Neue Luftpistolen von Feinwerkbau (P 8X) und Steyr (EVO)

  • 2000,- Doppelmark sind aber für eine Einschüssige schon eine Ansage...

    Da bekommt man einige TOZ 35 dafür.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • ja schon, aber eine Pardini und Morini sind auch nicht viel günstiger, und eine Toz kommt nicht in frage....

    Jetzt hätt ich gedacht die FP ist out, und jetzt gibt es eine FP 500 :/:/:/

  • Bei dem Preis dürften sich auch kleine Serien rechnen und die TOZ ist für ihr alter auch noch teuer genug.

    Karl

  • Was ist denn das Gute an einen niedrigen Visierlinie?

    (Wurde in den ersten Posts so sehr hervorgehoben.)

    Gruß, Albert

    Sportbootführerschein Binnen

    Timex Armbanduhr, Krups Mixer und Candy Waschmaschine

  • Ich würde sagen, kann Vorteile haben (Zielfehler, Waffengefühl...) Kann Nachteile haben (Hand muss höher,....).

    Das muss jeder für sich selber ausprobieren. Ob diese 2 - 5 mm sich überhaupt bemerkbar machen....??

    Ich hatte einmal kurz eine P8X in der Hand und empfand es als angenehm bis normal, konnte damals aber nicht mit schiessen,....daher.....?????

    Probe schiessen, Probeschiessen, Probeschiessen......

    Matze

  • Die P8X hat gegenüber der Vorgängerin P44 eine sehr angenehme niedrige Visierlinie. Ähnlich wie die die Steyr Evo. Man merkt schon deutlich, dass die P44 höher über der Hand thront.

    Der Vorteil einer niedrigen Visierlinie liegt darin dass sich Zielfehler nicht so stark auswirken und bei scharfen Waffen der Rückstoß angenhmer ist. Meine X-Five baut auch sehr hohch über der Hand da der Hahn wohl Platz benötigt, meine Steyr -mit einem hahnlosen System- liegt da deutlich niedriger in der Hand.

  • hmm... also ich hab's noch nicht verstanden:

    Der Vorteil einer niedrigen Visierlinie liegt darin dass sich Zielfehler
    nicht so stark auswirken und bei scharfen Waffen der Rückstoß angenhmer
    ist.

    Welche Art von Zielfehler wirkt sich denn weniger aus? Ein rechts- oder linksstehendes Korn kann es ja wohl nicht sein.

    Gruß, Albert

    Sportbootführerschein Binnen

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    Einmal editiert, zuletzt von tmtriumph (23. März 2017 um 08:59)

  • Der Rückstoß, oder besser Rückstoßkraft, hat nichts mit der Visierline zu tun, sondern nur mit der Munition (Energie).

    Beim gefühlten Rückstoß spielt das Waffengewicht eine entscheidende Rolle.

    Der Hochschlag der Waffe beim Schuss hängt von der Lage des Laufs relativ zur haltenden Hand und von der Gewichtsverteilung der Waffe (und den dadurch enstehenden Hebelkräften) ab.

    Man möchte also eine möglichst tiefe Visierline und gleichzeitig eine Laufachse möglichst weit zur Mitte des Handgelenks bei möglichst schwerer Mündung. Als Extrembeispiel fällt mir hier die Steyr FP ein.

    Das oben genannte kann man natürlich nicht immer alles realisiern, sei es technisch, praktisch oder abhängig von entsprechenden Wettkampfregeln.

    Wie Califax schon schrieb wirken sich Verkantungfehler (Rotationsachse) bei einer hohen Visierline stärker aus.

    Ein verkanten des Korns (rechts- oder linksstehendes Korn; Längsachse) wirkt sich bei kurzer Visierlänge stärker aus. Bzw. sieht man bei kurzer Visierlänge ein verkantetes Korn nicht so gut, d.h. wenn man es sieht ist die Abweichung schon größer als bei gleichem optischen Endruck bei langer Visierlänge.

  • hmm...

    also wenn die Waffe eingestellt ist auf waagerechte Kimme und der Schütze verkantet nach links,

    dann landet der Schuß nach links versetzt.

    Wenn die Waffe eine hohe Visierlinie hat und der Schütze verkantet nach links, dann schwenkt der Lauf relativ zum Korn nach rechts.

    Der Fehler beim Verkanten wird also bei einer hohen Visierlinie kleiner also bei einer niedrigen.

    Oder nicht?

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  • Nein, da die Flugbahn des Geschosses nicht gerade ist.

    Die Visierline und die Geschossflugbahn kreuzen sich immer in zwei Punkten (wäre die Flugbahn eine gerade, dann nur in einem Punkt).

    Wenn eine Waffe Fleck eingeschossen ist, liegt einer dieser Punkte genau im Ziel.

    Als Pistolenschützen nutzen wir bei "Spiegel aufsitzend mit Kontrollweiß" aber keinen der Punkte. Wir schießen die Waffe so ein, dass unser Geschoss oberhalb der Visierlinie einschlägt.

    Wenn wir jetzt nach links verkanten (der Extremfall wäre filmgangstermäßig 90°) gleichen wir also mit unserer Visierung nichtmehr den Geschossfall durch die Schwerkraft aus, sondern unser ehemaliger Hochschuss weicht um eben dieses Maß nach links ab. Da aber die Schwerkraft immernoch genauso wie vorher auf das Geschoss wirkt, haben wir auch den Fall nach unten noch. Unser Geschoss schlägt also links unten ein (von der Scheibenmitte aus gesehen).

  • wirken sich Verkantungfehler (Rotationsachse) bei einer hohen Visierline stärker aus.

    Nein!

    Der Abstand der Visierlinie zum Lauf hat keinen Einfluss auf die Auswirkung des Verkantens.

    Die Abweichungen durch verkanten werden nur von der Entfernung zum Ziel und von der Rasanz des Geschosses bestimmt.


    Mit besten Grüßen

    Murmelchen

  • Der Abstand der Visierlinie zum Lauf hat keinen Einfluss auf die Auswirkung des Verkantens.


    Die Abweichungen durch verkanten werden nur von der Entfernung zum Ziel und von der Rasanz des Geschosses bestimmt.

    Warum ist das so?

    Nicht dass ich Dir das nicht glauben würde. Aber eine Begründung zum besseren Verständnis wäre schön.

    Ich lerne gern dazu.


    Besten Gruß

  • Nicht dass ich Dir das nicht glauben würde. Aber eine Begründung zum besseren Verständnis wäre schön.

    Weil es sich nur um eine Parallelverschiebung handelt. Verkantet ist verkantet. Der einzige Unterschied ist und bleibt der Abstand zur Visierlinie. Die Winkeldifferenz (Kimme) zur Horizontalen bleibt von Höhe der Visierlinie unbeeinflusst.

    Eine andere Fragestellung ist: wie erkenne ich am besten ein Verkanten?

    Stefan

  • Aus meiner Sicht nur fast richtig.

    Mal angenommen, der Mittelpunkt des Korns bleibt beim Verkanten mittig unter der Mitte der 10.

    Beim Verkanten nach links schwenkt die Waffe nach rechts, während der Treffpunkt nach links wandert.

    Wieviel die Waffe nach rechts schwenkt, hängt von der Höhe der Visierlinie ab. Es wandert aber auch die Mündung und damit der Startpunkt des Geschosses nach rechts.

    Bei einer hohen Visierlinie wandert die Mündung stärker nach rechts (unter der Voraussetzung von Satz 2, oben). Daher verändert sich der Treffpunkt auch weniger weit nach links, weil das Geschoß von "weiter rechts" auf den Weg geschickt wird, denke ich.

    Sportbootführerschein Binnen

    Timex Armbanduhr, Krups Mixer und Candy Waschmaschine

  • Hallo tmtriumph,

    "weiter rechts" auf den Weg geschickt wird,

    ist auch so, der Lauf schwenkt weiter aus seiner 0-Stellung.

    grüße no.limts

    Steyr EVO/E
    Match Gun MG2E / MG5E
    Felix Team 45 ACP
    SIG 210/6 Full Race Gun, Oschatz

    Ich habe Ecken und Kanten nur eine Null hat keine!

  • Ihr verwechselt den Abstand der Laufachse zur Rotationsachse mit der Höhe (Abstand) der Visierlinie zur Rotationsachse.

    Malt es euch einfach mal auf, dann ist es ganz einfach.

    Stefan