Warum gibt es so wenige Trainer bei uns im Schießsport ?

  • Wenn dann also im Verein einer diese Aufgabe übernimmt sollte er mit den Technikleitfäden vertraut sein, und danach vorgehen. Zum einen weil es richtig und gut ist zum anderen weil alles darauf aufbaut bis zum A-Kader und jeder Trainer weiter übernehmen kann.


    Denn wenn einer auch keine Leistungsambitionen hat, aber hie und da was aufschnappt, was liest oder zu einem Jedermann Lehrgag geht, passt alles zusammen.


    In den Vereinen gehören Instruktoren installiert, da hat Carcano so was von Recht und Gunvlog auch, aber mit Struktur......

    Genauso ist es, die Ausbildung sollte von Anfang auf gemeinsamer Basis beginnen und dann je nach Talent, Möglichkeit und Wollen des Sportlers von entsprechend qualifizierten Trainern begleitet werden. Ob man die zu beginn Animateur, Instruktor Übungsleiter oder Trainer nennt sollte doch unerheblich sein.

  • Er kann denken, das wundert mich jetzt aber schon.

    Seid nett zueinander.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

  • Gut, Schießleiter und Vereinsübungsleiter kann bzw. muss man eigentlich fast voraussetzen, denn ohne Erstere kein Schießbetrieb und ohne Zweitere keine Jugendarbeit. Aber in vielen Vereinen ist man denke ich nicht wirklich darauf vorbereitet, dass erwachsene Schützen später dazukommen, denn da fehlen die in der Schüler- und Jugendklasse vermittelten Grundlagen, um selbst an seinen Fähigkeiten arbeiten zu können, und Ratschläge anderer Schützen einordnen und adaptieren zu können.

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Gut, Schießleiter und Vereinsübungsleiter kann bzw. muss man eigentlich fast voraussetzen, denn ohne Erstere kein Schießbetrieb und ohne Zweitere keine Jugendarbeit

    Reicht für die Jugendarbeit nicht die Jubali? Die sollte doch noch zumutbar sein, wenn sie nicht wegen der langjährigen Tätigkeit auf Antrag zugebilligt wurde.



    Aber in vielen Vereinen ist man denke ich nicht wirklich darauf vorbereitet, dass erwachsene Schützen später dazukommen,

    Angeblich kommen die aber nicht zu den DSB Vereinen über dessen Ausbildungsstand unterhalten wir uns ja.


    Auch wenn mein Verein schon immer Übungsleiter oder jetzt eben Trainer hatte, waren diese für die erwachsenen Neumitglieder nicht immer die ersten Ansprechpartner mache, besonders Männer haben gerne auf Hilfe verzichtet die konnten ja schießen, schließlich beim Barras gelernt. Gerade bei den Erwachsenen ist meiner Erfahrung nach die Vollbetreung nicht die Forderung die an den Verein gestellt wird.

  • Reicht für die Jugendarbeit nicht die Jubali?

    Sagen wir einfach eine geeignete Ausbildung. Da gibt es regional große Unterschiede. Bei uns das halt der VÜL.


    Gerade bei den Erwachsenen ist meiner Erfahrung nach die Vollbetreung nicht die Forderung die an den Verein gestellt wird.

    Absolut. Ganz ohne Grundlagen ist man aber halt auch „etwas“ verloren. Aber die holen sich dann schon die nötigen Tipps bei anderen Schützen. Das ist dann halt kein Rundum-Sorglos-Paket wie in der Schüler- und Jugendklasse, sondern erfordert eine gewisse Eigeninitiative, um die Grundlagen zu erlernen und Trainingspartner zu finden.

    „Great minds discuss ideas;

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    small minds discuss people.“

  • So weit weg vom Breitensport ist das meiner Ansicht nach gar nicht. Eine Qualifizierung der Trainer im Verein ist in meinen Augen sinnvoll aber nicht zwingend nötig. Ich sehe es als Qualitätsmerkmal an, wenn es im Verein Trainer mit entsprechenden Lizenzen gibt. Wäre für mich ein Grund genau zu dem Verein zu gehen. Das der DSB mit seinem C-Trainer da ziemliche hohe Hürden für die erste Trainerqualifikation legt, ist nicht hilfreich. Die Bayern sind da mit ihrem Vereinsübungsleiter schon weiter. Im BDMP und auch im BDS sind mir keine Trainerausbildungen bekannt. In der DSU gibt es eine Vereinstrainerausbildung, die aber nur 1 Tag dauert.


    Das Fehlen von willigen Personen als Trainer ist nicht nur ein Schießsportproblem. Auch in vielen Jugendmannschaften in den Fußballvereinen stehen irgendwelche Eltern, die eigentlich kein Trainer sein wollten, in der Pflicht und leiten die Sportler an. Sie machen es halt, weil die eigenen Kinder mit dabei sind und sonst keiner da ist. Trainerlizenzen wären ebenso wie im Schießsport sinnvoll, vorgeschrieben sind sie aber auch im Fußball nur ab bestimmten Spielebenen. Hier gibt es aber eben auf sehr niedrigem Niveau Trainer, die bezahlt werden. Siehe dazu meine Ausführungen weiter unten.


    Es stellt sich doch die Frage, warum jemand auf die eigene Ausübung des Schießsports verzichtet und sich stattdessen als Trainer zur Verfügung stellt? Langeweile oder weil er sonst nichts zu tun habe würde, trifft vielleicht auf Pensionäre und Rentner zu. Wer noch berufstätig ist, muss sich wohl anders motivieren? Anerkennung und Reputation könnten ein Grund sein. Siehe vielleicht moinman. Er rühmt sich ja damit, dass er einen Nachwuchsschützen in den DSB C-Kader gebracht hat. Ich sage jetzt mal despektierlich, das ist hier im Forum nichts besonderes. Da gibt es zahlreiche Foristen, die das gleiche oder mehr vorzuweisen haben. Das Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung würde ich dennoch nicht unterschätzen. Ich bin offen ggü. solchen Dingen. Mir gefällt es, wenn ich Wertschätzung von anderen Trainern und Sportlern, ob meiner Trainertätigkeit entgegen gebracht bekomme. Vielleicht gibt es es einem auch einfach ein gutes Gefühl Wissen und Können an andere weiterzugeben. Irgendeine Motivation braucht jeder Trainer. Solange wir hier keine befriedigenden Antworten finden, komme ich wieder zum Punkt Bezahlen, also extrinsische Motivation. Training anzubieten und Leute bei meinem Lieblingshobby Schießsport weiterzubringen und noch etwas Geld dafür zu bekommen, hilft bei mir auf jeden Fall.


    Ehrenamtlich=Kostenlos ist einer Gründe, warum wir so wenig qualifizierte und engagierte Trainer im Schießsport haben. Ich gebe Karl ja eher selten Recht. In dem Fall liegt er aber goldrichtig. Trainer müssen Geld bekommen und bezahlt werden. Ich bin nur selten bereit, kostenlos als Trainer tätig zu sein. Nicht mal in meinem eigenen Verein. Die einzige Ausnahme mache ich derzeit für einen internationalen Jugendaustausch, weil es der Völkerverständigung dient und ich dafür Dienstbefreiung (also defacto von meinen Dienstherrn bezahlt werde) bekomme. Aber selbst dort muss ich meine Anreise, Unterkunft und Essen nicht selbst bezahlen. Wenn wir anfangen, unsere Trainer in den Vereinen zu bezahlen, haben wir bereits ein Teil der Probleme gelöst. Ein Angriff auf's Ehrenamt ist es im meinen Augen eher, die Vereinsverantwortlichen weiterhin glauben zu lassen, dass Trainer umsonst tätig sein müssen, weil es ja Ehrenamt ist. Der Übungsleiterfreibetrag ist 2.400 EUR p.a. Das sind bei 2x 2h Training pro Woche rund 12,50 pro Stunde. Das passt doch ganz gut für den Anfang. Ist immer noch Ehrenamt, aber eben nicht umsonst.

    Wir zahlen im Verein 6,37 EUR für 45 Minuten Jugend- oder Erwachsenentraining. Da ist noch Luft nach oben. Ganztageskurse zahlen wir von 15-32 EUR pro 45 Minuten (Je nach TN-Zahl) und beim bereits erwähnten obligatorischen Einführungskurs bekommt der Trainer 15 EUR pro 45 Minuten.

    Da gibt es definitiv keine Akzeptanzprobleme bei den Teilnehmern. Jeder der TN weiß, dass der Trainer dafür eben nicht selbst trainieren kann und seine Zeit und sein Know-How zur Verfügung stellt.

  • Ich glaube da verkennen einige die Situation, von wegen erwachsene brauchen nicht so viel Betreuung oder Männer wir waren ja bei der Bundeswehr. Da gibt es doch ein Sprichwort mit den Pferden vor der Apotheke. Wenn wir neue Mitglieder bekommen, habe ich festgestellt das überwiegend die jungen Leute besser zu hören und versuchen das umzusetzen was man ihnen erklärt. Das Erstaunliche was Sicherheit anbelangt sind viele den Erwachsenen weit voraus. Warum, weil sie besser zuhören. Erwachsene und Jugendliche müssen so lange betreut werden bis sie in allem sicher sind. Nun will ich nicht auf die Erwachsenen drein schlagen, denn wer ernsthaft Interesse hat bringt sich auch gut ein.

  • "was nichts kostet taugt auch nichts"


    Wie kannst du nur so ein Schwachsinn behaupten? Glaubst du wirklich es hat alles mit Materiellem zu Tun , damit besser ausgebildet wird. Das ist in meinen Augen ein Angriff auf das Ehrenamt.

    sehe das auch so wie Karl

    würde hier aber auch das Ehrenamt mit einem Trainingsangebot nicht vermischen. Man geht oder schickt dann doch eher wen regelmäßig hin wenn es was gekostet hat. Zu billig darf es da natürlich auch nicht sein... Aber wenn man was zahlt muss es einfach professionell sein. Wenn man nichts zahlt kann es professionell sein.

  • Man geht oder schickt dann doch eher wen regelmäßig hin wenn es was gekostet hat. Zu billig darf es da natürlich auch nicht sein.

    So ist es, so manches Training wäre sicher nicht ausgefallen oder verschoben worden wenn Kosten für Trainer oder auch Stand trotzdem angefallen wären. Anders ist es selbstverständlich wenn Opa das Training ausfallen lässt, weil er als Fahrdienst zum Tennisplatz herhalten muss.


    Natürlich wird auch noch in Zukunft die Mehrzahl der Funktionsträger ehrenamtlich und entschädigungslos arbeiten, das lässt sich kaum von heute auf morgen ändern, es bleibt aber trotzdem auch ein Grund für die Situation wie sie heute tatsächlich ist.

    Erwachsene und Jugendliche müssen so lange betreut werden bis sie in allem sicher sind

    Die selben Erwachsenen lässt man wenn sie den Jagdschein im Intensivkurs gemacht haben nach einigen Stunden Einweisung mit Waffen alleine in die freie Wildbahn.


    Dazu sollten Schützen auch nach überschaubarer Zeit fähig sein.


    Nichts gegen eine optimale oder genauer die für den Verein bestmögliche Betreuung bei Interesse aber wer das nicht will soll auch darauf verzichten dürfen.

  • Die selben Erwachsenen lässt man wenn sie den Jagdschein im Intensivkurs gemacht haben nach einigen Stunden Einweisung mit Waffen alleine in die freie Wildbahn.


    Dazu sollten Schützen auch nach überschaubarer Zeit fähig sein.

    Theoretisch ja, praktisch sind es auch erst einmal keine Jäger sondern nur Jagdscheinimhaber. Zudem wird bei der Prüfung einiges an Wissen abverlangt. Und jeder vernünftige Jagdscheinneuling, auch Jungjäger genannt, sucht sich erst einmal jemanden der ihn an die Hand nimmt. Und unterm Strich ist es dann auch nichts anderes als ein persönlicher Trainer.

    Der Weg ist das Ziel... :thumbup:

  • Theoretisch ja, praktisch sind es auch erst einmal keine Jäger sondern nur Jagdscheinimhaber. Zudem wird bei der Prüfung einiges an Wissen abverlangt. Und jeder vernünftige Jagdscheinneuling, auch Jungjäger genannt, sucht sich erst einmal jemanden der ihn an die Hand nimmt. Und unterm Strich ist es dann auch nichts anderes als ein persönlicher Trainer

    Ich vermute mal dass Dir bekannt ist das Jagd mehr als Umgang mit Waffen alleine ist und Vernunft nirgends als Kriterium durchgesetzt wird, auch wenn man sich das bei den anderen z.B. Autofahrern doch gelegentlich wünschen würde.


    Erwachsene und Jugendliche müssen so lange betreut werden bis sie in allem sicher sind.

    Auf dieses Zitat bezog sich meine Antwort und ich habe Kogges "sicher sind" mit dem was Golfer Platzreife, Autofahrer Führerschein oder Jäger dann Jagdschein nennen verglichen.


    Natürlich wäre es toll wenn, der Sportler bereit wäre sich weiter zu entwickeln und Hilfen annehmen würde, leider ist das aber nun mal nicht so, damit müssen wir leben auch wenn es uns nicht gefällt.


    Wenn wir dann aber die "lebenslange Betreuung" einfordern, in anderen Foren gerne mit groberen Begriffen belegt,dann müssen wir mehr bieten, dann brauchen wir wesentlich mehr qualifizierte Leute und nicht gelegentliche Tippgeber wie im Video gefordert.


    Wollen wir das wirklich, wenn ich mich an die Diskussion zur JuBaLi erinnere kann ich das nicht glauben.


  • Ich sehe das ein klein wenig anders.


    Was wir brauchen, in erster Linie, ist zum einen die Bereitschaft der Vereine den bisherigen Weg des "un betreuten" und "untrainierten" Schützen zu verlassen und hinzukommen zu einem geregelten und strukturierten Training.

    Das kann zum einen durch die von mir geforderten Tippgeber geschehen, oder auch durch Lizenzträger.


    Zum anderen muss hierfür die Bereitschaft der Schützen auch vorhanden sein, und ich glaube das ist die größte Hürde, an einem geregelten und strukturierten Training teilzunehmen.

    Wenn sich das eingebürgert hat, dann kann man auch über die erforderlichen Qualifikationen, Weiterbildungen, etc. sprechen.


    Du hast eine Sache angesprochen, die sich durchaus auch zeigt. Die vielen Fragen in den Foren, zu den Grundlagen, Techniken, etc. Nicht nur zu welcher Waffe man sich kaufen soll.

    Diese lassen den Wunsch nach etwas mehr an Training erkennen, wie ich finde.

  • Zum anderen muss hierfür die Bereitschaft der Schützen auch vorhanden sein, und ich glaube das ist die größte Hürde, an einem geregelten und strukturierten Training teilzunehmen.

    Das deckt sich zu 100% mit meiner spärlichen Erfahrung.

  • Was wir brauchen, in erster Linie, ist zum einen die Bereitschaft der Vereine den bisherigen Weg des "un betreuten" und "untrainierten" Schützen zu verlassen und hinzukommen zu einem geregelten und strukturierten Training.

    Carcano beklagt oben das der DSB einfach das Programm des DOSB übernommen hat, so wie die Verbände bei denen sogar noch die Alten Herren trainiert werden.

    Andere schreiben dass (Unmengen) C Trainer ausgebildet werden. Die Trainer scheint es zu geben.

    Es liegt anscheinend doch mehr an der Nachfrage wenn die Arbeit nicht angeboten wird. Wenn es um Waffenerwerb geht kann Schütze ja auch fragen bis die gewünschte Antwort kommt.

  • Andere schreiben dass (Unmengen) C Trainer ausgebildet werden. Die Trainer scheint es zu geben.

    Karl,

    hab ich ja schon geschrieben es gibt sehr viele Inaktive Trainer, die den Schein gemacht haben für sich aus eigennutz.....

    Ich würde es jetzt mal so interpretieren, wenn diesen Weg einer für sich geht, weil er sonst nicht aus den Puschen und nicht aus der Komforzone kommt,

    wie will sich der in den Dienst anderer Stellen?

    Wo soll die Motivation denn dafür her kommen?

    Es gibt sicher einige wenige die dazu berufen sind, die machen dann aber auch Ihren Weg! Unter Umständen sogar ohne der große Spitzenschütze gewesen zu sein.

    Gräfe war so einer! Bei Detlev Glenz weiss ich es nicht so ganz genau, aber vermutlich auch.


    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

  • ..,

    Was wir brauchen, in erster Linie, ist zum einen die Bereitschaft der Vereine den bisherigen Weg des "un betreuten" und "untrainierten" Schützen zu verlassen und hinzukommen zu einem geregelten und strukturierten Training.

    Das kann zum einen durch die von mir geforderten Tippgeber geschehen, oder auch durch Lizenzträger.

    ...

    Wer ist denn der Verein ?

    Der Verein sind alle Miglieder ! Nicht der Vorstand oder sonstwer. Nein, alle. Ich kann mir gut vorstellen daß es von Vereinseite oft nicht am finanziellen scheitert. Vielleicht nicht bei allen, aber evtl. Lehrgangsgebühren würden mit Sicherheit wenn möglich vom Verein übernommen. Schließlich profitiert der Verein auch letztlich davon.


    ...

    Zum anderen muss hierfür die Bereitschaft der Schützen auch vorhanden sein, und ich glaube das ist die größte Hürde, an einem geregelten und strukturierten Training teilzunehmen.

    Wenn sich das eingebürgert hat, dann kann man auch über die erforderlichen Qualifikationen, Weiterbildungen, etc. sprechen.

    ... Die vielen Fragen in den Foren, zu den Grundlagen, Techniken, etc. Nicht nur zu welcher Waffe man sich kaufen soll.

    Diese lassen den Wunsch nach etwas mehr an Training erkennen, wie ich finde.

    Ja, Schießsport wird von vielen gar nicht als Sport wahrgenommen/angesehen, eher mehr als Freizeitbeschäftigung was natürlich das Sportschießen auch für diejenigen ist die hochmotoviert diesem nachgehen. Viele gehen einfach schießen ohne sich jemals groß Gedanken gemacht zu haben daß Schießen auch Sport sein kann, in welcher Intensivität auch immer.

    Man will Spaß, keine Verpflichtungen, und diejenigen die dabei Spaß haben gute Leistungen im Sport zu liefern werden als Spinner oder sonstwas abgetan.

    Die wenigsten treten einen Verein bei um Schießsport auszuüben. Das kommt ggf. irgendwann später. Oder nie...


    Nein, man schießt weil es Spass macht oder ist im Verein weil man sich Waffe xy zulegen und schießen will. Letzteres lässt sich daran erkennen daß in Foren oft Fragen kommen, "ich möchte mir Waffe xy zulegen, welche Disziplin kommt dafür in Frage".

  • Ich glaube da müssen wir die Spreu vom Weizen trennen, wir haben zwei Seiten der Medaille einmal das Mitglied das den Schießsport ernst nimmt, Betonung auf Schießsport. Der Schütze/in will was erreichen und macht alles dafür und lässt sich im Training führen um sein gestecktes Ziel zu erreichen. Dann haben wir die Mitglieder die das traditionelle bevorzugen, da sieht es schon anders aus. Die zahlen ihren Beitrag, haben mal was von der Sportordnung gehört aber trockene Lektüre. Man möchte schießen und da ist schon jemand der mir das zeigt, es wird aber nur mit halben Ohr hin gehört die Hauptsache es knallt. Nicht das ich sage die brauchen wir nicht, nein die brauchen wir genau so wie die Sportschützen die nur den Sport betreiben. Da muss aber der Verein eben dran sein und diesen Mitgliedern klar machen der Schießsport hat zwar viele Fassetten aber eins ist bei allen gleich, die SICHERHEIT und der vernünftige Umgang mit Schusswaffen. Daher ist es wichtig jeden Neuzugang zu trainieren bis er sicher mit der Waffe umgehen kann.

  • Über den sicheren Umgang gibt es nichts zu diskutieren. Das ist auch wohl jedem bewußt. Aber das hat nichts mit treffen, geschweige denn mit besser zu treffen zu tun.

    Man kann auch eine Waffe sicher handhaben ohne was zu treffen.


    Daß Schießen nicht von jedem als Sport angesehen wird ist historisch bedingt, Schützenvereine sind gezwungenermaßen aus der Not sich zu verteidigen heraus entstanden und daraus resultierend eben die Tradition. Daß Schießen auch Sport sein kann kam später.


    Ohne die Tradionalisten oder die ,ich nenne sie mal Gelegenheitsschützen, würde das ganze Schützensystem nicht funktionieren. Zum einen finanziell nicht, zum anderen wäre (würden die Gelegenheitsschützen genauso oft trainieren wie die Sportschützen) die Kapazität bei vielen Schießständen nicht vorhanden.


    Ich verurteile das nicht, wer in einer Uniform rumlaufen mag soll das tun genauso wie jemand der hin und wieder mal schießen will.

    Mehr schießsportliche Aktivität generell wäre allerdings wünschenswert.

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