Beiträge von Carcano

    Wie? Primär durch zwei Umstände: Veränderung der Lebensbedingungen und -erwartungen, und Veränderung der Demographie.

    Das waren die Vektoren.

    Nach den Konzepten der Verbände, die das so betreiben (z.B. NWDSB und WSV) sollen Talentzentren und Talentnester auch keine Gegensätze zum Kadersystem mit LLZs sein, sondern beides soll einander ergänzen. Ob das so klappt, darüber kann man diskutieren...

    Ach Leute, jetzt seid doch nicht so streng... seid konstruktiv ! ;)
    Ein solcher Plan ist doch im Grundsatz nicht so verkehrt, und insbesondere der Ansatz "Talentzentren" ist dem alten Kadersystem erst einmal überlegen. Natürlich kann beides einander ergänzen, aber wie albern Kaderung von Jugendlichen auf Landesverbandsebene inzwischen geworden ist, sieht ja sogar in Württemberg. Bei uns im SBSV sowieso.

    Carcano

    Okay. Das ist in der Tat eine Genauigkeit, die ich - rein subjektiv empfunden - von einer Sportpistole als Mindestmaß erhoffen würde.

    Aus dem Revolver (ein Sauer & Sohn DA in .22 lfB) zeigt sich, dass verschiedene .22 kurz Patronen extrem unterschiedliche Gruppendurchmesser erbringen. Das war bei einer Astra Cub auf 25 m allerdings schon genauso gewesen.

    Carcano

    Aus gegebenem Anlass (ich brauche einige alte .22 kurz - Bestände in meinem Revolver für DSU-Disziplinen und Anfängertraining auf kurze Entfernung auf) habe ich mir eine Frage gestellt. Wie war eigentlich früher, als die OSP noch für die .22 kurz ausgelegt worden war, die realistische Erwartung an einen akzeptablen 25-m-Streukreis?

    Wohlgemerkt, ich meine nicht die beste Schnellfeuerpistole die ihr jemals gesehen hattet, mit der am besten passenden ausgewählten Munition unter 20 Losen. Sondern was war früherr realistischerweise ein .22 kurz - Streukreis, erzielt z.B. sitzend aufgelegt oder vielleicht auch eingespannt (je nachdem), wo man sagte: ja okay, das geht, die Munition kann man verwenden?

    Dankeschön für Eure Erinnerungen,

    Carcano

    Nun, wenn darüber Konsens besteht, wäre es immer noch eine Interessante Frage für was der Wahn mancher Funktionäre mit der "Jugendarbeit" gut ist und ob Aufwand und Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen?

    Nun ja... :) Ich würde jetzt nicht so weit gehen, ein legitimes Interesse an Kinder- und Jugendarbeit schon als einen "Wahn" abzutun. Aber man muss sich in der Tat darüber klar sein, dass der "Nachwuchs" im Schießsport, also die Neuzugänge, heutzutage überwiegend sich aus Erwachsenen rekrutieren. Und nicht aus Youngstern.

    Und in der Tat, der sehr hohe (nicht geldliche, sondern personelle) Aufwand für Jugendarbeit "rentiert" sich nicht im Sinne von Aufwand -> Nutzen, da wäre es sicherlich effizienter, sich auf Erwachsene (Neu)Mitglieder zu konzentrieren.

    Carcano

    Abgesehen davon dass Christian Reitz ja als Kaderschütze von der Qualifikationstour befreit ist wird er dafür bezahlt, von anderen Leistungssportlern verlangt das der Dienstherr auch, Sponsoren könnten auch ein Interesse daran haben dass die Leute sich mal bei denen die sie mit ihren Einkäufen letztlich fördern sehen lassen.

    Na ja. Dein Argument kann ich schon nachvollziehen. Andererseits: ist es nicht auch nett oder zumindest nachvollziehbar, wenn bei der Kreismeisterschaft, Gaumeisterschaft oder Bezirksmeisterschaft auch ein anderer als der Spitzenschütze (bzw. die Spitzenschützin) eine Chance auf diesen niedrigeren Titel hätte? Denn beim Vorschießen wird das vorgeschossene Ergebnis ja auch (oft) nicht für den Titel und für die Plazierung gewertet, sondern nur "a.K".

    Carcano

    Aber nehmen wir mal die ersten 2/3 der Ergebnisliste der DM, die dürfen oder können im Folgejahr ab LM starten.

    Und mit Vorschießen hätte das auch nix zu tun, denn bei einer DM unter den ersten 2/3 da musst schon schießen können, und die sind unter harten Bedingungen erbracht.

    Das klingt für mich durchaus überzeugend. Halte ich für einen sinnvollen Vorschlag. Würde die Spitzenschützen entlasten. Und warum soll (z.B.) ein Christian Reitz unbedingt an einer Kreis- oder Bezirksmeisterschaft teilnehmen müssen, oder meinetwegen auch an einer Landesmeisterschaft?

    Carcano

    Nicht nur bei uns in der Region war es teilweise so dass Leute die zufällig Funktionäre in Verein, Verband, Politik in ihrem Umfeld hatten sich jedes Jahr an den regulären Meisterschaften vorbei in dubiosen Wettkämpfen oder Vorschießen ohne Publikum für die DM qualifizieren konnten, während andere durch strikte Auslegung der Regeln ausgebremst wurden.

    Es gibt hier bei uns im Südbadischen einen bestimmten Trainer und ehrenamtlichen Funktionär (dessen Leistungen und Einsatz auch hoch zu schätzen sind !), der geradezu aus Prinzip und immer vorschießt. Natürlich unter Aufsicht und bla, da ist bestimmt alles in Ordnung. Und natürlich erzielt er dabei auch i.d.R. Spitzenergebnisse; das ist bestimmt auch immer in Ordnung.

    Böse Zungen behaupten nur, bei den wenigen Gelegenheiten, in denen er einmal ausnahmsweise NICHT vorschießen könne, schneide er wesentlich schlechter ab. Aber das ist sicher ein Gerücht, da muss man nichts drauf gebem, :D

    Carcano

    Es kann gute Gründe geben, im Einzelfall in einem Verein Lichtpunktgeräte zu nutzen; den einzigen sinnvollen (der mir einleuchtet, pun intended) hat Califax genannt.

    Aber trotzdem ist das eine der ganz großen Gefahren für den Schießsport - fast so schlimm wie Armatix - und da freue ich mich im Interesse des Überlebens unseres bedrohten Sports über jeden Anbieter, der auf dem Bauch landet.

    Wobei Irosa früher nur eine Marke von Weigt war, dann aber anscheinend vor kurzer Zeit als eigene GmbH ausfirmiert wurde. Insolvent und nach Insolvenzeröffnung rasch an jemanden verkauft und auch schon aus dem Handelsregister gelöscht - hoffentlich keine Heuschrecke - ist Weigt, nicht die "neue" Irosa.

    Soll man dann nicht die hand heben, um zu signalisieren, dass man das auch verstanden hat?

    Wer die Hand unten lässt, wird körperlich / optisch informiert.

    Nein.

    Bitte schildere, nachdem Du Dich kurz selbst informiert hast, wie der KORREKTE Ablauf auf Seiten der Schützen wäre. Das vorgesehene Handheben gibt's in der Tat; das hat aber einen anderen Zweck.

    Das war jetzt etwas schnoddrig formuliert. Aber bei kurzem Überlegen kommt Daniel ja leicht darauf bzw. erinnert sich wofür (allein) das Handheben gedacht ist.

    Schützen haben eigene Verantwortung, ja; und diese kann ihnen keine Aufsicht abnehmen. Wer z.B. zum Scheibenwechsel oder zur Reparatur nach vorne geht, der verlässt sich eben nicht auf das "Sicherheit!" der Aufsicht, sondern schaut noch einmal selbst nach links oder rechts, ob auch wirklich (!) alle die Waffen abgelegt haben und nicht herumhantieren, und geht erst dann.
    Genau aus diesem Grunde ist auch die Klappe unten, bzw. die Kette vorgehängt, bzw. das Türchen zu - damit der nach vorne Gehende _gezwungen_ ist, einen Moment innezuhalten, und nicht einfach ungehindert und gedankenlos nach vorne preschen kann.
    Ggf. muss der Betroffene selbst auch noch einmal rufen: "Hallo - Sicherheit! Eine Person geht vor / wir gehen vor", und die Reaktion des saumseligen Schützen abwarten.

    Carcano

    Das kann sogar gefährlich werden. GK-Wettkampf auf der Indoor-Anlage, letztes Kommando war "Laden". Störung an der Scheibenanlage, Kommando zurück "Waffen entladen, Sicherheit herstellen" aber hektisch und ZU LEISE, denn der Schütze ganz außen - ich unter dem Optime III - hat nix mitbekommen und steht da noch mit geladener Waffe, während einer nach vorne rennt und die Scheibenanlage reparieren will. Ich habe keinen Finger gerührt, den erst mal lautstark zurückgepfiffen und dann erst mal gaaanz ruhig entladen.

    Ja, das war in der Tat ein sicherheitsrelevantes Problem. Aber keines des Gehörschutzes.

    Abhilfe: Aufsicht(en) über die Abläufe schulen. Der oder denen fehlte es - so wie in einem anderen Bereich bei Strindberg - entweder am Elementarwissen, oder die Abläufe waren nicht eingeschliffen (irgendwann mal so halb gehört - und vermutlich trug der dann auch bei der Schulung einen Peltor Optime III ;) - und alsbald wieder vergessen).

    Es gibt in der Tat den Begriff der Überprotektion im Arbeitsschutz bzw. der Arbeitssicherheit. Der meint aber etwas anderes.

    Wer einen - auch noch so guten - Passivgehörschutz allein und ohne Zutaten auf einem Stand trägt, wo GK-Kurzwaffe oder GK-Gewehr geschossen wird (besonders giftig ist übrigens .223), der ist schon a priori untergeschützt und wird Hörschäden davontragen. Nicht mit Gewissheit, aber mit deutlich HÖHERER Sicherheit als z.B. Gesundheitsschäden durch Kettenrauchen oder Alkoholabusus. Merken tut man sie leider subjektiv erst, wenn es schon viel zu spät ist.

    Hättest du es in deinem Bereich richtg gemacht (es hat dir halt nie jemand beigebracht, und du möchtest das auch nicht wahrhaben), dann hättest du auch mit gelüftetem Gehörschutz kein derartiges Knalltrauma davongetragen.
    (Korollarie am Rande: zumindest bei uns auf dem Stand ist es üblich, dass derjenige, der als erster wieder einen Schuss abgibt, sich kurz umschaut und ggf. erinnernd ruft: "GEHÖRSCHUTZ!" - das ist nämlich wirklich oft nötig. Insoweit hat der von Dir erwähnte Schütze sich ebenfalls nicht optimal verhalten, gewiss.)

    In der Bereich sind Schützen völlig unbelehrbar- man kann sie laut anschreien (muss man dann auch ;) ), es bringt aber nichts. Paradoxerweise sind da sogar Jäger heute viel einsichtiger und offener.

    Carcano