Beiträge von Califax

    Der Verein bestellt Dich als Aufsicht durch ein Schriftstück unterschrieben vom Schießsportleiter.

    Es wird auf dem Schießstand eine Liste der Aufsichten ausgehängt.

    Das ist bisher die richtigste Antwort.

    Zum ersten: WOFÜR "verantwortliche Aufsichtsperson"?

    a) Druckluftstand

    b) KK / GK-Stand

    c) Vorderlader-Schießen

    d) "besondere Aufsicht" für Kinder und Jugendliche.

    Für a) ist eine Waffen-Sachkunde nicht zwingend erforderlich.
    für b) ist eine Waffen.Sachkunde zwingend erforderlicH
    für c) ist eine Erlaubnis gem. $27 SprengG zusätzlich zur Waffensachkunde erforderlich
    für d) ist in der Regel eine Sachkunde erforderlich, es sei denn, die Aufsicht ist auf a) beschränkt.

    Der Verein - bzw. sein Vorstand - prüft deine Qualifikation - und dazu gehört in der Regel auch ein Lehrgang zur Standaufsicht (*). Was der Verein als "ausreichend" anerkennt, ist grundsätzlich ihm überlassen. Im Zweifelsfall gibt es Ärger, wenn was passiert ist oder eine Kontrolle nicht zufrieden gestellt wurde. Der Verein (vertreten durch den Vorstand) bestellt dich als Aufsichtsperson für a), b), c) und/oder d) und stellt dir ein Dokument darüber aus. Dieses hast du während der Aufsichtstätigkeit (oder dem alleine Schießen) mit dir zu führen und ggf. prüfenden Behörden-Mitarbeitern vorzulegen.

    Die konkrete Aufsicht beginnt, wenn du deinen Namen "ans Brett" schreibst und endet, wenn du diesen Eintrag wieder löschst.

    Eine Meldung der vAP an die Behörde haben gem. WaffG nur gewerbliche Schießstandbetreiber zu erledigen, Vereine sind davon in der Regel befreit - aber es gibt Vereine, bei denen fordert das die zuständige Behörde. Ob rechtens oder nicht, können sicher die hier aktiven Rechtsanwälte erklären.


    (*) Solche Lehrgänge zur "verantwortlichen Aufsichtsperson" - vulgo "Standaufsicht" haben viele Namen: "Scheißleiter", "Schießsportleiter", "Standaufsicht" ... - es gibt sie von den Verbänden, es gibt sie von Online-Anbietern. Was jeweils anerkannt wird, entscheidet stets der Veranstalter. Nicht der Verband. Akzeptiert der Schießstandbetreiber nur lizensierte Aufsichtslehrgänge von den offiziellen Verbänden, ist er immer auf der sicheren Seite.

    Und das G11 ist kein schlechtes Gewehr. Meines schoss mit GP11 Loch an Loch.

    Definitiv. Ich liebe mein G11 - und habe noch ein paar Original-Pakete GP11 dafür gebunkert.

    Ich habs vor vielen Jahren für 99 Euro gekauft - aber optisch ist es schon damals keine Schönheit gewesen.
    Wer sowas für 70 Ocken schießt -der hat echt Glück gehabt.

    Preisbremsend ist natürlich die aktuelle Begrenzung der Gelben WBK auf 10 Knallstöcke - darum würde ich auch für nur 1,- € keinen mehr kaufen (können, außer über Grüne WBK und das Bedürfnis bekomm ich nicht, da ich ja schon einen habe).

    Es geht ja hauptsächlich darum über die Brüstung schauen zu können. Bei manchen Ständen sind die relativ hoch und die Kleinen tun sich schwer.

    AUCH. Aber wenn eine junge Schützin oder ein junger Schütze nur 1,20 bis 1,30 groß ist, muss er im Vergleich zum "Normmenschen" (ca. 1,70 groß) ganz schön weiter oben anhalten. "Fast" wie ein Trapschütze. Bei Pistole mag das ja nicht ganz so schlimm sein, aber bei Gewehr stehend ist da der vordere Teil des Armes in der Regel viel zu kurz. "Früher" (Vorderlader-Ära) gab es solche Pilze zum unten anschrauben, um diese Differenz auszugleichen. Gibt es das noch heute?

    Als ich letztes Jahr da war, waren am Boden schon ganz schön viele Einschusslöcher. Da wurde uns gesagt, die sind hauptsächlich von den Schnellfeuerschützen.

    Bezüglich Stand Wiesbaden kann ich dazu nichts sagen, aber ich kenne den Stand in Dortmund seit vielen Jahren ganz gut. Dort gibt es auf dem 25m-Stand einen Industrie-Fußboden, der deutlich von zu früh gestarteten Geschossen erzählt. Da der Boden wirklich 1a ist (Epoxid-Beschichtung), sieht man ab ca. 10 Meter wirklich nur noch Blei-Abrieb.

    Es gibt da zwei diametrale Lehrmeinungen:

    a) Der Finger geht erst an den Abzug, wenn das Ziel im Auge ist. Das vermeidet Treffer auf dem Weg zum Ziel ("Finger vom Abzug: Der Abzugsfinger berührt den Abzug erst, wenn das Visier auf das Ziel gerichtet ist.)

    b) Finger am Abzug, sobald man die Waffe anhebt (DSB Technikleitbild).

    a) ist sicherer, b) trifft besser. Ich persönlich lehre b. Der Fußboden muss das aushalten.

    Da frage ich mich, ab denn - wenn gerade neu fürs Lichtschießen Podeste frisch erlaubt wurden - und der Unfallschutz ja bereits 2018 diesbezüglich ein Thema war - warum man denn nicht zumindest im Lichtbereich nicht einfach die Stative, auf denen die Lichtziele meistens stehen, tiefer einstellen darf? Warum kompliziert, wenn es auch einfach - und sicher ginge?

    Ist das erlaubt?
    In der Sportordnung habe ich noch nichts dazu gefunden.

    Beim Lichtschießen ist das inzwischen (seit diesem Jahr) explizit erlaubt.

    Ansonsten sind die Scheibenmitten auf +/- 140 cm hoch waagerecht vom Schützenstand aus gemessen aufzustellen/aufzuhängen. Andere Regelungen bezüglich "Podesten" gibt es nicht, sind also nicht SpO-konform.

    Jedoch in der Praxis: Beim Duellschießen habe ich sowas schon gesehen, z.B. wenn aus Standgründen ohne diese Erhöhung keine 45°-Absenkung möglich gewesen wäre. Hier wurde aber streng darauf geachtet, dass die Sicherheit (auch vor dem Stolpern bei Bewegungen auf dem Podest) stets gewährleistet ist.

    Fürs Training sehe ich da überhaupt keine Probleme - für den Wettkampf: Mit dem Ausrichter / den KaRis absprechen - mit Verweis auf die neue Regelung im Lichtschießen. Aber ein Anrecht darauf kann ich nicht ableiten.

    Aber deine 180 sind definitiv zu hoch angesetzt. Das ist ein psychologischer Faktor bei dir. Ich weiß Vereine die schießen die Flasche bis 120 bar und es geht auch.

    Wir füllen die Flaschen bei etwa 150 Bar wieder auf knackige 200-210 Bar auf. Vor Wettkämpfen natürlich auch immer, egal, wie voll oder leer. Dazu benutze ich allerdings einen eigenen Hill-3000-Kompressor und bin nicht auf externe Anbieter angewiesen.

    120 Bar sind definitiv zu wenig, da der Druckminderer bei 80-90 Bar aussteigt. Dann hat man nur noch 30 Bar zum arbeiten.

    Korrekt ist, dass die besondere Obhut durch JuBaLi- oder VÜL-Inhaber bei Druckluft nur bis 13 Jahre (ab 14 nicht mehr) erforderlich ist.
    Bei dem Schießen mit den sonstigen Waffen, ist die besondere Obhut bis 15 Jahre (ab 16 nicht mehr) erforderlich. Das ist nicht korrekt wiedergegeben.

    Das stimmt definitiv, ist aber extrem verquast und kompliziert (da auseinander gerissen) formuliert.

    Die gesamte gesetzliche Regelung zur "besonderen Aufsicht" hat ganz offensichtlich absolut nichts mit Kinder- und Jugendschutz zu tun, sonst wäre es ganz anders geregelt worden (wozu sie wirklich dient, soll jeder selbst nachdenken). Da die Regelung aber nun mal besteht, machen wir hier das Beste draus.

    ...denn Man(n) hat ja sonst nichts zu tun....... in diesem Bananen...äh.....Bürokratenstaat.

    Es kommt natürlich immer drauf an, was und wie es vermittelt wird. Bei uns wird u.a. vermittelt, wie man mit Lichtschießen (ja, dafür braucht man lt. Gesetz keine Jubali) Mitglieder gewinnt und zu guten Schützen macht (in Anlehnung an KITRA), alles Mögliche über Aufsichtspflicht, was bei Trainingslager und Ausfahrten gem JugSchG ... zu beachten ist.

    1. DISAG RedDot + Accurize‑Laser

    Das wird funktionieren, ist aber nicht wirklich sinnvoll. Bzw. du nimmst das DISAG-Gewehrziel und stellst das auf etwa 5m, das dürfte in etwa passen.

    2. Meyton PLT2

    Ich habe nirgendswo gelesen, dass die Laser auch UIPM-fähig sind. PLT2 verlangt entsprechend codierte Laser.

    3. Accurize

    Das wird definitiv funktionieren, die haben auch, wenn ich richtig geschaut habe, eine auf 5m verkleinerte 25m-Scheibe - die passt.


    BTW: Laser, die genau so aussehen wie die von Accurize, gibt es auch für weniger Geld bei Ali. Aber bislang keine Erfahrungen damit.

    Bei allen Gewehren beeinflussen sich manche Einstellungen gegenseitig. Auch das experimentieren und ausprobieren gehört dazu.

    Ja - und das macht es für einen Anfänger extrem schwierig. Denn wenn ein Anfänger sagt "das fühlt sich gut an", heißt das erstmal noch gar nichts.

    Aus dieser Sichtweise raus müsste er mit nem Knicklaufgewehr anfangen, da konnte man so gut wie nichts verstellen. 😉.

    Das ist gar nicht mal so falsch. Mit einem einfachen Gerät lernt man erstmal die Basics - und findet dann Schritt für Schritt heraus, was einen beim Weiterkommen hemmt.

    Wir haben auch erstmal mit einem einfachen Fahrrad ohne Gangschaltung das Gleichgewicht halten gelernt - oder?

    Ich unterstelle mal, dass sich ein Schütze selbst mit der Materie auseinandersetzt, sich schlau macht und bei seinen Vereinskameraden fragt.

    Dazu müßten die Vereinskameraden erstmal selber in der Lage sein, wirklich gute Tipps zu geben. In meinem Verein könnte das für Gewehr genau einer. Und das bin nicht ich.

    Wie würdet ihr starten, wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet?

    Ich würde mir nie wieder als erste Pistole eine H&K USP Expert kaufen.
    Sie war - nein ist - traumhaft schön, aber ich bin mit ihrem Charakter nie warm geworden.
    Ich schieße sie nur noch im Anschlagschaft, da macht sie wieder Spaß bei den dynamischen Disziplinen.

    Kaufe nicht nach Aussehen oder weil jemand etwas toll findet - probiere VOR dem Kauf selber aus.
    Sei wählerisch, sei kritisch, lass dir Zeit. Lass dir nichts aufschwatzen.

    Die plandemischen Maßnahmen hatten mir gezeigt, wie fragil die Pläne für ... Wenn man Betretungsverbote für die Sportstätten erlassen werden, muß man umdenken .... Ich mag in einer mir wirklich wichtigen Sportart (Schießen) nicht von Willkürmaßnahmen abhängen. Damit habe ich mich umentschieden.

    Ja, so ging es uns auch. Die Plandemie schloss alle Sportstätten - und unsere bisherige Arbeit war extrem gefährdet. Darum suchten wir alle Schlupflöcher, um halbwegs legal unsere Arbeit = Schießsport für möglichst viele Mitglieder - weiter aufrecht zu erhalten. Das hieß zum Teil jede Woche ein neues "Hygienekonzept" zu erlassen, wir erfanden den "Vereinskader" (als Kadersportler noch sporteln konnten) usw. usf. - wir waren wendig wie eine Blindschleiche und versuchten den Eindruck einer Klapperschlange zu vermitteln.

    Als rundrum absolut nichts mehr ging - auf unserem Schießstand wurde weiter geschossen. Weniger, mit mehr Aufwand, aber wir haben nur ganz kurze Zeit gar nicht geschossen. Alle sogenannten Hygienekonzepte, die ich zu verantworten hatte, waren wasserdicht. Und es funktionierte.

    Man kann an verschiedenen Fronten kämpfen, das ist eben meine Art.

    Wichtig sind aber nicht die Ziele anderer Menschen, sondern die, die man sich selber setzt.

    Da hilft übrigens "SMART" Ziele setzen: Die Ziele müssen Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein.

    Mein Ziel für 2026: Wenigstens 1x in Urlaub fahren und zusätzlich wenigstens 3 Wochenenden nicht verplanen, sondern einfach mal nichts tun.