Beiträge von Califax

    Die Sowjets sollen wohl sehr wissenschaftlich und akribisch gearbeitet haben.

    Das ist richtig. Aber eben auch schon 30 Jahre her.

    Die Sowjets haben die Sportwissenschaft der DDR beflügelt (oft gegen ihren Willen, aber der kleine Bruder war Meister im kopieren), die Sportwissenschaft der DDR ist die Basis der aktuellen Technikleitbilder zumindest des DSB. (Bei den anderen Sportarten vermute ich es, weiß es aber nicht). Nicht ganz ohne Grund war eine lange Zeit der Bundestrainer Pistole ein Ossi.

    Es gibt einige (ältere) russischsprachige Literatur über das Sportschießen, aber die wahren Geheimnisse der Leninjünger wurden nie veröffentlicht. Die Sowjets haben sogar ihre leeren KK-Hülsen akribisch aufgesammelt, damit die Brüder aus Berlin nicht die wirklich gute russische Hardware nachbauen können.

    (In der DDR haben wir wirklich alles Gute kopiert, dessen wir habhaft werden konnten - und dabei z.T. auch verbessert. Aus West und Ost. Aus dem amerikanischen Computersystem CPM machten unsere Softwareingenieure zuerst das SCP und dann das CPA - ein System, das sogar "single sided single density" Disketten mit der höchstmöglichen Auflösung (ds/dd - 800 kB anstelle 128 kB) beschreiben und lesen konnten. Nur die US-Copyrights hatten sie vergessen rauszulöschen.)

    Nunja, z.B. die angesprochene AW93 ist ja preislich nicht gerade im Aldi-Sektor zu verorten.

    Vergiß aber bitte nicht, dass es einige unter uns gibt, die es sich auch finanziell nicht leisten können, regelmäßig auf das neueste Material zu wechseln.

    Das ist nur mit extremen Aufwand zu schaffen, und wenn der Leithammel weg ist, ist der Dampf raus. So geschehen hier ....

    Das wäre auch bei uns der Fall.
    Verein mit ca. 90 Mitgliedern, davon ca. 20 im Nachwuchsbereich.
    Aber wir schaffen es, daß mit dem Erreichen der 18 die Austrittsquote relativ gering ist.

    Der Aufwand - personell und auch finanziell - ist natürlich enorm. Ohne Jugend würden wir ruhiger leben. Aber wollen wir das???
    Wenn ich lese, was ihr in Aurich für Möglichkeiten habt, werde ich fast neidisch (nein, nicht wirklich, denn ich gönne es euch!).

    Wenn dann die jungen Schützen wieder Aufgaben übernehmen - super!!! So muß das sein! Dann habt ihr da wohl einiges richtig gemacht.

    Wenn ich dagegen z.B. nach Niedersachsen schaue ... dem Heimatland unseres Präsidenten ... Jugendarbeit im Pistolenbereich ... ähem ... TOTE HOSE FAST ALLERORTEN! (Ich suchte einen Verein für den Sohn eines meiner besten Freunde, der in Hannover lebt - keine Chance!!!)

    Macht weiter so! Viele kleine Leute machen viele kleine Sachen - und so kommt Großes bei raus!

    BTW:
    Was ist denn mit eurem alten Leithammel passiert?
    Und bist du jetzt der neue Leithammel? Du schaffst das!!!

    Paradox, ohne Waffe mehr Behördentheater als mit einer zu haben

    Das stimmt!

    Aber meine Behörde "sieht" das auch so: Gelbe WBK ganz ohne Eintrag über längere Zeit --> Einzug. Ob das wirklich so richtig ist, weiß ich nicht, aber der Kauf einer preiswerten passenden Waffe ist wirklich der Weg des geringsten Widerstandes, denn man möchte ja nicht mehr als nötig von den Behörden schikaniert werden. Und darum einen Prozeß mit ungewissem Ausgang (!!!) anzustrengen, wäre mir die Sache nicht wert.

    Aber das kann jeder halten, wie er will.

    Innerhalb eines Jahres wird man ja wohl eine Waffe finden, die auf die Gelbe paßt, einem gefällt, Spaß macht und bezahlbar ist.
    Und das muß kein verranzter Jagdrepetierer für 50 Ocken sein. Es gibt so viele schöne Sachen auf dem Gebrauchtmarkt!
    Das Spektrum der Möglichkeiten ist ja weit.

    Und wer keine diesbezügliche Phantasie hat, soll einfach die Gelbe erst dann beantragen, wenn er auch was Gescheites drauf kaufen will.

    Ganz leicht vertan ...

    Was für Gedankenfetzen im seinem Kopf rumspukten (.177" = 4,5mm) ist mir schon klar. Aber Kaliber, Energie und "Kleinen Waffenschein" durcheinander zu werfen entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Vor allem das mit dem Waffenschein. ("Oh Herr, wird BILDung herunter!")

    Und die "Ausbildung" durch solche Dozenten ist die einzig wahre und anerkannte ... ("Orthodoxie" nennt man sowas)

    Der Teilnehmer, der mir das heute zu Beginn unseres Kadertrainings erzählt hat, hätte sich nur aus Höflichkeit nicht getraut, dem Lehrgangsleiter in die Parade zu fahren. Meine anwesenden "Kinder" jedenfalls konnten die Frage so ziemlich genau und richtig beantworten. Aber die sind ja noch jung und dumm und haben keine Ahnung.

    Das geht doch nicht, wo sollen dann die "Guten Echten und Wahren" schießen wenn die Deppen vom DSB nicht mehr für die Stände sorgen?

    Jetzt mal ganz langsam.

    Wenn ein Verein einen Schießstand hat und ihn anderen Vereinen, die auch anderen Verbänden angehören dürfen, zu Verfügung stellt, dann dann doch in der Regel gegen eine entsprechende Nutzungsgebühr.
    Dadurch dürfte sich die Dankbarkeit der Gäste in genau dem Rahmen bewegen, den ein Kunde seinem Geschäftspartner gegenüber schuldig ist.

    In meiner Gegend sind übrigens eine Menge Stände nicht reines "DSB"-Eigentum. Mag bei dir so sein, aber die Historie ist ein sehr wechselfreudiges Weib.

    ...ziemlicher Wildwuchs, auf den ich weitere Inhalte anderer Lehrgänge nur schwer aufsetzen kann.

    Die sollen sich mal nicht ganz so wichtig nehmen. Ist ja oberpeinlich!

    Der erste schießsportliche Lehrgang, der mich geistig überhaupt gefordert hat, war der Trainer C Leistung. Bis dahin war alles "ganz nett". Bei "C Leistung" habe ich wirklich (für mich) Neues gelernt und die Ausbilder haben uns schwitzen lassen. Gut so!

    Im Übrigen: Ich kenne jemanden sehr gut, der zu mir mit nur einem Jahr Unterschied C Leistung in einem anderen Landesverband abgelegt hat. Obwohl das exakt gleiche Ausbildungskonzept verwendet wurde, war die Ausbildung KOMPLETT anders. Der Ausbilderordner selbst ist zwar streng geheim, ich kenne aber meine und die anderen Mitschriften. Das nenne ich Wildwuchs!

    Ich verdiene übrigens einen Teil meines Gehaltes mit Lehrgängen, die ich halte; kenne also durchaus beide Seiten des Lehrertisches.

    Im Bereich der verantwortlichen Aufsicht kann ich mir das dann schon eher vorstellen, da es hier a) keine gesetzliche Grundlage über einen thematischen Grundkatalog gibt und b) die Verbände bei diesen Ausbildungen nicht ganz zu Unrecht sehr stark auf die eigenen Sportordnungen eingehen.

    Wer eine WBK hat, ist IMHO sachkundig (bis zum Beweis des Gegenteils).
    Wer Aufsicht führen darf, bestimmt am Ende der Betreiber unter Maßgabe der ges. Vorgaben.
    Wenn dieser eine spezielle Ausbildung fordert, z.B. "Verantwortliche Aufsicht" oder "Schieß(Sport)leiter" - kein Problem. Da wird i.d.R. auch auf die spezielle Sportordnung eingegangen.

    Verbände, die "fremde" SK nicht anerkennen, verhalten sich schofelig gegenüber ihren Mitgliedern.