Danke an Califax und Lanfear für die Mühe und die schöne Diskussion. Ich finde das sehr lehrreich.
Eine Frage: pädagogisch und organisatorisch sinnvoll ist es ja, Trainingsschritte in Module zu zeregen, und am vorzugsweise in mehrfach verwendbare Module. Die "Duellsequenz" ist im Grundsatz ja etwas, das sich sowohl in Zentralfeuerpistole, Sportpistole, Standardpistole, MLP, OSP, CISM und dem DJV-Schnellfeuerteil verwenden lässt,, ebenso wie in vielen Disziplinen der DSU.
Nun meine Frage: inwieweit ist es aus Eurer Sicht als Trainer sinnvoll - unter Berücksichtigung des Umstandes, dass Trainingszeit immer begrenzt ist, und das Sportler unglaublicherweise sogar ein Leben außerhalb des Sportes haben - derartige Elemente zu vereinheitlichen? Man kann natürlich den Ablauf auf eine ganz bestimmte Disziplin hin individuell optimieren. Man kann aber auch ein Grundmodul für alle entwickeln und isoliert einüben.
Konkretes Beispiel: in Standardpistole schieße ich öfters in der 20-Sekunden-Serie besser als in der 150-Sekunden-Serie. Ist es nicht vielleicht sinnvoller, dann BEIDE Teile mit dem 20-Sekunden-Ablauf zu traiieren und zu schießen? Auch die Ergebnisse zeigen ja, dass die SportlerInnen in den Meisterschaften in 150 Sek oft nicht mehr oder besser schießen.
Anderes Bespiel: wenn ich den ersten Schuß in der 8-Sekunden-OSP-Serie gut beherrsche(n würde), warum sollte ich dann nicht genau denselben eingeschliffenen Ablauf auch in der Duellsequenz der Sportpistole anwenden, einfach transponieren? Dann schieße ich eben etwas schneller als die anderen.
Carcano