Es gibt in der Tat den Begriff der Überprotektion im Arbeitsschutz bzw. der Arbeitssicherheit. Der meint aber etwas anderes.
Wer einen - auch noch so guten - Passivgehörschutz allein und ohne Zutaten auf einem Stand trägt, wo GK-Kurzwaffe oder GK-Gewehr geschossen wird (besonders giftig ist übrigens .223), der ist schon a priori untergeschützt und wird Hörschäden davontragen. Nicht mit Gewissheit, aber mit deutlich HÖHERER Sicherheit als z.B. Gesundheitsschäden durch Kettenrauchen oder Alkoholabusus. Merken tut man sie leider subjektiv erst, wenn es schon viel zu spät ist.
Hättest du es in deinem Bereich richtg gemacht (es hat dir halt nie jemand beigebracht, und du möchtest das auch nicht wahrhaben), dann hättest du auch mit gelüftetem Gehörschutz kein derartiges Knalltrauma davongetragen.
(Korollarie am Rande: zumindest bei uns auf dem Stand ist es üblich, dass derjenige, der als erster wieder einen Schuss abgibt, sich kurz umschaut und ggf. erinnernd ruft: "GEHÖRSCHUTZ!" - das ist nämlich wirklich oft nötig. Insoweit hat der von Dir erwähnte Schütze sich ebenfalls nicht optimal verhalten, gewiss.)
In der Bereich sind Schützen völlig unbelehrbar- man kann sie laut anschreien (muss man dann auch
), es bringt aber nichts. Paradoxerweise sind da sogar Jäger heute viel einsichtiger und offener.
Carcano