Beiträge von Carcano

    Sind dann die historischen (z.B. BDS usw.) keine Landesverbände oder zählen die zu Bundesverbänden.

    "Die historischen" (also die im BDHS e.V. - "Für Glaube, Sitte und Heimat !") gehören in der Tat mehrheitlich zu einem von Bundesverwaltungsamt anerkannten schießsportlichen bundesweiten Dachverband. Dieser stellt auch waffenrechtliche Bedürfnisbescheinigungen oder Bedürfnisbestätigungen (umgangssprachlich aber falsch "Befürwortungen") aus. Der BDHS ist ein Bundesverband, der in sechs Diözesanverbände und weitere Untergliederungen unterteilt ist, die aber relativ wenig Eigenständigkeit haben.

    Carcano

    Wenn es eine echte mit Amnestie verbundene Anmeldemöglichkeit gäbe (wie 1972, 1976, und 1990 fürs Betrittsgebiet), dann würden *viele* Waffen auftauchen und in legalen, kontrollierten Bestand überführt werden können. Aber dafür ist der Gesetzgeber zu dumm oder zu borniert, :(

    Nur zu den Namensoptionen: hier hätte man ja eine sehr breite Auswahl, und da dürfen die pfälzischen Delegierten im Mai auch nicht zu bockig sein, wenn etwa eine geringfügige Änderung in der bisher beschlossenen Formulierung dann den RSB (und den DSB, der sich da rechtlich vergaloppiert hatte, und das nicht leicht eingestehen kann) kompromissbereit und einigungswilliger machen könnte.

    DIe Abkürzung sollte nicht zu leicht verwechselbar mit dem RSB sein (der sich mittelfristig vermutlich auch einmal umbenennen wird, aber lassen wir das mal dessen Sache sein). Also:

    RPSB (Rheinland-pfälzischer Schützenbund)
    RPSSB (Rheinland-pfälzischer Sportschützenbund)

    RPSV (Rheinland-pfälzischer Sportschützenverband [oder Schießsportverband])

    Alternativ für das obige Adjektiv meinetwegen auch "rheinisch-pfälzisch", solange zumindest im Satzungstext klargestellt ist, dass potentiell das ganze gegenwärtige Bundesland Rheinland-Pfalz damit gemeint ist, und nicht die Pfalz bei Rhein zu Kaub oder so)

    Oder in der Reihenfolge umgestellt, aber weniger gut:

    SSBRP
    SVRP

    In Traditionsvereinen (die zum Dekor und weil's irgendwie vollständigkeitshalber dazugehört, auch noch eine kleine Sportschützenabteilung haben) werden die Kriterien sicherlich andere sein als bei einem reinen Schießsportverein.

    Satzungen sind da zumeist sehr unbestimmt.

    Der DSB weiß sehr genau, dass eine Fortführung des zur Zeit ruhenden Verbandsrechtstreits vor dem DSB-Gericht II. Instanz nur den DSB und dessen Struktur schwer beschädigen könnte und wohl auch würde, ohne aber irgendwie eine Befriedung erreichen zu können. Denn beide Seiten würde auch einen zweitinstanzlichen Spruch nicht akzeptieren, nicht akzeptieren können (!), sondern weitermachen müssen. Das weiß eigentlich auch das Berufungsgericht. Deshalb das Drängen auf eine gütliche EInigung. Das Ordnungsgeld lässt sich dann im nachhinein immer noch herabsetzen.

    Carcano

    Armbrüste: siehe Waffengesetz Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1 Ziffer 1.2.2, Anlage 2, Abschnitt 2, Unterabschnitt 2, Ziffern 1.10, 3.2, 4.2, 7.8

    Also erlaubnisfreier Besitz und erlaubnisfreies Führen jeweils ab 18. Da sie ansonsten den (erlaubnisfreien) Schusswaffen gleichstehen, ist das Schießen mit ihnen nur nach Maßgabe des § 10 Abs. 5, § 12 Abs. 4 WaffG zulässig; was wegen der erheblichen Energie der Bolzen / Pfeile einer solchen Jagdarmbrust ja auch logisch ist.

    Carcano

    Also Du hast da ja sicherlich eine verlässlichere und im Wortsinne höhere Perspektive als ich. Aber von den Startgeldern gehen ja immer noch die Standmieten ab, die Helfergelder (auch wenn die Einzelbeträge mehr symbolisch sind angesichts der aufgewandten Zeit, summiert sich's doch) und die Fahrtkostenerstattung, bei den DM auch Übernachtungen und Tagegelder. Ich denke, da fließt schon eine Menge ab. Und ich halte den DSB auch keinesfalls für steinreich. Tatsächlich scheint mir der jährlich abgeführte DSB-Beitrag des einzelnen Schützen deutlich zu gering für dessen Aufgaben. Beurteilst Du das anders, Schmidtchen?

    Carcano

    Zu verbissen siehst Du das sicher nicht.
    Die dahinter stehende Haltung ist nachvollziehbar und entspricht einem scheinbar klassischen, in Wirklichkeit aber nur bis auf die 1960er Jahre zurückgehenden Stufenmodel im Bereich des DSB, wonach der Neuling erst einmal die Grundlagen der Technik (Präzisionsschuss) mit der im Betrieb billigeren (Kosten von Diabolos ggü. Kosten von .22 lfB), leiseren, und vor allem auf jedem Stand einsetzbaren Luftpistole lernen solle.

    Verkehrt ist die Überlegung natürlich nicht, und so haben viele gelernt (ich übrigens auch). Aber geboten oder gar zwingend ist sie auch nicht. Ich pflege Neulinge sofort mit der .22 auf kürzere Entfernung einsteigen zu lassen. Das bringt gute Rückmeldungen. Die allermeisten Menschen (auch und gerade die weiblichen) kommen ja zum Schießen, weil sie daran Spaß haben wollen. Spaß nicht im Sinne von Gaudi und Allotria, sondern im Sinne von Freude, Selbstbestätigung, Abwechslung, Erfolgen.

    Die DSB-Trainerausbildung war insoweit lange Zeit psychologisch sehr mangelhaft; vielleicht ist sie es auch heute noch.

    Rat an Dich: mach ruhig erst einmal etwas weiter und erarbeite Dir engagiert die Grundlagen. Wenn Du ein bis drei Monate warten kannst, und dann SpoPi schießen wirst, ist das ja okay. Aber schau Dir die anderen Pistolenschützen im Verein genau an. Wenn das alles verbissene Miesepeter sind, die über eine geschossene bloße "Acht" 5 Minuten lang weinerlich lamentieren und die schon die 2.60 (Standardpistole) für Geballere halten, dann wirst Du da vermutlich nicht glücklich werden.

    Carcano