Förderung der jugendlichen Ehrenamtlichen - was macht ihr?

  • Hallo,


    um einen Verein und einen Verband weiterführen zu können, braucht man immer wieder Nachwuchs, der auch Führungsaufgaben übernehmen will und kann. Was macht ihr bei euch im Verein, Gau oder Bezirk um dies auch voranzutreiben und zu fördern?


    Hier mal die erste Idee:


    Unsere Bezirksjugendleitung hat dieses Jahr zum ersten Mal den Titel des "Jugendsprechers des Jahres im Bezirk" vergeben. Damit sollten besonders engagierte Jugendliche, die sich auch weit über die alltäglichen Angelegenheiten im Schützensport engagiert haben, ausgezeichnet werden.
    Ich finde die Idee gut, ist sie doch ein Ansporn für die Jugendsprecher und eine Ehre für den Preisträger, der damit auch eine Vorbildfunktion für andere einnehmen kann.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Bei uns im Bezirk ist es so das die Bezirksjuendsprecher mit zum offiziellem Bezirksvorstand gehören.


    Bei uns im Verein ist dem nicht so, auch nicht bei uns in der Schießsportabteilung.
    Die Jugend wählt ihren Sprecher selber und wird dann nur noch in der Hauptversammlung bestätigt.

  • Ich wüßte einen besseren Weg, wenn man denn überhaupt an dem (veralteten, und zunehmend abschreckenden!) Konzept des "Ehrenamtes" festhalten wollte, was man vielleicht besser nicht täte:


    Jugendliche als Stellvertreter bzw. "2. Mann / 2. Frau" des Hauptamtes mitwählen. Es gibt dann halt einen Sportwart, und der stellvertretende Sportwart ist ein(e) Jugendliche(r). Und der Amtsinhaber delegiert gewisse Aufgaben eigenverantwortlich auf den oder die Jugendliche. Zum Beispiel: "Du bist verantwortlich für die Planung und EInladung der diesjährigen Internationalen Schießsportwoche" Etc. pp.


    Carcano

  • Wieso bist du gegen solche Regelungen, Carcano? Ich finde sie gar nicht schlecht, um so einen "Neuen" aufzubauen. Es ist zwar schön ihm gleich viel Macht zu geben, aber die Gefahr ihn damit zu überfordern besteht dabei auch immer!!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Da wir 1x im Jahr eine internationale Veranstaltung ausrichten im verein, weiß ich was dazugehört.


    Wir machen das in diesen fällen anders:
    Einer ist für das Design der Urkunden verantwortlich, ein anderer wird an der Software für die Auswertung angelernt, helfen beim Abkleben, helfen bei der Aufsicht oder besser der organisaton der nicht angemeldeten gäste, das auch diese einen Sand bekommen., usw.

  • Wieso bist du gegen solche Regelungen, Carcano? Ich finde sie gar nicht schlecht, um so einen "Neuen" aufzubauen. Es ist zwar schön ihm gleich viel Macht zu geben, aber die Gefahr ihn damit zu überfordern besteht dabei auch immer!!

    Nein. Ich bin im Gegenteil für solche Regelungen, wenn man denn das (überlebte und dysfunktional gewordene) alte Konzept des "Ehrenamtes" beibehalten wollte (modus irrealis).
    Ferner trägt mein Beispiel gerade der Gefahr denkbarer Überforderung bewusst Rechnung.


    Irgendwie hast Du überhaupt nicht gelesen, was ich schrieb... Bitte tu es noch einmal. Richtig.


    Carcano

  • Achso, ich habe dein Posting falsch verstanden, war kompliziert geschrieben. Hab gedacht du willst diesen Weg nicht! Ehrenamt ist bei uns einfach nötig, anders kann man den verein nicht mehr betreiben.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Ehrenamt ist bei uns einfach nötig, anders kann man den Verein nicht mehr betreiben.

    Genau im Gegenteil: *so* kann man den Verein nicht mehr betreiben.


    Habe ich ja schon einmal etwas früher im Jahr ausführlich erklärt.


    Carcano

  • Achso, ich habe dein Posting falsch verstanden, war kompliziert geschrieben. Hab gedacht du willst diesen Weg nicht! Ehrenamt ist bei uns einfach nötig, anders kann man den verein nicht mehr betreiben.


    Nun, ich denke du hast es schon richtig verstanden. Das Konzept des Vereinsbetriebs mit Ehrenamt scheint zu streben, dies zu akzeptieren scheint vielen schwer zu fallen. Ich sehe da nicht einmal einen Ansatz, der den negativen Trend aufhalten oder gar umkehren würde.


    BBF

  • Das Konzept des Vereinsbetriebs mit Ehrenamt scheint zu sterben, dies zu akzeptieren scheint vielen schwer zu fallen. Ich sehe da nicht einmal einen Ansatz, der den negativen Trend aufhalten oder gar umkehren würde.

    Leider. Und den Ansatz sieht man nicht etwa deshalb nicht, weil es keine solche denkbaren Ansätze gäbe (es gibt sie, in zwei verschiedene Richtungen, die einander ergänzen, und sie sind auch hier im Forum ausführlich beschrieben worden, zuletzt erst gerade oben von Erzwo - es scheint nur keiner wahrgenommen zu haben), sondern weil die Verantwortlichen in den Verbänden, zumal in der DSB-"Zukunftskommission", die Köpfe in den Sand stecken - eine ganze Straußenkolonie! Ein bemerkenswerter Anblick; überall schleichen die Hyänen und kreisen die Geier, aber die Straußenfarm hat geschlossen die Augen in der Erde, weil sie dort die Zukunft sucht. :thumbup:


    Carcano

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