Beiträge von Califax

    bei mir sind es 10 Klick)

    Schön für dich.

    Du glaubst gar nicht, wie oft ich als Trainer mir schon die Haare gerauft habe, weil meine Nachwuchsschützen in die falsche Richtung gedreht hatten - trotz Zettel mit gemalter Anleitung im Koffer. Oder vergessen hatten. Oder nicht mehr wußten ob ...

    Und meist die Treffer in der 5 hoch ... Oder gar nicht auf der Scheibe. Denn man hat nur 5 Probeschüsse. Und keine Zeit, zu korrigieren. Denn dann ist Sense. Erste Folge: Aufregung. Zweite folge: Wettkampf verkackt.

    Für etwas über 100 Euros (SSP) bekommt man ein leicht zu verwendendes Mittel, genau diese Fehler zu vermeiden. Man kann es nutzen, man kann es lassen (wenn man erfahren genug ist) - aber sich über die Nutzer lustig zu machen, ist einfach nur dämlich.

    Grund dafür war, dass ich Sportpistole auf Fleck eingestellt habe, da ich (Walther SSP) keine Lust auf das ewige einstellen habe.

    Für die SSP gibt es Wechselkimmen. Nicht gerade billig (Internetrecherche spart da gern bis zu 15 Euro), aber extrem hilfreich.

    Du markierst dir eine Kimme mit einem kleinen Aufkleber, das ist die für "Fleck" = Duell. Die andere bleibt für "Spiegel aufsitzend plus Kontrollweiß" = Präzision.

    Der Wechsel ist in Sekunden getan - und wiederholgenau.

    Dachte ich's mir doch dann auch so langsam ;)

    Jedoch:


    Leider kann ich den Abzug nach auslösen stets noch weiter nach hinten ziehen und bräuchte die Begrenzung.

    ... sagt, dass da irgendwas an der Waffe nicht in Ordnung ist!

    --> Herrn Huber anrufen, Problem schildern, tun, was er sagt.

    Er ist ausgesprochen kompetent, kann gut erklären und ist sehr hilfsbereit.

    Als ich ein Problem hatte, bekam ich alle (kleinen) Ersatzteile + Montagewerkzeug kostenlos! (Werkzeug nur zur Leihe).

    Ich habe jetzt keine EVO 10 E zum ausprobieren, aber bei E-Abzügen ohne Mikroschalter braucht man eigentlich keinen Triggerstop, da die Auslösung allein über die Kraft am Züngel erfolgt. Man drückt also sozusagen gegen ein "Brett" und irgendwann fällt der Schuß.

    Wieso das bei deiner Waffe anders ist, kann ich nicht sagen. Am besten Herrn Huber von Steyr (den Cheftechniker) direkt anrufen, der kann dich aus erster Hand beraten. Kostet zwar ein Auslandsgespräch, aber der Gewinn ist unbezahlbar. Nummer auf der Homepage von Steyr.

    das Abblasen hört sich nach Überdruckventil an?!

    Dachte ich auch zuerst. Stichwort "Berstscheibe".

    Aber da war nichts!

    Die verbaute Dichtungsscheibe war komisch. Außen Metall und innen (!) Gummi. Also nicht davor oder dahinter, sondern Richtung Zenrum der Scheibe. Hab sie ein wenig sauber gemacht, wieder angeschraubt - und es war dicht. Erstmal. Denn weiter aufpumpen wollte ich sowieso nicht.

    Ja, Kupferscheiben sind eine Option, vor allem macht denen Temperatur nichts aus.

    BTW: Den Separator habe ich danach geöffnet und die Filter rausgedrückt, damit sie trocken können. Feucht waren nur so die ersten 5 bis 10 cm - der Rest staubtrocken. Im Zentrum braun vom Öl. Bringt also was.

    Jetzt kann´s richtig losgehen!

    200-Bar-Flasche, 10 Liter, runter auf ca. 120 Bar.

    Nachdem ich das Gewinde am Abscheider nochmals angebrummt hatte, war alles dicht.

    Kühlung: ca. 15 Liter Leitungswasser + ein paar Kühlakkus.

    Nach 5 Minuten wurden 65°C erreicht. Erste Pause, das Kühlwasser macht weiter seine Arbeit.

    5 Minuten gewartet, dann wieder angeschaltet.

    Nach 5 Minuten wieder mehr als 65°C, längere Pause (habe am PC gearbeitet)

    Das Spielchen ein paar mal getrieben, insgesamt mit Wartezeit 2 Stunden, bis so knapp die 200 Bar voll waren.

    Der Abscheider blieb knapp über Raumtemperatur, Schnellkupplungen und Kompressorkopf sehr heiß.

    Bei ganz knapp über 200 Bar (unter 205!) ein lautes Pfeifen, schnell Flasche zugedreht.

    Die Gummidichtung der Dichtscheibe am Kompressorkopf zum Flaschenschlauch blies ab.

    Nachdem alles druckfrei war, Schaden begutachtet. Eigentlich nichts Gravierendes gefunden.

    Wieder angeschraubt, Druck aus der Flasche aufs System gegeben - dicht. Da soll einer draus schlau werden!

    Facit: Immer genügend Dichtungen dabei haben und viel Zeit mitbringen, denn Hitze killt Kunststoff.

    Gibts eigentlich was Neues in Bezug auf den Chinakompressor? Läuft das Dingens?

    So, erste Flasche 5 l von 100 auf 200 bar damit aufgefüllt.

    Geht. Die Schlauchverbindungen sind verblüffend dicht, habe testhalber bei knapp 200 bar den Kompressor ausgemacht und die Flasche zugedreht - nach 10 min war noch fast der ganze Druck im System Kompressor bis Überfüllbrücke. Die Manometer scheinen auch halbwegs genau zu sein, verglichen mit dem Manometer einer Steyr-Kartusche.

    Als Kühlung habe ich einen großen Baueimer mit kaltem Wasser + 2 Kühlakkus verwendet, aber ich habe den Eindruck, wenn die Aquarium-Tauchpumpe ein wenig mehr Leistung liefern würde, wäre es besser. Die 70°C werden recht schnell erreicht. Ich hab jetzt nicht auf die Uhr geschaut, wie lange ich zum Pumpen incl. zwischendurch Abkühlen gebraucht habe, aber schneller, als zu einem Shop fahren und wieder abholen allemal.

    Was ich mir auf jeden Fall noch hole, ist der große (!) Wasser-Öl-Abscheider.

    Da Waffenschränke in Deutschland meines Wissens nicht bei den Waffenbehörden registriert sind,

    Da irrst du. Zumindest in meinem Kreis sind alle von LWB genutzte Waffentresore bei der zuständigen Behörde registriert, mit Bild offen, Bild geschlossen und Bild vom Typschild.

    Somit hat zumindest meine Waffenbehörde den Überblick, ob ich mir noch "heimlich" nach dem Stichtag einen A-Tresor hingestellt haben könnte. Und genau nur die "angemeldeten" Tresore alter Bauart darf ich zur Lagerung erlaubnispflichtiger Waffen weiterbenutzen und ggf. vererben.