Ja, du hast mich sehr gut verstanden!
Nur ist die 2.16 de facto tot, sie steht zwar noch in der SpO, aber es gibt auch in Sachsen dafür keine mir bekannten Wettbewerbe mehr.
Das mit der sanften Heranführung an OSP sehe ich genau so, bin mit dieser Meinung allerdings recht einsam unter den Trainerkollegen. (hier wirklich männlich, da ich keine Frau kenne, die OSP trainiert.)
Ich habe bezüglich dieser Disziplin auch als Trainer ein wenig Staub gewischt, dank der ausgiebigen Hilfe von Jürgen Wiefel (olymp. Silbermedaille) und einem Lehrgang bei Detlef Glenz. Praktische Erfahrungen mit meinem Sohn und bei Kaderlehrgängen des Landesverbandes. Leider habe ich aktuell im Verein keine Schützen, die die nötige Investition in Zeit und Geld wagen wollen.
Btw: Unsere unterschiedliche Auffassung bezüglich Einstiegsalter:
Vielleicht sind wir gar nicht so weit voneinander weg, haben aber eben unterschiedliche Perspektiven im Auge: Ich den jungen Schützen bis ca. 18, den ich möglichst (auch schnell) hochbringen möchte. Da ist ein früher einstieg in den Sport hilfreich, eben weil alle 2 Jahre die Klasse gewechselt wird. Außerdem sind Jugendliche ab ihrem letzten Schuljahr - egal, ob es die 10. bei Realschülern oder die 12. bei Gymnasiasten - meist in dieser Zeit nicht mehr für den leistungsorientierten Sport zu gebrauchen. Prüfungen gut bestehen, bewerben, Lehre oder Studium beginnen und dann noch das andere Geschlecht - da bricht es meist weg. (Und hier beginnt unser Spaßtraining Früchte zu tragen, nämlich wenn sie mit 18 eine WBK holen). Wenn man also diese Jugend nicht fest an den Verein bindet, dann it das ganze Jugendtraining "für die Katz".
Zwei unserer ehemaligen Schießkinder sind jetzt im Vorstand - und richtig gut darin.
Einfacher ist es natürlich, Erwachsene, die bereits im Leben ihren Platz gefunden haben, zu akquirieren und dann gut auszubilden. Das machen wir auf zwei weiteren Schienen. Das DSB-Erwachsenen-Training insbesondere mit der LP wurde wieder neu aktiviert und für die dynamischen Disziplinen gibt es auch ein paar, die andere anleiten, leider noch nicht so systematisch, wie ich es gerne hätte.
Wenn man allerdings einen jungen Erwachsenen ohne Vorkenntnisse zum Bundeskader machen will, dann muss auch vieles stimmen und derjenige muss sicher sehr, sehr viel Zeit in sein neues Hobby stecken. Die DDR-Kader haben eigentlich Vollzeit trainiert, wenn ich den alten Geschichten glauben kann. Und ich habe gehört, wo die kistenweise KK-Munition verklappt haben wollen, weil ihnen einfach der Arm weh tat.