal sehen, was das Verfassungsgericht zur Behandlung der Geimpften und bereits Infizierten sagt.

    Klar, in trockenen Tüchern ist nichts, aber es gibt auch Vorhersagen, die einen deutlichen saisonalen Einfluss sehen, u.a. weil UV-Licht die Viren zerstört. Das wird nicht die nächsten 14 Tage beeinflussen, aber für Juli, August, September sind bessere Zahlen möglich. Und ab Oktober zählt dann die Impfrate.

    Da gebe ich dir durchaus Recht. Ich gehe auch persönlich davon aus, dass der DSB das Ganze, wenn irgend möglich, durchziehen wird, unter welchen Bedingungen auch immer. Aber genau da liegt mein Problem. Die DM war für mich auch immer "ein Ort der Begegnung", wo man sich aus verschiedenen Landesteilen traf, plauschte und es sich ein paar Tage unter Gleichgesinnten gut gehen ließ. Wenn das Ganze aber unter Pandemiebedingungen für mich zum Stress ausartet, lasse ich es lieber. So wichtig ist es mir dann auch nicht. Ist ja "nur" Hobby.

    Das Problem lässt sich durchaus lösem. Man muss es aber lösen *wollen*. Einige Landesverbände im DSB engagieren sich (z.B. der NWDSB), andere drehen gelassen Däumchen; der DSB regt die LVs an, gibt aber keine Direktionen.

    Ich gebe dir vom Grundsatz her Recht, möglich ist sicher einiges. Aber zZum Engagieren müssen auch die Rahmenbedingungen passen. Die Situation in den BL ist halt sehr unterschiedlich. Bei uns in NRW waren/sind die Restriktionen aufgrund der höheren Infektionszahlen halt strenger als z.B. in RLP oder SH, die niedrigere Zahlen haben. Und da sich das ständiug ändert, ist es auch nicht einfach, mit einer gewissen Planungssicherheit Dinge vorzubereiten. Aber auch bei uns hat man wohl eine Lösung für die Willigen gefunden. ;)

    Wie Erzwo schon schrieb, gibt der DSB den LV viel Freiraum für die Ermittlung/Nennung der Qualiergebnisse ( Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften ). Problem ist aber, dass in vielen Bundesländern, so auch in NRW, die Kugelstände (incl. Druckluft) komplett zu sind. Und in vielen Regionen sehe ich da auch keine Änderung in den nächsten 4-8 Wochen, wenn denn die vorgesehenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes tatsächlich umgesetzt werden und die Überschreitung der 100er Inzidenz einen Lockdown in vielen Bereichen, u.a. auch im Sport nach sich zieht. Insofern wird es da kaum aktuelle Qualiergebnisse geben können. Meldeschluss für München ist der 20.07. Man muss also z.B. auf "alte" Ergebnisse zurückgreifen, ggf. die Melderergebnisse zur seinerzeit vorgesehenen LM.

    Aber auch die DM in München sehe ich noch nicht in "trockenen Tüchern", wenn das mit den Impfstoffen so weitergeht und die Politik weiter so rumeiert. Ich werde auf jeden Fall zu Hause bleiben.

    959-Bildung_Qualiplan_2019.pdf (dsb.de)

    Wenn ich das richtig verstehe ist doch der Schießsportleiter Voraussetzung für den Trainer C, braucht es da noch große Diskussion darüber?

    Das ist wohl so, sagt aber doch nichts über die Inhalte der Ausbildung aus. Trainer C Basis ist auch Voraussetzung für Trainer C Leistung, nur im Basis werden auch schon ne ganze Reihe fachliche Dinge gemacht, die eben im Schießsportleiter (fast) gar nicht gemacht werden. Und um diese fachlichen Dinge geht es ja im wesentlichen in meiner Diskussion mit Carcano .

    Der Schießsportleiter ist ja, genau wie SK und vA, Voraussetzung für fast alle weitergehenden Ausbildungsgänge, vom Jugendleiter über den Jugend-Master, den Kampfrichter bis zum Trainer C. Wie gesagt: Schwerpunkt aus meiner Erfahrung: "Organisation".

    Nämlich von der Überlegung ausgehend, dass an und für jeder Verein einen zumindest "kleinen" Instruktor (Vereinstrainer, Vereinsübungsleiter, Trainer-D, wie immer man ihn regional auch nennt) haben sollte, der Interessierte begrüßen kann, sie ins Schießen einführen kann, und auch aktiven Schützen jeenfalls bis zu einer gewissen Leistungsklasse mit Rat und Anleitung zur Seite stehen kann.

    Theoretisch ist dein Ansatz o.k., in der Praxis scheitert er leider, bei mir in der Gegend sogar grandios. Wenn ich da mal die Vereine durchgehe und in den einzelnen Disziplinen (Langwaffe, Langwaffe aufgelegt und Kurzwaffe) die Leute begutachte und auch eigene Erfahrungen mit einbeziehe, dann gibt es aus meiner Sicht VIELEICHT in 20% der Vereine EINE solche Person, die dann meist aber auch nur in dem eigenen Disziplinbereich einigermaßen Ahnung hat.

    Da komme ich als Interessierter, der gerne in den "Leistungssportbereich" aufsteigen möchte, schnell an seine (die des "Vermittlers") Grenzen.

    Der Trainer-C (ganz GLEICH, ob Basis oder Leistung !) ist für diese Anforderung eigentlich, wenn wir ehrlich sind, bereits deutlich überkalibrig. Es ist gewiss schön, wenn ein Verein einen Trainer-C hat, und noch schöner und ja auch vom Konzept her wünschenswert (darauf komme ich gleich noch zurück), wenn dieser dann auch in gewissem Maße genau als ein solcher zur Verfügung stünde.

    Problem ist, das es fachlich unter dem C-Trainer nichts gibt, wo man disziplinspezifische Kenntnisse vermittel bekommt. Wer also fachlich was wissen will, egal ob als "Vereins-Vermittler" oder als interessierter Schütze, kann nur hier ausbildungsmäßig als unterste Stufe ansetzen.

    Aufgrund des zu veranschlagenden Aufwandes (und ggf. auch des Geldes) nehmen das aber in der Mehrzahl Leute auf sich, die auch selbst etwas davon haben (wollen). So wie unsere Gesellschaft eben mittlerweile ist: ein bisschen Egoistisch! ;)

    So. Wenn also ein Vereinsmitglied eine Trainerausbildung (gleich ob Trainer-D oder Trainer-C) durchlaufen hat, das wäre es doch eine pure Selbstverständlichkeit im Verein, wenn er in der Folge im Rahmen seiner ohnehin bestehenden satzungsmäßigen Mitarbeitsverpflichtungen (NB eine ganz typische Mitgliederpflicht auch in einer Menge anderer Vereine) dann eben eine bestimmte Anzahl von Trainer- oder Anleitungsstunden erbringt - dazu gehört auch das betreute Schießen für Newbies, interessierte Gäste, ebenso wie die Anleitung von Neumitgliedern. Das kann und sollte aber jeder Verein selbst regeln und ggf. einfordern; es ist NICHT die Aufgabe des Verbandes, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Nur hierin liegt mein Gegen-Widerspruch zu Deinem obigen Einwand.

    Deine Theorie ist nett, nur leider nicht zielführend, da a) GANZ viele Vereine noch gar keine verpflichtenden Arbeitsstunden festgeschrieben haben und b) selbst diese von vielen Leuten nicht erbracht werden (wollen) und sie statt dessen lieber die "Strafgebühr" bezahlen, statt sich Woche für Woche als Instruktor auf den Stand zu stellen (selbst monatlich ist da oft zuviel). Das ist zwar auch nett, hilft dem Verein aber bei seinem fachlichen Problem nicht weiter. Und ja, es nicht das Problem des Verbandes, aber darum ging es hier ja auch gar nicht. Es ging um das Problem, dass der Verband bei der Trainerausbildung Geld zuschießt in der Hoffnung, an der Basis fachkundiges Personal zu haben. Dieses passiert aber nicht, wenn die Lehrgangsteilnehmer anschließend nicht in den Vereinen mitarbeiten. Daher muss der Verband dann überlegen, ob es diesen Zuschuss in der Höhe tatsächlich noch lohnt, oder ob ich da eher "die Egoisten" finanziell unterstütze. Vereine, denen an einem unterstützenden Trainer gelegen ist, geben diesem auch heute schon ggf. einen Zuschuss zur Ausbildung, wenn er denn später tatsächlich mitarbeitet.

    Nur am Rande: die Hauptaufgabe des Trainers ist heute keineswegs allein oder ganz vorrangig die "Jugendarbeit"; wer immer noch so denkt, verwechselt den Schießsport mit anderen Sportarten. Was nicht heißt, dass wir nicht auch hier im Forum Trainer hätten, die hervorragende und engagierte Jugendarbeit leisten und geichzeitig auch den (zumindest anscheinend ;-)) Erwachsenen zur Verfügung stehen. Lanfear und Califax würde ich hier nennen.

    Da bin ich voll bei dir, aber meine Erfahrung ist, dass sehr viele Teilnehmer der Trainerausbildung, wenn denn überhaupt ein übergeordnetes Interesse im Hintergrund steht, dass der Jugendarbeit mitspielt. So war es auch bei mir seinerzeit. Das ich mittlerweile im Verein nur noch mit Erwachsenen arbeite, weil wir so gut wie keine Jugend haben, ist ein anderes Thema.

    die bescheuerte DSB-Ausbildungstrennung zwischen "Schießsportleiter" und "Trainer" habe ich noch nie eingesehen. Sie ist in der Praxis Quatsch.

    Ich glaube, da bist du auf einem falschen Weg. Wenn du dir die Qualifizierungsrichtlinien des DSB ansiehst, dann solltest du erkennen, dass der Schießsportleiter eher zwischen der verantwortlichen Aufsicht und dem Kampfrichter steht und eher im Themenbereich "Wettkampforganisation überfachlich" unterwegs ist und weniger im fachlichen Bereich des Trainers. Lediglich im "Inhaltsbereich 5" sind ein paar Anfängerthemen Gegenstand der Ausbildung und die werden auch oft genug noch geschlabbert. Wie schon gesagt, unterhalb des Trainers C gibt es (leider) so gut wie nichts.

    Die von Dir gesehene Möglichkeit, Option oder Gefahr, dass unzufriedene Traditions- und Schützenrockträgervereine bei Euch dann eben zu den Historischen oder zum Kyffhäuser abwandern, mag schon realistisch sein. ... Wie häufig oder wie selten sind denn bisher solche Austritte REAL gewesen? Das dürften dann doch eh' oft schon überalterte Cliquen sein?

    Zunächst einmal ist wohl festzustellen, dass unser Sport mittlerweile insgesamt an einer gewissen "Überalterung" leidet. Der Jugendbereich bricht an vielen Stellen weg, wenn er denn überhaupt vorhanden war und Dank der zahlreichen Aufgelegt-Disziplinen können wir unseren Sport nicht nur (fast) bis zum Lebensende ausüben (wenn uns denn nicht z.B. unser Sehvermögen im Stich lässt) sondern holen auch noch ältere Generationen als Neumitglieder in die Vereine. Das ist beim Fussball oder Turnen anders.
    Da wir im RSB seit 7 oder 8 Jahren keine Beitragserhöhung hatten, musste man diese Überlegung in den letzten Jahren kaum anstellen, aber davor hatten wir durchaus mehrerer solcher Fälle. Es ist ja auch nicht das alleinige zu beachtende Argument bei einer Beitragsanpassung, aber man muss es halt mit berücksichtigen, da ansonsten die Kalkulationen schnell nicht mehr stimmen.

    Ich denke und empfinde hier aber tatsächlich, worauf Du ja Bezug genommen hast, in Begriffen einer "Solidargemeinschaft unter Schützen".

    Vielleicht ist das auch durch meinen persönlichen schießsportlichen Werdegang geprägt. Mein erster Verein, dem ich bis zum Studium angehörte, und in dem ich als Schüler engagiert bis zur LM geschossen habe (LP und SpoPi .22), war ein klassischer Traditionsverein aus den 1860er Jahren, dem auch die Kleinstadthonoratioren angehört. Er "leistete" sich aber eine damals sehr aktive und auch sehr erfolgreiche Pistolenabteilung (einschließlich GK und Vorderlader), die auch DM-Medaillen einbrachte, und war mächtig stolz darauf. Umgekehrt respektierten wir die "Bierschützen" in ihren Uniformen (keiner von uns hatte die natürlich) und waren ihnen dankbar. Das finde ich auch heute noch einen gut gangbaren Weg.

    In den "Groß"-Vereinen, wo das der Fall ist (also erfolgreiche Sport"abteilung") ist das sicher auch heute noch so, aber ich empfinde es so, dass das immer weniger werden, weil zumindest in unseren Bereichen die Anzahl der erfolgreichen Vereine immer weniger wird (vielleicht auch, weil immer weniger kompetente Schützen da sind, die ihr Wissen weitergeben können?). Während wir hier bei mir vor 40 Jahren zu Beginn meiner Schießsportzeit noch ca. 10 erfolgreiche Vereine mit Teilnehmern bei der DM hatten (davon 3 große Vereine mit >400 Mitgliedern), kommen wir heute maximal auf 2-3 (alle <150). Auch die Anzahl der erfolgreichen Schützen ist deutlich zurückgegangen. Insofern ist dann oft auch die Bereitschaft zur Solidarität nicht mehr so besonders hoch, zumal in Zeiten, wo sich verstärkt Egoismus ausbreitet. 8)

    Das ist doch völlig realitätsfremd. Dann wäre ich zB nur am Testen, wenn ich ins Fitnessstudio, zu Shoppen, zum Schießen, zum Schwimmen,... gehen möchte. Mal abgesehen davon, dass wir uns eine 3. 4. 5. etc Welle herbeitesten (verstehen aber nur die wenigsten).

    Wenn du mal den Verlauf der Zahlen in den letzten 4-6 Wochen kontinuierlich verfolgt hättest, hättest du erkannt, dass die Steigerungen bei den Infektionen schon deutlich vor dem Beginn der Schnelltests, die ja erst Mitte März verfügbar waren, kamen. Und sie waren auch schon da, bevor die PCR-Tests noch ein wenig hochgefahren waren. Es ging zwar langsamer, aber eben auch nur HOCH. Insofern mag man mit der Schnelltests kurzfristig auf ein höheres Niveau kommen, aber dafür sollte durch das rausfiltern der Infizierten ja eine weitere Infektion Anderer unterbleiben. Das sollte sich also schnell kompensieren, wenn alles stimmt, was man sich von den Schnelltests erhofft. Allerdings haben die Virologen da (wieder einmal) eine andere Meinung zu als die meisten unserer Politiker.

    Solange das nicht getan wird (und die 3. Welle mit seinen nun anstehenden "Konsequenzen" wurde genau daraus erst generiert), trete ich ein für rein private Schnelltests in Eigenverantwortung.

    Genau, wir haben ja im bisherigen Pandemieverlauf permanent gezeigt, wie gut das mit der Eigenverantwortung klappt! 8)

    Ein Beispiel: In einer Schule werden freiwillige Schnelltests für die Schüler (in der Schule von einem Mediziner) angeboten. Es machen aber nur 60% der Schüler mit. Auf die Nachfragen des Schulleiters bei den Eltern, warum ihr Kind nicht mitmache antworteten die Hälfte der betroffenen Eltern: "Wenn das Kind positiv getestet wird, müssen wir ja zunächst in Quarantäne (gemeint ist häusliche Isolation) bis das Ergebnis des PCR-Tests da ist. Das wollen wir nicht."

    Soviel zur Eigenverantwortung. Mal ganz davon abgesehen, dass ich bezweifele, dass zumindest die Schnelltests mit Nasenabstrich als Selbsttest wirklich alle ordnungsgemäß durchgeführt werden. Sie sind zwar deutlich einfacher als der PCR-Test, aber man muss immer noch gut in die Nase rein und das ruft bei einigen, vor allem Kindern, durchaus Widerstand hervor.