Beiträge von Califax

    Die Frage ist, ob allein dieser Super-Power-Schub von "schlappen" 6 auf knappe "oberaffentittengeile" 7,5 Joule auf 25m wirklich der "Burner" ist.

    Mit normalen Steyr-LPs kann man auch ohne Super-Booster auf 25m genau so präzise schießen wie mit KK. Nur der Haltepunkt differiert natürlich.

    Wenn ich einen 25m-OSP-Stand zur regelmäßigen Verfügung habe, kann ich auch gleich mit der richtigen Pistole und dem zulässigen Abzugsgewicht von 1000 g schießen. Aber genau das ist oftmals der Flaschenhals. DANN müßte die RF-Version auch einen 1000g-Abzug mit Pardini-Charakteristik haben. Hat sie aber nicht (Die Einstellmöglichkeiten des LP50-abzuges sind auf dem technischen Stand der Siebziger Jahre!).

    Der Witz ist ja, OSP auf einem billigen Druckluftstand halbwegs trainieren zu können! Da sind 6 Joule schon mehr als genug.

    Wenn Steyr die LP50 wirklich OSP-tauglich machen will, ist die Einstellung des Druckminderes das kleinste Problem. Ein vernünftiger Abzug wäre da wesentlich wünschenswerter.

    Ist ja Steyr der letzte noch verbliebene Hersteller überhaupt matchtauglicher Fünfschüsser unterhalb KK.

    Steyr hat bei den Luftpistolen jetzt auch eine LP50 "Rapid Fire" im Programm.

    Wodurch unterscheidet die sich von den anderen?

    Die Hersteller-HP ist da nicht sonderlich aussagekräftig.

    An sich finde ich die Idee ja nicht schlecht, eine OSP-Heranführung mit billigen Diabolos zu haben.

    Nur wird sich das nicht groß durchsetzen.

    1. Anlagen und Platzbedarf.

    Die 5-schüssigen Drehanlagen sehe ich seit Jahren auf der DM als Ausstellungsstücke rumstehen.

    Ich habe selber eine gebrauchte "im Keller" - leider nicht den Platz auf dem Stand, die auch aufzubauen.

    2. Trainer

    Da selbst bis um Trainer C-Leistung nur Sportpistole Duell als "Highlight" drin ist und nicht auch OSP,

    gibt es - zumindest in unserer Gegend - relativ wenige "richtig ausgebildete" OSP-Trainer.

    Mein eigenes Wissen zu dieser Disziplin habe ich von einem renommierten OSP-Schützen und Trainerkollegen

    aneignen können, der sich dankenswerter Weise viel Zeit mit mir und meinem Schützling genommen hat.

    OSP-Trainer (unterschiedlicher "Güte") sind also relativ selten.

    3. Alte MLP-Klappscheibenanlagen

    Die Klappscheibendisziplin wurde in relativ vielen Vereinen bis vor Kurzem angeboten. Die anlagen sind also

    wahrscheinlich noch vorhanden. Leider ist Trainingszeit für eine Disziplin, die nicht mehr auf der Deutschen

    angeboten wird, leider viel zu kostbar.

    Aber die Fallscheiben haben den Kindern Spaß gemacht. Und sie waren - auch wenn es doch einige abweichungen
    zum regulären OSP gibt - doch eine einfache und preiswerte Heranführungsdisziplin.

    Fazit:

    Wer OSP in seinem Verein aktiv betreibt, wird eventuell diese - wie geschrieben seit Jahren vorhandenen Anlagen -
    auch in sein Training einbauen. Als Messendisziplin sehe ich - meine unmaßgebliche Meinung - wenig Potential.

    Wenn mein Kind in einen Schützenverein eintreten möchte und kommt in der Probezeit mit einer zerschossenen Blechdose heim als Trophäe, ich würde an den Verstand des Jugendtrainers zweifeln

    Vielen Dank für deine konstruktive Einschätzung.

    Dieser von dir angezweifelte Verstand hat unserem Verein heute eine Medaille auf der DM eingetragen und noch ein paar sehr gute Platzierungen. Aber immer schön zum Lachen in den Keller gehen.

    Im Übrigen bin ich seit dieser Woche Besitzer einer solchen Waffe, deren einziger sinnvoller Zweck es ist, möglichst schnell möglichst viele Stahlziele zu treffen:

    Ist das jetzt das neue hohe Niveau in der Diskussion oder führt Dich jemand vor?

    Nicht zielführend. @Karl.

    Man kann sich dem Schießen von mehreren Seiten nähern. Eine ist das Olympische, wo selbst Wurfscheibe einen schalen Beigeschmack hat (obwohl olympisch) ... und auf der anderen Seite das spaßbetonte schnelle Schießen, das absolut genau so schwer auf hohem Niveau auszuüben ist. Ich habe auch IPSC-SURT für "alles2, aber der Trainingsaufwand für Wettbewerbe ich mir persönlich aktuell zu hoch.

    Der Treadstarter brachte das Plinkung mit 8-Schüssigen CO2-Waffen auf Dosen und ähnliche reaktive Ziele ins Gespräch. Finde ich persönlich sehr spannend, leider - aus organisatorischen Gründen - für mein eigenes Klientel eher nicht so passend.

    Gründe: Wir beschäftigen uns AUCH mit den 5-schüssigen Matchpistolen, teuer, präzise und DSB-konform. Selbst das kostet wertvolle Trainingszeit (sowohl Standkapazitäten als auch Trainerstunden sind ökonomische Güter, selbst, wenn sie "nichts" kosten)

    Unsere Nachwuchsschützen schießen gern und häufig auf leere Diabolo-Dosen. Plinking. Aber ohne Wettbewerbscharakter. einfach nur aus Spaß. Die kaputtgeschossenen Dosen werden gern als Trophäen mit nach Hause genommen.

    Wer 14 und älter ist, darf, wenn er möchte, bei uns mit KK auf Fallplatten nach BDS-Sporthandbuch schießen. Insofern ist CO2-Plinking nicht wirklich - bei uns! - ein Thema.

    Abgesehen davon, daß die 8-schüssigen Magazine häufig qualitativ Murks sind - ich habe eine Walther-CO2-Winchester, mit der ich die Jugend billig auf das Fallscheibenschießen vorbereiten wollte. Die Ausfallrate dieser Alugraugussdrecksmaterialmags war einfach nur frustrierend, so dass ich davon am Ende Abstand genommen habe. Für das Geld der kaputten Mags hätte man auch nicht ganz wenig KK-Muni kaufen können.

    historische Anmerkung: einzig bei CO2 war das gefährlich,

    Das ist ja auch kein Gas, sondern eine Flüssigkeit, die ausgast. Da passt die Formel nicht.

    Aber hier ein kleines Schmankerl:
    Ein Kampfrichter bekam fast einen Herzinfarkt, weil wir eine Pressluftflasche, die bereits auf 150 Bar runter war, auf einer Heizung (ca. 45 °C) gelagert hatten, damit sie ein klein wenig mehr "Inhalt" hatte. Er hatte anscheinend das Bild von Hiroshima 1945 im Kopf ...

    Mit diesem Gasgleichungsrechner kann man das durchspielen.

    Wenn man einen Druckbehälter bei 20 °C mit 200 Bar füllt, werden die 300 Bar Prüfdruck bei etwas über 160 °C (um genau zu sein 166 °C) erreicht.
    (Da es sich hier bei dem Rechner um "ideale Gase" handelt, sollte man schon eine kleine Sicherheitszugabe mitrechnen)

    Bei einer "Backofenhitze" von 70 °C im Kofferraum kommen wir nur auf schlappe 234 Bar, die jede intakte Kartusche locker verkraften sollte.

    Also ungefährlich.

    Und diese Frage meinst du ernst?


    Kurzwaffentresore sind so zu verstecken, dass ein durchschnittlicher einbrecher mindestens 5 Minuten 30 Sekunden (gem. DIN EN 23547-1) suchen muss, um den Waffenschrank überhaupt zu finden. Steht in der Allgemeinen Affenverordnung. Verstecke unter Schmutzwäsche sind nach der o.g. Norm zu bevorzugen.

    Bei Langwaffentresoren reicht eine normgemäße Suchzeit von 3 Minuten, da sie in der Regel größer sind, also schwerer zu verstecken..

    Wenn ein Polizist/Soldat seine Waffe zieht, wird er nicht erst mal den Druckpunkt suchen und von 21 bis 24 zählen. Dann geht es darum schnell und gezielt zu schiessen.

    Man muss immer den Weg vom Bewußten zum unbewußten gehen.

    Auch, nein gerade beim schnellen Schuss ist das saubere abziehen das A und das O. Wesentlich wichtiger noch als das Zielen (obwohl Zielen natürlich auch nützt).

    So wie Salamander es beschrieben hat (was ich auch erwähnte) - üben, üben üben - bis es ganz automatisch wird, ohne nachzudenken.

    Das gilt immer, sowohl für den Sportschützen als auch für den Gebrauchswaffenträger.

    Was Carcano meint, ist folgender vollkommen richtiger Lehrsatz aus der Werbewirtschaft:

    Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

    Also bei allen Formulierungen stets bedenken, wie das auf Außenstehende ohne schießsportlichen Hintergrund wirken kann. Dazu nimmt man am besten irgendwelche Bekannte, die nichts mit dem eigenen Hobby zu tun haben,

    Hast du die Möglichkeit außerhalb deiner beruflichen Tätigkeit eventuell in einen Schützenverein zu gehen?

    Es gibt sicher auch in deiner Gegend Schießsportvereine mit ähnlichen Leihwaffen wie deine Dienstpistole.

    Dort das ausprobieren, was ich geschrieben habe.

    Wer einmal das Prinzip des unbewußten Abziehens verinnerlicht hat, kann das mit JEDER Waffe reproduzieren. Mehr oder weniger. Aber immer besser.

    Und natürlich ist eine reinrassige Sportpistole was ganz anderes als eine militärisch harte Dienstpistole mit ggf. noch kriechendem / schwammigen Abzug.

    sondern einfach den Abzugsfinger gerade nach hinten Druck aufbauen lässt richtig?

    Ja, genau.

    dass ich so langsam abgezogen habe, sodass ich total angefangen habe zu zittern. Außerdem habe ich am Ende immer verrissen, weil ich mich nicht vom Schuss überraschen lassen habe ("Jetzt muss der Schuss aber kommen!"). Komischerweise habe ich es vom Kopf her aber auch nicht geschafft schneller abzuziehen und mich vom Schuss überraschen zu lassen

    Versuche das erstmal "trocken", also ohne Munition / mit Pufferpatrone.

    Nimm die Waffe in die Hand / Hände, wie gewohnt. Schliieß die Augen.

    Dein Abzugsfinger sucht jetzt den Druckpunkt.

    Verstärke den Druck. Nicht den Finger bewegen, nur stärkeren Druck am Züngel aufbauen!

    Spüre, wie der Trockenschuss "bricht".

    Mach das 10x.

    Versuche dabei zuerst, die Phase des Brechens langsam herbeizuführen.

    Dann steigere das Tempo, in dem du den Druckaufbau Stückchen für Stückchen schneller ausführst.

    Jetzt schau beim Trockenschuss auf deinen Abzugsfinger.

    Wenn du keine merkliche Bewegung siehst, außer dem zwangsläufigen Durchfallen des Abzuges NACH dem Brechen, dann ist alles gut.

    Nun kannst du das im Anschlag TROCKEN üben. Lass Dir eine KK-Hülse auf den Lauf vorne hinstellen, die darf nicht runterfallen, wenn du auslöst.

    Trenne dich von der Vokabel "abziehen", da das eine aktive Tätigkeit ist.

    "Löse" lieber "den Schuss aus", indem dein Finger verstärkt Druck auf des Züngel ausübt.