Beiträge von Califax

    Wenn ihr weiterhin ambitionierte Sportler, die Rundenwettkämpfe und Liga mitschießen,macht ihr zur Zeit nicht wirklich was falsch.
    Da hilft euch ggf. ein verstärktes Seminarangebot, bereits aktive Sportler abzuwerben.

    Weiterhin: Jugendarbeit. Macht viel Arbeit und die Gefahr des Abganges in der Pubertät und des Übergangs zum Erwerbsleben ist natürlich groß. Da gibt es Konzepte, allerdings keine Patentlösungen - aber alle recht aufwendig. Man kann natürlich, wie so mancher Betrieb, drauf warten, daß jemand anders die Lehrlinge ausbildet - bildet man sie aber selber aus, kann man in Grenzen bestimmen, wer von ihnen dann länger im eigenen Geschäft bleibt und schafft.

    Um aktive aber olympisch eher tiefbegabte Neu-Mitglieder zu akquirieren - dynamische Disziplinen anbieten - incl. auch der pädagogisch-technischen Betreuung.

    Der Sächsische Schützenbund (DSB!!!) wuchs übrigens letztes Jahr um 8-12%!!! Und die in letzter Zeit befürworteten Waffen sind in großer Zahl (30-50%) nicht etwa KK-Sportpistolen, sondern groß- und kleinkalibrige Selbstladelangwaffen. Büchsen und Flinten.

    Man kann das "eine" tun und dabei "das andere" nicht lassen. Was und wie ihr was draus macht, ist eure Sache.

    Handy und Autofahren, Steuerzahlungen, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Parkverbote, Halteverbote, Anliegerregelungen, Lärmschutz, warmlaufenlassen des Motors, unnötiges fahren mit eine KFZ usw. Konntest du bis jetzt wirklich alle einhalten?

    Die von dir aufgezählte.Sachen führen - abgesehen von der Steuersache - in der Regel nicht zur waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit. Alk auch unter der StVO-Grenze + Waffe leider schon. Sh. oben erwähntes Urteil.

    http://computer.foraplex.de/datei/90045

    Ich bin mir ganz sicher, dass betroffene in Winnenden eher einen Biertrinkenden Luftpistolenschützen akzeptieren könnten, als einen nichttrinkenden und umsichschiesenden Schützen. Ganz nebenbei wäre eine Luftpistole dafür auch eher nicht geeignet, hat sie in der Regel nur einen Schuss mit verhältnissmäßig kleine Energie. Das ist bei einer Grosklieberwaffe mit Maschinengewehrmagazin schon eine andere Sache.

    So kann eben nur ein Ballermann denken. (Grosskaliberschießer)

    Zum Teil richtig. Aber ich bin auch "der Herr" über den Luftpistolenschießstand unseres Vereines. Da herrscht ebenfalls 0,0 Promille.
    Ein Bierchen trinke ich übrigens sehr gerne, auch mehr als eines - aber nicht in Verbindung mit Waffen, auch nicht mit DLW.
    Beachte dazu bitte auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Umgang mit Waffen unter Alkoholeinfluss vom 22. Oktober 2014 (Az. 6 C 30.13).

    Du hast dich übrigens in vielen Posts ziemlich böse demontiert. Fachlich kam von dir nur was im Thread zum SAM und zu den neuen Luftpistolen.

    Heute bekam ich für unseren Verein eine IROSA Lichtpistole mit zugehörigem Meßrahmen.
    Soweit, so gut.

    Kiste auf - sieht ja Klasse aus!

    Gespannt, abgezogen ... äh ... der Abzug ist ja grauselig eingestellt! Kaum Vorweg, fast kein Gewicht auf sehr knappem Vorweg, gefühlte 5 kg Druckpunktgewicht und das ein Durchfallen ohne Ende.
    Anleitung hergenommen. Klasse! Alles einzustellen. Dachte ich...

    Zuerst Schraube Vorweg mit den beiliegenden Inbusschlüsseln versucht zu drehen. Welcher paßt? Ah, der silberne. Aber Nullkommnull Widerstand der Schraube beim Drehen. Ich dachte schon, doch zu kleinen Schlüssel genommen zu haben, so mit knapp 50 wird das mit dem feinen Scharfsehen immer schwieriger. War aber nur ungewohnt leichtgängig.

    Dann das Druckpunktgewicht senken. Dazu muß man den Griff abbauen. Kein Schlüssel dazu mitgeliefert, kein Problem, hab ich ja da. Ist übrigens ein Rink-Griff (oder eine gute Kopie davon), recht wertig. Ein echtes Plus.

    Druckpunktgewichtschraube gefunden, rausgedreht. Immer mal mit Prüfgewicht gemessen. Ging sehr leicht, die Schraube wackelt in der Bohrung! Als ich sie fast rausnehmen konnte, waren 500...600 Gramm immer noch nicht erreicht. Aufgehört, weiter zu drehen. Abzug hält jetzt ca. 700 g, auch wenn der Prüfer Parkinson hat.

    Triggerstop versucht einzustellen. Bei der engstmöglichen Stellung, wo gerade noch sauber ausgelöst wird, fällt der Abzug immer noch mindestens einen guten Millimeter durch. Ein bissl viel für meinen Geschmack. Da ist ja der Abzug einer Hämmerli AP 20 ein echtes Sahneschnittchen dagegen!

    Beim Wiederanbau des Griffs fiel mir auf, daß die 6 Madenschrauben, die für die Grifflage verantwortlich zeichnen, in ihren Gewinden wackeln. Zu großes Innengewinde, zu kleines Außengewinde, (wie auch bei ALLEN Abzugseinstellschrauben!). Nicht wichtig für die Funktion, aber somit mit spitzen Fingern ohne Werkzeug einstellbar. Bug oder feature???

    Zu allem Überfluß stand dann das Korn noch nach links verdreht in der Kimme, was zugegebenrweiser leicht korrigierbar ist. Muß aber nicht bei einer neuen Waffe sein, wenn das QM wenigstens einen halben Blick auf das Stück vor der Auslieferung getan hätte.

    In welchem Dritteweltland wird denn eigentlich die IROSA-Pistole offensichtlich von minderjährigen Strafgefangenen gefertigt?
    Ich bin sehr enttäuscht, ist doch die liefernde Firma Innovationsführer bei elektronischen Schießanlagen.

    das mit dem nicht bis kaum vorhandenen Zulauf versteh ich auch nicht.
    Daher suche ich ja neue Ideen.

    Braucht ihr überhaupt aktuell Zulauf?

    In meinem Verein wird inzwischen vom Vorstand sanft auf die Bremse getreten: Bei nur 5 Ständen 25m (mehrdistanzfähig), 5 Ständen 25/50m und 12 DLW-Ständen (die wir zu den "Öffnungszeiten" mit der Jugend blockieren) haben wir ein Problem mit der Standkapazität für noch viel mehr Mitglieder, die sich ihre WBK erst schießen müssen. Aktuell stehen einige Mitgliedsanträge in der Warteschleife, nicht nur Schüler/Jugend, sondern auch Erwachsene.

    Mein Problem (als DSB-Trainer und leistungsorientierter BDS-Hobbyschütze) ist eher, mit dem Zugang die Richtung zu stärken, die wir wollen. Als Talentstützpunkt haben wir nämlich auch gewissen Planvorgaben bezüglich der Kaderentwicklung zu erfüllen. Tja, wie schon in der DDR.

    Bei uns funktioniert die Taktik, jedoch diese GSG-Geräte habe ich trotzdem (leider!!!) nicht zur Verfügung. Man kann nicht alles haben.

    Für erwachsene Gast- und Neuschützen haben wir neben den normalen KK-Vereinshuren auch eine echte Ludenwaffe - vollverchromte/titannitrierte CZ75 in 9mm, Das Ding, so ein silber-goldig glänzendes Knall-Prekariat, es fehlen nur noch Griffschalen im Leopardenlook - ist der absolute Renner!

    Und meine jugendlichen Schützen stehen voll auf unsere private Golden Boy (Unterhebelrepetierer in .22 lr) und unser privates Ruger 10/22 wahlweise mit Reddot oder mit ZFR. Dann gibt es jugendliche Schützen, die haben sich in meinen Norinco-Nachbau eines Gebirgsjägerkarabiners verliebt.

    Biete den Gast- und Neuschützen Waffen, die ihren Phantasien entgegenkommen - und sie rennen dir die Bude ein. Sag ihnen, wenn sie die ganzen Kriterien erfüllen, dürfen sie sich solche Waffen selber kaufen und zu Hause in den Tresor stellen. und natürlich auf dem Stand ausführen.

    Und es wird dann immer noch 2-3 geben, die NICHT darauf abfahren, die lieber mit den klassischen DSB-Disziplinen (LP, SpoPi, FP, OSP) mehr oder weniger Leistungssport betreiben wollen. Habe ich auch in meinem Bouquet.

    Der von Califax beschriebene Verein scheint mir vorrangig sportlich ausgerichtet zu sein.

    Dem ist nicht so. Von den gut 80 Mitgliedern sind ca. 30...35 sportlich aktiv, die anderen eher "Vereinsmeier". Allerdings hat so ziemlich jeder WBK, macht also seine Pflichtschüsse fürs Landratsamt.
    (Jetzt bitte keine juristische Diskussion, ob das überhaupt notwendig ist!).
    Zu Festen wird geböllert / Salut geschossen, man trägt i.d.R. dabei Schützentracht ...