Sponsorensuche. Das Wie und Wo.

  • Sponsorensuche? Wie schaut es denn mit Zuschußanträgen aus? Sind die denn alle ausgereizt?

    Als ich noch bei uns im Landkreis im Sportausschuß war, haben z.B. nur 28% der ansässigen Schützenvereine die Vereinspauschale beantragt. Bei den anderen Sportvereinen waren es 87%. Zwei Seiten Formular ausfüllen war schon zu viel Arbeit. Ist aber einfacher, als Sponsoren zu gewinnen.

    Hierzu braucht man ein gutes Konzept. Viele verwechseln Sponsoring mit Spenden, wie Bernd in #5. Für Sponsoring gibt es keine Spendenbescheinigung, da gibt es eine Gegenleistung. Was aber eine gleichzeitige Spende mit Spendenbescheinigung ja nicht ausschließt.

    Gerade, wenn ein Verein nur einen Luftdruckstand zu verhalten hat, sollte keine Finanznot aufkommen. Mein Luftdruckheim macht jedes Jahr ca. 6000€ Gewinn. Ich schimpfe aber ja auch nicht über den Bier trinkenden Stammtisch. Der ermöglicht uns, dass jeder Nachwuchsschütze sein eigenes Gewehr und Kleidung hat. Bis er sich selbst was kauft.

    Der Stammtisch sorgt aber auch dafür, dass bei Ligawettkämpfen Stimmung in der Bude ist. Er isst und trinkt gerne für unsere Aktiven und die zeigen ihm gerne, was sie können.

    Ach ja, das Umfeld. Ein Dorf mit 650 Einwohnern, Blaskapelle, die angeblich viele Schüler schon wegnimmt, und ein Jahresbeitrag von 30/15€, mit dem man ja keinen Verein aufrecht erhalten kann. Wir leisten uns dazu noch 2 C-Trainer und 5 Vereinstrainer.

    Wie schaut es bei meinem Feuerwaffenverein aus? Genauso, nur mit noch mehr Geld auf dem Konto, aber auch mit teureren Preisen.

    Edit: @Karl Strom, Wasser, Gas, Versicherung, usw. bezahlen wir selbst.

    Mit freundlichstem Schützengruß
    Johann

  • Wie schaut es bei meinem Feuerwaffenverein aus?

    Hallo Johann,

    das Konzept passt wohl bei Euch, und ist rund. Für einen Luftdruckverein top. Wenn die notwendigen Gelder über andere Quellen ausreichend fließen ist doch nix einzuwenden. Organisatorisch und sportlich ist wohl alles auch in bester Ordnung.

    Nur mit verlaub warum verkauft Ihr Euch trotzdem so billig, ich persönlich finde es nicht zeitgemäss. Das hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun.

    Ihr seid sicher nicht der Verein den ich so ketzerisch skizziert hab, ich meine eher die, die ins nahe gelege Wäldchen zum pinkeln gehen um die Wasserspühlung im Schützenhaus nicht zu strapazieren.

    Wo halt nun mal eben kaum eine Bewirtschaftung, oder andere festliche Aktivitäten stattfinden. Sportlich keine perspektiven da sind, und jeder € so oft umgedreht wird das er so blank ist wie ne Unterlagscheibe.

    Der Verein in einer Schule untergebracht im Keller, 3 Kipplaufluftdruck Gewehre und jeder darf mal 10min schiessen am Abend.

    Dann wird einer vorgeschickt im Forum Ratschläge abholen, und es kommt was schon fast symtomatisch ist, auf die ersten Antworten erfolgt, das hatten wir schon, das können wir nicht, das dürfen wir nicht, und und und........ 100€ waooooh, das geht nur bei Luft und Raumfahrt, Prameter verschieben und kreativität null........

    Blokaden entstehen im Kopf!

    no.limits ------der Name ist Programm

    wir nennen uns Sportverein und nicht Sparkasse......

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

    Einmal editiert, zuletzt von no.limits (8. Februar 2017 um 22:44)

  • Ja Bernd, da hast du schon recht.

    Es ist ein Fluch und ein Segen zugleich, wenn man von der Kommune untergebracht wird. Im Unterhalt zuerst mal recht günstig, aber oft fehlen dann Einnahmemoglichkeiten.

    Wir waren früher auch in einer Gastwirtschaft untergebracht. Da bleiben Mitgliedsbeiträge und Spenden. Alles recht dürftig.

    2001 mussten wir da raus und bauten in einem alten Lagerhaus 4 Stände ein mit einem Tisch und einem Holzofen als Aufenthaltsraum. Ab da ging es sportlich aufwärts und gesellschaftlich auch.

    Ist jetzt zwar viel OT, aber ich will damit sagen, dass man Geld schneller mit Veranstaltungen oder Bewirtung in Eigeninitiative verdienen kann, als mit der genauso zeitintensiven Sponsorensuche.

    Mit freundlichstem Schützengruß
    Johann

  • Der Verein in einer Schule untergebracht im Keller, 3 Kipplaufluftdruck Gewehre und jeder darf mal 10min schiessen am Abend.

    Sicher, du nennst das hier als Negativbeispiel, aber irgendwo stelle ich mir das auch griabig vor, ein nettes Zusammensein mit mäßiger Aktivität, etwas was man heute oft vermisst und durchaus Mitglieder anspricht. Der Gegenpol zum Leistungssport. Aber deshalb nicht weniger wert.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • stelle ich mir das auch griabig vor,

    Gironimo, und auch Johann,

    ohne Frage das kann schon griabig sein,

    aber sollte es nicht auch Ziel sein, wieder eigenständig zu werden, oder auszubauen, mittelfristig. Wie auch immer......

    Mir geht es weniger um das wo, sondern eher um das wie. Wie werden die Vereine geführt, nur ein Beispil es gibt jetzt seit Anfang der 90iger Pressluftwaffen, grob etwa 25 Jahre, aber wieviel Vereine haben einen Kompressor?

    Viele Vorstände und Sportleiter haben es nicht geschafft Ihren Mitgliedern die Wertigkeit eines solchen Gerätes zu vermitteln.

    Luft sind doch doch die am meist verbreitesten Disziplinen, und ein Kompressor ist doch mit eines der wichtigsten Ausrüstungsteile eines Vereins.

    Und dann ist immer noch ein Großteil der Vereine ohne, die schicken ihre Schützen in Tauchladen oder zur Feuerwehr, um Beiträge aus dem vorigen Jahrhundert rechtfertigen zu können.

    Ich möcht mal gar nicht von Scatt, Geschwindigkeitsmessgeräten oder gar elektronischen Anlagen reden.

    Und warum sind auch oft de Beiträge nicht geteilt, in Beitrag und Standpauschale?

    Wenn dann mal mehr Geld gebraucht wird und éin Verein nicht umhin kommt anzuheben, dann doch erstmal die Pauschale, denn die Aktiven, nutzen den Stand, benötigen Strom, Heizung, die Anlagen schlecht hin. Die verursachen die Kosten, die sollen auch den Löwenanteil tragen.

    Es bringt nix den gesamt Beitrag zu erhöhen, dann kündigen die passiven Mitglieder und die Anpassung verpufft.

    Man sollte sich freuen über jedes Mitglied auch die Passiven, aber die Kosten sollen die tragen die sie verursachen.

    Und das ganze tun sollte doch auch .. etwas mehr.. sportlich und zukunftsorinentierter sein.

    Ich erlebe das gerade hautnah, wie 2-3 so Maden einen ehemals sehr erfolgreichen Verein kaputt reden.

    Stammtischschützen die kein Verständnis für eine Mannschaft im Verein haben, die in einer oberen Liga schiesst, und den damit verbundenen Aufwand nicht akzeptieren.

    Top Schützen die teils mehr als 50km Fahrstrecke auf sich nehmen und einen Liga Neuanfang bei uns in kauf nehmen, nur um dem gehetze von solchen Pappnasen zu entgehen.

    Nein es geht in erster Linie nicht um das wo, sondern wie...............

    grüße no.limits

    Steyr EVO/E
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  • Mir geht es weniger um das wo, sondern eher um das wie. Wie werden die Vereine geführt, nur ein Beispil es gibt jetzt seit Anfang der 90iger Pressluftwaffen, grob etwa 25 Jahre, aber wieviel Vereine haben einen Kompressor? Viele Vorstände und Sportleiter haben es nicht geschafft Ihren Mitgliedern die Wertigkeit eines solchen Gerätes zu vermitteln. Luft sind doch doch die am meist verbreitesten Disziplinen, und ein Kompressor ist doch mit eines der wichtigsten Ausrüstungsteile eines Vereins. Und dann ist immer noch ein Großteil der Vereine ohne, die schicken ihre Schützen in Tauchladen oder zur Feuerwehr, um Beiträge aus dem vorigen Jahrhundert rechtfertigen zu können.

    Wir hatten das damals mal durchgerechnet. Ein eigener Kompressor ist wegen der Anschaffungs- und Wartungskosten eher unattraktiv. Und wenn man eh zum Schützenbedarfshändler fährt um wieder mal Nachschub an Scheiben und Munition zu kaufen, dann kann man auch gleich die großen Pressluftflaschen auffüllen lassen, wobei man berücksichtigen sollte, dass es bei uns nur 150 Meter zum Schützenbedarfshändler sind, also zweimal umfallen und man ist da... ;)

    Gerhard Seemüller

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  • Hallo ihr lieben.

    Ich freue mich hier so eine schöne Diskussion angeregt zu haben. Nochmal zu unserem Verein. Wir haben 20x10m Stände, 12x50m KK, 4x100m KK und 10x25m SpoPi. Allerdings sind unsere KK Stände derzeit alle außer Betrieb.

    Der Waffenkauf bei uns ist sehr unterschiedlich. Viele Mitglieder haben eine eigene Waffe, jedoch leider nicht genug. Es gibt auch Altersschützen die seid 30 Jahren mit einer Vereinswaffe schießen und sich auch keine eigene Anschaffen wollen.

  • Allerdings sind unsere KK Stände derzeit alle außer Betrieb.

    Warum das?

    Es gibt auch Altersschützen die seid 30 Jahren mit einer Vereinswaffe schießen und sich auch keine eigene Anschaffen wollen.

    Kenne Vereine die haben die Mitgliedsbeiträge nach dem Ausrüstungsstand gestaffelt. Eventuell würde bei euch so etwas ja helfen. Ein Leasingmodell würde es auch ein wenig attraktiver machen. Werden dann die Vereinswaffen auch wie im eigenen Besitz angesehen?

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Warum das?

    Unsere Blenden müssen erneuert werden. Das ist für 2017 allerdings geplant.

    Werden dann die Vereinswaffen auch wie im eigenen Besitz angesehen?

    Eher selten. Es ist halt schwierig für jeden Schützen alles neu einzustellen. Besonders bei unseren Jungschützen. Ich bin die einzigste die eine Vereinswaffe in ihrem Besitz hat und das auch nur, weil ich Kreisoberliga und ab kommender Saison auch Landesliga schieße und nicht vor jedem Wettkampf alles neu anpassen will.

  • Luft sind doch doch die am meist verbreitesten Disziplinen, und ein Kompressor ist doch mit eines der wichtigsten Ausrüstungsteile eines Vereins.

    Und dann ist immer noch ein Großteil der Vereine ohne, die schicken ihre Schützen in Tauchladen oder zur Feuerwehr, um Beiträge aus dem vorigen Jahrhundert rechtfertigen zu können.

    Bei uns nur im Nachwuchsbereich. Die zahlenden Mitglieder sind in der Regel auf dem GK-Stand anzutreffen.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Wir schießen fast ausschließlich Pistolendisziplinen. Kostenlose Vereinswaffen kann ich über ein Probetraining hinaus nicht nachvollziehen. Training, das nichts kostet ebenso wenig. Wer bei uns eine Vereinswaffe nutzen will, muss dafür was bezahlen. Eine Luftpistole oder Sportpistole kosten 15 EUR im Monat für Erwachsene und 10 für Jugendliche. Dafür schießt damit auch niemand anderes. Munition müssen die Schützen also auch die Jugendlichen bezahlen. Trainingsstunden kosten bei uns Geld. Jeder Neueinsteiger muss einen Kurs besuchen, damit er dann ohne besondere Betreuung am Trainingsbetrieb teilnehmen kann. Wir reden da über 250 EUR pro Kurs für etwa 8-10 Trainingsabende und einen Tageslehrgang. Da ist alles inklusive. Wer sich entscheidet Mitglied zu werden, bekommt 50 EUR auf die 100 EUR Aufnahmegebühr angerechnet. Außerhalb der Einsteigerkurse bieten wir 1x pro Woche angeleitetes Training im Erwachsenenbereich. Wer darüber hinaus Bedarf hat, kann unsere Trainer für 40 EUR für 2TE buchen. Dazu kommen kostenpflichtige Tageslehrgänge am Wochenende mit eigenen oder auch mal mit externen Trainern.

    Die gesamte Ausbildung wird über Luftpistole und Sportpistole abgebildet. Wir haben keine Großkalibervereinswaffen. Großkaliber schießen wir gerne. Dennoch vertreten wir im Hinblick auf die einfachere Ausbildung und die von uns gewollte Teilhabe der Schützen an LP und SP-Wettkämpfen die Linie, dass Großkaliber im ersten Jahr keine allzu große Rolle spielen sollte. Aufgrund dieser vergleichsweise engen Begleitung unsere Neuzugänge haben wir keine Probleme mit Nachwuchs (auch bei den Erwachsenen) mit Luftpistole. Einen Kompressor haben wir uns schon vor Jahren angeschafft. Würden wir auch jederzeit wieder.

    Aufgrund unserer günstigen Infrastrukturbedingungen können wir uns derzeit Beiträge von 85 EUR für Erwachsene und 50 EUR für Jugendliche leisten. Aufgrund passabler Nachwuchsaktivitäten werden wir von der örtlichen Sparkasse fast jedes Jahr mit 1.000-1.500 EUR unterstützt. Dazu nutzen wir intensiv die Sponsoring-Angebote der regionalen Energieversorger und des Flughafens, um unsere Schützen mit Vereinsbekleidung auszurüsten. Weitergehende Sponsoringaktivitäten scheitern nicht an den potentiellen Partnern, sondern an unserer Fähigkeit unsere Leistungen klar zu präzisieren und jemand mit der Akquise und der Nachbetreuung betrauen zu können. Die verbundenen Tätigkeiten würden ausreichen eine verantwortliche Person auszulasten. Leider haben wir niemanden dafür.

    Trotz der vielleicht wie Gängelei wirkenden Vorgaben und trotz der finanziellen Beanspruchung, freuen sich die Kandidaten, wenn sie einen Platz in einem Kurs bei uns bekommen. Obwohl wir mit rd. 100 Mitgliedern bei weitem nicht der größte Verein in unserem Kreis sind, konnten wir bei der Kreismeisterschaft Luftpistole im Januar mit 32 von 146 Startern den größten Anteil aufbieten. Gegen den Trend in unserem Kreis gehen wir ab März mit 3 Mannschaften Sportpistole in die Rundenwettkämpfe. Da wir dort bisher nicht allzu hochklassig vertreten sind, haben wir unseren Topschützen an befreundete Vereine vermittelt, damit sie dort höherklassig schießen können.

    Wenn ich das für mich zusammenfassen sollte:

    1. Der Verein brauchst ein Konzept. Wenn niemand weiß, wo die Reise hingehen soll und welche Ziele erreicht werden soll, wird nichts daraus. Der Verein muss und kann es nicht allen recht machen. Wo hat der Vereins seine Kompentenzen? Was wollen die Mitglieder? Alles kann keiner. Wer alles macht, ist in nichts gut. Die Mehrheit der Mitglieder muss das Konzept unterstützen.
    2. Der Verein braucht Personen, die dieses Konzept umsetzen und tragen. Das muss nicht der aktuelle Vorstand sein. Wer das Konzept nicht mitträgt und umsetzt, sollte nicht unbedingt im Vorstand sitzen. Nichts ist schlagkräftiger als ein Team, bei dem alle hinter dem Konzept stehen. Eine Allianz der fähigen Willigen. Nörgler, Besserwisser und Bedenkenträger gibt es ohnehin schon genug.
    3. Der Verein muss sich von der Mentalität lösen, dass er jeden nehmen muss und froh sein kann, wenn sich mal einer für den Sport interessiert. Außerdem muss die Sichtweise verschwinden, dass das alles nichts kosten darf. Es ist ein spannender Lernprozess, den ich aus eigener Erfahrung kennen lernen durfte. Es ist schwer, einem sympathischen Interessenten zu sagen, dass er zur Zeit kein Probetraining absolvieren und auch nicht eintreten kann, da unser nächster Kurs erst in einem halben Jahr beginnt. Man hat Angst davor, einem Interessenten nach dem kostenlosen Probetraining zu sagen, dass er für den sich anschließenden Kurs 250 EUR bezahlen muss. Wenn der vielsprechende Interessent erfahren muss, dass Großkaliber frühestens nach 6 Monaten ein Thema bei uns ist, dann fürchtet man sich erneut, dass er enttäuscht NEIN sagen könnte. Ich will nicht leugnen, dass das passiert. Aber viel weniger als man annehmen würde. Wenn das Konzept, das Angebot stimmt und das noch kompetent vermittelt wird, schreckt davor kaum jemand zurück. Kurzum: Lerne NEIN zu sagen.
    4. Der Verein muss den Blick in die Zukunft richten. Die aktuellen Mitglieder müssen das Konzept stützen, umgesetzt wird es mit den Neuzugängen. Die kennen es nicht anders. Da gibt es keinen Rechtsfertigungsdruck, warum die Dinge jetzt anders sind. Wenn jemand von den Altmitgliedern mitmacht ist das super. Zuviel Energie würde ich da nicht investieren. Die ist bei den Neuen besser aufgehoben.

    Sorry für den umfangreicheren Beitrag. Aber wenn ich mal so am Schreiben bin, dann fließt das bei dem Thema nur so aus mir raus.

  • Wir hatten das damals mal durchgerechnet.


    Hallo Gironimo,

    das ist das was ich ja anprangere........ diese rechnerei. Schießen als Sport rechnet sich nicht, Es geht hier um Sport und Freizeitgestaltung, ein Verein sollte atraktiv und pfiffig und gruibig sein.

    Aber keine Zweigstelle der Sparkasse.

    Ich kenne Anrufe am Samstagnachmittag, läuft Euer Kompressor? unsere Flasche hat nur noch 80 Bar und wir haben morgen Wettkampf..........

    Ihr habt das eventuell besser geregelt, proffesionell ist es sicher nicht, es bindet Kapazität, und ist nicht der Stand der Dinge.

    Man muss meinen Vollgasstiel nicht akzeptieren, aber unter Wert sollte man sich oder den Verein auch nicht verkaufen.

    Ich hab immer gedacht das meine Ansprüche an den Verein und das Equipment bzw den Umgang damit, hoch sind, aber von Lanfer und seinem Verein ( siehe unten ) kann auch ich noch was lernen.

    Alle Achtung da ist Speed drin, und offensichtlich funktioniert es. Die verkaufen sich nicht unter Wert. Auf dieser Ebene hab ich das so noch nirgends erlebt.

    Ich finde es gut, das hat Qualität und Wertigkeit, das passt in die Zeit und ist allemal mehr angemessen als 30€ Jahresbeitrag.

    grüße NO.LIMITS

    Kostenlose Vereinswaffen kann ich über ein Probetraining hinaus nicht nachvollziehen. Training, das nichts kostet ebenso wenig. Wer bei uns eine Vereinswaffe nutzen will, muss dafür was bezahlen.

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Wenn ich das hier lese, bin ich froh in einen großen Verein zu sein (ich glaube es waren 6-800 Mitglieder). Wir haben ein Luftgewehrmannschaft in der ersten Bundeslieger, einen schönen Stand (10m Luft, 25 und 50m KK) mit einem gut besuchten "Kneipenbetrieb" und regen Vereinsleben.

    Trainer sind bei uns Vereinsmitglieder, die dies ehrenamtlich machen.

    Der Verein macht eine super Arbeit, verkauft sich nicht unter Wert und ist dennoch ( meiner Meinung nach durch die Masse an Mitgliedern) einer der günstigeren Schützenvereine bei uns in der Umgebung.

    - es muss nicht immer teuer sein.... Engagement ist das A und O.


    Just my 2 Cents.

    Gruß: Dennis.

    Veni, vidi, violini – ich kam, sah und vergeigte...

  • das ist das was ich ja anprangere........ diese rechnerei. Schießen als Sport rechnet sich nicht, Es geht hier um Sport und Freizeitgestaltung, ein Verein sollte atraktiv und pfiffig und gruibig sein. Aber keine Zweigstelle der Sparkasse. Ich kenne Anrufe am Samstagnachmittag, läuft Euer Kompressor? unsere Flasche hat nur noch 80 Bar und wir haben morgen Wettkampf.......... Ihr habt das eventuell besser geregelt, proffesionell ist es sicher nicht, es bindet Kapazität, und ist nicht der Stand der Dinge.

    Genau aus diesem Grund haben wir uns damals dafür entschieden, keine eigenen Ressourcen zu binden, sondern diese Dienstleistung professionell einzukaufen. ;)

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Du hast recht, es geht dann schon, mit welcher Perspektieve?

    Hat das dann noch die Berechtigung das sich das ganze Schützenverein nennt, es ist kaum besser wie eine Schiessbude auf dem Rummelplatz, da kann nix wachsen und in so einem Sog bleibt doch fast alles auf der Strecke.

    Auch das geht, nur muss dann auch Spitzenleuten (und damit meine ich Anwärter auf den ersten Plätzen bis 10 bei der LM in einem starken Verband) klar sein dass es außer einer Runde bei Feiern nichts auch keine Fahrt Spesen zu holen gibt.

    Wir schießen fast ausschließlich Pistolendisziplinen. Kostenlose Vereinswaffen kann ich über ein Probetraining hinaus nicht nachvollziehen. Training, das nichts kostet ebenso wenig. Wer bei uns eine Vereinswaffe nutzen will, muss dafür was bezahlen. Eine Luftpistole oder Sportpistole kosten 15 EUR im Monat für Erwachsene und 10 für Jugendliche. Dafür schießt damit auch niemand anderes. Munition müssen die Schützen also auch die Jugendlichen bezahlen. Trainingsstunden kosten bei uns Geld. Jeder Neueinsteiger muss einen Kurs besuchen, damit er dann ohne besondere Betreuung am Trainingsbetrieb teilnehmen kann. Wir reden da über 250 EUR pro Kurs für etwa 8-10 Trainingsabende und einen Tageslehrgang. Da ist alles inklusive. Wer sich entscheidet Mitglied zu werden, bekommt 50 EUR auf die 100 EUR Aufnahmegebühr angerechnet. Außerhalb der Einsteigerkurse bieten wir 1x pro Woche angeleitetes Training im Erwachsenenbereich. Wer darüber hinaus Bedarf hat, kann unsere Trainer für 40 EUR für 2TE buchen. Dazu kommen kostenpflichtige Tageslehrgänge am Wochenende mit eigenen oder auch mal mit externen Trainern.

    Ein bewährtes Muster.

    Der Verein muss sich von der Mentalität lösen, dass er jeden nehmen muss und froh sein kann, wenn sich mal einer für den Sport interessiert.

    Treffende Aussage, auch wenn sich hier nicht jeder so einen Spruch leisten kann.

    Lanfear,

    selten ein Beitrag dem ich so vollständig zustimmen kann.


    Karl

  • Man muss meinen Vollgasstiel nicht akzeptieren, aber unter Wert sollte man sich oder den Verein auch nicht verkaufen.

    Bernd,

    auch da kann ich Dir zustimmern, allerdings vermittelst Du mir in Deinen Beiträgen den Eindruck dass es zu Deinem richtigen Weg keine weiteren zielführenden Alternativen gibt.

    Ich kenne Anrufe am Samstagnachmittag, läuft Euer Kompressor? unsere Flasche hat nur noch 80 Bar und wir haben morgen Wettkampf..........

    Ihr habt das eventuell besser geregelt, proffesionell ist es sicher nicht, es bindet Kapazität, und ist nicht der Stand der Dinge.

    Du bist jetzt überzeugt dass diese Schlamper dann den Kompressor immer einsatzbereit hätten?

    Unser Hauptsponsor würde schon fragen ob wir überhaupt noch Unterstützung brauchen wenn wir neben der Feuerwehr einen eigenen Kompressor haben müssten.

    Du hast ja recht wenn Du deutlich höhere Ansprüche stellst, nur muss auch Dir klar sein dass nicht jeder Verein/Schütze/Vorstand den Weg mitgehen will und teilweise auch nicht kann.

    Karl

  • ... Alle Achtung da ist Speed drin, und offensichtlich funktioniert es. Die verkaufen sich nicht unter Wert. Auf dieser Ebene hab ich das so noch nirgends erlebt.

    Ich finde es gut, das hat Qualität und Wertigkeit, das passt in die Zeit und ist allemal mehr angemessen als 30€ Jahresbeitrag.

    grüße NO.LIMITS

    Jetzt weiß ich wenigstens, was du immer mit dem "unter Wert verkaufen" meinst. Nur was teuer ist ist auch gut. Ja das ist eine weitläufige, aber schon oft widerlegte Meinung.

    Mir tuts echt leid, dass ich das Thema offtopic geführt habe. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass mit dem gleichen Aufwand im Verein oft mehr Geld zu holen ist, als von Sponsoren. Jetzt diskutieren wir wieder um die richtige Vereinsstruktur und -führung, die nie gleich sein kann.

    Ja und das geht schon beim Kompressor los. Wir @Karl schon schrieb, ist mir die reine Atemluft des Kompressors der Feuerwehr auch lieber, als die eines evtl. schlecht gewarteten eigenen Kompressors. Und die Feuerwehr kann ich auch noch fürstlich für die Luft belohnen. Gute Luft darf ja auch teuer sein.

    Mit freundlichstem Schützengruß
    Johann

  • Jetzt weiß ich wenigstens, was du immer mit dem "unter Wert verkaufen" meinst. Nur was teuer ist ist auch gut. Ja das ist eine weitläufige, aber schon oft widerlegte Meinung.

    Johann,

    wenn ich an manche vergangene Diskussion zurückdenke dann wird doch diese Meinung hier recht oft vertreten. Vor einigen Tagen hat man hier einem Einsteiger KK mal gleich zum ca. 1500 teureren Walther KK 500 geraten, auf so eine Idee kommt nicht mal ein Walther Mitarbeiter bei der DM. Weitere Beispiele dass Geld bei vielen eine untergeordnete Rolle spielt finden sich genügend, du darfst nur nicht bei Kartuschen oder Tresoren danach suchen.

    Warum soll ein Trainer bei den Schützen nicht wie ein Tennis- oder Ski Trainer honoriert werden? Selbst Lanfears Nobelprogramm ist noch preiswerter als mache Schul Schiwoche und sicher erfolgreicher.

    Karl

  • Natürlich darf ein Trainer bezahlt werden. Das haben wir auch gemacht, als wir noch keinen im Verein hatten. Aber warum soll ein Trainer im eigenen Verein Geld verlangen, wenn er nicht will. Macht er deshalb schlechtere Arbeit? Ist ein FWB Evolution top schlechter, nur weil es Jugendliche kostenlos benutzen dürfen? Ist die Gemeinschaft schlechter, nur weil Getränke beim Training nichts kosten?

    Ich kenne bei uns keinen Verein, bei dem Geld knapp ist, wenn er in sich funktioniert. Hier müssen sich nur die Verantwortlichen im klaren sein, dass sie einen solch funktionierenden Verein auch an Jüngere weitergeben müssen und nicht eine Sintflut kommt, wenn man keine Lust mehr hat.

    Aber jeder Verein und jede Gegend ist anders, darum kann man nur Ratschläge geben, oder mitteilen, wie es bei einem selbst zugeht. Was der Fragesteller daraus macht, ist sein Ding.

    PS:

    Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt eine adäquate weibliche Form gleichberechtigt ein

    Mit freundlichstem Schützengruß
    Johann

  • Aber warum soll ein Trainer im eigenen Verein Geld verlangen, wenn er nicht will. Macht er deshalb schlechtere Arbeit?

    Das sicher nicht. Der Verein müßte uns (mich und meine Trainerkollegin & Chefin) recht fürstlich bezahlen, wenn wir nur das rausbekommen wollten, was wir an Geld in Waffen (nicht für uns, sondern für unsere Schützen) und an sonstigem Equipment (SCATT, SAM, Spektive, ....) so rein privat angeschafft haben und reineweg für das Training nutzen.

    Aber eine kleine Vergütung zeigt dem Trainer zumindest die symbolische Wertschätzung seiner Arbeit.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)