Beiträge von Carcano

    Ich würde mir wünschen, dass der NWDSB seine Luftdruck LM endlich verschiebt. Mitte/Ende April sehe ich noch nicht, dass es zu machen/leisten/möglich ist.

    Bei Landesmeisterschaften Luftdruckwaffen hast Du halt überall ein richtig großes breitensportliches Event, mit hoher Teilnehmerzahl, hoher Teilnehmerdichte und geringem Abstand je Raum, und vor allem stets indoor mit zumeist praktisch nicht vorhandener Ventilation (in einer Raumecke nahe der Decke ist meist ein Loch mit so einem träge sich drehenden Kloventilator). Alles in allem ein geradezu idealer Inkubator.
    Ich kenne nur zwei große offene Luftdruckstände, einer ist in Ruinen und dient als Abstellfläche und Zwischendeponie, und der andere wird 1-2 x im Jahr mit Zimmerstutzen genutzt und sonst (quer) fürs Bogenschießen.

    Grundsätzlich ist es ja das Recht - und auch die Pflicht - jedes Landesverbandes, zu überlegen, wie und ob er seine Landesmeisterschaften 2021 durchführen kann. Der DSB hat sich selbst schon Ende vorigen Jahres sehr zurückgenommen, und hat das den LVs weitgehend selbst überlassen, mit der ausdrücklichen Option, andere Qualifikationsarten für die Deutschen Meisterschaften aufzustellen bzw. anzuerkennen. Für Ideen, Findigkeit, praxisnahe Lösungen im Interesse der Sportlerinnen und Sportler war und ist also sehr viel Platz.

    Nur muss man als Verbandspräsidium und/oder Landessportleiter natürlich für Ideen offen sein, das eigene Hirnlein mit der Anlasskurbel in Bewegung setzen, falls die geistige Batterie sich im "Lockdown" tiefenentladen hat, die Betroffenen gar fragen (horribile dictu - das haben wir doch noch nie gemacht), und generell eben die Interessen des SPORTS im Auge haben. Und nicht nur die eigene Bequemlichkeit oder Angst.

    Es gibt einige Landesverbände, die genau das tun oder schon getan haben. Es gibt andere, die lieber auf Nummer Sicher gehen wollen, oder das, was sie fälschlich dafür halten. Und dann gibt es auch noch gaaanz besondere Pflegefälle. Wie zum Beispiel den Norddeutschen Schützenbund. Dieser kleine Verband ist im wesentlichen (es mag kleine Grenzunregelmäßigkeiten geben) der DSB-Landesverband für Schleswig-Holstein.

    Dieser NDSB (nicht zu verwechseln mit dem großen NWDSB) ist nicht eben der leistungsstärkste unter den DSB-Verbänden. Auch nicht der innovativste oder modernste. Auch nicht gerade der mit der tollen Jugend- und Kaderarbeit, den bekannten TrainerInnen oder den international erfolgreichen SpitzenschützInnen (außer vielleicht eine oder zwei mit dem Bogen). Aber, na ja, es gibt ihn, und das ist ja schon einmal nicht verkehrt.
    Und man kann in ihm durchaus einmal Ergebnissen LandesmeisterIn werden - in der richtigen Disziplin und Altersklasse -, mit denen man in anderen Verbänden bei einer beliebigen Kreismeisterschaft achte oder zwölfter geworden wäre. Soweit zum Verband als solchen. Hätte man ihn nicht, wäre das noch schlimmer.

    Und jetzt musste ausgerechnet dieser Verband sich mit Corona auseinandersetzen. Wo man doch schon vorsorglich die Geschäftsstelle "für den Publikumsverkehr geschlossen" hatte (klar, da drängeln sich sonst bestimmt jeden Tag huuuuunderte von Schützen und kämpfen um die drei Besucherstühlchen - die Frankfurter U-Bahnstation Konstablerwache im Berufsverkehr ist da gar nix dagegen).

    Und welchen Geniestreich hat sich der NDSB nun zum Thema einfallen lassen? Folgenden:
    Zuerst sagt man die Kreismeisterschaft ab. Also, jedenfalls mindestens eine davon (Pinneberg). Na gut, ist ja nachvollziehbar. Corona-Beschränkungen. Dann qualifiziert man sich eben auf einer höheren Ebene.
    Und danach sagt der Verband (durch Präsidenten Kröhnert und 1. stv. Landessportleiterin Dollerschell) mit Schreiben vom 22.2.2021 die Landesmeisterschaften ab (man hätte sie ja auch verschieben können, aber nein...). Und erklärt ZUGLEICH, in demselben Schreiben, mit dem lauten Brustton der bräsigsten Ignoranz, man werde den Sportler KEINE andere Qualifikationsmöglichkeit einräumen, für die DM müsse man sich dann eben auf den (abgesagten !!!) KM qualifiziert haben. Zugleich spare man damit die Kosten u.a. für Aufkleber bei Waffenkontrollen (wörtlich !!!).

    Hallo? Ist da oben denn überhaupt noch ein einziges Neuron zwischen den Ohren am Arbeiten? Oder will man öffentlich mitteilen, dass man sich entschlossen hat, den eigenen Sport zu beerdigen? Selbstmord aus Angst vor Krankheit?

    Carcano

    Ab heute gilt eine neue CoronaSchV, die Sport "auf Anlagen unter freiem Himmel" erlaubt. Gemeint sind damit solche wie Tennis oder Golf. Inwieweit sich da "offene Stände" auch drunter packen lassen, ist fraglich und wird derzeit eruiert.

    Dann hoffe ich, dass Du nicht den gleichen Fehler machtst wie oben von mir umrissen.
    So wie Du es (falsch !) ausdeutest, muss man es befürchten...

    Im Anhang mal mein Schreiben an die Minsterpräsidentin (SPD) von Rheinland-Pfalz.

    Ach ja... seufz.

    Hier bei uns in Baden-Württemberg haben tatsächlich einige Idioten, die weder Corona erfassen noch die Bürokratie verstehen, allen Ernstes beim Ministerium (!) für Kultus und Sport angefragt, ob sie denn wirklich - ungeachtet des klaren und positiven, bejahenden Wortlauts der Corona-FAQ des Landes, also einer Verwaltungsvorschrift - auf Schießständen schießen dürften, oder vielleicht doch eher nicht, weil man weiß ja nicht...

    Erwartbarerweise bekamen sie eine Absage -- soviel Blödheit wird halt bestraft.
    Erstens falscher Adressat der Anfrage (zuständig ist die Lenkungsgruppe Corona im Staatsministerium, nicht irgendeine ahnungslose Knalltüte im Kultusministerium), und zweitens war diese mit ihrem demütig-verknechteten "Sie haben doch sicher KEINE Pastrami mehr? Ah nein, ja das dachte ich mir schon, ist klar, hab' ich auch nicht erwartet, nix für ungut!" Anfragestil auch so etwas von Tritt in den eigenen Hintern.
    *Immer noch kopfschüttelnd*

    Carcano

    du forderst uns auf Hassprediger, Personen die einen auffordern gegen geltendes Recht zu verstoßen, die sich

    nicht an die Demokratischen Regeln halten und sich in einem Umfeld bewegen in dem zu Gewalt und sogar Mord aufgerufen

    wird, die einer politischen Gesinnung zustimmen welche sich gegen das Grundgesetz und die Verfassung richtet (...=

    Das ist ja alles wahr.
    Aber Gottlob ist diese beschriebene Kanaille nun nicht mehr Präsident der USA.

    Carcano

    Digital bedeutet, das keine "aristotelische Einheit" von Ort und Zeit mehr gefordert wird, wie das sonst meisterschaftstypisch ist. Vielmehr könnte notfalls auch jeder auf seinem Heimatstand an einem ihm passenden Termin die Zulassungsbedingungen erfüllen, also eben aus der Ferne. Wie genau und mit welcher Software ggf., kann Dir bzw. Eurem Verband der Robert Garmeister erläutern.

    https://nssv.de/images/downloa…9F%20das%20.pdf

    Wenn das wirklich Fragen sind, dann gute Nacht. Für Waffenbesitzer: gemeint ist der 1. Beitrag.

    Den "reinen" ISSF-Sportschützen mag die Frage in der Tat kurios oder lächerlich erscheinen.

    Ordonnanzwaffenschützen dagegen wissen, warum die Frage durchaus sinnvoll ist.
    Russische (und ungarische und polnische) Mosin-Nagants sind mit aufgesetztem (und bei Karabinern: ausgeklapptem) Bajonett eingeschossen, die Trefferlage ohne weicht erheblich ab, auch die Laufschwingungen und so u.U. die Präzision sind deutlich andere.

    Carcano

    Man kann sich auch einfach mal mit dem DSB unterhalten. Wenn man das tut, dann lernt man, dass der DSB schon im Spätherbst 2020 den Landesverbänden relativ weite (!) Möglichkeiten eröffnet hatte, zum Zwecke der Qualifikation für die DM 2021 - und nur das kann und darf der DSB selbst regeln ! - von den bisherigen Regularien und den lieb gewonnenen und detaillierten Procederes abzuweichen. Das gilt insbesondere für vielfältige "digitale" Ersatzmöglichkeiten zum klassischen und vielfach unter Pandemiebedingungen problematischen Meisterschaftsformat.

    Umgekehrt äußert der DSB nun die Hoffnung, dass seine Landesverbände auf *ihrer* Ebene auch ihrerseits sich da zum Ansporn nehmen, über Abweichungen in dem Format der LM als solcher nachzudenken und diese kreativ umzusetzen. Wenn man das tatsächlich will, ist das machbar, das geht nach der aktuellen Rechtslage. Nur kann man eben unter Pandemiebedingungen LMs nicht "wie gewohnt" in Vollbesetzung durchziehen.
    Klar gibt es immer einzelne, die das dann auch schlau ausnutzen oder etwas schummeln könnten. Na und?

    Meines Wissens, die Erlaubnis, die Waffen legal zu erwerben/besitzen, wird durch zuständigen Behörden und nicht durch Sportschützen selbst erteilt. Von welcher Verantwortung ist die Rede, wenn die Rechtextremisten als zuverlässig im Sinne des Waffengesetzes seitens o.g. Behörden eingestuft werden?

    Genau das ist der wichtige (und richtige) Punkt, eben diese Frage von KabalMSU. Die Entscheidung über die Erlaubniserteilung trifft die Untere Waffenbehörde, und diese prüft dafür eben auch die Zuverlässigkeit und die Eignung. Beides wollen, können und dürfen die Vereine oder Verbände den staatlichen Behörden nicht abnehmen.

    Was allenfalls gemeint sein kann - und so sehen es auch BSSB und DSB - ist, dass die Vereine auf ein positives, tolerantes Klima in ihren Gemeinschaften hinwirken sollen, eine Atmosphäre, in der Minderheiten geachtet werden, in der Hetze oder Xenophobie oder rechtsextreme Parolen nicht verharmlost oder geflissentlich "übersehen" werden. Aber genau das ist mehrheitlich auch durchaus schon umgesetzt. Die Straftäter und Extremisten waren eben gerade nicht in ihren Vereinen auffällig geworden, im Gegenteil. Die DSB-Broschüre beschreibt das anhand von zwei Beispielen sehr anschauich.

    Und natürlich bedarf es dafür nicht (nur) einer "!Aufsicht" seitens der Vereinsführung, wie soll das auch geschehen, sondern einer Zivilcourage bei jedem einzelnen Schützen oder Schützin, der oder die so etwas einmal zu Ohren bekommt. Man kann feige weghören ("betrift mich ja nicht"), man kann aber auch widersprechen bzw. klarmachen, dass man so etwas nicht akzeptiert und nicht toleriert.


    Carcano

    Und zu mir musst du dir keinen Kopf machen. Konzentrier dich auf wichtigeres.

    Ach, weißt Du, für so unwichtig halte ich Deine Beiträge nicht. Das unterscheidet sie schon von dem Geraunze eines Mivo. Dessen Sprüche haben in unserer Demokratie nichts verloren, aber unter Lukaschenka könnte er sich ganz wohl fühlen.

    Ich überlege noch, was mich an Deinem Posting, das im Gegensatz zum plumpen erstgenannten ja schon differenziert war, so irritiert haben mag. Möglicherweise ist es der Eindruck, dass für die Lösung einer akuten Notsituation von Dir vollumfänglich "Friedensmaßstäbe" angelegt wurden. Die sind zwar differenziert, aber nicht hinreichend reflektiert.

    Carcano

    Aber Mivo und Schmidtchen dürfen ihre Meinung schreiben

    Das dürfen sie.

    Vor allem aber dürfen sie auch die gebührende Reaktion darauf bekommen.

    Nun, bei miovo1965 ist es ja einfach: der kann nach Weißrussland auswandern und dort glücklich sein.

    Bei einem klugen und fifferenzierten Kopf wie schmidtchen ist die Einschätzung schon schwieriger, da bin ich noch etwas ratlos.

    Carcano

    Die Leute drehen offenbar allesamt durch. Nicht nur Mivo1965.

    Interessant so, die psychischen Auswirkungen des Virus. Scheinen sich noch vor physischen Beeinträchtigungen abzuzeichnen.

    schmidtchen: das war so ungefähr Dein schlechtestes und undurchdachtestes Posting in den letzten fünf Jahren. Auch eine Leistung, die kann man nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln.

    (1) Zu diesem Revolver. Die Laufachse muss bei allen Sportpistolen (ausgenommen Freie) über der Handgabel liegen.

    (2) Und eine Militärwaffe ist keine Sportwaffe.

    1. Ja, das ist eine ISSF-Vorgabe, die iregndwann in den späten 1960en oder frühen 1970ern wegen russischer Sportpistolen hineinkam.

    2. Jein. Natürlich ist die Zweckbestimmung eine andere. Aber hier geht's dem Papier eher um Imagepflege ohne reale Anwendungsbeispiele. Theoretisch denkbar wäre innerhalb der Liste A ja höchstens ein auf Geradezugrepetierer oder sogar auf EL umgebautes Gewehr.

    Warum wird der Proll-Troll nicht endlich entfernt?

    Weil Geronimo als unser Admin nicht ganz ohne Grund der Meinung ist, dass ein Auditorium ("community" sag' ich nicht) seine sittliche Reife unter anderem damit zeigen kann oder zu bewähren hat, nicht wie ein kollektives Kleinkind nicht sofort auf jede offenkundige Trollerei ("Sergei" ist weder Russe, noch ein Grüner, noch steht er den Grünen auch nur entfernt nahe) plärrend und greinend anzuspringen ?