Schießbucheinträge aus dem Ausland

  • Ich musste meiner Waffenbehörde nicht nur mein ausgefülltes/geführtes Schießbuch vorlegen, bevor mir meine gelbe WBK ausgestellt wurde, die Behörde hat sogar das Schießbuch fotokopiert und die Kopien in die Akte genommen...

    Und ich habe in den knapp 36 Jahren in denen ich den Schießsport ausübe noch nie ein Schießbuch besessen.

  • Aus diesem Grund schrieb ich auch, dass mit keine Behörde bekannt ist. Aber andere Bundesländer oder Kreise, andere Sitten.

  • Und ich habe in den knapp 36 Jahren in denen ich den Schießsport ausübe noch nie ein Schießbuch besessen.

    Du musstest vor 36 Jahren auch noch kein Schießbuch führen, um Dein Bedürfnis nachzuweisen. So ändern sich halt die Zeiten, und wer weiß, was da noch auf uns in der Zukunft zukommt...

  • ich habe in den knapp 36 Jahren in denen ich den Schießsport ausübe noch nie ein Schießbuch besessen.

    Das braucht man auch als Nachwuchsschütze im DSB eigentlich nicht (wie das andere Verbände aber auch DSB-Vereine handhaben weiss ich jedoch nicht).


    Für mich ist es eher ein „Schießtagebuch“, das mir hilft mich zu erinnern, wann ich wo was schießen war.

    Wichtig ist mir, dass ich mich in die Kladden vor Ort eingetragen habe, wenn ich analog dazu etwas in mein Schießbuch schreibe, weil ich natürlich dann auch anhand dieser Daten dem Verband (Beantragung weiterer Waffen) oder Verein (aktiver Schütze) nachvollziehbar begründen könnte, dass sie mir von staatlicher Seite geforderte Bedürfnisnachweise ausstellen können.


    Auch um die Position der Vereine und Verbände im Zusammenspiel mit den Behörden zu stärken, würde ich dieser freiwillig keinen Einblick in das Schießbuch gewähren.

  • Auch um die Position der Vereine und Verbände im Zusammenspiel mit den Behörden zu stärken, würde ich dieser freiwillig keinen Einblick in das Schießbuch gewähren.

    Mir wurde die Vorlage des Schießbuches bei Aushändigung des Antrages für die WBK zwingend durch die Behörde vorgeschrieben, so dass ich, hätte ich einen Einblick in dieses verweigert, keine WBK ausgestellt bekommen hätte. Da war Freiwilligkeit gar nicht gegeben.

  • Da war Freiwilligkeit gar nicht gegeben.

    Genau an sowas dachte ich bei freiwillig.

    Freiwillig nicht, aber ich kann gut verstehen dass man dann unter Druck doch mitmacht, um endlich in Ruhe seinem Sport nachgehen zu können.


    Meinen Verband würde ich aber vorher noch darauf ansetzen und um Stellungnahme bzw. Einsatz für meine Sache bitten. Wenn die dann nicht erkennen, dass sie dem Verband einen Bärendienst erweisen, wenn sie wieder einmal devot zurückstecken, falle ich eventuell auch um oder würde, falls ich gerade einen Gerechtigkeitsfimmel bekomme, doch einmal auf meine DSB-Sportschützen-Rechtsschutz-Gruppenversicherung zurückgreifen. Dafür wäre die ja, nicht nur in meinem, sondern auch im Sinne des Verbandes, da.


    Zum DSB-Verwaltungsrechtschutz gab es schon ein paar Beiträge Umfang und Sinn der Verwaltungsrechtschutzversicherung für Sportschützen bei Problemen mit Waffenbehörden

    2 Mal editiert, zuletzt von Strindberg ()

  • Mir wurde die Vorlage des Schießbuches bei Aushändigung des Antrages für die WBK zwingend durch die Behörde vorgeschrieben, so dass ich, hätte ich einen Einblick in dieses verweigert, keine WBK ausgestellt bekommen hätte. Da war Freiwilligkeit gar nicht gegeben.

    Wo sind sie geblieben, die User mit Rückgrat die früher jeden Sachbearbeiter soweit er nicht spurte niedergeklagt haben?

  • Wo sind sie geblieben, die User mit Rückgrat die früher jeden Sachbearbeiter soweit er nicht spurte niedergeklagt haben?

    Hach, solche Ironie genieße ich :)


    Tja, ich nehme, ohne es genauer zu wissen an (wie Du wahrscheinlich auch), dass es sich auch früher bei starken Sprüchen, wie z.B. klagen zu wollen, eher um „Willenserklärungen“ in Vereinsheimen oder unter Freunden etc. handelte.

    Das ist in Foren nicht anders.


    Man könnte sich eigentlich über das Internet besser organisieren, aber ich tue es im Gegensatz zu anderen bislang kaum - auch wenn ich durch die schnellere Verfügbarkeit von Informationen immerhin besser über z.B. meine Rechte bescheid weiss.


    Es wäre aber wichtig bei solchem Ungemach wie dem auferlegten Zwang das Schießbuch bei der Behörde vorzulegen, insbesondere wenn es dann auch noch in die Rechte und Pflichten der Verbände eingreift, diese darüber zu informieren.

    Ein Trauerspiel ist, dass manche der Verbände sich leider, warum auch immer, ausserstande sehen etwas gegen teilweise nach Gutsherrenart angewiesene Vorgaben unternehmen zu können (wer denn auf der aussergerichtlichen Ebene sonst?) und die Schützen damit alleine lassen.

    So schleifen sich dann immer mehr Präzedenzfälle ein, die als gegeben hingenommen werden und teilweise sogar mit Druck der Verbände gegenüber den Mitglieder durchgesetzt werden, statt dass sich die Verbände im Sinne ihrer Mitglieder gegen strengere, über das Bundeswaffengesetz hinausgehende Vorgaben, einsetzen.

  • Du musstest vor 36 Jahren auch noch kein Schießbuch führen, um Dein Bedürfnis nachzuweisen. So ändern sich halt die Zeiten, und wer weiß, was da noch auf uns in der Zukunft zukommt...

    Sorry, aber kannst Du mir bitte den §§ zeigen, der Dir vorschreibt ein Schießbuch führen zu müssen?


    Es gibt keinen, denn keiner ist verpflichtet, vom Gesetz her, ein solchen zu Führen!


    Nehmen wir den Hessischen Schützenbund. Hier gibt es ein Formblatt mit einer Tabelle, in das die Schießtermine eingetragen und vom 1VS mit Vereinssiegel bestätigt werden, gegenüber dem Verband.


    Es gibt Verbände, wie der BDMP, in dem der Nachweis in Form von Kopien der Schießbucheinlagen, bei jedem Bedürfnisantrag beizulegen sind. Diese ´, zumindest in Hessen, gehen nicht mit an die Behörde. Hier bestätigt der Landesverband die Erfüllung der Voraussetzungen auf der Bedürfnisbescheinigung, die der Behörde vorgelegt und in der Akte abgelegt wird.


    In solchen Fällen, wie von Dir geschildert ist es oftmals sinnvoll die Behörde nach der gesetzlichen Grundlage, der Dienstanweisung, etc. zu Fragen. Natürlich kann es eine Dienstanweisung seitens der Behördenleitung sein, aus Sicht des Waffengesetzes, der Verwaltungsvorschriften und der Durchführungsvorschriften jedoch, gibt es keine Verpflichtung ein persönliches Schießbuch zu Führen.

  • Man könnte sich eigentlich über das Internet besser organisieren, aber ich tue es im Gegensatz zu anderen bislang kaum - auch wenn ich durch die schnellere Verfügbarkeit von Informationen immerhin besser über z.B. meine Rechte bescheid weiss

    Das wird aber nicht funktionieren, einmal ist es nicht immer angebracht in einem laufenden Verfahren schon am Stammtisch oder im Netz zu spekulieren und ein Urteil oder Vergleich vor dem Gericht hat ohne das nicht vorhandene oder einseitig geschilderte Hintergrundwissen auch nur geringe Aussagekraft.