Interesse am Schießsport

  • Hallo an alle,


    ich bin 39 Jahre alt,Vater kleiner Kinder, und habe in diesem fortgeschrittenen Alter mein Interesse am sportlichen Schießen entdeckt. Grundsätzlich bin ich völlig unbedarfter Neueinsteiger ohne jegliche (Sport-)Waffenerfahrung. Bislang erfreue ich mich ganz laienhaft an meiner alten Hämmerli-Master-Luftpistole im heimischen Keller auf 3,5 m Meter Distanz zum Kugelfang.


    Nun überlege ich, ob es es einmal in einem Verein versuchen soll. Bei diesen Überlegungen schiebe ich so einige Bedenken. Zum einen nehme ich hier in der Rubrik "Öffentlichkeitsarbeit" wahr, dass es mit den Schützenvereinen im Bereich des Sportwaffenschießens bergab geht. Ich muss zugestehen, dass ich mir auch keinen Trink- oder Traditionspflegeverein alter Herren (obwohl ich ja bald selbst einer bin) wünschen würde. Und wer setzt freiwillig auf ein totes Pferd, das man zweifelsohne (freudlos) reiten kann. Dennoch, der Bogen liegt mir nicht.


    Zum anderen weiß ich nicht, ob meine Ambitionen meiner Familie mit zwei kleinen Kindern zeitlich im Weg steht. Ich kann nicht Einschätzen, welcher Zeiteinsatz für das Training von Nöten ist. Dabei hätte dann auch schon den Anspruch, bei dem eine oder anderen kleinen Wettbewerb anzutreten.


    Und bin ich ob meines Alters als Mitglied für einen Verein überhaupt noch von Interesse? Oder würde man mir eher die Luftpistole oder das Luftgewehr in die Hand drücken und mich mir nach kurzer Einweisung selbst überlassen, weil ich möglicherweise ohnehin nicht mehr zur attraktiven Zielgruppe gehöre. Gibt es in den Vereinen überhaupt eine Art Grundausbildung? Oder arbeitet sich der Neueinsteiger (abgesehen von einer irgendwann möglichen Sachkundeprüfung) als Autodidakt mit Tipps und Tricks von Alt-Sportschützen an das Thema selbst heran?


    Und last but not least. Vielleicht kennt Ihr einen modernen Verein im Bereich Duisburg oder Moers (gerne linksrheinisch), der sich für mich eignen könnte. Einer Empfehlung messe ich da mehr Wert bei als Internetauftritten.


    Auf Eure Erfahrungen und Hinweise freue ich mich.


    Viele Grüße


    Kraxelhuber

  • Hallöle,


    grundsätzlich ist jedes Mitglied von Interesse. Ich selber habe mit 44 Jahren erst begonnen Lupi zu schiessen.
    Es kommt auf den Verein, die Leute und die eigene Motivation an wie weit man es treiben möchte. Im Luftdruckbereich ist alles recht entspannt, da man quasi kein Training oder Wettkampf nachweisen muss um irgendwelchen behördlichen Auflagen zu entsprechen. Im Feuerwaffenbereich also alles was mit WBK etc. zu tun hat schauts anders aus.
    So kann man mit der Lupi wenn Zeit ist zum Training. Etwas schiessen,.. danach ne cola oder etwas anderes oder auch nixund wieder nach Haus. Kommt auf den Verein, die Leute und die Ausrüstung des Vereins an.
    Da ich auf Montage arbeite habe ich unter der Woche abends Zeit fürs Training und such mir als Gastschütze Vereine in Arbeitsnähe aus.
    Man kann auch zu Haus oder unterwegs bzw. auf Arbeit etwas trainieren. Da natürlich nicht mit der Waffe, aber mit Gewichten, Wasserflaschen, Aktenordnern.......oder oder oder. Da gibts reichlich Übungen die man zwischendurch machen kann. Denn man benötigt schon eine gewisse Ausdauer und Muskelmasse.
    In Deiner Gegend kenne ich leider keinen Verein, aber Du solltest versuchen einzelne Vereine im Netz zu suchen, dann über den entsprechenden Kreisverband (oft gibt es einen Link oder Hinweis dazu auf den websites) weitere vereine zu finden. Dann einen nach dem andeen mal abklappern. Dann schaun wie Du Dich dort aufgehoben fühlst und da wo Du dich wohl fühlst blibst halt. Ich kenne quasi keinen Verein, der nicht mal jemanden zum Schnuppertraining rein lässt. Weiteres gibt sich dann.


    MfG
    Matze

  • je nach dem wie weit deine abitionen reichen,
    bist du mit der LP noch schneller als mit dem gewehr in eine mannschaft integriert, da hier immer schützen fehlen und die leistungsdichte nicht so hoch ist.
    auch ohne training kann man dort locker die 330 /340 ring halten, und ist dann schon teilweise kreisliga. das könntest du sogar noch aus deiner hämmerli herausholen :-)
    bei verschiedenen vereinen mal vorbeischauen - und div. waffengattungen mal probeschießen.
    Beim gewehr ist halt die "materialschlacht" ein handycap, reistasche und gewehrkoffer vgl zu pistolenköfferchen.


    mfsg daniel

  • Nun überlege ich, ob es es einmal in einem Verein versuchen soll. Bei diesen Überlegungen schiebe ich so einige Bedenken. Zum einen nehme ich hier in der Rubrik "Öffentlichkeitsarbeit" wahr, dass es mit den Schützenvereinen im Bereich des Sportwaffenschießens bergab geht. Ich muss zugestehen, dass ich mir auch keinen Trink- oder Traditionspflegeverein alter Herren (obwohl ich ja bald selbst einer bin) wünschen würde. Und wer setzt freiwillig auf ein totes Pferd, das man zweifelsohne (freudlos) reiten kann.

    Lass Dich da nicht verwirren, die Schwarzmalerei ist ein Hobby einiger Kämpfer für die Zukunft unseres Sports. Klingt seltsam ist aber so.


    Die Schützen gehören immer noch zu den 5 größten Verbanden mit über einer Million Mitgliedern, da reitest Du noch lange kein tötes Pferd.


    Schau Dir einfach mal die Vereine im Umfeld an, da wird sich sicher was für Deine Ansprüche finden.


    Zum anderen weiß ich nicht, ob meine Ambitionen meiner Familie mit zwei kleinen Kindern zeitlich im Weg steht. Ich kann nicht Einschätzen, welcher Zeiteinsatz für das Training von Nöten ist. Dabei hätte dann auch schon den Anspruch, bei dem eine oder anderen kleinen Wettbewerb anzutreten.

    Einfach mal in den Verein reinschauen, mit gelegentlich einen Wettbewerb bestreiten schaut es allerdings in den meisten Gegenden schlecht aus weil meist nur Mannscchafts-Rundenkämpfe ausgetragen werden die eine regelmäßige Teilnahme erfordern. Gegen Trainingswettkämpfe spricht natürlich nicht.


    Zu alt bist Du höchstens wenn Du noch in der Jugendklasse antreten willst.


    Karl

  • Zum einen nehme ich hier in der Rubrik "Öffentlichkeitsarbeit" wahr, dass es mit den Schützenvereinen im Bereich des Sportwaffenschießens bergab geht. Ich muss zugestehen, dass ich mir auch keinen Trink- oder Traditionspflegeverein alter Herren (obwohl ich ja bald selbst einer bin) wünschen würde. Und wer setzt freiwillig auf ein totes Pferd, das man zweifelsohne (freudlos) reiten kann. Dennoch, der Bogen liegt mir nicht.

    Hallo Kraxelhuber,


    herzlich Willkommen bei den Meisterschützen.
    Manche Kommentare (auch meine) sind negativer als es die Realität hergibt. Hier spielen mit unter Emotionen eine Rolle. MMn. ist der Schießsport kein totes Pferd und hat eine Zukunft. Wichtig ist, dass wir mit festgefahrenen Strukturen aufräumen und den sportlichen Wettkampf in den Mittelpunkt stellen. Dazu ist jeder Schütze ob Neuling oder alter Hase wichtig.


    Zum anderen weiß ich nicht, ob meine Ambitionen meiner Familie mit zwei kleinen Kindern zeitlich im Weg steht. Ich kann nicht Einschätzen, welcher Zeiteinsatz für das Training von Nöten ist. Dabei hätte dann auch schon den Anspruch, bei dem eine oder anderen kleinen Wettbewerb anzutreten.

    Ich zitiere hierzu mal das Buch "Sportliches Pistolenschießen" von Elfe Stauch.


    Freizeit- und Breitensport (Freundschafts- , Rundenwettkämpfe und Kreismeisterschaften) => 1x Training pro Woche
    Leistungssport (Bezirks-, Landes- und deutsche Meisterschaft) => 3-4x Training pro Woche
    Hochleistungssport => 4-6x Training pro Woche


    Lass dich nicht abschrecken. Wenn du auf einem guten Niveau schiessen möchtest, sind 2x Training (aber effizient geplant!) pro Woche ausreichend.
    Wie schon erwähnt kannst du auch viel Zuhause machen. Zb. im Keller Trockenabzugsübungen machen oder etwas Kraft-/Ausdauersport.


    Und bin ich ob meines Alters als Mitglied für einen Verein überhaupt noch von Interesse? Oder würde man mir eher die Luftpistole oder das Luftgewehr in die Hand drücken und mich mir nach kurzer Einweisung selbst überlassen, weil ich möglicherweise ohnehin nicht mehr zur attraktiven Zielgruppe gehöre. Gibt es in den Vereinen überhaupt eine Art Grundausbildung? Oder arbeitet sich der Neueinsteiger (abgesehen von einer irgendwann möglichen Sachkundeprüfung) als Autodidakt mit Tipps und Tricks von Alt-Sportschützen an das Thema selbst heran?

    MMn. sind die Späteinsteiger der bessere Nachwuchs (auch wenn ich jetzt wieder reihenweise Prügel einstecken muss). Erwachsene haben eher klare Ziele vor Augen als Kinder, haben das Geld für eine anständige Ausrüstung, den Ehrgeiz und Motivation. Ein guter Verein lässt dich nicht im Regen stehen. IdR. gibt es eine Einweisung und man wird dir in den ersten Trainingsstunden zur Zeite stehen. Leider fehlen in vielen Vereinen Trainer oder Schützen mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl. Daher kann es sehr gut sein, dass du zum Autodidakt werden musst. Hierzu gibt es ganz gute Bücher und sehr gute Lehrvideos (ich habe mal vor einiger Zeit den folgenden Thread eröffnet http://meisterschuetzen.org/th…ueber-das-sportschiessen/


    dort habe ich u.a. nützliche Lehrvideos verlinkt. Und mit dem ISSF-Videos lassen sich ganze Abende füllen:).



    Vielleicht kennt Ihr einen modernen Verein im Bereich Duisburg oder Moers (gerne linksrheinisch), der sich für mich eignen könnte. Einer Empfehlung messe ich da mehr Wert bei als Internetauftritten.

    Ich möchte dir folgende Tipps auf den Weg geben:
    1. überleg dir vorher was dich interessiert (Kurz- oder Langwaffe) [hierzu sind Videos aus dem Internet vllt ganz hilfreich)
    2. dann such dir einen Verein der auf den Waffentyp spezialisiert (ggf. mal anfragen) ist. Denn wenn du Kurzwaffe schiessen willst und der Verein überwiegend auf Langwaffe fokussiert ist, wirst du nicht glücklich.
    3. wenn dir der sportliche Wettkampf wichtig ist und du entsprechend gefördert werden möchtest, dann such dir einen Verein mit Trainer oder du suchst dir einen Verein mit starken Schützen. Hierzu schaust du dir die Ergebnisse aus den letzten Kreis-/Bezirksmeisterschaften an. Du wirst schnell sehen welcher Verein im sportlichen Bereich stark ist und welcher Verein eher dem gemütlichen Smalltalk am Vereintresen zu getan ist. Übrigens erkennt man sportorientierte Vereine schnell an der Aufmachung der Homepage. Wer sportliche Erfolge hat oder professionelles Training anbietet, zeigt dieses auch gerne öffentlich. Wer keine hat, zeigt lieber Bilder vom letzten Schützenfest.

  • Moin Kraxelhuber,


    der Name klingt doch fast bayrisch . . aber
    es kann ja sein, daß ihr mehr Karnevalsvereine links und rechts des Rheins habt, aber den Schießsport abzuschreiben ist dann doch etwas übertrieben.
    Wir haben hier mehr Schießsport- als Fußballvereine, die massiven Schwund verzeichnen.


    Außerdem sind wir in dem Alter, in dem wir das machen können was wir wollen. Die Alterslahmen und Sportinvaliden kommen auch einer nach dem anderen wieder zum gemütlichen Schießen!
    Jeder Verein hat so seine eigene Chemie, eigentlich fast jede Abteilung. Aber du mußt ihn ja nicht heiraten ;-) Du mußt nicht mal vereinsmonogam sein.


    Trau' dich und falls du keinen Verein findest kannst du immer noch Schach spielen.


    Stefan

  • Hallo an alle,


    für Eure interessanten und hilfreichen eigenen Erfahrungen, Links sowie den Buch-Tipp danke ich Euch sehr. Ich finde es erfreulich zu lesen, dass für mich in diesem Sport aufgrund meines Alters noch nicht Hopfen und Malz verloren ist, und dass es noch mehr "Spätberufene" gibt. Im Moment würde mir nach meinem persönlichen Interesse die Kurzwaffe eher liegen. Die Langwaffe kenne ich aber nur von der Kirmes, so dass ich mir da noch nicht 101 % sicher bin.


    Inzwischen habe ich schon zwei mögliche Vereine aus dem Internet anhand der lokalen Meisterschaftslisten herausgesucht.


    Der eine Verein gehört dem DSB und BDS an, hat ein eigenes Vereinsheim sowie eine eigene Schießanlage, zusätzlich gibt es eine zweite Schießanlage in einer städtischen Sporthalle nutzbar. Beim Studium der Internetpräsenz ist mir aufgefallen, dass der Verein von seinen aktiven Mitgliedern zusätzlich zum Jahresbeitrag von 100 EUR ein jährliches Arbeitspfand von 100 EUR verlangt, die zurückgezahlt werden, wenn mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet werden. [1] Ist das gängige Praxis bei den Vereinen?


    Der andere Verein gehört dem DSB an, hat offensichtlich kein Vereinsheim und nutzt die Schießanlage in einer städtischen Sporthalle. [2]


    Die Entfernung ist jeweils ungefähr gleich. Letztlich wird es wohl auf die von mir empfundene Sympathie ankommen, so dass ein Probeschießen vor einer Festlegung sicherlich hilfreich ist.


    Grüße


    Kraxelhuber


    [1] http://www.moerser-sportschuetzen.de/
    [2] http://www.bsvrheinhausen.de/

  • grüß dich,
    da beide vereine auch kk / gk disziplinen anbieten ist ein solcher mitgliedsbeitrag nach meinem verhältnis "fast" angemessen. Das zeug kostet halt auch unterhalt - klar.
    zu den 5h kostenloser arbeit - das ist durchaus gerechtfertigt, da sonst die arbeit im schlimmsten falle am vorstand hängen bleibt. 1x rasenmähen auf der 50 meterbahn braucht auch seine zeit, renovieren, umbauen, tekendienste im vereinsheim - all das gibts bei uns auch und ist durchaus legitim.


    du solltest für dich entscheiden was dir besser passt von den trainingszeiten her. ein öffentlicher schießstand im mietverhältnis hat evtl auch unter der woche regelmäßig geöffnet, was ein privater verein nicht unbedingt hat, und du wohl auch in der ersten zeit keinen schlüssel bekommst... {{Edit: ich seh grad, die öffnungszeiten des privaten vereins sind wahnsinnig gut!!!}} - dann wärst du von den trainingszeiten her frei und kannst abends auch mal los...


    mfsg daniel
    ps: wir haben dort in der nähe einen patenverein: st. seb. brud. frechen / buschbell
    ich selbst komme aber aus dem bayr. wald

  • Servus Daniel,


    wenn Dich richtig verstehe, dann liegt ein Beitragsaufwand (egal ob 200 EUR Mitgliedsbeitrag oder 100 EUR Mitgliedsbeitrag + 100 EUR Arbeitspfand) voll im Rahmen. Auch wenn mir der Einblick in die Szene fehlt, kann ich mir schon vorstellen, dass schon alleine der Unterhalt einer Schießanlage kein Zuckerschlecken ist.


    Mit den konkreten Trainingszeiten hatte ich mich noch gar nicht weiter beschäftigt. Aber die Zeiten in Moers sind wirklich komfortabel. Das ist ein starkes Plus.


    Dank und Gruß


    Kraxelhuber


    P.S.: Ich wusste gar nicht, dass die Schießsportvereine in Deutschland Partnerschaften pflegen, die von Bayern bis nach NRW reichen. Klasse!

  • zum thema beiträge:
    ich komm aus der ostbayrischen provinz, unser verein bietet rein luftdruckwaffen, schützenheimneubau im jahr 2000, 37€ jahresbeitrag
    der zentralverein der kreisstadt bietet luftdruck & 50/100 kk/gk, hat auch nur 37 € jahresbeitrag
    Aufgrund der öffnungszeiten und der vollen kugelsparte, luftdruck, kurzwaffe 25m langwaffe 100m bis 5000joule sind auch 100 € jahresbeitrag ok, zumal das ja ballungsgebiet ist.
    Die 100€ ehrenamts-arbeitspauschale ist wohl als notnagel eingeführt worden, da - wie auch bei uns - die vorstandschaft oft auf der arbeit sitzen bleibt, während die mitglieder reine nutznießer sind.


    Schau mal, der anderere von dir gelistete verein mietet sich in einem öffentlichen schießstand ein (sowas gibts auch bei uns) da sind die stundentarife ähnlich (10-12e kk), und da wärst du ruck zuck ein mehrfaches los!


    mfsg daniel

  • das beitragsgefüge der vereine ist sehr unterschiedlich. Mein stammverein nimmt 50 euro jahresbeitrag ohne zusätzliche kosten. Dafür wird von einigen auch viel nebenbei organisiert. Andere nehmen auch 50 plus einen euro pro training......bei 2 mal training dann also 150 im jahr,..... es kommt also immer drauf an. So übernimmt unser verein auch alle startgelder für rwk und meisterschaft. Nachbarvereine wiedrum nicht. Über die reinen beiträge kann man also nie gehen. Hauptsache man fühlt sich wohl im verein ohne zwist, und dass technisch alles funktioniert.

  • Hallo Ihr zwei,


    ich sehe, dass das Beitragsgefüge sehr unterschiedlich ist und dass es sehr auf die Gegebenheiten vor Ort ankommt. Da schließe ich mich Matze an und denke auch, dass der Wohlfühlfaktor neben der Technik das Wichtigste ist. Da sind im Zweifelsfall ein paar Euro mehr oder weniger (wofür auch immer) auch egal.


    Nochmals Dank und Gruß


    Kraxelhuber

  • Das Thema Beiträge ist in einem Verein oft etwas undurchsichtig und oft steht der Kostenfaktor nicht 1:1 im Verhältnis zum Gebotenen.


    Ein Beispiel aus unserer Gegend:


    Wir haben ein eigenes Vereinsheim, sind Betreiber von KK-/LG-/LP-Ständen, verzeichnen etwas über 100 zahlende Mitglieder, und hatten bisher einen Jahresbeitrag von < EUR 40,- Damit lässt es sich kaum wirtschaften. In der Nachbarschaft gibt es jedoch auch Vereine, die haben keinen KK-Stand und sind mitgliedsstärker, erheben einen Jahresbeitrag von um EUR 100,-... So verschieden kann es sein.


    Was da nun angemess ist oder eben nicht liegt im Auge des Betrachters. Einfach einen eigenen Eindruck verschaffen bringt meistens mehr, als sich auf anderer Leute "Empfehlungen" zu verlassen. ;-)


    So wie ich es aus deinen Beiträgen herauslese bist Du in erster Linie weniger daran interessiert Brauchtum, Tradition usw. zu pflegen. Eher geht es um das Schießen als solches. Vereine, die dem DSB angeschlossen sind haben oftmals eine sich ähnelnde Struktur/Aufstellung. Hier gibt es bestimmt gute Möglichkeiten sich zu entwickeln, auch selbst eine Trainerlizens zu erwerben, die dich ggf. bei deinen schießsportlichen Leistungen positiv beeinflussen kann und viele Wettkampfmöglichkeiten. So kannst Du übrigens auch in deinem "Stammverein" starten und zusätzlich in einem weiteren Verein antreten. Das kann für ambitionierte Schützen hilfreich sein. Oder andersherum: Das Klima im Verein a) gefällt dir besser als im Verein b). Jedoch ist klar, dass Verein b) die besseren Mannschaftsergebnisse bringt, wo Du mit deiner Schießleistung den Anschluss findest und in entsprechenden Klassen starten kannst.


    Aber lösen wir uns von den DSB-untergeordneten Vereinen und riskieren einen Blick in eine andere Struktur: https://www.bdsnet.de/


    Hier geht es - soweit ich das erfahren habe (und ich sage dazu, ich bin dort weder Mitglied noch habe ich sonstige Berührungspunkte mit dem Verein, mal abgesehen von einem Bekannten, der sich durchweg positiv zu diesem Bund äußert und dort aktiv ist) - eher um den Sport, als um das Brauchtum. Vielleicht wäre dies eine Alternative, die Du dir mal ansehen kannst.


    Verschaffe dir einen Überblick und Eindruck, was die beiden von dir ausgewählten Vereine zu bieten haben, was Du auch nutzen möchtest und dann kannst Du dich entscheiden oder einfach in beiden Vereinen als Gastschütze agieren (auch sowas soll es geben).


    Junior

    Wer den Kopf über der Suppe lang genug schüttelt, der wird ein Haar darin finden.
    (unbekannter Autor)

  • ...Ich kann nicht Einschätzen, welcher Zeiteinsatz für das Training von Nöten ist. Dabei hätte dann auch schon den Anspruch, bei dem eine oder anderen kleinen Wettbewerb anzutreten.
    Und bin ich ob meines Alters als Mitglied für einen Verein überhaupt noch von Interesse? Oder würde man mir eher die Luftpistole oder das Luftgewehr in die Hand drücken und mich mir nach kurzer Einweisung selbst überlassen, weil ich möglicherweise ohnehin nicht mehr zur attraktiven Zielgruppe gehöre.


    ... Gibt es in den Vereinen überhaupt eine Art Grundausbildung? Oder arbeitet sich der Neueinsteiger (abgesehen von einer irgendwann möglichen Sachkundeprüfung) als Autodidakt mit Tipps und Tricks von Alt-Sportschützen an das Thema selbst heran?

    Zum Zeitbedarf: Das hängt im wesentlichem von den Schießtagen ab, die der Verein anbietet. Ein Tag in der Woche heißt maximal 1 Tag praktisches Training mit der Waffe. Man kann natürlich Trockentraining zu Hause betreiben, aber wer macht das schon?


    Zum Alter: Es klingt banal, aber es ist nie zu spät. Es würde anders aussehen, wenn Du Ambitionen für die Olympiade mitbringen würdest.


    Zur Ausbildung: Das ist stark vereinsabhängig. Es gibt Vereine, die haben ehrenamtliche Mitglieder, die statt selbst zu schießen, versuchen, anderen das Schießen beizubringen. Und es gibt Vereine, vermutlich die Mehrzahl, wo man nach einer kurzen Einführung auf sich allein bzw. auf den gelegentlichen Rat älterer Schützen angewiesen ist.


    Klaas

  • Kann ich so nur bestätigen. Viele die es einigermaßen können lassen andere im Regen stehen obwohl sie sehen was derjenige falsch macht. Andererseits gibts auch viele, die gar nicht annehmen oder ausprobieren wollen was andere ihnen erklären.
    Gut ist immer mal das ein oder andere zu hinterfragen, Dinge auszuprobieren.......und dann für einen selber zu entscheiden ob es für einen selber gut ist.
    Leider kann man oft technisch nicht viel ausprobieren, da die wenigsten Schützen nen Probenköfferchen haben voll mit kleinen Schätzen zum testen oder ausprobieren bevor man sich bestimmte Dinge selber zu legt.

  • Für den Fortgang der Diskussion danke ich Euch und verfolge ihn mit großem Interesse.


    @ Junior, genau, mir geht es in um das sportliche Schießen. Brauchtum und Tradition liegen mir fern, weil ich dazu keinerlei Bezug habe. Es gab in meiner Familie bislang keine Schützen (jedenfalls soweit meine Ahnenforschung reicht), und die wenigsten haben irgendeine Form des Wehrdienstes geleistet (oder leisten müssen). Mir war übrigens gar nicht klar, dass man auch zweigleisig fahren kann. Ein interessanter Hinweis, den ich mir im Hinterkopf behalte.


    Die Trainerlizenz sehe ich zur Zeit noch in ganz weiter Ferne. ;) Da Du ein solches Kursangebot aber erwähnst, würde ich gerne wissen, ob es sowas (gerade beim DSB) nicht vielleicht auch für absolute Anfänger, natürlich gegen Entgelt, gibt? Also im Sinne von "Luftpistole für Einsteiger". So wie ich klaas im Folgeposting verstanden habe, ist das möglicherweise nicht der Fall.


    Über die BDS-Vereine bin ich auch schon gestolpert, aber die haben einen großen Nachteil. Deren Schießstände liegen in meinem Beritt meist etwas außerhalb der (Vereins-)Heimatstadt. Ich müsste also zeit- und kilometeraufwändige Fahrten unternehmen. Das will ich aber nicht mehr regelmäßig auf mich nehmen. Ich wurde über eine persönliche Nachricht z. B. auf den Gunners Club in Düsseldorf aufmerksam gemacht. Meiner Meinung nach ein sehr modern und interessant wirkender Verein. Aber auch hier... zu weit entfernt. Schade.


    @ klaas, nein, zu Olympia soll es nicht mehr gehen. Ob es zuhause dann ein Trockentraining geben soll, ist aus meiner Sicht eine Frage des inneren Schweinehundes und der aus dem Probetraining resultierenden Ambitionen. Ob das dauerhaft funktionieren kann, ist die Frage. Jedenfalls arbeite ich hier abendlich schon einmal daran, meiner Armmuskulatur mehr Ausdauer zu verschaffen. Überraschend war für mich zu lesen, dass Schießsport tatsächlich auch etwas mit körperlichem Sport zu tun hat. :whistling: Was die Ausbildung angeht, da wäre es für mich der denkbar schlechteste Fall, wenn ich nach einer kurzen Unterweisung auf mich alleine gestellt wäre. Wie gesagt, mir schwebt da ein Einsteigerkurs mit Kostenbeteiligung vor.


    @ Matze, ein schwieriges Thema um Geben und Nehmen. Wer übt schon gerne Kritik an anderen? Und wer nimmt Kritik gerne an? Und sei sie im Kern noch so konstruktiv. Wenn sie nicht sorgsam formuliert ist, trifft sie den Empfänger zumeist ganz übel. Und den Absender trifft die abweisende Reaktion. Die größte Herausforderung liegt hier wohl in der Kommunikation. Und weil man sich dabei in die Nesseln setzen kann, lässt es der eine oder andere gerne bleiben. Mal abgesehen von eventuellen Rivalitäten, in denen der Informationsvorsprung eine bessere Platzierung bedeuten kann.


    Viele Grüße


    Kraxelhuber

  • (...)
    Die Trainerlizenz sehe ich zur Zeit noch in ganz weiter Ferne. ;) Da Du ein solches Kursangebot aber erwähnst, würde ich gerne wissen, ob es sowas (gerade beim DSB) nicht vielleicht auch für absolute Anfänger, natürlich gegen Entgelt, gibt? Also im Sinne von "Luftpistole für Einsteiger".
    (...)

    Ja, gibt es ;-)


    http://www.dsb.de/termine/lehrgaenge/nummer/E203.2ZE/


    Leider ist auch das nicht gerade um die Ecke von dir aus. Aber da es sich um eine eher einmalige Angelegenheit handelt, vielleicht ja vertretbar.


    Falls Du dich dafür entscheiden solltest, würde mich ein Feedback dazu sehr interessieren.


    LG
    Junior

    Wer den Kopf über der Suppe lang genug schüttelt, der wird ein Haar darin finden.
    (unbekannter Autor)

  • Da Du ein solches Kursangebot aber erwähnst, würde ich gerne wissen, ob es sowas (gerade beim DSB) nicht vielleicht auch für absolute Anfänger, natürlich gegen Entgelt, gibt? Also im Sinne von "Luftpistole für Einsteiger". So wie ich klaas im Folgeposting verstanden habe, ist das möglicherweise nicht der Fall.

    Jedermannkurse gibt es schon, einmal beim DSB aber sicher auch bei Deinem künftigen Landesverband. Sinnvoll wären aber auch einige Stunden Einzeltraining, Kontaktadressen kann man Dir sicher beim Kreis oder Landesverband nennen.



    Karl

  • Hallo Junior und Karl,


    Bingo, genau an solchen Kurse habe gedacht. Nun muss es nur noch mit einer Vereinsmitgliedschaft klappen. :)


    Danke für die hilfreichen Infos.


    Gruß


    Kraxelhuber