Urteil zur Schlüsselaufbewahrung Waffentresor

  • Man muss es sehr aufmerksam lesen. Ich bin kein Jurist, habe folgendes verstanden:


    Der Jäger ist in Urlaub gefahren. Der Schlüssel zum Waffenschrank lag in einer Geldkassette. Die Einbrecher haben die Geldkassette gefunden, gewaltsam geöffnet und konnten dann die Gewehre aus dem Waffenschrank mitnehmen. Der Einbruch war in 2017.


    Nun sollte dem Jäger die Zuverlässigkeit entzogen werden und er klagt dagegen.

    Der Jäger war erfolgreich, es gilt immer noch als waffenrechtlich zuverlässig.

    Der Schlüssel lag nicht offen rum, sondern war in einer Geldkassette, die mit großem Aufwand und Werkzeug aufgebrochen wurde.


    Ich lerne daraus, die Schlüssel in den Urlaub mitzunehmen.

    Linksschütze

    P8X

    FWB 800 Wood Basic

    LG300

    HW97KT

    Diana 75 links

  • Der Schlüssel lag nicht offen rum, sondern war in einer Geldkassette, die mit großem Aufwand und Werkzeug aufgebrochen wurde.

    Da gibt es sehr unterschiedliche Qualitäten bei Geldkassetten. Viele kann man mit einem einfachen Taschenmesser öffnen (musste ich letztens noch machen ;)).

    Fraglich war bisher oft (und da würde ich mich zur Sicherheit auch weiterhin drauf verlassen), ob man den Schlüssel auch MINDESTENS in einem Sicherheitsbehältnis aufbewahren muss, dessen Sicherheitseinstufung derjenigen entspricht, die auch der mit dem Schlüssel zu schließende Tresor hat. Ansonsten würde die Sicherheitseinstufung ja "aufgeweicht" da ich die Kassette natürlich einfacher öffnen kann als den B-Tresor.

    Hier sah es das Gericht anscheinend aufgrund dieser Feststellungen ("dass es sich um ein sehr stabiles Objekt handelt, dass von den Tätern nur mit hoher Gewaltanwendung unter Zuhilfenahme von Werkzeugen geöffnet werden konnte") anders.

    Da das Ganze aber nicht höchstrichterlich geklärt ist, muss sich ein anderes Gericht auch nicht daran orientieren.

    Vor Gericht und auf hoher See ist man halt "in Gottes Hand".


    Ich lerne daraus, die Schlüssel in den Urlaub mitzunehmen.

    Das ist sicher die (rechtlich) sicherste Variante. Allerdings ging es hier, wenn ich das richtig gelesen habe, auch um einen "(Ersatz-) Schlüssel". Also, da musst du dir noch was überlegen. ;)

  • Interessant wäre wie das beurteilt wird bei einem Tresor mit Zahlenschloß wenn ein zu leichte Zahlenkombination vom Tresor Besitzer gewählt wird. Z. B. 1 2 3 4 oder 0 0 0 0

    Wird wohl keiner machen aber man weiß ja nie. 😉

  • Ich lerne daraus, die Schlüssel in den Urlaub mitzunehmen.

    Alternativ für den Zeitraum die Waffen einem Freund (mit Berechtigung) oder dem Verein überlassen. So mache ich es.

    „Folge nie der Menge, nur weil du Angst hast, anders zu sein.“
    Margaret Thatcher