Meyton bei Sius?

  • Grundsätzlich halte ich MEYTON immer noch für die beste Technik für Vereine die sportliche und gesellschaftlich ausgerichtet sind.

    Es setzt sich aber nicht immer die bessere Technik durch, sondern die, hinter der eine größere Marktmacht steht.

    Ich denke da z.B. an den "Formatkrieg" um 1980, als VHS sich gegen Betamax und Video 2000 deutlich durchsetzte.


    Dadurch, das SIUS Meyton übernommen hat, haben sie die - auch meiner persönlichen Meinung nach technisch überlegene Lösung "in der Tasche" und kann damit verfahren, wie von SIUS gewünscht. Und abgesehen davon: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen."

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Noch ein Nachtrag:

    "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen."


    Du glaubst doch nicht solches Gewäsch? Wenn ein Unternehmen ein anderes kauft, ihm eine neue Spitze verpasst, dann sicher nicht aus dem Grund: „Der Erhalt der Unternehmenskultur und unserer Identität ist uns ein zentrales Anliegen“.


    Sondern, um seine eigene Rendite zu stärken: Ausschlachten, was gut ist und die Kunden übernehmen und dann die leere Hülle abstoßen oder beerdigen.


    Im optimalen Fall übernimmt SIUS die Technologie von Meyton, holt sich die noch fehlenden Zertifikate, entwickelt die Anlagen weiter und verkauft die bessere Technik unter ihrem Namen. Ohne lästige Konkurrenz. Natürlich zum Monopolpreis.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Ja, die Monopolsache wurmt mich schon etwas. Es ist zwar kein Monopol im ganz strengen Sinne, wohl aber eine erhebliche Marktbeherrschung

  • Grundsätzlich halte ich MEYTON immer noch für die beste Technik für Vereine die sportliche und gesellschaftlich ausgerichtet sind.

    Meyton soll die bessere Technik sein? Warum haben sie dann nicht alle Zulassungen? Weil sie eben nicht besser sind und tendenziell ungenauer messer. Vergleich einfach mal die Ergebnisse von internationalen Wettkämpfen bei denen auf Sius geschossen wird mit Meyton Wettkämpfen wie der ISCH. In Hannover werden da reine Phantasieergebnisse geschossen, was wohl auch der Grund für die fehlende Zulassung für Olympia ist

  • Meyton soll die bessere Technik sein? Warum haben sie dann nicht alle Zulassungen? Weil sie eben nicht besser sind und tendenziell ungenauer messer. Vergleich einfach mal die Ergebnisse von internationalen Wettkämpfen bei denen auf Sius geschossen wird mit Meyton Wettkämpfen wie der ISCH. In Hannover werden da reine Phantasieergebnisse geschossen, was wohl auch der Grund für die fehlende Zulassung für Olympia ist

    Jetzt hast du mich aber gleich da liegen. Sius hat jahrelang ein Monopol bei den internationalen Wettkämpfen gehabt, und zwar mit ihren alten "akkustischen Schätzchen" und das nicht, weil sie besser waren, sondern weil sie gut gezahlt haben und der Weltverband Anträge anderer Hersteller systematisch verschleppt hat (auch einen von Meyton) . Das ist in der Szene allgemein bekannt. Wie mit vielem, geht es oft mehr ums Geld als um die Qualität.

  • Vollkommen egal, ob Sius mit Schall oder optisch, die messen zu 99,9% genau. Das wurde mehrfach parallel analog getestet. Fakt ist das Meyton nie eine Phase drei hatte. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Und was angeblich in der Szene bekannt ist, ist vollkommen unerheblich.

    Meisterschützen, noch unterhaltsamer wie der Lets Shoot Discord.


    PS: Schießen lernt man nur durch schießen.

  • Vieleicht hat Sius auch die Phase 3 bekommen wegen einer kleinen Notiz am Seitenende auf einer der unzähligen Seiten des ISSF:

    Quote

    There is a special sponsor agreement until 2020 with the company Sius AG for specific competitions such as World Cups, World Championships.

    Wenn die die Scheiben kostenlos hinstellen, wieso sollten dann andere Hersteller ne Phase 3 brauchen/bekommen?


    Und die Sius Laserscore (mit Phase 3) misst nur Optisch, die Hybridscore Optisch und Akustisch.

    Beide Messmethoden haben ihre Vor- und Nachteile.



    Und btw.: Polytronic (ebenfalls ein Schweizer Hersteller von Messsystemen) kauft gewisses auch bei Sius ein (z.B. die 10m Anlagen). Einzig die Steuerung ist bei Polytronic anderst gelöst.

    Man merkt z.B. auch an der Software, dass Polytronic und Sius zusammen arbeiten, das Design der Oberfläche ist verdächtig ähnlich.

    Morini CM22M - SK Pistol Match
    Morini CM162EI - RWS Meisterkugeln

    Steyr Evo 10 - RWS Meisterkugeln

  • Meyton soll die bessere Technik sein? Warum haben sie dann nicht alle Zulassungen? Weil sie eben nicht besser sind und tendenziell ungenauer messer. Vergleich einfach mal die Ergebnisse von internationalen Wettkämpfen bei denen auf Sius geschossen wird mit Meyton Wettkämpfen wie der ISCH. In Hannover werden da reine Phantasieergebnisse geschossen, was wohl auch der Grund für die fehlende Zulassung für Olympia ist

    Die fehlende Phase 3 bei Meyton hat nichts mit der Genauigkeit des Systems zu tun. Die Genauigkeit wird in Phase 1 geprüft. Und diese Abnahme haben mehrere Hersteller (auch Meyton). Eine genaue Liste kann man auf der ISSF Homepage herunterladen. Die Phase 3 braucht man nur, wenn man Olympia oder neuerdings auch Weltscups machen will. Da aber wie oben schon erwähnt für diese Veranstaltungen SIUS einen Exklusivvertrag hat, lohnt es sich für die anderen Hersteller nicht dafür Geld zu investieren.


    Bei der Messgenauigkeit wird allein wegen der optischen Messmethode eine Meyton-Anlage besser sein als eine Schallanlage von SIUS.

  • Meyton soll die bessere Technik sein? Warum haben sie dann nicht alle Zulassungen? Weil sie eben nicht besser sind und tendenziell ungenauer messer. Vergleich einfach mal die Ergebnisse von internationalen Wettkämpfen bei denen auf Sius geschossen wird mit Meyton Wettkämpfen wie der ISCH. In Hannover werden da reine Phantasieergebnisse geschossen, was wohl auch der Grund für die fehlende Zulassung für Olympia ist

    Hallo MichaelB,

    ich hatte in meinem Beitrag deutlich hervorgehoben, dass das meine Meinung ist, die auf meiner Erfahrung beruht. Über die anderen Hintergründe möchte ich nicht mit spekulieren.

  • Vergleich einfach mal die Ergebnisse von internationalen Wettkämpfen bei denen auf Sius geschossen wird mit Meyton Wettkämpfen wie der ISCH. In Hannover werden da reine Phantasieergebnisse geschossen,

    Bitte Butter bei die Fische.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Bitte Butter bei die Fische.

    Aber nur die gute Butter! :)


    Und zur Einstimmung erinnere ich dann mal kurz an den 'Zauberstand' damals bei den ersten Spielen auf elektronische Scheiben in Barcelona. Jeder Schuss ein Zehner. Wurde zwar noch rechtzeitig vor den ersten Wettkämpfen erkannt und wohl auch behoben, ein leichtes Geschmäckle blieb aber doch. Und ist bezüglich der elektronischen Scheiben auch bis heute bei mir noch nicht ganz ausgeräumt, sage ich jetzt mal so als Techniker, der durchaus mit den Methoden, Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Messtechnik vertraut ist.



    Mit bestem Schützengruß


    Murmelchen

  • ... sage ich jetzt mal so als Techniker, der durchaus mit den Methoden, Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Messtechnik vertraut ist.

    Mir kam letztens der Gedanke, die Messrahmen aller Hersteller ermitteln 10tel-Teiler. Der Mittelpunkt auf dem Messrahmen wird aber durch ne Pappscheibe definiert. Die ist doch nie und nimmer auf Dauer auf 1000tel Millimeter genau, durch Beschuss der Vorsatzscheibe oder des Kugelfanges ist da doch sicherlich Bewegung zumindest in dieser Größenordnung drin oder denke ich da falsch?

  • Bitte Butter bei die Fische.

    Einfach mal die Ergebnisse in den Disziplinen R3 und R5 von der ISCH mit eimem x-beliebigen Weltcup vergleichen und du wirst feststellen, dass die gleichen Schützen jedes Jahr in Hannover auf Meyton auf Zehntel 2 Ringe mehr treffen als bei allen anderen Wettkämpfen in der übrigen Saison. Das finde ich schon interessant. Liegt es an der guten Luft in Hannover oder evtl doch an den Messrahmen von Meyton?

  • Habe jetzt kurz mal verglichen. Gibt auch welche die haben beim Weltcup besser geschossen.

    Natürlich wissen wir aber, dass ein Einzelereignis nicht unbedingt eine Aussagekraft hat.


    Eventuell liegt es aber auch daran, dass ein hundsgewöhnlicher IWK eine andere Belastung darstellt als ein Weltcup.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • du wirst feststellen, dass die gleichen Schützen jedes Jahr in Hannover auf Meyton auf Zehntel 2 Ringe mehr treffen als bei allen anderen Wettkämpfen in der übrigen Saison.

    Neben der Tatsache, dass es für unterschiedliche Ergebnisse neben den direkt vom Schützen zu beeinflussenden und beeinflussten Faktoren auch andere Faktoren, wie z.B. Lichtqualität, Temperatur etc. gibt, ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass Schützen über eine ganze Saison Ergebnisse schießen, die bei Zehntelwertung nicht mehr als 2 Ringe auseinander liegen (außer natürlich Hannover) ;). Haste da mal einige Beispiele ?


    Im Para-Bereich gibt es eh kaum Wettkämpfe und dann nehmen aufgrund der weiten Strecken und anderer Faktoren bei weitem nicht alle Teil. Deine statistische Grundlage dürfte also sehr dünn sein.

    Für die ersten 3 in Hannover in R3 habe noch nicht mal bei jedem 3 Ergebnisse pro Saison gefunden und z.B. Natascha Hiltrop hat z.B. in Sydney beim MQS nur 1,3 weniger geschossen, Malenovsky aber sogar 6 Ringe weniger. Was soll man da also nun für eine Quintessenz in Bezug auf die Anlagenqualität raus ziehen ?

  • zu den Messystemen der verschiedenen Hersteller, egal ob Lichtschranke oder Akustische Messung muss man sagen das die schon "ziemlich" genau sind. Bei der Schallmessung finde ich es immer wieder Beeindruckend, wenn man bedenkt das dort mit einem Schall-Laufzeitunerschied von der Trefferfläche zu 4 Mikrofonen gearbeitet wird. Wenn man nun eine 10,9 schießt ist die Laufzeit zu allen 4 Mikrofonen gleich, je weiter der Schuß dann abweicht desto größer werden auch die Laufzeitunterschiede zu den Mikrofonen. Wenn man nun bedenkt das der Schall in etwa 330m/s zurücklegt, dann liegt der Unterschied wohl irgendwo im Nanosekunden Bereich. Hinzu kommen noch die Zyklen in der die Erkennung der Software die Mikrofone abfragt, das wird schon alles sehr sehr "knapp" mit den Berechnungen.
    Aber die Systeme zeigen ja das es scheinbar geht, jedoch ist mir persönlich die Messung mit Lichtschranke irgendwie lieber.
    Ich schieße viel (LG, KK und ZiStu.) auf alle Systeme und habe mit Meyton nie schlechte Erfahrungen gemacht, auch in München mit Polytronik gab es noch nie Probleme, aber schon öfters mit anderen Systemen bei Bezirk- oder Landesmeisterschaften, z.B. wenn der Papierstreifen hängt und man theoretisch nochmal in ein bereits vorhandenes Schußloch schießt. Das gibt bei den Schallmessungen definitiv Fehlmessungen weil der Schallmittelpunkt nicht mehr der Kugelmittelpunkt ist und das kann bei LG schonmal einen Unterschied von 2mm ausmachen.

    Zu der Anmerkung von Scherge wegen dem Scheibenmittelpunkt: das ist eigenlich egal, da die Scheibe ja nur das Ziel für den Schützen zeigt. Das muss nicht zwangsläufig auch der Mittelpunkt des Messystems sein. Selbst wenn es 2 Zentimeter daneben wäre, würdest du an deiner Visierung ja dahin drehen das due eine 10,9 angezeigt bekommst wenn du eine schießt. Das würde nur auffallen wenn du ins weiße schießt und dann eine 8 oder 9 angezeigt bekommst. Die Systeme zeigen das an was in der Mitte der Messvorrichtung ankommt, das hat nichts mit der Mitte des Ziels zu tun.

  • Zu der Anmerkung von Scherge wegen dem Scheibenmittelpunkt: das ist eigenlich egal, da die Scheibe ja nur das Ziel für den Schützen zeigt.

    Naja aber während des Wettkampfes gibt es ja besagte minmale Erschütterungen durch die Schüsse oder evtl. schießt auch mal jemand auf die Vorsatzpappscheibe, dann verändert sich die Lage der Virsatzdoch doch bestimmt.

  • Naja aber während des Wettkampfes gibt es ja besagte minmale Erschütterungen durch die Schüsse oder evtl. schießt auch mal jemand auf die Vorsatzpappscheibe, dann verändert sich die Lage der Virsatzdoch doch bestimmt.

    OK, ich kann hier nur für Meyton sprechen, da verwenden wir die Gummischeiben und die zentrieren sich ja durch die Spannung selbst. Bei den Pappscheiben habe ich auch das Gefühl das die sehr stramm sitzen.
    Bei den anderen Systemen weiß ich nicht wie die Scheiben befestigt sind.

  • OK, ich kann hier nur für Meyton sprechen, da verwenden wir die Gummischeiben und die zentrieren sich ja durch die Spannung selbst. Bei den Pappscheiben habe ich auch das Gefühl das die sehr stramm sitzen.
    Bei den anderen Systemen weiß ich nicht wie die Scheiben befestigt sind.

    Die sitzen gefühlt schon stramm, aber wenn man in der Industrie 1000tel-Milimeter verlässlich messen will, dann wird schon anders befestigt.