Bescheinigung des Vereins über die schießsportliche Eignung

  • Hallo,

    gibt es Vereine die schon mal eine

    " Bescheinigung des Vereins über die schießsportliche Eignung :?:" ausgestellt haben ?

    Bzw. was muss für die Behörde alles drin stehen ?

  • maik1381

    Hat den Titel des Themas von „eine Bescheinigung des Vereins die schießsportliche Begabung“ zu „Bescheinigung des Vereins über die schießsportliche Eignung“ geändert.
  • Ich weiß nicht genau, WER hier eine Ohrfeige braucht. Die Behörde? Der Verein? Oder der Fragesteller?
    Aber einer braucht sie.

  • Hallo Maik,


    ich nehme an ihr bemüht euch um eine Ausnahme vom Alterserfordernis. Die Behörde möchte hier denke ich vor allem erfahren, aus welchem Grund ihr eine Ausnahme beantragt, das könnte beispielsweise ein in anderen Disziplinen bewiesenes Talent oder eine besonders gute Leistung sein. Die körperliche und geistige Eignung bestätigt ja bereits das ärztliche Attest. Darauf müsst ihr nicht noch einmal eingehen.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Hallo Maik,


    um mal etwas Dunkel in das Licht zu bringen,


    euer Verein hat einen Antrag nach § 27 (4) WaffG bei der für euch zuständigen Behörde gestellt, eine ärztliche Bescheinigung über die geistige und körperliche Eignung und die Einwilligung der Sorgeberechtigten zur Teilnahme am Schießsport beigefügt, und jetzt will die Behörde eine Begründung, warum ihr den Antrag gestellt habt?


    Aus dem Antrag an sich ergibt sich doch schon die Begründung. Und wenn dem Antrag eine (einfache) ärztliche Bescheinigung - kein Gutachten - beigefügt wurde, dann soll diesem Antrag laut WaffG auch stattgegeben werden. Tut die Behörde das nicht, dann ist sie eigentlich am Zuge mit der Begründung und nicht ihr/euer Verein.



    Apropos, irgendwelche Hinweise auf andere Disziplinen mögen ja gut gemeint sein, bei Geronimo sicher auch ideologisch geprägt, sind aber weder nötig und wohl auch nur in den seltensten Fällen möglich.



    Mit bestem Schützengruß


    Murmelchen

  • Absender (Erziehungsberechtigte):



    ……………………………………………………………………

    Name, Vorname



    ……………………………………………………………………

    Straße, Haus-Nr.



    …………………………………………………………………… ……………………………………………………………………

    PLZ, Wohnort Ort, Datum



    An das

    Landratsamt



    ……………………………………………………………………



    ……………………………………………………………………



    ……………………………………………………………………


    Antrag auf Zulassung eines Kindes unter zwölf Jahren zum sportlichen Schießen in Schießstätten mit Druckluft-, Federdruckwaffen und Waffen, bei denen zum Antrieb der Geschosse kalte Treibgase verwendet werden zwecks Ausübung und Förderung des Wettkampf- / Leistungssportes.


    Hiermit beantragen wir für ¦ unsere Tochter ¦ unseren Sohn



    …………………………………………………………………… ……………………………………………………………………

    Name, Vorname Geburtsdatum und -ort


    eine Ausnahmegenehmigung von der Alterserfordernis nach § 27 Abs. 4 WaffG für das Schießen mit Druckluft-, Federdruckwaffen und solchen mit kalten Gasen.


    Begründung der Erziehungsberechtigten:

    Unser Kind ist körperlich und geistig in der Lage, mit Druckluft- und CO2-Waffen sicher um­zu­gehen. Es ist gewährleistet, dass Jugendliche und Neumitglieder von erfahrenen und sach­kundigen Schützen/innen (Trainer / Inhaber Jugendbasislizenz) für das sportliche Schießen entsprechend angeleitet und beaufsichtigt werden. Das Training findet vorwiegend auf der vereinseigenen Schießanlage statt. Aber auch überörtliche Trainings- und Ver­gleichs­schießen sollen wahrgenommen werden. Die Schießausbildung erfolgt im Rahmen der Jugendarbeit im Verein und dient der Gewinnung qualifizierten Nachwuchses für den wett­kampfmäßigen Schießsport. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn möglichst frühzeitig geschult und unterrichtet werden kann.


    ¦ Eine ärztliche Bescheinigung über die geistige und körperliche Eignung liegt bei.





    …………………………………………………………………… ……………………………………………………………………

    Unterschrift der Mutter Unterschrift des Vaters


    Der Schützenverein XXXXXXXX e.V. bestätigt nach einem Sichtungsschießen mit Federdruckwaffen unter 0,5 Joule / Lichtpunktschießen / ... / die schießsportliche Begabung.

    Die fachkundige Anleitung und besondere Aufsicht wird durch uns gewährleistet.









    …………………………………………………………………… ……………………………………………………………………

    Ort, Datum (Stempel) Unterschrift des 1. Schützenmeisters / 1. Vorsitzenden

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Apropos, irgendwelche Hinweise auf andere Disziplinen mögen ja gut gemeint sein, bei Geronimo sicher auch ideologisch geprägt, sind aber weder nötig und wohl auch nur in den seltensten Fällen möglich.

    Da liegst du falsch. Aber wenn man jemanden dazu bringen möchte, eine Ausnahme zu genehmigen, sollte man möglichst auch überzeugende Gründe mitliefern. Oder man verzichtet darauf, holt sich sein „Nein“ ab, und ärgert sich anschließend. Ich habe mir gerade mal die jeweiligen Anträge unserer Landkreise angeschaut und euch die Passagen herausgesucht:


    Sie / Er ist körperlich und geistig in der Lage, mit Luftdruck- und CO²-Waffen sicher umzugehen. Es ist gewährleistet, dass Jugendliche und Neumitglieder von erfahrenen und sachkundigen Schützen/innen (Übungsleiter / Jugendleiter) für das sportliche Schießen entsprechend angeleitet und beaufsichtigt werden. Das Training findet vorwiegend auf der eigenen Schießanlage satt. Aber auch überörtliche Trainings- und Vergleichsschießen, im Raume des Bezirks, sollen wahrgenommen werden. Die Schießausbildung erfolgt zudem im Rahmen der Jugendarbeit im Verein und dient der Gewinnung qualifizierten Nachwuchses für den Schießsport. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn möglichst frühzeitig geschult und unterrichtet werden kann. (Landkreis Pfaffenhofen)


    Als Schützenmeister/in des Vereins bestätige ich, 1. dass der Schießbetrieb unter Obhut verantwortlicher und zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeigneter Aufsichtspersonen erfolgt und 2. dass das Kind sich den unter Nr. 1 genannten Betreuer(n) vorgestellt hat. Nach dieser Vorstellung halten wir das Kind für schießsportlich begabt. (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen)


    Die erste Formulierung ist entweder etwas seltsam oder vielleicht auch raffiniert, denn man beschränkt sich künstlich auf den Bezirk, wobei Hochbrück in selbigem liegt, und Bayerische und Deutsche damit auch abgedeckt sind. Aber man bekommt anhand dieser beiden Beispiele bereits eine grobe Idee, worauf es ankommt, bzw. was die Behörde gerne bestätigt hätte, und kann das Schreiben entsprechend aufsetzen.


    Ich wurde genau einmal in meinen acht Jahren als Jugendtrainer gefragt, wie genau wir zu der Einschätzung gelangten, dass das Kind schießsportlich begabt sei, und konnte damals ganz einfach auf das vorherige Schnuppertraining verweisen. Bogenschießen, Lichtpunkt, Blasrohr, etc. wären sicherlich auch eine Möglichkeit. Aber daraus muss man denke ich keine Wissenschaft machen...

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Die erstzitierte Formulierung SCHREIT geradezu nach einer Ablehnung, selbst bei einer freundlich gesonnenen Behörde.
    Die zweite ist sehr schlicht im Geiste, aber dennoch gesetzesnäher.

  • Beides sind offizielle Formulare. Die Begründung ist vorgegeben. ;)

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.