Beiträge von Geronimo

    Wissenschaftlicher können jedoch weder etwas dafür, noch könnten sie es ändern, wer jedoch etwas daran ändern kann, das sind die Gastwirte selbst.

    Wenn ich mir das hier bei uns anschaue, haben einige anfangs gleich geschlossen, und noch nicht wieder geöffnet, und andere waren durchgehend geöffnet, und haben mit Angeboten zum Abholen oder per Lieferservice richtig Umsatz gemacht. Wer nicht nach Hilfe schreit, sondern versucht sich selbst zu helfen, den unterstütze ich gerne. Ich habe noch nie so viel essen geholt oder liefern lassen wie in den letzten Wochen.

    Wenn man jetzt sagt, das alles könnte man sich sparen, wenn die Restaurants einfach wieder komplett öffnen dürften, dann macht man sich das denke ich jedoch zu leicht. Da musst du nicht nur damit rechnen, dass die Kunden dir die wieder geöffneten Türen eher nicht einrennen, sondern kannst auch darauf warten, dass du beim ersten infizierten Gast wieder schließen musst, und dann erst nach einiger Zeit einen erneuten Anlauf starten kannst.

    Die Gesundheitsämter schaffen es offenbar 50 Infizierte auf 100.000 Einwohner zu betreuen, deren Infektionsweg nachzuverfolgen und deren Kontaktpersonen herauszufinden, das ist allerdings das absolute Maximum. Sind wir bspw. bei 100 Infizierten auf 100.000 Einwohnern, geht es primär darum, die Fallzahlen zu reduzieren, heißt Reproduktionszahl unter 1,0.

    Sobald die 50 Infizierte auf 100.000 Einwohner erreicht bzw. unterschritten wurden, können die Gesundheitsämter neue Virusinfektionen wirksamer vermeiden, indem sie Kontaktpersonen ermitteln und isolieren. Auch höhere Werte als 1,0 sind erstmal, wenn sie vorübergehend auftreten (!), kein großartiges Problem. Entscheidend ist der generelle Trend und die absolute Zahl.

    Die geschätzte Reproduktionszahl lässt sich frühestens nach mehreren Tagen überprüfen oder zumindest genauer bestimmen. Aber die Politik fordert Informationen für anstehende Entscheidungen und auch die Öffentlichkeit wünscht tagesaktuelle Zwischenstände. Also bleibt nur sie zu schätzen und auch mal falsch zu liegen. Aber die Erfahrung wächst und die Schätzungen werden besser.

    Bin irgendwie grad frustriert. Da haben wir es gerade erst durch eine gemeinsame und für viele schmerzhafte Kraftanstrengung geschafft, die drohende Gefahr abzuwenden, da riskieren einige offenbar völlig unbelehrbare Zeitgenossen durch egoistische Trotzreaktionen und ausgewachsene Massendemos die erzielten Erfolge und verzögern oder verhindern die dringenden Lockerungen. Ein Schlag ins Gesicht für jeden, der gerade um seine Existenz bangt. :thumbdown:

    Ist generell eher gefährlich, sehr anfällige mit sehr ansteckenden Menschen zusammenzubringen, nur lässt sich das leider weder in Arztpraxen noch in Krankenhäusern strikt vermeiden. So mancher Patient und Besucher (!) weiß selbst noch nichts von seinen mitgebrachten Krankheiten.

    Wir pflegen hier im Freundeskreis den Luxus, daß jeder seine eigene Bierflasche hat. Und wir fallen uns auch nicht nach zwei Halben gegenseitig in die Arme. Möglicherweise sind die Gepflogenheiten bei dir anders. Kann ich nicht beurteilen.

    Da geht es weder um dich noch um mich.

    Der Witz an der Sache ist der, daß der Gesetzgeber in seiner unfähigen Lage Beschlüsse erläßt, die miteinander verglichen total hirnrissig sind. Wie gesagt..... Einkaufen mit hunderten anderen erlaubt, Grillen im Freien mit einer Handvoll Leuten verboten.

    Motorradfahren zur Arbeit und zum Einkaufen erlaubt......Fahrten zum Spaß verboten. Die Liste kann beliebig erweitert werden.

    Das ist das Problem unserer eher laschen Regelungen, eine strikte Ausgangssperre wäre vielleicht erstmal leichter verständlich, aber auch die müsste man später wieder aufheben, und da bietet es halt an, Schritt für Schritt vorzugehen, und nicht von heute auf morgen jede Vorsicht zu vergessen, obwohl es aktuell sehr danach ausschaut, als wäre man mit einem blauen Auge davongekommen. Aber du solltest doch für dich erkennen können, wieso das eine weiter erlaubt war und das andere verboten wurde, oder? :/

    Wir stehen nicht mehr am Anfang der Pandemie, wo hysterisch und unter Zeitdruck irgendwelche Massnahmen ergriffen werden müssen.

    Es ist an der Zeit pauschale und flächendeckende Verbote aufzuheben und den Einzelfall auf Sinnhaftigekeit zu bewerten.

    Niemand verlangt die sofortige Rückkehr in die Pre-Corona Ära. Aber jetzt ist die Zeit mit Augenmaß vorzugehen.

    Richtig. Und genau das wird gemacht. Aber möchte man das Erreichte nicht wieder gefährden, muss man dabei leider sehr bedacht vorgehen, denn kommt der Stein wieder ins Rollen, wird es schwer ihn erneut anzuhalten. Der aktuelle Shutdown, bei florierender Wirtschaft, hatte ziemlich massive negative Auswirkungen, ein zweiter Shutdown wäre verheerend. Und wenn man bspw. nur einige Läden wieder öffnet, muss man zugleich auch dafür sorgen, dass die Kinder dieser Mitarbeiter wieder betreut werden, denn sonst dürften die Läden zwar öffnen aber sie könnten es nicht.

    Der Mindestabstand (1,5m) in der Arbeit ist eingehalten, wir haben Masken und Desinfektionsmittel......und wir sitzen in geschlossenen Räumen. [...] Wer mir in diesem Zusammenhang und in diese Zeit ernsthaft die Empfehlung ausspricht, aus dem genannten Grund den Arbeitgeber zu wechseln, hat den Schuss eh nicht gehört.

    Hm, also ich für meinen Teil würde da dann nicht von Irrsinn sprechen, sondern von letztendlich kleinen Maßnahmen, die den Betrieb aufrechterhalten und die Gesundheit schützen. Und ja ich denke sehr wohl, dass sich Arbeitgeber daran messen lassen müssen, wie sie mit solchen Krisen umgegangen sind und umgehen werden: Problem ignorieren, Lösungen finden oder Handtuch werfen.

    Besonders in Anbetracht dessen, daß ich mich eben eine Stunde vorher mit 100 anderen durch enge Supermarktgänge gezwängt habe!?

    Da könnte man jetzt sagen, das lässt sich nicht vermeiden, und da muss man halt durch, aber das lässt sich sehr wohl vermeiden.

    Und wo ist jetzt das Problem, wenn ich mit meinen Nachbarn mit Mindestabstand im Freien im Garten sitze?

    Konkret ist vermutlich keines vorhanden. Aber da kommt sehr viel zusammen. Wenn ihr euch wirklich nur in den Garten setzt, dann besteht kein großes Ansteckungsrisiko, aber du hast ja oben schon geschrieben, dass es dabei nicht bleibt, sondern dass ihr grillen wollt. Und wenn man gegrillt hat, dann möchte man das Gegrillte auch essen, und hier hast du schon eine sehr hohe Ansteckungsgefahr, und wenn man sich dann noch ein Bier gönnt, dann wird das endgültig zum Risiko. Klar, es könnte sein, dass ihr euch a) wie die Chorknaben verhaltet, jeder für sich sein Fleisch isst und sein Bier trinkt, oder b). Und genau mit diesem b) muss man leider beim einen oder anderen rechnen.

    Du kannst jetzt noch weiter der Politik den Rücken stärker. Sinnvoller wird der derzeitige Zustand deshalb auch nicht.

    Ein sinnvoller Zustand. Das ist erstmal viel verlangt. Ein eindeutiger Zustand. Den könnte man leichter erreichen. Das wäre bspw. eine Vorlaufzeit von 2 Tagen, um Vorräte zu bunkern, und anschließend eine Ausgangssperre von 4 Wochen, oder auch gar keine Maßnahmen zu unternehmen.

    Aber mal ganz ehrlich, wenn du merkst, dass da etwas auf dich zurollt, das du nicht einschätzen kannst, und das dich vielleicht einfach wegputzt, dann duckt man sich doch normalerweise. Und bevor man nach einiger Zeit aus der Deckung wieder hervorkommt, prüft man erstmal genau, ob wirklich keine Gefahr mehr droht, und wenn auch nur ein Ästchen knackt, sucht man den Schutz der Deckung wieder auf.

    Klar, jetzt könnte man sagen, hey, ich bin doch mutig, ich verstecke mich weder noch laufe ich davon, aber das ist halt ein Gegner, den kann man derzeit nicht bekämpfen. Und schaut man später zurück, wird vieles nicht sehr sinnvoll erscheinen, aber ist das nicht immer noch besser, als später zu sagen, hätte ich das damals nur gewusst. So ein Säbelzahntiger kann dir ganz schön den Tag verderben.

    Und dann könnte man trotzdem noch anführen, das muss alles viel schneller gehen, aber da hast du dann das Problem, dass die Reaktion auf deine Handlungen stark verzögert erfolgt, wenn du jetzt einen Stein vor deine Höhle wirfst, weißt du frühestens in 14 Tagen, ob draußen etwas raschelt, und gehst du früher raus, war die ganze Vorsicht der vergangenen Wochen vergebens.

    Achja......Pro 100.000 Einwohner kommen in meinem Landkreis lt. offizieller Statistik derzeit 458 Infizierte.

    Das sind sagenhafte 0,46%.

    Es müßte schon mit dem Teufel zugehen, wenn man mit den Abstandsregelungen einem Infizierten so nahe kommt, daß man sich ansteckt....wenn man überhaupt einem begegnet.

    Ja, da sind nicht sehr viele, und es wäre gut, wenn das genau so bleibt.

    Selbiger Irrsinn in der Arbeit..... Dort darf ich mir mit allen Kollegen die Toiletten teilen, die Aufzüge, die Türgriffe, die Büros und die Labore. Kunden sind auch da.

    Gut, aber da hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass der Mindestabstand eingehalten wird bzw. Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Für sein Versagen solltest du nicht die Politik verantwortlich machen, sondern deine Schlüsse daraus ziehen, und Verbesserungen anstoßen oder den Arbeitgeber wechseln. Viele Firmen haben beispielsweise die halbe Belegschaft ins Homeoffice geschickt, und die restliche Belegschaft auf die Büros aufgeteilt, und auch die Wege im Büro klar geregelt, so dass eben nicht alle über einen Gang das Haus betreten oder verlassen.

    Aber mit meinen zwei Nachbarn darf ich offiziell nicht im Garten sitzen und grillen.

    Klar, da könnte man jetzt sagen, was macht das schon, wenn ihr drei euch ggf. ansteckt, aber ihr gefährdet damit zugleich eure Familien. Okay, da könnte man begegnen, die sind jung und stecken das vermutlich weg. Aber die treffen dann wiederum Arbeitskollegen oder Klassenkameraden, und selbst wenn man für die ebenfalls noch beschließt, dass sie jung sind und das vermutlich gut wegstecken, wobei man sich da ganz schön irren kann, denn die wenigsten Menschen sprechen über schwere Krankheiten und viele Erkrankungen bleiben unerkannt, weiß man das auch von deren Familien?

    Also auf meinen Baumarktmasken steht FFP2 bzw. FFP3. Die Masken mit FFP2 und Ventil kann man relativ gut längere Zeit tragen. Aber die Masken mit FFP3 sind dafür eigentlich nicht geeignet. Ich würde mich allerdings eher für eine einfache Stoffmaske, wiederverwendbar und hautverträglich, oder alternativ eine OP-Maske, die inzwischen wieder oft sofort verfügbar sind, nur einmal verwendbar, entscheiden.

    Also da empfehle ich die Sendung mit der Maus. Da erfährt man auch wie die Streifen in die Zahnpasta kommen. Und wer erst einmal das weiß, den kann so schnell nichts erschüttern. Astrophysik? Ich habe die Sendung mit der Maus geschaut! Relativitätstheorie? Die erklärt dir Armin vor dem Frühstück!

    Macht doch bitte nicht so eine Hysterie.

    Hysterie? Ich sehe das recht gelassen aber finde es etwas planlos.

    Das ist wieder typisch deutsch. Die einen sagen: Alle eine Maske, Hygiene und ein bisschen Abstand und wir brauchen alles andere nicht und die anderen diskutieren über die Preise und sagen: Für DEN Preis leg ich mir so ein Teil aber nicht zu. Hilft MIR ja eh nicht !

    Zwei unvereinbare Meinungen. So werden wir das Problem wohl nicht lösen.

    Also ich finde wenn ich schon eine Maske trage, dann sollte die zumindest eine halbwegs gute Qualität besitzen, sonst könnte ich mir die selbst schnitzen, oder einfach eine FFP2- oder FFP3-Maske aufsetzen. Und für den Einkauf wären die durchaus auch geeignet. ÖPNV gibt es bei uns ja eh nicht. Aber ich denke man sollte sich vielleicht darauf einstellen, dass das demnächst auch für den Arbeitsplatz gelten könnte, und da möchte ich nicht 10 Stunden damit herumsitzen.

    Erst rät man davon ab, Masken zu tragen, und warnt vor den Risiken, dann macht man es innerhalb von lediglich zwei Tagen erst zum Gebot und dann zur Pflicht. Und die Bürger sind gezwungen, völlig überteuert einen lieblos zusammengetackerten Stofffetzen zu erwerben, um öffentliche Verkehrsmittel nutzen und Einkäufe erledigen zu können. Die qualitativ etwas besseren Behelfsmasken, ich habe mir bei einigen Händlern die 2603 von Hakro bestellt, sind leider noch nicht lieferbar. Aber wenn das so weiter geht müssen wir die wohl öfter mal tragen. Also zumindest eine Investition für die Zukunft...

    Ich glaube, der bei uns durch die Medien geisternde angebliche Mangel an medizinischem Verbrauchsmaterial ist leider wieder einmal der Sensationspresse anzulasten. Die Lieferketten sind sehr schnell angelaufen, natürlich kann es mal ein Delay von 2-3 Tagen geben, an denen keine fürstlichen Vorräte vorhanden sind.

    Man zehrt halt aktuell von Vorräten und hofft auf baldige Nachlieferung. Wenn spontan aber größerer Bedarf entsteht, bspw. in Arztpraxen oder in Unternehmen, oder man gar versucht alle Bürger damit auszustatten, dann sind die inzwischen ohnehin sehr knappen Vorräte nicht ausreichend.

    Ruft euch doch einfach mal an und werft euch eine halbe Stunde alles an den Kopf, was sich in letzter Zeit so aufgestaut hat, vielleicht kann eine Webcam diese Erfahrung nochmal verbessern, und kehrt dann bitte zu einem normalen Umgangston zurück. :thumbdown:

    Und ganz schnell kommen die vielen kleinen Blockwarte heraus die z. B. Nachbarn bei der Polizei anzeigen, weil die Enkel zum Osterbesuch waren. Denn das ist doch jetzt verboten!

    Wobei man das irgendwo schon verstehen kann, wenn man sich selbst einschränkt um anderen nicht zu schaden, und es dann beim Nachbarn jedes Wochenende rund geht. Und man dann noch nicht mal ein klitzekleines Steak abbekommt. Zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit! ;)