Die Schlinge zieht sich immer weiter zu: Sitzung des Beirats für schießsportliche Fragen im Bundesinnenministerium

  • Vieleicht sollte man an erster Stelle deffinieren, was Schießsport ist?

    Welcher Schütze betreibt Schießsport und welcher nicht?

    Was ist überhaupt Sport? Tatsächlich nur die Sportarten, die olympisch sind?
    Was meint der Gesetzgeber mit dem Beisatz: "besonderes öffentliches Interesse"
    Ist damit gemeint, wenn ein breites öffentliches Interesse, z.B. durch die mediale Darstellung (Fußball, Handball, etc.), dann ist es Förderungwert und wenn die medien den Sport nicht darstellen, besteht kein besonderes öffentliches Interesse?
    Wer deffiniert denn was ein besonderes öffentliches Interesse ist? Ab wiviel Interssierten liegt denn ein besonderes öffentliches Interesse vor?
    Reichen da ca. 2.000.000 Sportschützen nicht aus um ein besonderes öffentliches Interesse vorzuweisen?

    Immer wieder hört man in Diskussionen den Kommentar: "richtige Sportschützen"
    Was ist ein richtiger Sportschütze?

    Sportliches Schießen (ich nenne es jetzt einfach mal so, weil ja der Begriff Sportschießen scheinbar auf viele nicht zuzutreffen scheint), wird auf der ganzen Welt betrieben. Aber ich glaube gefühlt nur in Deutschland wird es einzig auf die olympischen Disziplinen reduziert.
    In den USA liest man in den einschlägigen Foren eher wenig von den olympischen Schützen, auch wenn es sie gibt. Viel mehr liest man von IDPA, IPSC, etc.
    Sind diese IDPA und IPSC Schützen nur in den USA Sportschützen und in Deutschland nicht?

  • Hallo Dan,

    deine Anmerkungen sind sicher richtig.

    Allerdings hat der olympische Sport gerade auch in Deutschland, aber nicht nur dort, einen besonderen Stellenwert.

    Wenn man also wie in diesem Fall etwas erreichen will, dann kann der Hinweis, dass Schießsport eben auch olympisch ist, der Sache schon deutlich mehr Nachdruck verleihen.

    Aber zumindest ich reduziere den Schießsport nicht auf die olympischen Disziplinen. Ich sage nur, der Schießsport ist auch olympisch.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Zitat

    Sportliches Schießen (ich nenne es jetzt einfach mal so, weil ja der
    Begriff Sportschießen scheinbar auf viele nicht zuzutreffen scheint),
    wird auf der ganzen Welt betrieben. Aber ich glaube gefühlt nur in
    Deutschland wird es einzig auf die olympischen Disziplinen reduziert.

    In den USA liest man in den einschlägigen Foren eher wenig von den
    olympischen Schützen, auch wenn es sie gibt. Viel mehr liest man von
    IDPA, IPSC, etc.

    Sind diese IDPA und IPSC Schützen nur in den USA Sportschützen und in Deutschland nicht?

    :thumbup:
    In den wenigsten Ländern wird so rumgeeiert, was das Sportschießen und die Rechtfertigung als olympische Disziplin angeht, wie bei uns.
    Letztens las ich in einem anderen Forum, (oder wars hier?), dass es in einem südamerikanischen Land (weiß nicht mehr wo) eine Art "Volkssport" ist, mit Präzisionsbüchsen das Silouetten schießen zu betreiben. Da fragt auch keiner danach, ob sowas "olympisch" ist.
    Und "JA", die wirklich allerallerallerwenigsten Schützen bei uns interessiert das wirklich, ob man uns alle in die Pfanne hauen wird. Die wenigsten sind solche Hardcore Schützen wie ich. Da seh ich in meinem BDS Verein. Letzten Samstag hatten wir den KW Stand 6 Stunden auf und es waren ganze 8 Schützen da, davon gerademal 4 von eigenen Verein. Viele haben zig Hobbys und denen ist der Schießsport, wenn er über die Klinke springt egal.
    Und Dan More, deine Zahl von 2 Mio. Sportschützen in allen ehren. Aber ich denke das es weniger sind. Vielleicht sinds soviele legale Waffenbesitzer in DE mit Sammlern, Jägern und Altbesitzern, wobei die letzteren eh am "aussterben" sind, durch die anhaltenden, enteignenden Praktiken der Ordnungsbehörden. Der DSB gibt eine Zahl von grob 1,4 Mio. an. Und die anderen Verbände, sorry, aber deren Mitgliederzahlen sind ja nicht wirklich der Hammer. Und wenn man aus allen die Doppelmitgliedschaften, die reinen KK und LG Schützen abzieht, werden die Zahlen noch ernüchternder sein, was "reine" GK-Schützen angeht. Schau, alleine bei mir im BSSB Verein haben sehr viele ihre A-Schränke in ihren Spinden am Stand. Da lagert ihr KK-Gewehrchen. Viele haben nur dieses eine. Selbst GK-Schützen entsprechenden Alters reduzieren momentan ihre Bestände, damit sie alles im Verein unterbringen. Die zentrale Lagerung im voreilenden gehorsam, sozusagen. Und so wird das auch bei entsprechender neuer Regelung ablaufen. Auch wenn der DSB heute dazu "nein" sagt, aber dann warten wir mal ab. Und wenn dann eben manche Schießdiziplinen nicht mehr durchführbar sind, weil eben der Schießstand, der als Lagerstätte dient, keine GK-Tauglichkeit hat, kann man diese Disziplin gleich mal streichen. Auf so 100.000-Mann Verbände, wie den BDS werden die Politiker, die wir nächstes Jahr für 4 Jahre dran haben eh nicht hören. Die bieten nix. olympisches an.
    Wisst ihr. Das ganze hat schon 1971 begonnen. Als man uns im Zeichen von RAF ein neues Waffengesetz untergejubelt hat. Auch wenn man an diesem schon vor der Entstehung der RAF gearbeitet hat. Schon dieses Gesetz war vermurkst, mit Anscheinswaffen-Wahn und einer erwerbspflichtigen Waffenliste, die jeden alten Schrott aufnahm. Ja, wir haben es nicht geschafft, wie andere Länder, das bestimmte antike Waffen, für die es keine reguläre Mun mehr gibt, von solchem Blödsinn ausgenommen ist. 1977 hat man dann dem ganzen noch die Krone ausgesetzt, in dem man so "Massenvernichtungswaffen" wie alle Zimmerstutzen, Floberts und mehrschüssigen Vorderlader in die WBK-Pflicht nahm. Waren ja auch "die" Tatwaffen der RAF. Dann hatten so Konsorten wie der Brennecke Jahrzehnte Zeit, div. Hassschriften gegen den legalen Waffenbesitzer zu verfassen. Ihre div. Amtsinhaber zu "schulen". Und im 21.Jahrhundert ist man dann ans Werk gegangen, das Waffengesetz mit genügend Bürokratie zu belegen. Nein, wenn Waffenverbote nicht funktionieren, gibt es für den Gesetzgeber und seine Verwaltungsorgane genügend Mittel, den ganzen Schießsport und besonders die "entarteten" Disziplinen und Waffentypen unschädlich zu machen.
    Ich wiederhole mich, ich weiß. Aber ich mach jetzt so lange weiter, wies geht. Geniese mein Hobby. Hab Spaß dran, aber auf die Mehrzahl meine sogenannten Schützenkollegen verlass ich mich hier nicht mehr. Bis zum Ende dieser Dekade werden wir das schon noch schaffen, kaputt zu kriegen.

    Martin

    PS: Und wenn ich mir auf youtube Videos zu den NRA-Meisterschaften letztes Jahr in Camp Perry/Ohio anschaue, und deren "Ausmaße" bewundere, frag ich mich immer, ob dass, was wir da machen in DE, "wirklich" Schießsport ist.

    Einmal editiert, zuletzt von P.O.Ackley (2. Juli 2012 um 20:15)

  • ob nun 1.400.000 oder 2.000.000 ist doch letztlich egal, denn keiner wird das "besondere öffentliche Interesse" an einer Zahl festmachen. Genauso wie keiner, mit Ausnahme unserer Verbände, den Begriff "Regelmäßig" mit einer Zahl behaftet haben.

    Was ich sagen wollte ist, ist man nur dann ein richtiger Sportschütze, wenn man die olympischen Disziplinen schießt, oder auch wenn man die "nicht Olympischen" schießt?

    Diese Frage sollte sich jeder sportlich Schießende mal genau fragen, da es auch maßgeblich dafür ist, wie man das ganze nach Außen darstellt.
    Wir reden immer wieder davon, dass es richtige und falsche Sportschützen gibt. Aber wer definiert das denn? Wer bestimmt, wer ein richtiger und wer ein falsche ist?

    Wir verlieren uns, aus meiner Sicht, allzuoft in ndem reinen Leistungsgedanken, ohne diesen schlecht machen zu wollen. Alles muss immer auf Leistungsebene betrieben werden. Just4Fun ist oftmal verpöhnt und wird von vielen nicht akzeptiert.
    Können Kinder/Jugendliche nicht einfach in einen Verein gehen und Spaß haben, ohne sich dabei in Wettkämpfen messen zu müssen?
    Gleiche Frage bezieht sich auch auf Erwachsene!

    In den USA gehen die LWB in manchen Staaten einfach in den Garten und schießen auf Dosen, Flaschen, Kanister oder Holzpflöcke und haben einfach nur Spaß dabei. Aber wir hier machen uns doch das Leben nur zunehmend schwerer und schränken uns nur selber zunehmend ein.
    Wir sind ein Stückweit selber an der ganzen Misere des Waffenrechts schuld, da wir alles anstandslos geschluckt haben und diejenigen, die mit Verantwortlich waren, dass das Waffengesetz jetzt so ist wie es ist, in ihre Posten gewählt haben.

    Ich habe nichts gegen Wettkämpfe, ganz im Gegenteil. Ich nehme selbr an einigen teil, ich halte es nur für falsch und auch in gewisser weise für schädlich, wenn jeder Sport und jedes Hobby in einem Wettkampf und reiner Verpflichtung endet.

  • Dan Moore,

    ich bin ganz Deiner Meinung, wollte nur die "2Mio Sportschützen" in Frage stellen.

    Ansonsten sehe ich es eben auch so und habe das weiter oben schon erörtert. Man suchte nach dem "tiefern" Sinn beim Schießen. Den gibt´s aber bei den wenigsten Hobbys und dass ist eben der Schießsport auch nur. Ein Hobby, dass man zum Spaß ausübt. Klar sind Wettkämpfe auch wichtig und klar, einen gewissen Ergeiz packt jeden. Aber es muss nicht in Pflichtübungen ausarten, nur weil man dem Gesetzgeber genügen will.


    Martin

  • Drehen wir den Spieß einmal herum.

    Radfahren
    Ich meine jetzt nicht mit dem Damenrad mal eben 2Km durchs Feld zu einem Picknick radeln, sondern die Millionen von Renn- und Moutainbikefahrern. Die Jahr ein Jahr aus mehrere Tausend Km abspulen. Aber nicht in einem Verein oder auf Rennen.
    Sind das Radsportler oder sportliche Radfahrer?

    Was ist mit der "Alte Herren" oder auch Schoppenmannschaft Mannschaft, im Hand- oder Fußball?
    Sind das Sportler, auch wenn sie keine Spiele gegen andere Mannschaften mehr bestreiten?

    Was unterscheidet einen Schützenverein von einem Fußballverein?
    Aus meiner Sicht nicht viel. Beide haben ihre Alten, die ein wenig dem Sport nachgehen und sich dann im Vereinshaus an den Tresen setzen und das ein oder andere Bier zwitschern.

    Und nun an die Verfechter der olympischen Disziplinen!
    Ich möchte jetzt bitte eine Erläuterung, fachlich untermauert, was ein richtiger und was ein falscher Sportschütze ist.

  • Dan More:

    Was soll man da fachlich untermauern, wenn du deine Aussage nur in Fragen und Thesen darstellst, die du aus meiner Sicht selbst fachlich nicht untermauer kannst. Alltagsthesen sind sehr schön. Deine Meinung wird nicht einfach richtig oder wahrer, nur weil du sie ständig gebetsmühlenartig von dir gibst. Es gibt hier in diesem Forum eine kleine Gruppe User, die von sich behauptet als einzige den Ernst der Lage erkannt und verstanden zu haben. Anderen sprecht ihr diese Qualifikation völlig ab.

    Wenn so akuter Handlungsbedarf besteht, dann gehr an die Öffentlichkeit und hört auf euch zu viert oder fünft in diesem Forum gegenseitig zu beweihräuchern. Das bringt relativ wenig, außer dass ihr gegenseitig euer Ego pushen könnt und euch immer wieder ermuntert:
    Ich schieße, weil´s mir Spaß macht und das ist gut so! Die Message ist mittlerweile bei jedem rübergekommen, der nur ab und zu in eure Threads reinschaut.

  • Der Widerspruch ist diktiert und geht heute raus. Voraussichtlich wird er zurückgewiesen werden (Widerspruchsbehörde ist hier das BVA selbst), weil bei einer Angelegenheit dieser Bedeutung das Waffenrechtsreferat im Bundesverwaltungsamt sich natürlich mit der Rechtsabteilung vorher abgestimmt haben dürte. So wird das bald das VG Köln zuständig sein. Es hat in der Vergangenheit im Waffenrecht durchaus abgewogen geurteilt.

  • @ MichaelB,

    mir geht es um die Beantwortung der Frage, was ein richtiger und was ein falscher Sportschütze ist!
    Sind Schützen die nnicht die Olympischen Disziplinen schießen auch Sportschützen oder nicht?

    Denn diese Frage, bzw.diese Aussage kommt i.d.R. aus den Reihen der DSB Schützen.

  • Eigentlich sollte das olympisch sein, was beliebt und verbreitet ist. Oder was zumindest von vielen Millionen gerne geschaut wird und damit Einnahmen bringt.

    Beim Schießen haben wir nun in Deutschland (in anderen Ländern ist das teilweise durchaus anders) die seltsame Situation, dass gerade etliche olympische Schießsportarten nahe am Aussterben sind, und in der Fläche kaum noch geschossen werden. Zum Beispiel Schnellfeuerpistole, Freie Pistole, alle Wurfscheibendisziplinen.

    Das Großkalibergewehr fiel schon vor 40 Jahren weg (zuletzt olympisch in München 1972), die laufende Scheibe 50 m vor etlichen Jahren. Die Chancen der Präsentierbarkeit und Vermarktbarkeit erkennen viele Landes- und Kontinentalverbände innerhalb der ISSF nicht, außer den Russen.

    Da zeigt schon das Fiasko der Olympischen Jugendspiele, wo die vom IOC großzügig eröffnete großartige Chance der Popularisierung des Sports von der ISSF dumm-borniert ausgeschlagen wurde. Die ISSF insgesamt (außer vielleicht Teilen der ESC) hat schon gar nicht mal _verstanden_, was Sinn und Zweck der Olympischen Jugendspiele überhaupt ist, obwohl das IOC und Rogge persönlich sich so intensiv und so lange dafür eingesetzt haben.

    Carcano

  • mir geht es um die Beantwortung der Frage, was ein richtiger und was ein falscher Sportschütze ist!
    Sind Schützen die nnicht die Olympischen Disziplinen schießen auch Sportschützen oder nicht?

    fahre auch Fahrad würde mich aber nie mit einem Cancellara vergleichen wollen oder mir das auch nur anmaßen.

    zwischen Sport und sportlich sehe ich halt den Unterschied. Sport zieht halt im Normalfall einen anderen Rattenschwanz nach sich als etwas "sportliches" dies jemals so tun könnte.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Auch wenn Wikipedia sicher nicht das Maß aller Dinge ist, so beschreibt die folgende Seite doch ganz gut den Begriff "Sport".

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sport

    Speziell beim Schießsport tun wir uns ja auch schon schwer, eine (allgemeingültige) Grenze zwischen Breiten- und Leistungssport zu ziehen. Und was ist mit dem Profi-Sport?

    Und dann wäre da ja auch noch Fritzchen, der meint, da man sich ja beim Schießen gar nicht bewege, wäre das auch gar kein Sport. :wacko:


    Klar ist aber auch, das gerade beim Scheibenschießen der Leistungsgedanke fast immer eine gewisse Rolle spielt, da man ja immer ein (auch vergleichbares) Ergebnis erhält. Da ist dann auch der Wettkampfaspekt, also der sportliche Vergleich (auch mit anderen) nicht mehr weit.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Die starke Ausstrahlungswirkung der olympischen Schießsportarten auch auf die nationalen Rechtsordnungen kann gar nicht überschätzt werden.

    So hat in Deutschland der Hinweis auf Olympia die Ausnahmen für Heranwachsende (18-21) in das verschärfte WaffG hineingebracht; so sorgt Olympia 2012 jetzt dafür, dass in England, Wales und Schottland mit dem erteilten Section 5 Authorities (die dann für die Commonwealth Games 2014 in Glasgow fortgesetzt werden) eine erste Bresche in das dortige Kurzwaffenverbot geschlagen worden ist.

    Eine Aufnahme der Zentralfeuerpistole (7,62mm-9,65mm) ins olympische Programm würde als Folge in einer Reihe von Ländern weltweit waffenrechtliche Verbesserungen zur Folge haben,

  • Ein ganz wichtiger Aspekt! Manchmal muss man das Faktische auch mal ganz einfach akzeptieren.

    Man kann sich heutzutage als Politiker sehr leicht und ohne Befürchtung vor einem Imageverlust gegen den privaten Waffenbesitz positionieren. Sich aber gegen die olympischen Spiele und damit auch gegen den Sport an sich zu stellen, ist dagegen schon eine ganz andere Nummer und auch viel risikoreicher.


    Wobei ich mir auch ziemlich sicher bin, das auch gerade jemand wie Carcano den Schießsport nicht ausschließlich auf den olympischen Aspekt reduziert oder reduziert haben möchte.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • War heute in meinem BSSB Verein GK-KW schießen. War wiedereinmal bezeichnend. Ein Vorderlader und ein LP Schütze stellten klar, dass das, was wir da mit unseren GK-KW veranstalten eh kein Sport ist und man darauf locker verzichten könnte. Mehr braucht man dazu nicht sagen. Auch hat sich das hier für mich erledigt.

    Martin

  • Und genau das ist das Problem!

    Ich stelle mich mit einer Walther GSP auf den Stand und schieße Summe "X" Schuss auf eine Scheibe, wechsele den Stand und mache meine Zeitserie und es ist Sport.
    Stelle ich mich aber mit meiner CZ75, Glock, 1911er, oder was weis ich auf den Stand, mache nichts anderes als das, was ich mit der GSP mache, nur eben mit zwei Händen, dann ist es auf einmal kein Sport mehr.

    Wie Paradox ist das denn? Da steckt doch gar keine Logik mehr dahinter!

  • Aktuelles

    Zitat

    Am 24.02.2011 hat die DSU ihre geänderte Sportordnung dem BVA zur Genehmigung vorgelegt. Die angestrebte Genehmigung wurde vom BVA im Juli 2012 nicht erteilt. Gegen diesen Bescheid hat die DSU fristgerecht Widerspruch eingelegt. Diesem Widerspruch wurde mit Bescheid vom 09.11.2012 nicht statt gegeben.

    Die DSU ist nunmehr gehalten, den Klageweg vor dem Verwaltungsgericht einzuschlagen. Mit der Wahrnehmung ihrer Interessen wurde der Verbandjustiziar Alexander Eichener in Freiburg beauftragt.

    Nach unserem heutigen Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die Änderungswünsche von anderen Verbänden auch abschlägig beschieden wurden.

    Über den Fortgang des Verfahrens werden wir zeitgemäß informieren.

  • Zitat

    Zwischenzeitlich liegt dem Deutschen Schützenbund ein Bescheid des
    Bundesverwaltungsamtes vor, der die Genehmigung einiger Disziplinen der
    sogenannten Liste B des Verbandes ("abweichende Disziplinen der
    Landesverbände") in ihrer neuesten Fassung ablehnt.

    Weiß jemand welche Disziplinen das genau sind?

  • BDS hat Klage gegen BVA eingereicht

    Zitat

    Da das Bundesverwaltungsamt (BVA) den Großteil der eingereichten Änderungen zum BDS-Sporthandbuch abgelehnt hat und auch unseren entsprechenden Widerspruch zurückwies, sehen wir uns nun gezwungen, dagegen Klage beim Verwaltungsgericht Köln zu erheben und haben dies auch am 12.12.2012 getan. Unserer Ansicht nach ist die Gesetzesinterpretation des BVA falsch. Wäre sie nämlich richtig, würde jede Anpassung und Fortentwicklung des Schießsports in Deutschland unmöglich gemacht. Es ist völlig ausgeschlossen, dass der Gesetzgeber so etwas gewollt hat. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass das Gericht die Auffassung des BVA nicht bestätigen wird.

    Friedrich Gepperth

    - Präsident -

    :thumbup:

  • Ich fände die Begründungen sehr interessant - vom ablehnenden Bescheid, zum Widerspruch, zum Widerspruchsbescheid und letztlich zur jetzt eingereichten Klage.

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.