Beiträge von Carcano

    Es wird nicht nur Tote wg. Corona geben, die den Keim in sich hatten. Es wird noch viele, viele vermeidbare (!!!) Tote geben, die aufgrund der aktuellen Hysterie (z.B. die, die sich trotz lebensbedrohlicher Zustände nicht in zärtliche Hand wagen),

    Das war ein Typo, aber ein besonders schöner (und wohl auch inhaltlich offensichtlicher). Inhaltlich ist die Mahnung völlig richtig. ;(

    Carcano

    Grund zur Klage haben alle, deren Grundrechte zur Zeit eingeschränkt sind. Manchmal richtiger- und unvermeidlicherweise, manchmal grundlos und unverhältnismäßig.
    Ich kenne und sehe den Unterschied.

    Califax auch.

    Viele nicht.

    In erster Linie hat doch immer zuerst jeder Angst zum seinen eigenen Hintern oder?

    Nein. Außer einigen Erzdeppen, die immer noch nicht geschnallt haben, um was für eine Erkrankung es sich handelt, habe die meisten begründetermaßen Sorge um ANDERE.

    Eine nicht sehr große, aber schutzbedürftige Minderheit hat freilich mit gutem Grunde Angst auch um sich selbst.

    Carcano

    Wobei man das irgendwo schon verstehen kann, wenn man sich selbst einschränkt um anderen nicht zu schaden, und es dann beim Nachbarn jedes Wochenende rund geht.


    Tjaja. Das Unerträgliche an den Tugendsamen :saint: ist ja nicht, dass sie ihre Tugend treiben, sondern dass sie anderen deren Untugend NEIDEN. :evil:

    Und ganz schnell kommen die vielen kleinen Blockwarte heraus die z. B. Nachbarn bei der Polizei anzeigen, weil die Enkel zum Osterbesuch waren. Denn das ist doch jetzt verboten!

    Ja, die Haltung ist dem Deutschen schwer auszutreiben; offenbar existieren die Rhizome unterirdisch noch lange Zeit weiter.
    Der folgende Medienkommentar aus dem Deutschlandfunk spießt das ganz gut auf:
    https://www.deutschlandfunk.de/denunziantentu…ticle_id=474468

    Das sehe ich anders, und ich erkläre gerne warum.
    Ballige Mündungen, wie bei fast allen klassischen Militärrepetierern üblich, schützen zwar die Kante etwas. Sie führen jedoch auch dazu, dass Ausscheuerungen wesentlich schwerer erkennbar sind, als bei einem "scharfen" Übergang von Laufseele zu Laufmündung.

    Ich habe gerade einen schweizerischen K 31 (einen der gaaaanz wenigen mit nachgewiesenem Kriegseinsatz, und ich meine mit echtem Kriegseinsatz, nicht Aktivdienst), und schon bei dessen Mündungskonus (nicht ballig) sind die Ausscheuerungen nur schwer erkennbar.

    Carcano

    habe ich überlesen ... was sind denn die anderen 2 Punkte ?

    Bin neu im GK Bereich ||||

    Zweitens der Drall. Da du für 300 m ISSF und vor allem für die längeren Entfernungen aus dem schon genannten Grunde nicht die gängigen Geschosse verwenden kannst, brauchst du dann auch einen anderen Drall, Fabrikwaffen scheiden also aus. Die Laufhersteller bieten natürlich entsprechende Dralllängen an, die dir jeder gute Custombüchsenmacher auch einbaut.

    Drittens die geringe Verwendbarkeit von Fabrikmunition, und zwar wegen der CIP-bedingten Patronenlagermindestabmessungen. Was sonst der große Vorteil der .223 wäre, wirkt sich hier für diese Disziplin als Nachteil aus.

    Carcano

    Das eine ist die Frage, ob ein neuer Lauf zunächst einmal „glattgeschossen" werden muss, so wie wie man vor vielen vielen Jahrzehnten ein neues Auto erst einmal „einfahren" musste. Die Benchrester haben das lange Zeit hindurch empfohlen und in einer sehr genau unterteilten rituell abgestuften Schieß- und Reinigungsprozedur getan, doch ging es dort um Zentralfeuerpatronen.

    Hier - für Benchrestwaffen mit Mantelgeschossen - in deutscher Sprache die Tipps vom Meister Martin Menke:

    http://www.redding.de/downloads/anle…hsenlaeufen.pdf

    Vielleicht tut es allen gut, zwei verschiedene Aspekte und Fragen genau voneinander zu unterscheiden:

    Das eine ist die Frage, ob ein neuer Lauf zunächst einmal „glattgeschossen" werden muss, so wie wie man vor vielen vielen Jahrzehnten ein neues Auto erst einmal „einfahren" musste. Die Benchrester haben das lange Zeit hindurch empfohlen und in einer sehr genau unterteilten rituell abgestuften Schieß- und Reinigungsprozedur getan, doch ging es dort um Zentralfeuerpatronen.

    Es könnte sein, dass für Kleinkaliberläufe (Weichbleigeschosse) ganz andere Meinungen vertreten würden. Mich würde nicht interessieren, was Anschütz dazu meint, sondern was ein Spezialist wie Bleiker oder Shilen zu dieser speziellen KK-Frage sagen würde.

    Das zweite ist die Frage, wie viele KK-Patronen einer bestimmten Sorte es braucht, bis der Lauf sich auf die neue Patrone und insbesondere das neue Fett bzw. Gleitmittel auf dem Geschoss richtig eingestellt hat. Das sind immer einige Schüsse, bis sich die Gruppe stabilisiert und konsolidiert hat. Ich wüsste aber nicht, ob das nun 10 oder 20 Schüsse sein sollten. Jedenfalls ist erst danach der Munitionstest überhaupt sinnvoll, und dann im Sinne einer Positivauswahl auch nur mit einem entsprechend großen Gesamt-Aggregat (Negativ-Ausscheidung geht auch mit Zehnergruppen).

    Carcano

    Rate mal warum Reizt und Karsch nie mit SK zu sehen sind? Sondern IMMER mit Lapua. Ein Schützenbruder ist ganz tief verwurzelt bei SK, mit Insiderwissen was Munition angeht.

    Die Frage ist in der Tat schwerer zu beantworten, als es scheint. Schönebeck hatte ja geraume Zeit die S 50 als Spitzenprodukt. Aber ich habe festgestellt, dass deren Patronen NICHT alterungsbeständig waren und sind. War jedenfalls meine Erfahrung, Wohl ein Pulverproblem.

    Im übrigen ist deren Unternehmenskommunikation und PR geradezu UNTERIRDISCH schlecht. Das ist ja noch unter altem DDR-Standard.

    Carcano

    Zunächst einmal dankeschön an Rabe74, und zwar an ihn als ersten, rein wegen der zeitlichen Abfolge. Auf die anderen beiden Beiträge gehe ich auch gerne ein, separat.

    Rabe74 schrieb:

    "Jetzt zur Mündung:
    Ich habe im Bereich Langwaffe bisher sowohl im Schwarzpulverbereich als auch im Nitrobereich Waffen gehabt, die mit Senkungen von 30 bis hin zu 60° Winkel versehen waren. Aktuell habe ich hier z.B. grade ne Unterhammer auf dem Tisch liegen, die schießt auf 100 Meter eingespannt sprichwörtlich 5 Schuss in ein Loch mit 'nem 420 grain Geschoss und einem gedrückten Suhler Lauf und 45° Winkel an der Senkung. Auch ne Unterhammer Pistole von Kümmerle, gezogener Eichelberger Lauf, hat einen 45° Winkel und ist extrem genau auf die normalen 25 Meter - deutlich besser, als alles was mit Nitro in dem Kaliber auf die Entfernung machbar ist."

    Ich nehme an, das bezieht sich auf den Winkel der Mündungsfläche ggü. der Laufachse? Da leuchtet es bei einem Vorderlader natürlich ladetechnisch leicht ein, dass diese deutlich angesenkt ist und wohl sein sollte (bzw. bei aufzusetzender falscher Mündung wäre die Senkung dann an der Stirnseite der falschen Mündung). Bei Nitrowaffen habe ich so starke Anschrägungen dagegen kaum ja gesehen.

    "Meiner Erfahrung nach also hat der Winkel der Krone nicht unbedingt etwas mit der Präzision zu tun. Ich denke, andere Parameter sind da deutlich wichtiger."

    Diese Schlussfolgerung erscheint mir gut nachvollziehbar. HdR hat im Folgeposting ja die gleiche Aussage gemacht. Ein ideologisch gefärbter Streit um die "beste" Mündungsform erscheint mir da - ebenso wie Euch - wenig zielführend.

    "Auch habe ich (am Beispiel einer Sako Varmint in 6PPC) keine Unterschied zwischen einer makellosen Senkung im Neuzustand der Waffe und einer Macke an der Mündung feststellen können. Die hat nach wie vor auf 300 Meter überragend getroffen. Ehrlich gesagt würde ich, sofern der Schaden nicht offensichtlich und stark auffällig ist, Präzisionsprobleme immer zuerst an anderer Stelle suchen als an der Ansenkung der Mündung."

    Hm. Also da weiß ich nicht, ob ich Deiner Schlussfolgerung im letzten Satz folgen wollte. Ein Gegenbeispiel (die händisch eiernd nachgesenkte Freie Pistole) ist ja hier im Thread nach Dir von Strindberg zitiert worden.

    Man darf auch nicht vergessen, dass derlei Mündungsbeschädigungen eher bei Gebrauchswaffen angetroffen werden, sei es als Vorweite (Ausscheuerung), sei es als Vermackung der Fase.
    Es war ja früher auch durchaus übliche Praxis (nicht nur bei Regimentsbüchsenmachern), die Treffpunktlage (nicht die Präzision) von Kurzwaffen mit starrer Visierung durch einseitige Ansenkung zu korrigieren, zumal bei Revolvern. Und das funktionierte auch ganz gut.

    Carcano

    So ist es. Die sogenannte "boresnake" ist aufgrund ihrer Konstruktion und ihres tatsächlichen Gebrauchs eben kein Reinigungsmittel (wie z,.B eine englische Lee-Enfield Reinigungsschnur), sondern ein SCHLEIF- und VERSCHMUTZUNGSKÖRPER. Alles Nötige hat Rabe74 schon gesagt.