Mit Arschlöchern mache keine Geschäfte, sollten die Angebote noch so gut sein.
Korollarie von Al Capone:
"... außer du wärest selbst ein größeres Arschloch..."
😜😝
Mit Arschlöchern mache keine Geschäfte, sollten die Angebote noch so gut sein.
Korollarie von Al Capone:
"... außer du wärest selbst ein größeres Arschloch..."
😜😝
Die zentrale Wissenssammlung des Netzes zu den Suhl 150 ist rimfirecentral.com
Offenbar ist die Einstellung des Schlagbolzens nicht trivial und bedarf genauer Lehrenmessung.
Die mit den Suhl 150 erfahrenste Büchsenmacherei könnte das Waffencenter Gotha sein.
Carcano
Ist es eigentlich keinem aufgefallen, dass Schulledino zwei verschiedene Fehler beschreibt, die aber anscheinend technisch-mechanisch zusammenhängen?
In einem Fall bleibt der Schlagbolzen hängen, wird dann aber (erst) durch den Versuch der Kammeröffnung, also durch das Anheben des Kammerstengels ausgelöst, und zündet dann auch.
In anderen Fall wird der Schlagbolzen ausgelöst, fährt dann letztlich auch nach vorne und berührt mit seiner Spitze den Patronenboden, ist aber so schwach, dass die Zündenergie zu einer Zündung nicht mehr ausreicht, sondern nur ein leichter Abdruck auf dem Hülsenboden entsteht.
Damit sind dann auch die möglichen Fehlerursachen eingegrenzt und bestimmbar.
Carcano
Sven meint wohl, dass es auf Landesebene zwei Disziplinen geben könnte:
- Auflageschießen nach Sportordnung ("Liste A") DSB, und
- Auflageschießen Bayerisch (oder wie auch immer) Freistil.
Klar geht das. Wird mit der Schnellfeuerpistole ja auch gemacht.
Carcano
Der DSB-Schießsportleiter dagegen hat eher die pädagogische Komponente, Unbedarfte an den Schießsport als Anfänger-Breitensport heranzuführen (nur Luftpistole/Luftgewehr).
Tut mir leid, genau das ist NICHT der Fall, und genau dort lag und liegt das Desiderat.
Warum das so ist, und was vielmehr zu tun wäre, habe ich schon vor 13 Jahren, und dann noch einmal vor 9 Jahren hier im Forum eingehend und detailliert erläutert. Und nun auch 2025 Lanfear.
Ja ja, bei Schützen fällt der Groschen schon arg schnell...
C.
Den gibt es. Nennt sich Schießsportleiter und beinhaltet die grundlegendsten Fähigkeiten, eine kleine Übungsgruppe zu übernehmen.
Es wäre ja schön, wenn es so wäre. Ist aber leider *nicht* so, und schuld daran ist der DSB selbst und seine in doppelter Hinsicht verfehlte Ausbildungsordnung (der genaue Titel ist etwas komplexer).
Jedenfalls ist der sogenannte "Schießsportleiter" nicht das, was der Name zu sein vorgibt. Vor allem hat er nichts mit Basistrainer oder Vereinstrainer oder Trainer-D zu tun.
LG,
Carcano
um die Diskussion hier noch etwas zu bereichern, der Westfälische Schützenbund, kurz WSB, unterscheidet auch noch und wohl auch als einziger Landesverband nach aktiven und passiven Mitgliedern.
Wo wäre das denn verbandsweit geregelt? Ich fand es jetzt weder in der Satzung des WSB 1861, noch in der Finanz- und Beitragsordnung?
Carcano
Ansonsten bitte ich um Aufklärung, warum der Erklärungsansatz falsch ist.
Ja, ich antworte gerne noch darauf.
Califax, Lanfear, ihr erklärt es beide falsch (und Gerhards Gegenfrage ist völlig mithin berechtigt). Das liegt aber nicht an Euch.
Lanfear, Du hast die Sache mit Deinem Verband erörtert, und hast dessen Dir gegenüber getane Äußerungen gewiss zutreffend wiedergegeben. Der Verband war aber nicht ehrlich mit Dir (was mich beim HSV in keiner Weise wundert). :-/
Carcano
Zu suchen unter "Anschutz 64 bolt disassembly". Es geht ja hier um den 64er Verschluss.
Es gibt zwei Youtube-Videos dazu.
Alles in allem ist Schießen so gesehen ein fast sozialdemokratischer Volkssport für Geringverdiener.
Das ist doch wirklich mal eine sehr schöne Formulierung.
In der Tat, so hübsch diese leicht parodistische Formulierung klingt, so richtig ist sie historisch. Denn der moderne Schießsport, wie wir ihn heute kennen, ist eigentlich aus den Zimmerstutzenvereinen vom Ende des 19. Jahrhunderts und aus den neuen Kleinkalibervereinen und Arbeiterschützenvereinen zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Die hatten auch wesentlich mehr Mitglieder (!) als der damalige eher elitäre Deutsche Schützenbund.
Die klassischen älteren Schützengesellschaften waren Gilden für angesehene, wohlhäbige, durchaus gut verdienende Vollbürger. Im Heidelberger Schützenverein von 1490 war es beispielsweise früher irgendwann einmal (im 18. oder 19. Jahrhundert) satzungsmäßige Vorschrift gewesen, dass ein Mitgliedsbewerber mindestens 2 Häuser in der Stadt besitzen musste. D. h., ein echter Volkssport war das Schießen vor der von mir oben angerissenen zeitlichen Grenze sicherlich nicht gewesen, sondern das Gegenteil.
Interessant ist beispielsweise auch der Werdegang der früher sehr bekannten Münchner Firma Carl Stiegele. Der alte Stiegele hatte rasch begriffen, dass allein mit dem gelegentlichen Verkauf von teuren Feuerstutzen und etwas Pulver und Blei nicht arg viel Geld zu verdienen war. Er kam dann auf die Idee, sich einen völlig neuen Markt zu erschließen, diesen gewissermaßen erst zu schaffen, nämlich ausgeschossene Feuerstutzen, die man vielleicht noch einmal oder zweimal hätte frischen können, stattdessen für das neue und äußerst preisgünstige 4-Millimeter-Randkaliber umzubauen, man denke an dem berühmten Stiegele-Verschluss für Löffellader.
Dieser Umbau war sehr preisgünstig zu machen, und gab Interessierten dann die Möglichkeit, mit weit weniger Aufwand auch im Hinterzimmer oder auf der Kegelbahn von Gaststätten zu schließen. So wurde eine völlig neue Sozialschicht von Schießsportinteressierten herangezogen.
Wer die alten sozialdemokratischen Zeitschriften oder Zeitungen der Jahrhundertwende liest, wird dort auch regelmäßig gewisse Waffenannoncen finden, beispielsweise von dem zunächst in Zella St. Blasii und später dann kurzfristig im Harz ansässigen Erzeuger Gustav Zink. Der hatte ganz bewusst ein relativ großes Publikum so angesprochen, und vielen ist diese Schicht der Schießsporttreibenden und Schießsportinteressierten heute gar nicht mehr so bewusst. Doch in den Vereinsnamen spiegelt sich das auch heute noch wieder.
Carcano
Dann sollte der DSB den Verbandbeitrag auf ein entsprechendes Niveau anheben.
Im BDMP zahlen wir, glaube ich, um die € 80,- im Jahr.
Der (Bundes-)Verbandsbeitrag im Deutschen Schützenbund betrug dieses Jahr (2024) noch 3,80 € für über 21jährige, ab dem 1.1.2025 dann 4,30 Euro.
Mittlerweile war ab dem 1.1.2027 eine weitere Erhöhrung auf 4,80 € vorbeschiossen, es wird aber ausweislich des letzten Präsidentenbriefes (so wie ich ihn lese) mehr benötigt werden. Hinzu kann je nach Beschluss auch eine zeitlich begrenzte Umlage kommen. So in der Vergangenheit für das Bundesleistungszentrum in Wiesbaden, und zukünftig ggf. für eine bundesweite Sportsoftwarevereinheitlichung.
Auf die Einzelnen umgelegt wird auch noch der ggw. 0,09 € ausmachende Beitrag zum DOSB.
Meines Erachtens dürfte man beides gerne verdoppeln.
Carcano
Ja, das sah der Deutsche Schützenbund eben anders als Du. ![]()
Auch die Pokale (damals "Becher" genannt) für diese "Konkurrenz" waren nicht schlecht und ausgesprochen wertvoll, anders als heute:
https://auction.van-ham.com/eduard-wollenw…em.html#gallery
Warum wird das wieder ins Lächerliche gezogen, die Rede war von halbautomatischen Gewehren.
(...)
Dann ist das für mich einfach nur peinlich.
Altdeutsche Schützentradition, is sich nix läkkerlick.
Das war ein wichtiger Bestandteil der Bundesschießen im damaligen Deutschen Schützenbund, und zwar schon 1897 und früher.
Hieß "Konkurrenz": gefordert war, so viel Schüsse so schnell wie möglich herauszuballern (aus Einzelladern nota bene), mit maximalem Ergebnis. War sehr beliebt und voll sportlich.
Ein Beispiel: https://de.wikisource.org/wiki/Das_XII._…n_N%C3%BCrnberg
Carcano
Geht mir genau so, aber ich kann nicht meine Fresse halten
(...)
oder wie man 5 Schuss in 3 Sekunden in Richtung Scheibe bekommt.
Ja, das klingt in der Tat nach Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Reschpeckt !
Wo ja bis in die 1930er Jahre das Stechen in der Schnellfeuerpistole (Revolver waren auch zugelassen) in 2 Sekunden geschossen wurde.
Heute in der Tat ganze satte 4 Sekunden, aber die dafür auf 5 Scheiben und nicht auf eine.
Carcano
Das sind aber dann meistens Erfolgsvereine, mit einem olympisch geprägten Trainer und Vorstand.
Kann ich etwas nachvollziehen.
Das GK passt da einfach nicht ins Vereinskonzept.
Das hängt nicht notwendig vom "Vereinskonzept" an. Um zwei Spitzenvereine zu nennen: die ESV Weil (Schießsportabteilung) ist z.B. sowohl im DSB (SBSV) als auch im BDS, und auch Lanfears Verein schießt .44 Magnum.
Es sind m.E. oft einfach bornierte Vorstände, rein als Personen.
Vereine, die sich in den Medien negativ über andere Verbände äußern, ja das gab es vor einigen Jahren von einem DSB Verein gegenüber dem IPSC in einer TV Reportage, müssen hier vom Verband auch in den Senkel gestellt werden denn so etwas schadet uns allen.
Ach, ich sag' nur Otto Obermeyer (ex-BDS). Vom Paulus zum Saulus. Da kommt der reaktionärste DSB-Landesfunktionär bei weitem nicht mit.
(Du dachtest, glaube ich, an einen damaligen Vize des Thüringer Landesschützenverbandes? mit dem hat damals dann aber gleich der DSB ein paar klare Worte gesprochen - off the record - und ihn wieder eingenordet)
Mal abgesehen davon, das der Zeitpunkt für meinen Verein immer völlig ungünstig lag, was war denn der Kardinalfehler warum das ganze gescheitert ist?
Das habe ich schon zig mal erklärt. Man wollte etwas für den Schießsport tun. Man wollte den Schießsport als solchen positiv darstellen, man wollte ihn insbesondere nah an die Leute bringen. Wollte dafür sorgen, dass es einen niederschwelligen, einfachen, attraktiven Zugang zum Erleben und Kennenlernen des Schießsports - meinetwegen auch des Spaßschießens - vor Ort (graswurzelmäßig) für viele Menschen gibt, am besten noch durch eine gemeinsame bundesweite Aktion an vielen Orten. Alles soweit richtig intendiert.
Und dann hat man von Anfang an alles völlig versemmelt, mit geradezu fanatisch-irrer Realitätsblindheit.
Machte es nicht zum "Tag des Schießsports" sondern zum "Tag der Schützenvereine". Also: "Humbatätärä, Lütje Lage, Grüne Joppe rote Birne, Alles für den Dackel, alles für den Club".
Und damit war die Sache tot. Natürlich sind die Vereine bei uns, unter unserem Rechtszustand und unter unserer Schießstandlage, der natürliche und sich anbietende Träger an der Basis für solche Veranstaltungen. Stimmt, das kann man nicht von einer Verbandsgeschäftsstelle allein ausstrahlend machen, das muss verlagert werden nach unten und dann vielfach angeboten werden.
Aber wie gesagt, man hatte von Anfang an versemmelt. Es wurde dann doch nur zum Tag der Vereine und zum (bundesweiten) Tag der offenen Tür, statt zum Tag des Schießsports, und damit war alles aus. Das röchelte und starb dann noch etwa 3 Jahre vor sich hin, und dann hat man das offene Grab dezent mit Maschendraht und etwas Efeu überdeckt. Reinsehen kann man immer noch, die Knochen liegen drin (siehe "Ziel im Visier").
Carcano