Abzugshandschuh

  • Guten Abend,


    ich habe mir eine FWB Perkussionspistole gekauft.


    Leider ist der Griff doch sehr , sehr glatt.


    Abhilfe erhoffe ich mir mit einem Abzugshandschuh.


    Doch bevor ist darin investiere, interessieren mich Eure Erfahrungen damit, sofern Ihr Pistolenschützen sowas nutzt.............


    Danke Euch

  • Soweit mir bekannt sind in den DSB Disziplinen keine Handschuhe beim Pistolenschiessen zulässig.
    Am besten mal die SpO. studieren.

  • Also ich habe mit einem Fahradhandschuh mal mit der Vereinswaffe geschoßen (LuPi Diana Mod. 6). Die hatte einen sehr glatten Griff und zudem noch etwas groß für meine Hand. Ich kam gut damit zurecht, schieße jetzt aber ohne Handschuh (FWB C25 und SAM 10). Ich finde einen griffigeren Griff besser als nen glatten. Aber mir Handschuh fand ich es auch ganz angenehm und gut, habe aber gefühlt etwas mehr Kontrolle ohne als mit.


    Gruß,
    Markus

  • Hi Markus


    Danke für deine Antwort.


    Von einem Fahrradhandschuh habe ich von einem befreundetem Schützen nicht so gutes gehört, deshalb wollte ich mir solche Erfahrungen gleich sparen:-)


    Ich werde mir das Modell von Gehmann zulegen, welches nicht soweit über das Handgelenk reicht, und hoffe, dass sich damit das Gefühl beim Schiessen bessert.


    Leider ist noch nicht 100 %-ig klar, ob an Vorderladerwaffen der Griff verändert werden darf, bis dies eventuell zu meinen Gunsten entschieden wird, soll eben der Handschuh für mehr '' Grip '' sorgen.

  • Hallo kruemelgirl,


    zählt denn bei den Vorderladern das dezente Aufrauhen oder Punzieren des Griffs schon als nicht zulässige Veränderung? Ich bin jetzt mit den speziellen Regeln Vorderlader nicht vertraut, kann mir das aber nicht so richtig vorstellen, denn auf die Idee dürften doch unsere Vorfahren auch schon gekommen sein.


    Ich kann Dir aber sagen, dass das Schießen mit Handschuh etwas gewöhnungsbedürftig ist. Beim Gewehr empfinde ich es nicht so, aber da dient es ja auch nur dem Nichtabrutschen. Bei einer Pistole geht mir da aber doch das Gefühl verloren und bei Pistolen mit Sportgriff und Handkantenauflage empfinde ich es sogar als störend. Bei einem Vorderlader mag das aber auch noch etwas anders sein. Da hilft im Prinzip nur ausprobieren. Es gibt ja auch noch diese ganz dünnen (weißen) Handschuhe (Sargträger). Ein Kumpel von mir hat die bei allen möglichen (und unmöglichen) Gelegenheiten an und schwört darauf. 8) Nein, der ist nicht ... . Versuch macht klug. :D



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hi frank,


    tatsächlich ist es nicht so einfach möglich, den griff einer Vorderladerpistole zu bearbeiten, einfach vielleicht schon, aber nicht regelkonform.


    Zumindest so lange, bis historich belegt ist, dass es dieses Modell historich mit angerauhtem Griff gab.


    Tja so läuft das leider.



    So weit mit bekannt ist, ist bei LuPo und SpoPi kein Handschuh erlaubt und meines Erahctens auch nicht nötig, da der Sportgriff eh an die Hand angepasst werden kann.



    Ich werde es tatsächlich ersteinmal mit einem dünnen Handschuh aus der Gärtnerbranche versuchen..............

  • Habe die SpO grad nicht zur Hand, aber soweit ich weiß, darf man bei der LuPi einen Handschuh benutzen, solange er keine stützende Wirkung am Handgelenk hat. Und da Fahrradhandschuhe nur bis zum Handgelkenk gehen, haben sie in der Regel keine stützende Wirkung. Wurde zumindest auf Kreis- und Bezirksmeisterschaften nicht bei mir bemängelt in 2010.


    Gruß,
    Markus

  • Versuchs doch mit einem Gummihandschuh


    Naja, versuchen kann man sowas. Aber ich arbeite täglich (als Labortechniker) mit den Dingern und würde das A wegen der Schweißproblematik oder B wegen der Haptik eher nicht empfehlen: Richtiges Gummi (also Latex, ungepudert; sind meist beigeliches weiß) ist das, was ich bei feinen Arbeiten im Labor bevorzuge, weil die Handschuhe eng anliegen und man gefühlsmäßig nicht beeinträchtigt ist. Man schwitzt aber darin. Im Laufe eines Wettkampfs (keine Ahnung, wie lange das bei den Vorderladern dauert) würde ich aber sicherlich einmal das Ding ausziehehen wollen. Das Problem: Danach kommt man wegen Handschweiß erstmal nicht wieder hinein; Latex klebt auf feuchten Händen.
    Nitrilhandschuhe gibt es in extrem coolen Farben (meist blau, aber auch grün oder lila). Ist dicker, die Gefühlskomponente leidet entsprechend, und sie sind weniger elastisch, d.h. man hat hier und da Falten. Teurer als Latex sind sie auch. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie gegenüber einigen Chemikalien resistenter sind; in deinem Fall also scheiden sie aus.
    Vinylhandschuhe sind billiger als Latex. Sie sind etwas durchsichtiger, auch recht dünn aber nicht sehr elastisch. Es gibt also Falten, evtl. rutscht man darin etwas hin und her; also das, was du nicht willst.


    Kurz: Kunststoffhandschuhe halte ich für keine gute Idee.

  • Danke euch für eure Antworten.



    Ich habe mich ersteinmal komplett gegen einen Handschuh entschieden.


    So wie es aussieht ist es zwar nicht erlaubt, eine Fischhaut in den Griff einzuarbeiten, dass '' Verunschönern '' des Griffs allerdings schon.


    Also werden wir versuchen den Griff etwas abzustumpfen.

  • So wie es aussieht ist es zwar nicht erlaubt, [...] '' Verunschönern '' des Griffs allerdings schon.
    Also werden wir versuchen den Griff etwas abzustumpfen.


    Es geht doch um diese
    Feinwerkbau - Westinger & Altenburger GmbH | Modell History I
    Pistole, oder?
    Boah, die ist ja soo schön! Gratuliere! Und treffen kann die wohl auch? Klasse...
    Ich bin ja nun einigermaßen ästhetikamputiert, aber... geht das nicht etwas zu weit?
    Ich hatte ja schon erwogen, dir Handballerharz zu empfehlen (ist aber für Vorderlader mit all den Arbeitsschritten wohl doch eher Quatsch) oder den Griff bzw. dessen Lack gezielt/forciert abzunutzen, aber hab mich nicht getraut, das vorzuschlagen. Hier in Italien ist Griffschmirgeln/-zuspachteln nach dem Wegwerfen der Schrumpffolie gleich das zweite, was ein Pistolenschütze macht, aber ich dachte, in Deutschland ist man da eher zurückhaltender.
    Um so beeindruckter bin ich von deiner Ergebnisorientiertheit.
    Hast du verschiedene Vorderladerpistolen (und Stein vs. Perkussion) getestet bevor du dich für diese entschieden hast? Irgendwann mal, wenn ich meine aktuellen Disziplinen kann, würde mich auch eine Vorderladerpistole interessieren.

  • Im Prinzip ist es diese Pistole, nur das Holz meiner waffe ist nicht soo hochwertig wie im 1.Bild zu sehen.


    Allerdings ist das Holz sehr doll Poliert, ob mit Öl oder ohne weiß ich jetzt nicht.


    Wir wollen jetzt versuchen, dies Glatte wegzu bekommen.



    Bei Formgriffen wie bei der LuPi oder SpoPi ist das Basteln mit Kit oder anderen Sachen bei uns durchaus auch gebräuchlich, nur Vorderladerwaffen unterliegen halt anderen Regeln.


    Die FWB habe ich sehr günstig von einem Vererinskameraden erstanden. Der Griff sagt mir schon zu, vorallendingen die kleine Zunge oben.


    Ansonsten haben wir noch eine Charlton PP, wo aber dier Griff garnicht geformt ist, wenn du weißt, was ich mein.


    dadurch, dass hier bei uns sehr viel VL geschossen wird, hatte ich im Vorfeld ne gute Auswahl, was die Waffen angeht :-)

  • Ich hatte für das Vorderladerschiessen eine Pedersoli Le Page die hatte sehr wohl eine Fischhaut


    herzliche Grüsse
    Hansi

  • Das ist sicher richtig, dann gab es die Perdersoli auch im Original so.


    Bei der FWB sieht das anders aus, da ist man noch dabei, ein Original mit Fischheut zu finden.


    Zumindest nach den Regeln des DSB dürfen die Nachbauten nur so verändert werden, wie es die Waffen auch im Original gibt.