Beiträge von Carcano

    Nein, gar nicht.

    Schon die wilde wahnwitzige Staatsfeindlichkeit sehr vieler weißer Amerikaner (aller Trump-Wähler, und der meisten Republikaner - schau' einmal, wie enorm viele das sind, weit mehr relativ gesehen als NSDAP-Wähler in Deutschland 1932 und 1933) ist überaus erschreckend und furchterregend. Und die NRA als hasspredigende und aufhetzende Organisation setzt noch einmal gewaltig drauf.


    DIe heutige NRA (nicht die vor 30 Jahren) mag man zwar noch nicht als "domestic terrorist organization" einstufen, wie das einige in den USA inzwischen schon rhetorisch tun; darin liegt dann in der Tat ein gewisses Maß an Überziehung. Wobei "stochastischer Terrorismus" noch einmal etwas anderes ist, und damit läge man schon sehr viel näher an der Wirklichkeit.

    Aber "staatsfeindlich" (und volksfeindlich)? Absolut, und zwar zu 150 % !

    Schön wärs. Aber das ist ein Wunschtraum.
    Erfunden oder herausdestilliert worden ist dieses Traumgespinst aus drei Faktoren:

    - Gegen Führungspersonal der NRA wird von den Strafverfolgungs- und Ermittlungsbehörden der Vorwurf erheblicher von Veruntreuung, Unterschleif und Mittelfehlverwendung erhoben.

    - Der NRA soll nach dem Willen verschiedener Politiker und hoher Beamter die Steuerbegünstigung (entspricht unserem Gemeinnützigkeitstatus) rückwirkend entzogen werden. Dann würden erhebliche Nachzahlungen drohen. Die gegenwärtigen Ausweichmaßnahmen der NRA sind Vorsorge hiergegen, sind aber nicht gleichzusetzen mit dem gewichtigeren deutschen Begriff der Insolvenz.

    - Der Ku-Klux-Klan war in der Vergangenheit finanziell zermürbt und letztlich in die Unbedeutendheit geklagt worden. Diesen Erfolg würde man nun gern bei dieser zweiten extremistischen und staatsfeindlichen Organisation, der NRA, wiederholen.

    Carcano

    Und nun noch zur aktuellen Rechtslage in Baden-Württemberg, so geltend seit Mitte Dezember bis einstweilen 10. Januar 2021 (auch wenn eine Erstreckung / Verlängerung zu befürchten steht):

    Geöffnet und genutzt bleiben dürfen, unter Wahrung der sonstigen Abstands- und Hygieneregeln, auch weiterhin:
    "Schießsport- und Schießsportanlagen im Freien (nur alleine, zu zweit, mit dem eigenen Haushalt, bei dienstlichen Zwecken beim Spitzen- oder Profisport)"

    Und auch der komische neue Ausdruck in der VO "weitläufige Anlagen im Freien" hat nun eine authentische Interpretation durch den Normgeber erfahren. Gemeint sind Anlagen, die so weit angelegt bzw. so getrennt sind, dass auch mehrere Personen gleichzeitig, aber eben jeweils für sich allein oder zweit, den Sport ausüben können. Dies hatte Golf und Tennis im Sinn, und trifft auf Schießsportanlagen par excellence zu (schon wegen der baulichen Abtrennung)
    Hier das auslegende Zitat:
    "Tennisplätze im Freien (Weitläufige Anlagen dürfen auch von mehreren individualsportlich aktiven Personen unter Einhaltung der Abstandsregeln genutzt werden. Voraussetzung für die Nutzung der Toiletten, Umkleiden und Duschen ist, dass sie nicht geteilt werden und Personen, die nicht gemeinsam sportlich aktiv sind, sich nicht begegnen.)"

    Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/reda…ossen_offen.pdf

    Carcano

    Die IWÖ scheint ja nicht ganz unbedeutend zu sein.

    Sie hatte sich in der Vergangenheit schon ein gewisses Mediengehör verschafft. Der damalige Generalsekretär Zakrajsek wurde wegen Verhetzung (in Deutschland: "Volksverhetzung") vom Wiener Landesgericht zu 5 Monaten bedingter Haft verurteilt, und wurde in der Folge von der IWÖ ausgeschlossen. Ausführliche Gründe hier:


    https://www.facebook.com/18547033157931…72382832888054/

    Anders als einer seiner hetzbloggenden Spießgesellen ist er aber noch nicht mit Tode abgegangen, sondern schießt weiterhin quer (seine Formulierung und sein Website-Name, nicht mein Ausdruck).

    https://img.zeit.de/politik/2015-0…20x461__desktop

    Katja Triebel meinte zu ihm:
    "Also ich – als Deutsche – habe mich schon längere Zeit gefragt, warum Herr Zakrajsek nicht schon früher seinen Generalsekretärsposten verloren hat. In seinem Blog „Querschüsse“ schreibt er sehr polemisch, satirisch und benutzt Worte und Phrasen, die hier in Deutschland schon lange nicht mehr benutzt werde dürfen. Und ja, er macht dort Personengruppen verächtlich. (...)

    Zakrajseks Blog wäre hier eine Zumutung. (...)

    Ich persönlich mag die Artikel von Zakrajsek seit einigen Jahren nicht mehr gerne lesen, da mir deren Inhalt und Wortwahl meist nicht gefällt."

    Quelle: https://katjatriebel.com/2017/08/13/iwo…ausgeschlossen/

    Wie die jetzige IWÖ politisch segelt, weiß ich nicht.

    In Südbaden sind sie bis jetzt (toi-toi-toi) noch nicht abgesagt worden, außer Bogen, weil die ja ewig früher sind. Das kann sich natürlich jederzeit noch ändern, aber m.E. wäre eine zu frühe Absage ein völlig falsches Signal.

    So wie die "Schlechten Hirten" in den Kirchenleitungen, die sinngemäß argumentieren: "Leute bleibt zu Hause, wir sperren die Kirchen zu, Gottesdienste sind doch eh' überflüssiger Zinnober, und den ganzen Humbug glauben wir ja selber nicht mehr!"
    Kann man so sehen, ja. Dann sollten die aber auch die Tüte abnehmen bzw. den Talar ausziehen, und etwas Anderes machen.

    Aus meiner Sammlung ein PDF von der österreichischen Firma Männel. Manche wird Herr Männel bekannt sein, leider hat er sein Unternehmen nicht mehr. Er hatte ein neues Gewehr und System entwickelt. Gerade im Bereich Laufschwingungen hat er ein neues System entworfen und es hat wohl schon sehr gut funktioniert. Ist wohl durch finanzielle Probleme dann gescheitert.


    Ich erinnere mich noch gut. Als ich die Waffe auf der IWA sah, war ich sofort fasziniert. Vor allem freilich vom Verschlußsystem - es war eine ziemlich geniale Wiederbelebung des Tabernakelverschlusses. Altösterreichischer geht es nicht mehr.

    Auch der Rest der Waffe war pfiffig und durchdacht.

    Carcano

    Zur Eingangsfrage des threads heisst das für mich, dass Einschränkungen des Individualsports (wie es auch bei anderen Themen üblich sein sollte) nachvollziehbar und überprüfbar sinnvoll sein müssen. Ansonsten lässt man als Legislative oder Exekutive besser die Finger davon.

    Damit hast du völlig recht, hast es vorbildlich klar ausgedrückt, und deshalb hat dieser Satz es jetzt auch als Zitat in die Verbandswelt geschafft. Ich habe den Geschäftsführer und das Präsidium auch darum gebeten, dies in geeigneter Weise an diejenigen Politiker weiter zu steuern, mit denen der Verband öfters zu tun hat.

    Dankeschön,
    Carcano

    Ihr habt nennenswerte Bestände an "gefährlichen" (deliktrelevanten) Waffen in einem unbewohnten Gebäude?

    Zuerst habe ich ob einer Frage die Augenbraue hochgezogen und schon zu einer deutlichen Antwort angesetzt. Dann habe ich sie, in Vorbereitung ebensolcher Antwort samt Normzitaten, noch einmal gelesen und habe gegrinst ob Deines Hintersinnes. Offenbar war das ein knitzer Test von Dir (das ist ein schwäbisches Adjektiv), welche Leser denn tatsächlich Inhalte aufmerksam verarbeiten und mitdenken. Das sind nie sehr viele... gleich welches Netzforum.

    Also: Einbrüche in Schützenhäusern gibt es öfters, und meistens wird das Sparschwein bzw. die Spendendose für die Jugendabteilung, welche auf der Theke stand, geklaut, einige Biere (ode auch Schnäpse) werden weggesoffen, und der Schreibtisch im Vereinszimmer wird aufgebrochen, weil die Täter nach einer Handkasse suchen.

    Dass Waffen verschwinden, ist eher selten. Und die von Dir erwähnten "deliktsrelevanten" Waffen beziehen sich auf Kurzwaffen, nur die sind ja für Gelegenheitseinbrecher interessant. Die sind meist so gut gesichert, dass man sehr schweres Gerät brauchen würde, um die ehemaligen Banktresore, Posttresore oder Panzertüren der Waffenräume zu knacken.

    Ich glaube dass hier manche Vorstandschaften einfach vorsichtig oder ängstlich [sind]. In meinem Verein ist es Faulheit unter dem Deckmantel "Vorsicht".

    Es gibt viele denkbare Gründe, die Vereine bzw. Sportstätten geschlossen zu lassen, und die rechtlich bewusst eröffneten Optionen nicht zu nutzen.

    Darunter bei einigen vielleicht auch die von Dir genannten, ja.

    Carcano

    Sven und JAG haben es auf den Punkt gebracht.

    Nun kann oder will nicht jeder Verein das ermöglichen, was auch unter Corona-Bedingungen weiterhin noch oder wieder rechtlich zulässig ist, und und das muss nicht an Faulheit oder bösem Willen liegen, es kann auch durchaus legitime und nachvollziehbare Gründe geben. Einige davon sind oben auch schon angesprochen worden. Auch die Verbände wissen das. Vpr allem die,m mit denen ich ree oder die ich berate.
    Die Vereinsverantwortlichen mögen also durchaus entschudigt sein, wenn sie eine solche "Möglichkeit " nicht bei sich umsetzen. Keine ergleichbare Entschuldigung sehe ich inzwischen allerdings für so einige der Beiträge hier in diesen Thread.


    Carcano

    Offenbar unterscheidet das Virus aber zwischen beruflichen (nicht so schlimm) und privaten Kontakten (ganz pöse)...


    Nun ja. Das Virus mag nicht ganz so clever sein. Aber zumindest die Exekutive (als Verordnungsgeber und als Erlasser von Allgemeinverfügungen) unterscheidet zwischen
    - Risiken, die letztlich hingenommen werden müssen, weil das betr. Handeln / Verhalten etc. von überragender wirtschaftlicher Bedeutung oder überragendem rechtlichen Rang ist, und zwischen
    - Risiken, die vorübergehend und begrenzt nicht (mehr) hingenommen werden sollen.

    Eine solche Unterscheidung ist ja auch grundsätzlich zulässig.

    Was nicht geht, und deswegen auch meine zutreffende und präzise Geßlerhut-Metapher, oder das zwar rhetorisch überhöhte, aber im Aussagekern ganz einleuchtende Zitat von Daniel... was überhaupt NICHT geht, ist das willkürliche Verbieten bzw. Untersagen von risikoarmem oder sogar ganz risikolosem Verhalten, für das einige hier plädieren. Einfach nur, damit halt _irgendwas_ verboten wird.

    Das ist in der Tat nicht nur eine Gesinnung von schier atemberaubender Niedertracht und sittlicher Verworfenheit (die hier einige an den Tag legen); es ist zudem auch eine äußerst gefährliche Haltung. Sie ist nicht deshalb gefährlich, weil sie u.U. Gefahrenträchtiges (noch) erlaubt und Unbedenkliches verbietet; sie ist vor allem deshalb gefährlich, weil sie eine verheerende Folge zeitigt.
    Die Folge ist nämlich, dass Bürger dann Verordnungen und Anweisungen, die in vielen Punkten willkürlich, falsch und nur schikanös ohne Sinn sind, dann auch in SOLCHEN Punkten nicht (mehr) befolgen, wo sie sinnvoll, ja sogar nötig sind. Und diese Tendenz, die breitet sich jetzt aus, das sieht man ja am Zulauf dieser aluhutragenden und maskenverweigernden Querdenkerbewegung, und an wilden "Artikel-20-IV"-Parolen. Wenigstens einen davon hat das Karma jetzt immerhin schon erwischt.

    Aber die gefährden ja nicht nur sich selbst, schön wär's, sondern sie gefährden über mehrere Ecken eine unbestimmbar große Vielzahl von Unschuldigen.
    Und deshalb sind auch in ihrer Wortwahl so maßvoll formulierte Postings wie das von Schmidtchen, den ich bisher stets für einen anständigen und bedachtsamen Menschen zu halten Anlass gehabt habe, so ungemein gefährlich für Gesellschaft und Staat, und im Ergebnis so verhängnisvoll.

    Carcano

    Wo findet sich jetzt die religiöse Pflicht zum Schießtraining?

    Mit diesem ironischen Einwurf hat Johannes natürlich recht; abgesehen vielleicht von so seltenen Sonderfällen wie dem heiligen Gabriele Possenti (nachlesen !).

    Daniel ging es, so habe ich ihn verstanden, bei seiner rhetorischen Überziehung mit dem frommen Zitat eher um die Bewusstmachung, dass eine willkürliche Geßlerhut-Verordnung zumindest nicht sittlich-moralisch zur Befolgung verpflichtet.
    Ich darf die Definition ins Gedächtnis rufen:
    "Ein Gesslerhut ist redensartlich eine Einrichtung, deren einzig sinnfälliger Zweck die öffentliche Erzwingung untertänigen Verhaltens ist."

    Ein Beispiel dafür - ihrer sind inzwischen Legion - hat das Posting #18 genannt.