Regeländerungen der ISSF

  • Ich find's ja auch praktisch, wenn man eine Hose für Stehend und 3-Stellung (das ja stehend mit einschließt) verwenden kann, und es werden wohl auch wenige nur 3-Stellung schießen, aber wenn ein „Komfortfeature“ für Kniend einen Vorteil für Stehend bringt, dann muss man das halt - wohl oder übel - so gestalten, dass es für Stehend wieder entfernt werden kann. Klar, ärgerlich, wenn man seine Ausrüstung vor der Zeit austauschen oder mit der Anschaffung der Ausrüstung fast schon pokern muss, aber in dieser Hinsicht ist das ganze ein Schritt in die richtige Richtung, wenn Sportwaffe und Schießkleidung lediglich die Basisfunktionalität bieten, und von Regeländerungen entsprechend weitgehend verschont bleiben, und dann bei Bedarf für die jeweilige Disziplin problemlos erweitert werden können.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Übergangsfristen oder Bestandsschutz, so sozial das klingt, sind eigentlich nicht umsetzbar, da bei einem Wettkampf gleiche Voraussetzungen für alle gelten und auch gelten müssen. Bis das umgesetzt wird, die Genehmigung der Sportordnung ist ja momentan ein absolutes Politikum, brauchst du sowieso neue Schießkleidung.

    Dumfug :thumbdown: , derartige Änderungen am Regelwerk bedürfen keiner Genehmigung der Sportordnung und auch Übergangsfristen wären möglich, wenn man wollte.
    BBF

  • Die Höhe oder Größe der Polster war zwar bisher nicht durch einen genau definierten Zahlenwert festgelegt,

    Doch war festgelegt und zwar auf den Zetteln die dich nicht interessieren. Aber ich hab vergessen die sind ja für dich nicht tragbar :wacko: Für die ISSF sind sie aber tragbar. Also Murmelchens Regelverständnis gegen die ISSF?

    Das ist genauso wie mit den Nähten im Bereich Stützarm. Statt genau die zu sanktionieren, welche da zu tricksen versuchen, erfindet man lieber halbgare neue Regeln, die dann mit einem Schlag einen Großteil der bisherigen und auch unproblematischen Ausrüstungen illegal machen.

    Nach welcher Regel willst du denn wen sanktionieren wenns die Regel gar nicht gibt?

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • @BBF

    Doch schon. Oder bist Du etwa auch so ein Anhänger dieser immer beliebter werdenden Regeländerungen per Zettel?


    Geronimo

    Das ganze Zubehör und die recht umfangreiche Ausrüstung im Gewehrbereich dient zwar auch, aber nicht in erster Linie dazu, die Leistung zu steigern, sondern die Leistung anzugleichen und die unterschiedlichen Voraussetzungen in Bezug auf die Anatomie und die individuellen Fähigkeiten auszugleichen. Würde man den Weg zurück zu einem Einheitsgewehr oder Standardgewehr ohne spezielle Schießbekleidung gehen, würden nur noch ganz wenige, welche dafür die genau passenden Voraussetzungen und Maße mitbringen, ihre Leistung bringen. Dieser wichtige Punkt wird leider nur zu oft nicht richtig verstanden, was dann auch zu so Ideen zurück zu den Anfängen führt.


    Aber das ist hier alles nicht der Punkt. Das Thema ist vielschichtig.

    Es fängt damit an, wie solche Entscheidungen bezüglich Regeländerungen in der ISSF über die Köpfe der Athleten und Trainer hinweg zustande kommen, man beachte die weltweiten Proteste dagegen, und endet damit, welche Auswirkungen solche ständigen Regeländerungen auf den Breitensport haben und ob deshalb, wie es willizahn schon sehr richtig anmerkte, in unserem Fall der DSB wirklich gut beraten ist, diese Änderungen dann auch wieder 1:1 in unsere SpO aufzunehmen. Wie ich schon sagte, man kann einem Breitensportler, welcher nur bis Bezirk oder Land die Meisterschaften als Hobby mitschießt, unmöglich den Sinn etlicher dieser Änderungen vermitteln. Und ich weiß hier, wovon ich spreche. Sie beeinflussen seine Leistung in keiner Weise, nötigen ihn aber dazu, einen Teil seiner Ausrüstung zu modifizieren und damit auch zu entwerten. Das machen viele Schützen vielleicht einmal mit, auch zweimal,aber irgendwann ist dann auch für die meisten eine Grenze erreicht. Und was machen die dann? Ganz einfach, sie wenden sich vom Schießsport ab. Und das kann ja wohl wirklich nicht gewollt sein.

    Ohne Diskussion und Einflussnahme wird aber auch der DSB wieder diese Regeländerungen 1:1 in seine SpO aufnehmen und die Schützen werden dazu auch nicht gefragt werden. Sie werden noch nicht einmal vorher darüber informiert werden. Das wird spätestens für das Sportjahr 2014 so passieren, es sei denn, es tritt vorher noch die siebenunddrölfzige Regel von frank17 in Kraft.


    wegi82, mit Verlaub, aber so langsam glaube ich wirklich, Du hast einen ziemlich Hau, dafür aber wenig Ahnung, wie man als Kampfrichter ein bestehendes Regelwerk richtig anwendet.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • wegi82, mit Verlaub, aber so langsam glaube ich wirklich, Du hast einen ziemlich Hau, dafür aber wenig Ahnung, wie man als Kampfrichter ein bestehendes Regelwerk richtig anwendet.

    Danke Murmelchen! Wenn man sich sachlich nicht mehr zu helfen weiß wird gleich die unterste Schublade aufgemacht. Naja wenns deinem Ego hilft... Auf meine sachlichen Fragen kannst du ja mal überhaupt nicht eingehen - Unkenntnis oder deine typische Kleinkindtzrotzreaktionweilmandirdeinspielzeugwegnimmtunddunichtweißtwarum?


    Wie ich schon sagte, man kann einem Breitensportler, welcher nur bis Bezirk oder Land die Meisterschaften als Hobby mitschießt, unmöglich den Sinn etlicher dieser Änderungen vermitteln.

    soll die ISSF diese Sportler gar auch noch in die Planungen der neuen Regeln mit einbeziehen? mach dich nicht lächerlich! Man könnte es ja auch demokratisch in einer Wahl lösen nur dann hätten wir Zustände wie in Italien. :wacko:

    Dein letzter Beitrag ist wieder mal typisch für dich. Viel Luft und nichts dahinter und hast dich wiedermal einfach nur kopiert. Schieß bei anderen Verbänden weiter wenn dich die ISSF doch so nervt.

    Finde es aber allgemein super, dass du für die Trainer, Sportler und Verbände sprichst. Bekommst von mir ein Zuckerl wenn mal in Österreich bist. "Murmelchen der Retter des Schießsports - In allen Belangen"

    Wenn mir jetzt noch sagen kannst wie du als der Kampfrichter der du nunmal bist eine Regel auslegst bzw. exekutierst die gar nicht existiert bist du für mich fast schon ein kleiner Gott!

    man beachte die weltweiten Proteste dagegen

    naja weltweit stimmt schon nur 2192 Stimmen sind ja jetzt auch nicht grad die Welt...


    In Österreich werden übrigens die neuen regeln auch noch nicht ab 01.01.2013 umgesetzt. Kaderqualifikationen werden aber schon nach den neuen Regeln geschossen. Die Schützen die also bereits zur EM wollen müssen schon ihr Equipment anpassen.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Kommt euch doch jetzt nicht wegen sowas in die Haare, ohne mich jetzt im Detail damit auszukennen, aber ich könnte mir vorstellen, dass man noch viel mehr Probleme zu erwarten hätte, wenn man solche Regelungen national nicht umsetzt, denn da müssten dann Schützen beim einen Wettkampf die einen Regeln und beim anderen Wettkampf die anderen Regeln beachten. Das ginge dann sicher auf die Leistung, oder?

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Kommt euch doch jetzt nicht wegen sowas in die Haare, ohne mich jetzt im Detail damit auszukennen, aber ich könnte mir vorstellen, dass man noch viel mehr Probleme zu erwarten hätte, wenn man solche Regelungen national nicht umsetzt, denn da müssten dann Schützen beim einen Wettkampf die einen Regeln und beim anderen Wettkampf die anderen Regeln beachten. Das ginge dann sicher auf die Leistung, oder?


    Als wesentlich brisanter erachte die Änderungen im Breitensportbereich, also im Rundenwettkampf in den niederen Klassen. Bei uns im Gau gibt es bis heute Leute, die noch mit einer Jeans unter der Schießhose schießen, obwohl das bereits seit Jahren verboten ist. Kritisch wird es hier, wenn der Gegner das Regelwerk kennt und deshalb den Kampf (mit Recht) nicht anerkennt. Hier ist "Knatsch" vorprogrammiert.

  • ISSF

    6.4.2 Schützen dürfen nur Ausrüstung und Bekleidung verwenden, die den
    ISSF Regeln entsprechen. Alles, (Waffen, Vorrichtungen, Ausrüstung,
    Zubehör usw.) was dem Sinn der ISSF Regeln und Bestimmungen
    entgegensteht und in diesen Regeln nicht erwähnt ist, jedoch einen
    persönlichen Vorteil gegenüber anderen verschaffen könnte, ist
    verboten.

    Noch Fragen? Unsere SpO bietet ähnliches. Eure sicher auch, aber da es die ja deiner Behauptung nach gar nicht gibt, schaue ich da jetzt auch nicht rein.

    Du musst mich jetzt auch nicht deswegen kleiner Gott nennen! Mir würde es schon völlig reichen, wenn Du nicht zu sehr nervst.


    Zum Thema ISSF: Frag mal Rajmond Debevec bezüglich Mitsprache.


    Geronimo

    Da ist sicher etwas dran, nur wenn die Regeln auch national bis hinunter in die Kreisklasse gelten sollten, ist es denn da nicht um so wichtiger, Regeländerungen auch möglichst behutsam und in Bezug auf die Verhältnismäßigkeit hin genau zu überprüfen? Wenn die ISSF eine Art Zirkus für Olympia aus dem Schießsport machen will, schön, auf Kreisebene wird das sicher nie funktionieren. Die meisten Schützen betreiben den Schießsport, weil es so etwas wie das Wesen des Schießsports gibt. Eben auch, weil Schießsport bisher kein Spektakel für die Massen ist. Bisher lebt der Schießsport hauptsächlich vom mitmachen. Will man zum Zirkusspektakel, dann befürchte ich, wird das breitensportlich auf Dauer nicht gutgehen. Dann werden diesen Sport zukünftig nur noch wenige Profis betreiben, wie es ja beim Biathlon auch der Fall ist.

    Egal, die ISSF zieht das jetzt durch, weil sie kann. Wir können uns nur die Frage stellen, ob wir das auch so wollen, bis hinunter auf Kreis- und Vereinsebene.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Ich denke man sieht schon eine gewisse Bereitschaft solche Änderungen soweit möglich auch umzusetzen, der zunächst auch kritisierte Umstieg von großen Gummiblenden auf schmale Plastikstreifen war beispielsweise in kurzer Zeit erledigt, klar, Änderungen bei der Schießkleidung sind sicherlich etwas aufwändiger, ich glaube auch nicht, dass unsere zehn Jahre alten Schießjacken allen Regelungen entsprechen, aber wär's nicht gerade deshalb sinnvoll, sich auf eine Grundausstattung zu verständigen und Sonderlösungen wie die „Arschpolster“ und generell alle Verstärkungen als optionales Zubehör zu gestalten? Dann könnte man Schießkleidung und Verstärkung auch separat beschreiben, so nach dem Motto, es darf bei Disziplin A im Bereich des Gesäßes eine Verstärkung aus Material X, Stärke Y und Größe Z angebracht werden. Ob man das dann macht, würde natürlich davon abhängen, ob man mit dieser Schießkleidung noch andere Disiplinen schießen möchte, bei denen die jeweilige Verstärkung nicht erlaubt ist oder stört. Aber da gibt's sicher viel fähigere „Experten“. :D

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Dann müsste man aber auch mindestens zwei Hosen nutzen dürfen, was aber auch wieder nicht zulässig ist und den Kostenaufwand auch unnötig in die Höhe treiben würde. Es ist schon ein großer Unterschied, ob so eine Art Polster oder besser gesagt, rutschhemmendes Material fest mit der Hose verbunden ist, oder ob man sich so einen Lappen oder eine Matte zwischen Po und Fuß legt.

    Aber gerade bei dem Punkt ist entscheidend, diese Flecken in regelkonformer Ausführung nach alter Zeichnung geben gar keinen Vorteil Stehend oder gar Liegend. Es waren nur ein paar tricksige Hersteller, welche das Material bis hin zum Bund hochgeführt haben. Zulässig war das aber so nie und man hätte das auch abstellen können ohne diese radikale Regeländerung. Auf mich wirkt das wirklich fast wie eine Trotzreaktion. Ich weiß nicht, wie viele Hosen ihr so im Verein habt. Fast alle werden aber wohl diese Flecken haben. Wenn die neue Regel auch im DSB zur Anwendung kommt, müssen die alle geändert werden und ich bin mir auch nicht sicher, ob das wirklich immer so zerstörungsfrei geht, wie wegi82 meint. Wie schon gesagt, es war und ist eine gute Hilfe Kniend, bietet regelkonform aber keinen wirklichen Vorteil Stehend. Warum also ändern?


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Regeländerungen sind wie Gesetzesänderungen im normalen Leben ja üblich. Und es wird immer Leute geben, die sich mit den Änderungen nicht anfreunden können. Das ist der Lauf jeder Entwicklung. Aber:
    Zum Thema Ausrüstungen habe ich die Meinung, dass ein nationaler Verband eine Art Fürsorgepflicht für seine Mitglieder hat: Es kann von keinem Sportler verlangt werden, sich wöchentlich durch das meist englischsprachige Web zu suchen, ob mal etwas in der Planung ist. Doch im Dachverband (ISSF) sitzen mit Sicherheit auch nationale (hier:deutsche) Funktionäre, die bei solchen Dingen mitdiskutieren und -verfassen.
    Das heißt: Sie sitzen an der Quelle und haben i.a. einen VIELmonatigen Informationsvorsprung. Hier erwarte ich einfach, dass in einer Art Nachrichtendienst (Newsletter, Schützenzeitung) darüber konkret berichtet wird.
    Ein Sportler, der sich ein Ausrüstungsstück kaufen möchte, schaut sich bei Wettkämpfen, im bestehenden Regelwerk und bei Händlern um, entscheidet sich dann zum (oftmals teuren) Kauf. Diesem geht in vielen Familien dann auch ein Gespräch mit dem Partner voraus, um das "abzusegnen".
    Und dann kommt für den Sportler völlig überraschend eine Regeländerung, bei der sich herausstellt, dass das jüngst gekaufte Zubehör oder Kleidungsstück nicht mehr zugelassen ist. Schreck,Wut, Diskussionen im Verein, im Wettkampf, zu Hause --Frustration pur....
    Eine Lange-Vorab-Berichterstattung durch den DSB würde nicht nur den Sportlern helfen, sondern auch den Händlern und Produzenten, die ggf. am Ende auch auf ihren Waren sitzen bleiben (oder leider an nicht ganz regelkundige Käufer das noch weiter verkaufen, was das schlimmste ist).

  • 6.4.2 Schützen dürfen nur Ausrüstung und Bekleidung verwenden, die den
    ISSF Regeln entsprechen. Alles, Waffen, Vorrichtungen, Ausrüstung,
    Zubehör usw.) was dem Sinn der ISSF Regeln und Bestimmungen
    entgegensteht und in diesen Regeln nicht erwähnt ist, jedoch einen
    persönlichen Vorteil gegenüber anderen verschaffen könnte, ist
    verboten.

    Noch Fragen?

    Wenn du ein wenig Ahnung hättest würdest du wissen das diese Regel von der ISSF nicht exekutiert wird. Wenn das so wäre würde nämlich ein Weltcup, EM, WM, Spiele usw. unter Ausschluss von Sportlern stattfinden. Was einem einen persönlichen Vorteil verschafft kann so gar nie nachgewiesen werden. Es gibt aber auch genug Gesetze im wahren Leben welche nicht exekutiert werden.


    Aber gerade bei dem Punkt ist entscheidend, diese Flecken in regelkonformer Ausführung nach alter Zeichnung geben gar keinen Vorteil Stehend oder gar Liegend. Es waren nur ein paar tricksige Hersteller, welche das Material bis hin zum Bund hochgeführt haben.

    Naja Statik 1. Semester ist bei dir schon ein wenig länger her. Den Vorteil hast du im Stehendanschlag! Überhaupt wenn dann deiner Meinung nach die Gummiflecken auch noch zu 99% alle verklebt sind. Verweise bitte nicht immer auf eine "eindeutige" Zeichnung. Die ist und war nie eindeutig. Deswegen gibt es auch die eindeutige Regelauslegung der ISSF (dich ja du nicht wahrhaben willst).

    Deswegen stimmt auch dieser Satz von dir nicht:

    Zulässig war das aber so nie und man hätte das auch abstellen können ohne diese radikale Regeländerung.

    Es war zulässig weil die Regel einfach schwammig war. Es wurde und durfte nämlich so geschossen werden. Da hat nicht mal deine Regel 6.4.2 gegriffen obwohl es ja deiner Meinung nach eindeutig ein Vorteil für den Schützen bedeuten würde.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Was Sinn macht ist egal. Der Schütze hat sich an die gültigen Regeln zu halten (und diese auch zu kennen)!

    Wenn du ein wenig Ahnung hättest würdest du wissen das diese Regel von der ISSF nicht exekutiert wird.


    Äh - dazu reichen meine intellektuellen Fähigkeiten zumindest heute nicht aus. Eine Regel, die man zunächst kennen und beachten muss, aber dann ignorieren darf/soll/muss(?), weil man wissen soll/muss, dass sie nicht exekutiert wird. Merkwürdiges Weltbild.

    Ich habe kein grundsätzliches Problem mit Regeln, auch nicht mit neuen. Schön wäre es, wenn diese im Konsens zustande kommen und sich deren Sinn wenigstens ansatzweise der Mehrheit der Betroffenen erschließt und die demnach auch mehrheitlich akzeptiert werden. Übergangsregeln - wie schon mehrfach erwähnt - wären natürlich auch nicht schlecht.
    Bei manchen Regeln und deren Verfechtern (und das gilt beileibe nicht nur in unserem Sport) gelingt es den Initiatoren leider nicht, den Sinn zu vermitteln. Gepaart mit Aussagen wie den vorstehenden beschleicht mich dann ein ungutes Gefühl bezüglich der Hintergründe:

    • 'Ich regele, also bin ich'?
    • Wirtschaftsförderung?

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • Äh - dazu reichen meine intellektuellen Fähigkeiten zumindest heute nicht aus.

    Müssen sie auch nicht. Regel 7.1.2 einfach mal reinschauen. Das die eine Regel nicht exekutiert wird wächst ja auch nicht auf meinem Mist. Ist aber so. Deswegen gehen halt auch manche Sachen die dann später mit extra Zettelchen verhindert werden.
    Wenn ein Schütze die Wirtschaft fördern will dann gerne nur muss es nicht sein wenn man die Regel genau ansieht und sich seine Bekleidung dann mal zu Gemüte führt.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • @BBFDoch schon. Oder bist Du etwa auch so ein Anhänger dieser immer beliebter werdenden Regeländerungen per Zettel?

    Nein, natürlich sind Zettelregelungen ein großer Dreck. Jedoch ist lediglich der Teil des Sportordnung für das BVA von Interesse die Befürwortung relevant sind, d.h. die z.B. zum Erwerb einer neuen Waffe führen würden.

    Beispiel: IPSC Classic Divison. Die Division gibt es laut Regelwerk, eine Befürwortung kann aber nicht dafür ausgestellt werden, da "noch" nicht von der BVA genehmigt. Schießen darfst du aber nach diesen Regeln schon wenn du eine passende Waffe hast.

    BBF

    2 Mal editiert, zuletzt von BBF (25. November 2012 um 14:11)

  • Also läuft's mal wieder auf das immer gleiche Kommunikationsproblem hinaus, oder? Ich find's überhaupt nicht gerade anwenderfreundlich, da immer die Sportordnung zu Rate ziehen zu müssen, das kann man doch sicher auch einfacher und verständlicher aufbereiten. Und letztendlich wär's vielleicht nicht schlecht, wenn die Verbände ein Auge darauf hätten was die Hersteller so treiben und Empfehlungen oder Warnungen aussprechen, so nach dem Motto Schießschuh X entspricht zwar generell unseren Anforderungen, muss aber ggf. gekürzt werden, sozusagen ein Fazit der bisherigen Kontrollen.

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“

  • Ich habe den Sonntagnachmittag genutzt, und mir noch einmal aller bisherigen Beiträge zu diesem Thema durchgelesen. Es hat den Anschein, 99% der Verfasser sind der Meinung, dass der ISSF über das Ziel hinausschießt. Nur 1% steht hinter den neuen Regelauslegungen.
    Diese 99% liegen mit ihrer Meinung meines Erachtens nur zum Teil richtig. Es wäre möglich, dass es eventuell die Aktion einer oder mehrerer Politisch aktiver Parteien der Bundesregierung sind, die mit der ISSF zusammenarbeitet, oder sie finanziell nach geltenden Gesetzen unterstütz. Wenn durch die Regeländerungen dem Sportschützen der Spaß genommen wird, ist es nur eine Frage der Zeit bis zur Aufgabe dieser Sportart und der damit verbundene Abgabe der Waffen bei den Behörden. An wen soll man sie noch verkaufen? Auf diesem Wege wird erreicht, keine Waffen und Munition in privaten Wohnungen. Die Schuld daran wird lt. Abmachung der ISSF zugeschoben.


    Da der Totensonntag sich dem Ende neigt, wage ich es schon, allen eine schöne und besinnliche Vorweihnachtszeit zu wünschen


    Claus-Dieter

  • Es wäre möglich, dass es eventuell die Aktion einer oder mehrerer Politisch aktiver Parteien der Bundesregierung sind, die mit der ISSF zusammenarbeitet, oder sie finanziell nach geltenden Gesetzen unterstütz. Wenn durch die Regeländerungen dem Sportschützen der Spaß genommen wird, ist es nur eine Frage der Zeit bis zur Aufgabe dieser Sportart und der damit verbundene Abgabe der Waffen bei den Behörden.

    Also selbst ich halte das für eher unwahrscheinlich! Die Disziplinen der ISSF sind derzeit noch kein ernstes Ziel der hoplophoben Politik. Die ISSF scheint mir zu sehr auf den Leistungssport fixiert, dort sind die monetären Auswirkungen von Regeländerungen eher sekundär. Im Breitensport wird es halt weitere aktive Mitglieder kosten.

    BBF

  • Es wäre möglich, dass es eventuell die Aktion einer oder mehrerer Politisch aktiver Parteien der Bundesregierung sind, die mit der ISSF zusammenarbeitet, oder sie finanziell nach geltenden Gesetzen unterstütz. Wenn durch die Regeländerungen dem Sportschützen der Spaß genommen wird, ist es nur eine Frage der Zeit bis zur Aufgabe dieser Sportart und der damit verbundene Abgabe der Waffen bei den Behörden.


    Paranoia ist schon was schönes es er klärt einfach alles.

    Für mich ist eher vorstellbar das einige bis viele dieser Schützen doch mal bei anderen Verbänden die gerade mit der Kleidung einen wesentlich geringeren Aufwand treiben vorbeischauen und sich dort sicher bald heimisch fühlen.

  • Naja, wenn man sich mal in Erinnerung ruft, dass selbst bei der Oberbayerischen oder der Bayerischen das Gewehr eigentlich nur gewogen und die Schießbekleidung zumindest in der Schüler- und Jugendklasse überhaupt nicht kontrolliert wird, dann sind die Auswirkungen solcher Änderungen doch überschaubar. Da wird wohl keiner in Aktionismus verfallen, wir tauschen die Vereinskleidung beispielsweise erst aus, wenn sie zerschlissen ist, oder wir mal wieder etwas Geld übrig haben und uns nichts besseres einfällt als es in die Schießkleidung zu investieren. Das dauert dann locker 5 bis 10 Jahre. :D

    Gerhard Seemüller

    „Great minds discuss ideas;
    average minds discuss events;
    small minds discuss people.“