Feinwerkbau 300 S - Munition wirklich wichtig? Schütze hält die 8 aufwärts

  • Grüßt Euch!


    Ich schieße mit einer Feinwerkbau 300 S, Baujahr 1983. Ich schieße auf 10 Meter Wettkampfscheiben. Ich trage keinerlei Schießbekleidung und habe auch nicht vor, mir welche anzuschaffen. Mit einem 3,4mm Ringkorn schaffe ich es, die 8 mehr oder weniger zu halten. Nur wenige Treffer über 40 Schuss hinweg sind schlechter als eine 8. Innerhalb des 8er Rings aufwärts kommen alle möglichen Punkte mal vor.


    Wenn jemand wie ich also ambitioniert hobbymäßig schießt, d.h. nichtmal eine Schießjacke tragen möchte und ein so altes Gewehr benutzt, macht es dann wirklich Sinn, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, ob man nun günstige H&N Sport Diabolos oder RWS Geco benutzen darf, oder nicht doch lieber zu höherpreisiger Munition wie der H&N Finale Match oder RWS R10 oder JSB Match Heavy greifen sollte?


    Bislang erkenne ich in meinen Schussbildern keinen Unterschied zwischen H&N Sport und beispielsweise H&N Finale Match. Ist die Eigenpräzision einer alten Feinwerkbau überhaupt so hoch, dass sich wirklich Unterschiede ergeben?


    Wenn ich aufgelegt schieße liefert die H&N Finale Match über 10 Schuss hinweg minimal kleinere Streukreise als H&N Sport oder RWS Geco. Ich kann aber nicht ausschließen, dass dies rein zufällig geschieht, da das Gewehr nicht eingespannt ist.


    Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass man sich zu seinem Gewehr je ein passendes Los einer bestimmten Sorte an Diabolos kaufen sollte, nachdem das entsprechende Los bei einem Händler durch einen Schusstest ermittelt wurde. In vertretbarer Reichweite habe ich 3 Händler gefunden, die Tests anbieten. Leider tun sie dies aber nur für Pressluftwaffen und nicht für Seitenspanner. Ich würde die Munition also ins Blaue hinein kaufen müssen, wenn ich 10 oder mehr Dosen ordern würde um einen Rabatt zu bekommen.


    Ich weiß nicht, wie ich zu Hause wirklich stichhaltig verschiedene Munition vergleichen könnte, denn beim aufgelegten Schießen wird es zwangläufig zu mehr oder weniger starker Streuung kommen, wenn ich auf 10 Meter durch ein Diopter ziele.


    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die H&N Finale Match einfach besser laufen müssten als H&N Sport, selbst in einem alten Gewehr. Zumindest sollte man auf der sichereren Seite sein was Ausreißer angeht, da das Produkt besser kontrolliert wird im Werk. Bei 80 Schuss pro Woche kann man auch nicht wirklich davon sprechen, dass der Mehrpreis gegenüber H&N Sport wirklich in's Geld geht. Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es Quatsch wäre, mehr als das Doppelte für Diabolos zu zahlen, wenn mein altes Gewehr oder ich als Schützte ohne Jacke etc. eh für mehr Streuung verantwortlich sein könnten als Unterschiede in der Munition.



    Wie denkt ihr darüber?


    Viele Grüße


    Tim

  • Wie denkt ihr darüber?

    Ich verstehe Dich nicht.


    Du erinnerst an den gut genährten Hobbysportler der sich ein superleichtes Rennrad kauft und dabei ignoriert dass mit abspecken beim Fahrer mehr gewonnen wird.


    Mehr Ringe könntest Du meiner Ansicht nach leichter mit entsprechender Schießkleidung (auch gebraucht) erreichen.


    Premiummunition muss nicht grundsätzlich aus jedem Lauf bessere Ergebnisse bringen, das macht die Auswahl für Dich jetzt natürlich noch aufwendiger.


    Du vertrittst hier eine recht eigene Vorstellung die nur wenig mit den hier meist verfolgten Zielen deckungsgleich ist.


    Du hast Dich für deinen extravaganten Weg entschieden und damit musst Du dann auch die weiteren Entscheidungen selbst treffen.


    Wenn Du ernsthaft an besseren Ergebnissen interessiert bist rate ich Dir zu einem Vereinsbeitritt.

  • Du erinnerst an den gut genährten Hobbysportler der sich ein superleichtes Rennrad kauft und dabei ignoriert dass mit Abspecken beim Fahrer mehr gewonnen wird.

    Diese Attitüde ist hier im Forum nicht selten.

  • Mit einem 3,4mm Ringkorn schaffe ich es, die 8 mehr oder weniger zu halten.

    Ich kenne es so, dass die Gewehre damals standardmäßig mit nem 4,2er Ringkorn ausgeliefert wurden. Gerade ohne Klamotten, wenn der Anschlag eh etwas dynamischer wird, würde ich es mal mit nem größeren Ringkorn versuchen. Sicherlich wird Dir das Kontrollweiß zuerst riesig vorkommen, man gewöhnt sich aber dran. Mit einem so kleinen Ringkorn müsstest Du recht schnell mit dem Ring das Schwarze berühren und dann ist kein vernünftiges Zielen mehr möglich. Selbst mit Schießklamotten kenne ich keinen, der solch kleines Ringkorn verwendet.

  • Ich kenne es so, dass die Gewehre damals standardmäßig mit nem 4,2er Ringkorn ausgeliefert wurden. Gerade ohne Klamotten, wenn der Anschlag eh etwas dynamischer wird, würde ich es mal mit nem größeren Ringkorn versuchen. Sicherlich wird Dir das Kontrollweiß zuerst riesig vorkommen, man gewöhnt sich aber dran. Mit einem so kleinen Ringkorn müsstest Du recht schnell mit dem Ring das Schwarze berühren und dann ist kein vernünftiges Zielen mehr möglich. Selbst mit Schießklamotten kenne ich keinen, der solch kleines Ringkorn verwendet.

    Ich habe sehr viele verschiedene Korne zwischen < 3mm bis knapp über 5mm. Mit dem 3,4er kam ich bislang gefühlt am besten zurecht. Aktuell kommt mir das 3,4mm Korn wesentlich angenehmer vor als ein Korn > 4mm.


    Deine Beschreibung trifft genau zu. Bei größeren Durchmessern kommt mir das Kontrollweiß riesig vor. Genau wie Du schreibst, berühre ich derzeit mit dem Ring das Schwarze recht schnell. Ich werde Deinen Hinweis mal aufnehmen und mich an größere Kornöffnungen herantasten. Wahrscheinlich habe ich einfach nicht genug mit größeren Kornen geschossen und mich deshalb nicht an ein größeres Kontrollweiß gewöhnt. Ich werde die nächsten 200 Schuss mal auf 3,8mm hochgehen. Freue mich schon zu sehen, ob sich da spürbar was tun wird. Danke für Deinen Hinweis!



    Karl, Carcano, Königstiger,

    ich hoffe ich habe hier mit meiner Frage niemandem auf die Füße getreten. Bei dem Beispiel mit dem gut genährten Hobbysportler auf dem superleichten Rennrad musste ich schmunzeln, da ich denke, dass dieser Vergleich ziemlich passend ist. Ich denke ihr habt vollkommen Recht. Mein Eingangsposting zeigt ja schon, dass ich selbst weiß, dass ordentliches Schießen auch passende Kleidung bedingt.

    Aber akzeptiert bitte, dass ich nunmal ohne besondere Ausrüstung schießen mag. Vielleicht wird sich das ja noch ändern. Aber selbst wenn mir eine Jacke zu mehr Stabilität verhilft würde ich die oben gestellte Frage dann trotzdem erneut aufwerfen, sie wäre dann quasi die nächste Baustelle.


    Mir geht es einfach darum, nicht auch noch durch die Munition zu einem schlechteren als möglichen Ergebnis beizutragen. Ich hätte schon viel gewonnen, wenn ich mir nicht die Frage stellen müsste, ob nun auch noch die Munition eine Rolle spielt oder nicht. Was ich suche ist eigentlich die Erfahrung von jemandem der selbst recht häufig mit dem Gewehr geschossen hat und mir sagen könnte, ob er wirklich Unterschiede festgestellt hat zwischen z.B. H&N Sport und H&N Finale Match, oder meintewegen RWS Geco und RWS Meisterkugeln, JSB Match Heavy oder sonstigen Diabolos.


    Meinen bescheidenen Ansprüchen genügt es echt, wenn ich die 8 im Hobbykeller halten kann. Ich möchte nur nach Möglichkeit ausschließen, dass Ausreißer zur 7 hin an der Munition liegen. Ehrlichgesagt weiß ich auch nicht wirklich, wie hoch die Eigenpräzision des Gewehrs ist, da ich es gebraucht bekommen habe und mir nicht bekannt ist, wie das Innenleben aussieht, also ob Federn und Dichtungen noch vollkommen in Ordnung sind. Mir ist klar, dass die meisten Mitglieder hier im Forum auf einem ganz anderen Niveau unterwegs sind.

  • Aktuell kommt mir das 3,4mm Korn wesentlich angenehmer vor als ein Korn > 4mm

    Das glauben viele, musste mich auch überzeugen lassen. Es lässt sich mit zu viel Kontrollweiß besser zielen als mit zu wenig. Und wenn der Erfolg nicht sofort einsetzt, durchhalten.

  • Hallo Murmeltier,

    ich habe das Teil selber ab 1972 geschossen. In der Zeit war das DAS Top-Gewehr. Munitionsunterschiede bzgl. Kopfmass etc. gab es damals noch nicht. Und trotzdem waren 370 Ringe aufwärts drin. Schießhosen hat damals auch niemand benutzt. Lediglich Handschuh und eine (sehr weite) Schießjacke.

    Die gelben RWS (heute Meisterkugel) war die gängigste Sorte. Munition über 8 € ist wirklich nicht nötig.


    Also mit der richtigen Pflege (Dichtungen erneuern, beweglich Teile fetten) müssten dem 9-er-Schnitt nichts im Wege stehen!


    Viel Spass damit

  • der mann ist freizeitschütze.

    Das ist den Usern die bisher geantwortet haben wohl bekannt.


    Er schreibt aber auch:

    Quote

    Mir geht es einfach darum, nicht auch noch durch die Munition zu einem schlechteren als möglichen Ergebnis beizutragen.

  • nö, sie blenden dieses Fakt gänzlich aus!
    Erster Post nach der Eröffnung: Du brauchst Schießklamotten...

    Carcono und Königstiger tragen nichts bei, schreiben aber. --> werden mir aber gleich im Anschluss unterstellen , dass sie wichtigere aussagen machten als ich.

    Und auch du karl, rätst zu einem Vereinseintritt, woran der Mann 0,0 Interesse hat.


    mahlzeit

  • nö, sie blenden dieses Fakt gänzlich aus!
    Erster Post nach der Eröffnung: Du brauchst Schießklamotten...

    Carcono und Königstiger tragen nichts bei, schreiben aber. --> werden mir aber gleich im Anschluss unterstellen , dass sie wichtigere aussagen machten als ich.

    Und auch du karl, rätst zu einem Vereinseintritt, woran der Mann 0,0 Interesse hat.


    mahlzeit

    Prost,


    was war jetzt noch Deine zielführende Antwort?

  • Danke nochmals für Eure Antworten. Habe wieder einiges aufnehmen können.


    Scherge, so werde ich es machen! Werde das Kontrollweiß vergrößern und mal einige Zeit so schießen.


    Auch an Dich Senior, Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich habe im Internet Beschreibungen und YouTube-Videos gefunden, die verständlich beschreiben, wie man eine Feinwerkbau 300 S zerlegt. Ich werde das dieser Tage mal machen und nachschauen, in welchem Zustand das Gewehr von innen ist. Werde mir dann gegebenenfalls die nötigen Austauschteile besorgen. Das Waffencenter Gotha bietet für knapp 50 Euro ein Reparaturset an.

    Ich denke, statt mir für circa 100 Euro eine Stange H&N Finale Match zu bestellen, kaufe ich für das gleiche Geld lieber eine Stange H&N Sport, und falls nötig die passenden Ersatzteile. Da werde ich wohl mehr von haben.

    Mich wurmt es halt ein bisschen, dass die H&N Finale Match bei meinen Tests etwas engere Streukreise ergeben haben als die H&N Sport. Es wurden je 10 Schuss auf 10 Meter aufgelegt abgegeben, das ganze zwei Mal. Nur hat diese Art von Test leider kaum eine Evidenz fürchte ich. Zu groß die Gefahr, dass Kommissar Zufall am Steuer saß, bzw. mein unstetes Ziel-/Abzieh-/Halteverhalten den Ausschlag gegeben haben könnte. Eigentlich müsste die Waffe mal eingespannt werden für einen ordentlichen Schusstest, nur fehlen mir die Optionen dazu. Ich habe weder einen Schraubstock zur Verfügung noch sonst was.


    Kulzer Daniel, auch Dir Danke für Deine Meinung.


    Karl, der von Dir verlinkte Beitrag hat mir leider nicht weitergeholfen. Trotzdem Danke. Er hat mir aber gezeigt, dass es nicht an meiner Frage allein liegt, wenn vereinzelt Mitglieder dieses Forum sich berufen fühlen, eine ernstgemeinte Frage oder Diskussion durch absolut überflüssige Beiträge zu verwässern. Als Gegenstück zu der Funktion, Beiträge mit "Gefällt mir" bewerten zu können, wäre es vielleicht nicht schlecht, auch ein "Gefällt mir nicht" abgeben zu können. Dann könnten Teilnehmer wie Carcano oder moinman ("ohne Worte, sorry") ihre Ablehnung kundtun, ohne andere Leute zu stören. Nur ganz "ohne Worte" würde dann natürlich die Möglichkeit fehlen, sich irgendwie zeigen und hervortun zu können, oder mit den übrigen vertrauten Haudegen mal wieder in's Gespräch zu kommen. Ein Glück, dass es hier nur um das Thema "Schießen mit einem Luftgewehr" geht und nicht um ein wichtiges Thema. Ich mag mir kaum vorstellen, mit solch Personal über relevante und kontroverse Themen wie Politik, Wirtschaft, Soziales diskutieren zu müssen, wenn sich hier schon ihr Umgang mit nicht geteilten Präferenzen oder Meinungen auf so eine unsympathische Art zeigt.


    Wenn jemand freundlich fragt, so wie ich das hier getan habe, dann sollte gutes Benehmen solch dümmlichen Antworten doch verhindern, ganz egal wie blöde einem eine Frage vorkommen mag. Für Kontroversen und konstruktive Kritik bin ich gerne und immer offen. Aber dieses ganze leere Reviergehabe ist in meinen Augen nur eines: langweilig.

  • Ich konnte im Verein 6 300s vergleichen. Da war von 6mm umschlossen bis 10mm alles an Schussbildern dabei. Das würde ich bei dem Modell als gängige Präzision ansetzen. Schlechter wurde es bei allen, wenn die Systemschrauben ungleichmäßig angezogen oder leichte Diabolos (0,45g) verwendet wurden.

    Gut waren die silbernen TopShot zu 5€ und Meisterkugeln zu 9€ die Dose. Will sagen: Mittelklasse mit 0,53g reicht aus.

  • Das 300s war auch mein erstes (Vereins-)Gewehr. Hab sogar 380 Ringe damit geschafft und mir damals meinen ersten Vereinsrekord damit gesichert.

    Nun zur Frage der Munition. Bei deiner Hobbymäßigen Ausrichtung wirst du den Unterschied zwischen einer günstigen und einer Premiummunition meiner Ansicht nach nicht merken. Und ich schwöre im Normalfall auf die passende Munition zum Lauf und schieße seit Jahren nur ausgetestete Munition. Dein Test ohne eingespannte Waffe ist da auch nicht wirklich Aussagekräftig. Wenn du dich aber besser fühlst mit der teuren Munition, kauf dir diese. Allein das subjektive Empfinden, dass du damit besser triffst, hilft dir schon zu einem besseren Ergebnis.

  • Bei deiner Hobbymäßigen Ausrichtung wirst du den Unterschied zwischen einer günstigen und einer Premiummunition meiner Ansicht nach nicht merken.

    Damit dürftest Du richtig liegen, aber nur weil er es nicht merkt, nicht merken kann weil in dem Gesamtsystem noch zu viele Fehlerquellen vorhanden sind, bedeutet das nicht dass keine Auswirkung vorhanden ist.


    Aber er geht ihm ausdrücklich darum.

    Mir geht es einfach darum, nicht auch noch durch die Munition zu einem schlechteren als möglichen Ergebnis beizutragen.

    Und hier ist es wohl unstrittig dass die ausgewählte Munition bessere Ergebnisse bringt.


    Vermutlich können wir uns auch darauf einigen dass die Ergebnisse bei Premiumprodukten öfters besser sind als bei Ware aus der Schüttbox.


    Dass aber bei dem Anspruch des TE an die Munition nicht ohne Test geht konnte Ihm vermutlich noch niemand vermitteln.

  • Und hier ist es wohl unstrittig dass die ausgewählte Munition bessere Ergebnisse bringt.

    Das habe ich ja auch nicht bestritten.

    Und ich schwöre im Normalfall auf die passende Munition zum Lauf und schieße seit Jahren nur ausgetestete Munition. Dein Test ohne eingespannte Waffe ist da auch nicht wirklich Aussagekräftig

  • Hallo, ottokar und Quickley,


    Danke für Eure Erfahrungsberichte.

    Da war von 6mm umschlossen bis 10mm alles an Schussbildern dabei. Das würde ich bei dem Modell als gängige Präzision ansetzen. Schlechter wurde es bei allen, wenn die Systemschrauben ungleichmäßig angezogen oder leichte Diabolos (0,45g) verwendet wurden.

    Sehr gut, damit kann ich arbeiten!



    Und ich schwöre im Normalfall auf die passende Munition zum Lauf und schieße seit Jahren nur ausgetestete Munition. Dein Test ohne eingespannte Waffe ist da auch nicht wirklich Aussagekräftig.

    Dass der Test ohne eingespannte Waffe nicht wirklich aussagekräftig sein wird, habe ich oben ja schon bedauert. Auch ich würde sehr gerne Munition austesten lassen, nur leider bieten sich keine Möglichkeiten.

    380 Ringe mit so einem Gewehr... das macht mir echt Mut und Freude darauf, mich zu verbessern. Ohne Schießjacke etc. pp. wird sowas denke ich mal nicht drin sein, ob mein Talent und meine Disziplin dazu reichen würden ist auch fraglich, aber es ist schön zu hören, was so ein altes Gewehr theoretisch leisten könnte.


    Dass aber bei dem Anspruch des TE an die Munition nicht ohne Test geht konnte Ihm vermutlich noch niemand vermitteln.

    Also Karl, deine Versuche mir zu helfen finde ich gut. Aber du verwirrst auch ganz schön, weil du nicht genau liest, oder mich irgendwie nicht richtig interpretierst. Die Antworten hier, die konkrete Erfahrungsberichte liefern und die Sache für mich grob einordnen, sind genau das, was ich gesucht habe. Es hat mir sehr geholfen. Hast du denn diese Sätze oben nicht gelesen?


    • "Wenn ich aufgelegt schieße liefert die H&N Finale Match über 10 Schuss hinweg minimal kleinere Streukreise als H&N Sport oder RWS Geco. Ich kann aber nicht ausschließen, dass dies rein zufällig geschieht, da das Gewehr nicht eingespannt ist."
    • "Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass man sich zu seinem Gewehr je ein passendes Los einer bestimmten Sorte an Diabolos kaufen sollte, nachdem das entsprechende Los bei einem Händler durch einen Schusstest ermittelt wurde. In vertretbarer Reichweite habe ich 3 Händler gefunden, die Tests anbieten. Leider tun sie dies aber nur für Pressluftwaffen und nicht für Seitenspanner. Ich würde die Munition also ins Blaue hinein kaufen müssen, wenn ich 10 oder mehr Dosen ordern würde um einen Rabatt zu bekommen."
    • Ich weiß nicht, wie ich zu Hause wirklich stichhaltig verschiedene Munition vergleichen könnte, denn beim aufgelegten Schießen wird es zwangläufig zu mehr oder weniger starker Streuung kommen, wenn ich auf 10 Meter durch ein Diopter ziele.
    • Mich wurmt es halt ein bisschen, dass die H&N Finale Match bei meinen Tests etwas engere Streukreise ergeben haben als die H&N Sport. Es wurden je 10 Schuss auf 10 Meter aufgelegt abgegeben, das ganze zwei Mal. Nur hat diese Art von Test leider kaum eine Evidenz fürchte ich. Zu groß die Gefahr, dass Kommissar Zufall am Steuer saß, bzw. mein unstetes Ziel-/Abzieh-/Halteverhalten den Ausschlag gegeben haben könnte. Eigentlich müsste die Waffe mal eingespannt werden für einen ordentlichen Schusstest, nur fehlen mir die Optionen dazu. Ich habe weder einen Schraubstock zur Verfügung noch sonst was.

    Wie kann man nach diesen Aussagen von mir zu der Schlussfolgerung kommen, mir hätte noch niemand die Wichtigkeit eines Tests vermitteln können? Ich würde doch nichts lieber tun, als das Feinwerkbau bei einem Händler einspannen zu lassen und nach diversen Munitionstests mit bestem Wissen die passende Munition kaufen.



    Ich laboriere hier zu Hause rum. Schieße ich aufgelegt auf 10 Meter 5 Schuss, dann sieht es mit den H&N Sport so aus, dass 4 Kugeln mehr oder weniger in ein Loch gehen, und eine weitere Kugel dieses Loch um circa 50 % bis 100 % des Durchmessers zu einer Seite hin erweitert. Auf der Scheibe sind nachher 2 Löcher nebeneinander, oder leicht ineinander verschmolzen. Mit den H&N Finale Match sieht es im Grunde ebenso aus. Fazit: Unterschiede gering oder kaum vorhanden, H&N Sport genügen. Das spiegeln ja auch die Antworten oben wider, also dass ich selbst so viel Streuung in das Gesamtsystem bringe, dass es nicht wirklich an der Kugel liegt.


    In einem anderen Szenario, das ich zwei Mal durchgeführt habe, sieht es aber leicht anders aus. Ich habe mit H&N Sport und Match je 10 Schuss auf 10 Meter abgegeben. Das Ganze habe ich 2 mal wiederholt, mit ähnlichen Ergebnissen. Ich habe das Gewehr dazu auf einem Tisch abgelegt, an den ich eine durch Schraubzwingen befestigte Schiene angebracht habe. Ich habe versucht, die Auflage des Gewehres nach jedem Schuss so gleich wie möglich einzurichten und so sanft wie möglich abzuziehen.


    So sieht das Ergebnis eines der beiden Durchgänge aus:

    Links Sport, rechts Match.



    Ganz generell beißen sich beide Ergebnisse mit denen des aufgelegten Schießens der je 5 Schuss, denn beide Streukreise waren dort viel enger. Liegt wohl daran, dass der Versuchsaufbau zu mangelhaft ist. Oder es könnte sein, dass ich beim aufgelegten Schießen durch Glück engere Streukreise erhalten habe. Was ich damit sagen möchte ist einfach folgendes: mir ist klar, dass nur Tests Ergebisse liefern, aber mir fehlen halt die Möglichkeiten.