Beiträge von Califax

    Du gehörst aber nicht zu den Mönchen, die sich freiwillig selbst auspeitschen?

    Wie Carcano schon öfter sehr pointiert schrieb, sind die Zugangshürden zur DSB-Trainerausbildung sinnlos hoch.
    Was man alles vorher für Papierchen bringen muß ...

    Auch weiß ich seit meinem Lehrgang C-Leistung, was uns bei C-Basis NICHT vermittelt wurde. Nämlich die korrekte Schießtechnik auf hohem Niveau.

    Abgesehen davon hängt die Qualität der Trainerarbeit nicht in erster Linie vom Level des Lizenzscheines ab, sondern vielmehr vom persönlichen didaktischen und pädagogischen Können (nur begrenzt erlernbar!) der beteiligten Personen ab.

    Großkaliber unter 25 Jahren - da brauchst du ein entrechendes psychologisches Zeugnis, das dem Alki-Idiotentest nicht ganz unähnlich ist.
    Damit würde ich erst mal anfangen und mit Fabrikmunition schießen.

    Ab 21 ist dann der Wiederladeschein problemlos machbar. Das ist das "Regelalter". Wenn davon abgewichen werden soll, brachst du eine gute Begründung dafür (z.B. Leistungssport und daß dafür die verfügbare Fabrikmuni nicht genau genug wäre - bis du das durch hast, bist du wahrscheinlich altersmäßig drüber, meine persönliche subjektive Einschätzung).

    Warum LG so dominant ist, da kann man nur drüber spekulieren. Ich vermute das es "historisch" so gewachsen ist, vielen wurden und werden am anfang nur die lg's in die hand gedrückt, dazu kennen viele Verantwortliche in den Vereinen nix anderes, so das in den vereinen dann die pistolendisziplinen stiefmütterlich behandelt werden.

    Ich denke, das ist genau so, wie du schreibst.

    Bei uns stehen zwar auch LGs im Schrank - aber weil kein Trainer LG schießt, schießt der Nachwuchsbereich auch nur LuPi.
    Vor 10 Jahren wars noch anders rum. Hängt immer an den aktiven Erwachsenen und deren Vorlieben.
    Die meist uralten Luftgewehre (FWB Mod. 300) werden i.d.R. zur Vereinsmeisterschaft und zu irgendwelchen Jedermann-Pokalen verwendet.

    Allerdings haben wir im Erwachsenenbereich nur eine wettkampf-sportlich aktive Luftpistolenschützin (war auch einmal Deutsche Meisterin), im Luftgewehrbereich keinen einzigen. Die Erwachsenen schießen, so sie den wettkampfmäßig unterwegs sind, KK und GK in den unterschiedlichsten Disziplinen im DSB und BDS, lang, kurz, patroniert und auch geschüttet ...

    Im Nachwuchsbereich sind wir aber ein ziemlich starker LP-Verein mit fünf Landeskadern (davon einer Deutschen Meisterin), aber auch im KK-Bereich des BDS nicht ganz erfolglos. Unsere Jugend zeigt da in statischen wie dynamischen Disziplinen so manchem alten Hasen, wie man sauber treffen kann.

    Zitat von Gromar

    Wieso wird hier eigentlich gleich die komplette Studie in Frage gestellt?


    Meine Frau, promovierte Medizinerin, hat mich darauf hingewiesen, daß gerade bei psychologischen Studien geringere Probandenzahlen üblich seien. Ob natürlich 96/40 Probanden als "repräsentativ" einzustufen sind, halte ich immer noch für gewagt. Wie gesagt, ich kann 15 gegenteilige Beispiel für den von der Lügenpresse hochgekochten Teilaspekt bringen. Aber unser Trainingsansatz ist auch nicht das DSB-Standardtraining - also auch nicht repräsentativ.

    Hab mich entschlossen bis dahin lieber Vorderlader und KK zu schießen

    Gute Entscheidung. Vorderlader ist absolut geil. So kontemplativ!
    Vorderlader schießen ist diesen Sport in seinen Ursprüngen ausüben. Tüfteln und ganz nah dran sein.

    Ich vergleiche das gerne mit dem Rauchen: Vorderlader ist eindeutig wie Pfeife, moderne Patronenwaffen sind wie Zigarette.

    Nur hat er dann immer noch keine WBK die ihm den gewünschten Erwerb eines Halbautomaten erlaubt

    (@ Admin: Das System erlaubt echt kein vernünftiges Editieren - das ist absolut großer MIST!!!)

    @Karl: Es geht in meinem Posting um die sachlich nicht gerechtfertigte Beschränkung der Gelben WBK.

    Wenn der Fragesteller einen Halbautomaten erwerben möchte, muß er entweder in einen Verband eintreten, der diese anbietet oder in ein Bundesland umziehen, in dem der DSB mit seiner Liste B das tut. Wenn das mit der von Axel gefundenen PSSB-Disziplin klappt, um so besser.

    Ich würde ansonsten einen Zweitverband bevorzugen.

    Den Halbautomaten gehen immer nur auf die Grüne, also mit Voreintrag - und der erfordert eine Bestätigung des Bedürfnisses für jede einzelne begehrte Waffe durch den jew. Landesverband.

    Es kam aber wie sich jetzt leider herausgestellt hat "nur" die Bescheinigung für gelb mit. Da stand "nach den Regeln des BSB und PSSB".

    Das ist ganz übel und dagegen würde ich sofort vorgehen.
    Diese einschränkung entwertet die Gelbe WBK erheblich.

    In der Verwaltungsvorschrift - WaffVwV - steht wörtlich:

    Nicht gefordert wird, wie sich aus dem Verzicht auf eine Bezugnahme auf § 14 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2 ergibt, dass die auf Gelber WBK zu erwerbende Waffe für eine Disziplin der konkreten Sportordnung des Verbandes oder gar Vereins, in dem der Sportschütze organisiert ist, zugelassen und erforderlich sein muss. Es soll dem Sportschützen also ermöglicht werden, mit eigener Waffe Schießsport etwa als Gastschütze auszuüben. Unberührt bleibt allerdings die Geltung des allgemeinen Bedürfnisprinzips nach § 8. Das heißt zum einen, dass es sich um eine Waffe für das sportliche Schießen nach § 15a Absatz 1 handeln muss, also für das Schießen auf der Grundlage einer genehmigten Schießsportordnung (wegen der isolierten Genehmigungsmöglichkeit nicht zwangsläufig derjenigen eines anerkannten Schießsportverbandes), und zum anderen, dass – schon durch die Geltung des Erwerbsstreckungsgebotes kanalisiert – ein schlichtes Waffenhorten nicht abgedeckt ist.

    WaffVwV - Siehe Seite 18/19

    Ich setzte das nicht zur "Auflockerung" ein, sondern zur Fehlereingrenzung.
    Wenn ein Anfänger nicht mal die Scheibe trifft, kann das verschiedene Gründe haben.
    Somit muß man die Anzahl der Fehlermöglichkeiten eliminieren und kann dann eine Fehlerursache gezielt erkennen und dann beseitigen.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Lustig ist das nicht und auch nicht sonderlich spannend für den Schützen.
    Für den Trainer sieht das ganz anders aus, zumindest was den Aha-Effekt betrifft.

    Was ich vergaß zu erwähnen: Ein Kontroll"schuß" eines guten Schützen ist natürlich auch Plicht, damit auch erkannt wird, ob ein grober Fehler einfach nur mehrfach gleich gemacht wurde.
    (Da hatten wir mal Leute beim Pokalschießen für die Bevölkerung, die schossen mit dem Gewehr immer auf die Lampe.
    Die kannten keinen Diopter und zielten einfach über die Oberkante desselben ...)

    BTW - aus eigener, leidvoller Erfahrung mit besonders ungeübten Anfängern, bei denen man das Gefühl hat, daß sie nicht richtig zielen:

    Sogenanntes "Dreiecksschießen" - gehörte früher zur Grundausbildung bei der GST, sh. z.B. das Lehrvideo "Früh übt sich ... MPi 69" (Findet man auf Youtube)

    Dazu wird eine Waffe oder Waffenatrappe fest eingespant.
    An der weißen Wand ("Kugelfang") befindet sich eine Pappe oder Papier und der Trainer mit einer Schießscheibe mit mittigem Loch.
    Der "Schütze" sitzt in entsprechendem Abstand zur eingespannten "Waffe", als wenn er sie in der Hand hätte.
    Der Trainer folgt den Anweisungen des "Schützen": "höher", "tiefer", "rechts", "links" - "SCHUSS!"
    Bei "Schuß" wird mit einem Stift die Lage durch das mittige Loch markiert.
    Das Ganze wird mehrfach (im Original insg. 3x) wiederholt.
    Der Trainer sieht nun, ob der "Schütze" immer gleichmäßig gezielt hat - Einflußfaktoren wie wackliger Anschlag oder falsches Abziehen werden so eliminiert.

    Diese Technik funktioniert mit Kimme/Korn und auch mit Diopter.

    Auch Negativbeispiele sind lehrreich. Soviel falsch gemacht in einem einzigen Plakat, das ist schon bekanntmachungswürdig.

    http://www.esv-sportschuetzen.de/2014/09/09/tag…3-oktober-2014/

    Es geht mir auch so, daß ich das Plakat für gar nicht so schlecht halte.
    Mal abgesehen von der etwas einseitigen (ggf. langweiligen) bildlichen Darstellung des LuPi-Schießens.

    Da habe ich weit üblere Machwerke von Möchtegern-Werbefachleuten bewundern dürfen.

    @Carcano, kannst du vielleicht Deine Kritik in Stichpunkten konkretisieren? Das würde helfen, ggf. bessere Werbung zu machen.
    Wir sind ja meist keine Werbefachleute.

    Also, manchmal komme ich mir vor wie beim "Leben des Brian": Palästinensische Volksfront gegen Volksfront von Palästina --> SPALTER!!!

    Einigen wir uns doch auf: "Es gib nichts Gutes, außer man tut es!"
    Die Menschen und Regionen sind verschieden, darum gibt es nie ein Konzept, das für alle und überall gleich gut funktioniert.

    Wir (also unser Verein) sind auch hier in der Gegend Exoten. Aber inzwischen erfolgreiche.
    Allerdings fallen mir in 2-3 Millisekunden überlegen auch bestimmt noch 2 bis 3 Dinge ein, die bei uns richtig schlecht laufen.
    Aber man kann mit begrenzten Mitteln und Personal nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen.

    Kurz, es ist für Interesierte erst einmal attraktiver, in einen BDS-Verein zu gehen, um zu "ballern".

    Das möchte ich so nicht stehen lassen.

    Natürlich werden bei dynamischen Disziplinen schneller und z.T. mehr Schüsse abgegeben, als dies bei den statischen Disziplinen der Fall ist. Falsch ist aber, das als "ballern" zu bezeichnen, da hier auch eine meßbare und nur durch konsequentes Training erreichbare Leistung gefordert wird, wenn man selbst auf Landesebene mit den großen Kindern mitspielen will.

    Ansonsten wären die olympischen Disziplin z.B. Trap" und Biathlon auch "ballern".

    Dynamisch ist eine ANDERE Form / Ausprägung des SPORTschießens. Gleichwertig zu den statischen Disziplinen.
    Wir ballern nicht. Punkt.

    @strobo89:
    Daß es bei euch und vermutlich in der Nähe des Threadstartes keinen BDS-Verein gibt, ist kein wirkliches Problem.
    Man kann in jedem Schützenverein eine BDS-Gruppe als Untergliederung gründen. Und schon hat man eine wesentliche Erweiterung seines Angebotes.