Matchguns MG2 und MG2E

  • Wo ist nun das Problem wenn in einer olympischen Disziplin nach ~ 70 Jahren die Regeln tiefgreifend ändern, andere Sportarten sind in der Zwischenzeit in Bedeutungslosigkeit gefallen. Breitensporttauglich muss bei anderen Sportarten auch nicht jede olympische Disziplin sein.

    Ich habe kein Problem damit. Aber die Begründung, dass damit der Materialaufwand reduziert wird, stimmt nicht. Die Spezialisten haben wieder speziell für OSP hoch gezüchtetes Material inklusive Munition.

  • Ich habe kein Problem damit. Aber die Begründung, dass damit der Materialaufwand reduziert wird, stimmt nicht. Die Spezialisten haben wieder speziell für OSP hoch gezüchtetes Material inklusive Munition.

    Da hätten wir schon jemanden der mit einer Waffe auskäme, sogar jemand deutlich über wichtigen Hobbyniveau.

    Dem kann ich nicht so ganz folgen. Ich komme noch aus der Zeit mit 22 kurz und Handschuhgriff. Jetzt habe ich mir fast 30 Jahre später eine Sportpistole gekauft (gut 20 Jahre auch keine Spopi mehr geschossen). Ich habe mir die Pardini als RF geholt. Natürlich hat es gejuckt, mal wieder Schnellfeuer zu schießen. Alles, was ich optimiert habe, kommt auch Spopi und Standard zugute. Von den Gewichten habe ich 2 rausgenommen. Sie springt dadurch nicht wirklich merkbar mehr, ist aber gut zu handhaben. Auch in Präzision. Die Munition ist auch die selbe. Da würde mir kein Grund einfallen, warum ich verschiedene haben müßte

    War nicht die angekündigte Porduktionseinstellung der .22 kurz Grund für die Kaliberumstellung?

    Aber gleich wie, die in den letzten Jahren überhand nehmende Unsitte alles und jedes erklären zu müssen ist nicht immer sinnvoll.

  • Bei der alten RF ist auch das Verschluss-Stück leichter und das hat bei mir Probleme bereitet.

    wie hat sich das ausgewirkt ?

    no.limits

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Ich habe letzthin mit Roger Geissbühler telefoniert. Er war glaube ich 25 Jahre bei Hämmerli und auch als Servicemann an vielen internationalen Wettkämpfen vor Ort.

    Ich wollte von ihm wissen, warum meine 232er OSP, entgegen des Bedienerhandbuch, bei den 6 Entlastungsbohrungen nicht 2 Löcher (wie dort beschrieben) mit einem Gewinde versehen waren um mittels Madenschraube den Gasdruck auf den Verschluss zu erhöhen.

    Er hat nur gelacht und gemeint, dass im Prinzip jede OSP Waffe der Spitzenschützen quasi „Unikate“ waren. Da hat man schon nur das Erreichen der Funktionssicherheit mit der .22short dauernd etwas rumfummeln müssen (schon alleine das Zusammenspiel Munition/Waffe sei von Los zu Los bei gleicher Mun. verschieden gewesen). Er meinte das die OSP von Walther (hab auch eine) in der „Breite“ am Besten funktioniert hätte. Auch die Pardini’s sind relativ gut gelaufen. Was Ralf Schumann ja auch mit seinen Titel bewiesen hat.

    Aber es ist halt auch so, man versucht halt schon mit jedem erdenklichen Mittel, auch nur den kleinsten Vorteil zu erzielen. Und wenn es schlussendlich auch nur ein besseres Verkaufsargument sein sollte oder wirklich etwas bringt. Leichterer Verschluss, schnellerer Repetiervorgang, schwächere Munition, weniger Rückstoss, ruhigeres Schussverhalten...und...und...

    Ist wie beim IPSC „Production“ in seiner Anfangszeit bei Einführung dieser Division. Das hat auch dort „Spitzfindige Geister“ auf den Plan gerufen, das Reglement auszureizen.

    Ja, R.G. hat viel erlebt und weiss viel zu erzählen!

  • Ja, R.G. hat viel erlebt und weiss viel zu erzählen!

    Ja, alle die in den 80igern sehr aktiv waren können da auf viel erlebtes zurück greifen. Die Hämmerli und die Domino waren in der OSP Szene sehr wenig verbreitet. Die Schützen die sich für diese Waffen entschieden hatten wollten den Walther Schützen ja nicht nachstehen. Die hatten aber trotzdem das Problem das es für diese zwei Waffen nicht die Erfahrung und die Teile gab wie für die GSP. Es war eine unvorstellbare Materialschlacht im Spitzen OSP Bereich. Es waren relativ viele Schützen im Spitzenbereich und wer nicht bastelte hatte verloren. Vieles was wir heute als normal an den Waffen haben stammt aus dieser Zeit.

    Ich war damals mitten drin und konnte wahnsinnig viel miterleben auch wenn ich es so direkt nicht verwerten konnte da ich nie OSP geschossen habe. Aber mitnehmen an technischem Knowhow und ableiten auf die SpoPi oder generell auf die Technik konnte ich vieles.

    Wer in dieser Zeit vorne mit mischen wollte musste hier sehr tief in die mechanische Materie einsteigen. Das ist heute nicht mehr in dem Masse gegeben es ist nicht Notwendig.

    Es war gang und gebe wenn was nicht passte, störte oder zu verbessern war, wurde gefeilt, geschweißt, geschraubt, gefräst oder sonstiges gemacht, bis man ein Ergebnis hatte, ob es dann besser war sei dahin gestellt, Erfahrung hat es in jedem Fall gebracht.

    Man kann das gemischt betrachten, die Schützen die was werden wollten waren Zahlenmäßig mehr, und sie mussten technisch tief einsteigen was zur Folge hatte das die Jungs mit der Sache sehr vertraut waren. Es war so das dass vorhandenes nicht reichte und vielfach ausgeschöpft war und die immer auf der Suche nach Verbesserungen waren.

    Das sind große Unterschiede zu Heute, es waren nicht nur 5-10 Leute so wie derzeit in der Spitze, es waren Dutzende Bundesweit die mit Gewichten und Reibung, Dämpfungsysteme, Gasentlastungsbohrungen, sogenannten progressiven Federsystemen und vielem mehr experimentierten.

    Man kam auch viel einfacher an wesentliches Material.

    Es war ne schöne, interessante lehrreiche Zeit, ich möchte fast sagen die meisten der Dinosaurier aus der Zeit leben teils schon lange nicht mehr.

    Für die meisten Waffen aus der Zeit gab es nicht mal Wechselkorne in verschiedene Breite, geschweige denn verstellbaren Kimmen, oder verschiebbare Züngel.

    Auch über die Griffgeometrie war gar nix bekannt. Es war in vielen Bereichen reine Pionierarbeit.

    no.limits

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    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • no.limits , der Verschluss schloss manchmal nicht ganz und hat dann beim Abschlag nicht gezündet. Ich vermute zu wenig Masse. Ich habe den Standartverschluss montiert und seit da keine Probleme mehr.

    Gruss

  • Ärgerlich ist das die MG gerade nach zweijähriger Odyssee aus Italien zurück kam, für eine Neue Batterie hat es dann nicht mehr gelangt.

    ...

    Gruß isignix

    Zwei Jahre? Unglaublich!

    Was war denn daran zu reparieren?

    Und welches Modell?

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

    It’s nice to be a Preiss.
    It’s higher to be a Bayer.
    And it's a Gottesgab to be a Schwab.
    But the highest you ever werden kann, is to be an Austrian!

  • no.limits , der Verschluss schloss manchmal nicht ganz und hat dann beim Abschlag nicht gezündet. Ich vermute zu wenig Masse. Ich habe den Standartverschluss montiert und seit da keine Probleme mehr.

    Gruss

    Masse statt Klasse. Als drauf mit dem Hammer. Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt. Hau den Lukas.

    Ist ja gut, wenn es funktioniert und so eine Funktionssicherheit hergestellt wird.

    Andererseits wirkt sich bei Schnellfeuer etwas weniger Verschlussmasse mit leicht stärkerer Feder besser auf das Verhalten der Pistole aus.

    Ein um 0,01-0,02mm größeres Patronenlager (ohne dass die Präzision leidet) kann funktional auch Wunder bewirken.

    Es ist oft leider nur ein schmaler Grat zwischen Funktion oder Störung.

    Letztendlich geht es um das Zusammenspiel dass das Geschoss mit ausreichend Energie in die Endposition des Übergangskegels gepresst wird ohne dass der Verschluss an beiden Endlagen wie ein Hammer auf dem Amboss zurückspringt.

    Dies macht für mich eine gelungene Verschlusskonstruktion aus.

  • Es ist oft leider nur ein schmaler Grat zwischen Funktion oder Störung.

    Der war bei .22 kurz extrem schmal! Ich hatte Munitionschargen, da hat es nach dem Putzen 500 Schuß gebraucht, bis die OSP störungsfrei lief. nach 2000 dann wieder Störungen. Für Wettkämpfe mußte ich dann dieses Fenster nutzen.

  • Ärgerlich ist das die MG gerade nach zweijähriger Odyssee aus Italien zurück kam, für eine Neue Batterie hat es dann nicht mehr gelangt.

    Hallo,

    meine "Lieblingszicke" MG2E RF EVO vor einigen Wochen zu ihrem Schöpfer nach Italien gereist ist, um erstmals zum funktionsfähigen Sportgerät zu werden. Mir wurde erklärt, daß es "bis zu einem Jahr" dauern könne, bis sie wieder bei mir einlangt. Ob sie dann funktionieren wird, wird man sehen. Jedenfalls wäre dann noch die Gewährleistung von 2 Jahren ab Kauf am Laufen.

    In Deinem Fall ist das Sportgeräte so lange beim Hersteller "gereift", bis die Gewährleistung alleine schon dadurch abgelaufen war. Darum würde mich doch sehr interessieren,

    • was der technische Grund für die Rücksendung zur Reparatur war und
    • ob das/die Probleme jetzt behoben sind
    • Und falls das/die Probleme nicht behoben sind, wie Du weiter vorgehst?

    Wenn das bei mir auch ähnlich lange dauert mit der Reparatur, werde ich dann schon in der nächsthöheren Seniorenklasse antreten.

    Falls sie dann nicht mehr zickt.

    Möglicherweise werde ich dann aber schon vergessen haben, daß und wofür ich sie gekauft hatte.

    Darum hätte mich doch sehr interessiert, wie das mit Deiner Italienerin war. Einfach, weil ich ein wenig planen möchte, so lange die Erinnerung noch frisch ist.

    Früher standen die Menschen einander näher. Was blieb ihnen auch übrig, so ganz ohne Feuerwaffen.

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  • 1 Jahr ist heftig und Service ist was anderes bin froh dass ich mich 2016 anders entschieden habe.

  • Hallo CoolMint,

    Ja, ist schon sehr schade wie das bei MatchGuns gehandhabt wird!

    zu Deinen Fragen

    • was der technische Grund für die Rücksendung zur Reparatur war und

    beim ersten Rücksenden wurden wohl alle evo`s zurückgeschickt, es waren keine Runden Löcher in der Scheibe, angeblich eine Fehler in der Laufproduktion. -ca 50 Schuss gemacht- (auch schon einige Verklemmer bei Hülsenauswurf und Zuführung und sie hat gedoppelt) -sehr enttäuscht -

    nach Erhalt der reparierten MG wieder am trainieren, sehr viele Zuführungsprobleme, verschiedene Munitionen ausprobiert, aber keine zuverlässige Munition gefunden. Auffallend viele Verklemmer bei der Zuführung mit dabei deformierten/abgeschrammten Geschossköpfen und eingedrückten Hülsen!!! - ca 300 Schuss gemacht - Wieder zurück zum Hersteller ...

    Nun ist sie kurz vor Lockdown wieder bei mir, 2 mal beim trainieren gewesen und nach ca 20-30 Schuss keine Funktion mehr, wird wohl an einer zu stark entladenen Batterie liegen... auch wieder Verklemmer beim Hülsenauswurf gehabt und sie hat auch 2x gedoppelt.

    • ob das/die Probleme jetzt behoben sind

    Ja/Nein /Vielleicht

    • Und falls das/die Probleme nicht behoben sind, wie Du weiter vorgehst?

    zurück zum Hersteller wegen Recht auf Nachbesserung .... sagt Gehmann.

    Da wird sie dann wieder monatelang liegen und ratlose Konstrukteure werden in ihrem Reinraum ratlos um einen Haufen EVO`s stehen und sich fragen warum ....

    Meine Ergebnisse bei RWK und hier im Wettbewerb wurden mit einer geliehen GSP geschossen.

    Gruß aus dem Rupertigau

    Tesro Signum für LP-Auflage

    Pardini K12

    (MG220e EVO ):/

    Pardini SP22 Edition 😉

    Hämmerli 152:thumbup:

  • Also die Postings von Isignix und CoolMint kann ich noch nicht so ganz nachvollziehen. Die Mängelfolgeansprüche (früher: Gewährleistungsansprüche) des Kaufrechts sind doch klar.

    Wer sich ewig hinhalten oder verarschen lässt (bzw. beides) muss wissen, was er tut. :-/

  • Also die Postings von Isignix und CoolMint kann ich noch nicht so ganz nachvollziehen. Die Mängelfolgeansprüche (früher: Gewährleistungsansprüche) des Kaufrechts sind doch klar.

    Wer sich ewig hinhalten oder verarschen lässt (bzw. beides) muss wissen, was er tut. :-/

    Vielleicht sagst du den beiden auch was deiner Meinung nach zu tun wäre.

  • Ich würde die Wandlung des Kaufvertrages (nach fehlgeschlagenen Nachbesserungen) anstreben... und vom Geld eine neue Spopi kaufen.

    Wenn Rechtsschutz besteht würde ich einen Anwalt beauftragen.

    Ist natürlich alles sehr ärgerlich.

    Ich hatte gerade Walther eine der Federführungsstangen der SSP zur Überprüfung zugesandt (sie war unrund) und innerhalb von fünf Tagen lag eine neue in meinem Briefkasten. Kosten 0 Euro.

    Hat mich gefreut da ich nicht damit gerechnet hatte.

  • Also die Postings von Isignix und CoolMint kann ich noch nicht so ganz nachvollziehen. Die Mängelfolgeansprüche (früher: Gewährleistungsansprüche) des Kaufrechts sind doch klar.

    Wer sich ewig hinhalten oder verarschen lässt (bzw. beides) muss wissen, was er tut. :-/

    Mich erinnert das an Beiträge in einem Zweiradforum, da wird von den Fans einer italienischen Marke auch eine besondere Leidensfähigkeit erwartet, dafür bewundern sie dann alle anderen Verkehrsteilnehmer wegen ihrer tollen Fahrzeuge, meinen sie.