Blende: hell oder dunkel?

  • Hallo,

    habt Ihr Erfahrungen damit, ob eine helle oder eine dunkle Blende besser ist?

    Von der Abhängigkeit der Augen her würde ich ja eine helle nehmen, damit keine Helligkeitsunterschiede auftreten, aber auf der anderen Seite ist ja die natürliche Blende (Auge zukneifen) dunkel...oder verwendet Ihr gar keine Blende?

    Ich habe unlängst ohne Blende (hell, die hatte ich aber vergessen) meine beste 30er Serie geschossen (309,9), musste ich aber sehr drauf konzentrieren, dass Bild vom linken Auge auszublenden.

    Gruß
    Maik

    AMAT VICTORIA CURAM

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    Walther LG300XT alutec | Feinwerkbau 300S | Feinwerkbau 100 | HW 40 PCA | Hämmerli 208s (.22 lfb) | Walther P.38 (9x19mm)

  • Du liegst da schon richtig mit der hellen Blende, diese ist für das Auge besser wie eine dunkle.

    Optimaler für das Auge ist aber eine transparente Blende, durch die das Auge zwar nicht durchschauen kann aber das Licht durchkommt. So haben beide Augen einen gleichen Lichteinfall.

  • aber du solltest darauf achten, dass die Blende das Licht nicht all zu stark reflektiert und nicht irgendetwas spiegelt, damit hatte ich schonmal große Probleme- am besten ist, wie Erzwo meinte, eine transparente matte Blende

    DE-JO Evolution IV mit Anschütz 1907
    KK 100m, 3x10, 3x20, 3x40, Liegend

    Walther LG 400 Expert E

    Immer auf der Suche nach einem guten Training(-spartner) ;)

  • So hab ich mir das ja auch gedacht...aber durch den Diopter ist es doch stärker gedämpft als ohne, oder?

    AMAT VICTORIA CURAM

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  • Hm, würde ich jetzt nicht sagen, denn du schaust ja durch den zwar dunklen Diopter auf eine helle Scheibe.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Der Antwort von Erzwo ist nichts hinzuzufügen.
    Deshalb sollten auf Schießständen auch große Farb- und Helligkeitsunterschiede vermieden weren.

    Stammschießen?
    Ich bin dabei!

  • Ich habe von transparent über weiß bis dunkel alles ausführlich getestet und komme mit der Dunklen am Besten zurecht.

    Arno Kütemeyer (Schießbrillenexperte bei Klingner) hat mir auch zu einer dunklen Blende geraten. Der Diopter schirmt das zielende Auge gut ab und durch die kleine Iris kommt nicht viel Licht durch, so dass bei einer transparenten Blende zu viel Licht an das abgedeckte Auge kommt.

    Kleb einfach mal schwarzes Papier auf die Blende und teste das ein paar Trainings lang.

    Für Pistole sollte man weiß bzw. transparent benutzen, weil da das zielende Auge frei ist und volles Licht bekommt.

  • Bei den älteren Brillen von Champion war im Lieferumfang auch eine hellgraue, nicht durchscheinende Blende für das nicht zielende Auge enthalten. Diese gefällt mir am besten, da die Diopterscheibe überwiegend in Schwarz gehalten ist und die Iriseinstellung mit ca.1,1 auch die Lichtmenge an das zielende Auge reduziert.
    Ich meine, es ist wie bei vielen Ansichten, von Schütze zu Schütze unterschiedlich. Es hängt im Einzelnen von der Lichtempfindlichkeit der Augen ab. Besonders betroffen sind ältere Schützen/innen, da hier die Pupille bei den einfallenden Lichtmengen langsamer reagiert. Es sollte unbedingt berücksichtigen werden, dass nicht ständig durch das Diopter geschaut wird, sondern beim Scheibenwechsel, Laden usw. beide Augen gleichmäßig (es ist sicher allen Bekannt, dass unsere Augen Paarweise arbeiten) auf die volle Lichtmenge reagieren.
    Daher sollte es jeder unter Berücksichtigung der hier allgemein aufgeführten Ratschläge für sich ausprobieren.