Heute ist Gesamtpräsidiumssitzung. Mal sehen ob schon eine weitere Beitragsoption auf den Tisch kommt. Die Bezirke werden sich jedenfalls gegen die Übernahme der DSB Beiträge für ausgetretene Mitglieder wehren-
Oder, und es gibt Personen die diese perfide Taktik präferieren, man wird genau dafür stimmen. Osnabrück und evtl. Bremerhaven (die genauen Austrittszahlen sind ja noch nicht bekannt) würden dadurch selbst in den Konkurs getrieben, der NWDSB könnte die Bezirke abschaffen, hätte auf einen Schlag die ca. 1,50 Bezirksbeiträge für sich und die größten Kritiker beiseite. Von einigen wird genau das als letzte Chance für den NWDSB gesehen. Daher redet man auch nicht öffentlich darüber.
Schützenwesen im NWDSB
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Bezirke werden sich jedenfalls gegen die Übernahme der DSB Beiträge für ausgetretene Mitglieder wehren (...) Osnabrück und evtl. Bremerhaven (die genauen Austrittszahlen sind ja noch nicht bekannt) würden dadurch selbst in den Konkurs getrieben, der NWDSB könnte die Bezirke abschaffen, hätte auf einen Schlag die ca. 1,50 Bezirksbeiträge für sich und die größten Kritiker beiseite.
Hmmmm. Das hat was, in der Tat. Du bist ja ein begabter Politicus
Tullius destructivus (wie Asterix)?
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Man muss es anders herum aufziehen. Auch wenn - beispielsweise - ein Delegiertentrag oder eine Mitgliederversammlung dem Verein oder Verband förmlich aufgäbe (als Willensbekundung der Mitglieder), *keinen* Insolvenzantrag zu stellen, so könnte das den Vorstand nicht von seiner Pflicht entbinden und ihn nach außen hin (ggü. Insolvenzgläubigern) nicht persönlich haftungsmäßig entlasten. Siehe Reichert, Rn. 3433 am Ende.
Nach innen hin (Haftung der Vorstandsmitglieder ggü. dem eigenen Verband) wäre ein solcher vorangegangener Beschluss, wenn aufgrund zutreffender und umfasssender Informationen gefasst, allerdings wohl entlastend. Aber darin liegt bei einer (hypothetischen) Insolvenzlage weniger das Problem.
Ich gehe nicht davon aus, dass aktuell ein Insolvenzfall vorliegt – und dieser auch nicht herbeigeredet werden muss.
Vor jedweder anstehenden Entscheidung halte ich es jetzt jedoch für noch dringlicher, die tatsächlichen Verhältnisse um das LLZ, die Organisation der Geschäftsstelle und die Optionen für die Zukunft durch Gutachter, Wirtschaftsprüfer, NSSV, DSB, Delegierte, Mitarbeiter und Mitglieder objektiv, offen und vollständig zu ermitteln.
Nur mit einer verlässlichen Datenbasis können in einer unsicheren Situation vernünftige Entscheidungen in einem Gesamtkontext getroffen werden.
Meine Vorstellung von einem Gesamtkontext: Zusammenführung des NWDSB mit dem NSSV. Die juristische Hülle ist mit dem SBN bereits vorhanden. Einsparungen durch Zusammenlegung der Aufgaben im Sport- und Verwaltungsbereich– am Anfang durchaus mit zwei Geschäftsstellen möglich -, Anpassung der Aufbaustruktur Schützenkreise und Bezirksschützenverbände im NWDSB zu den Kreisstrukturen des NSSV.
Die Einsparungen werden zur Mitfinanzierung des LLZ in Bassum verwendet bzw. eingesetzt um die zu erwartenden Verwaltungs- und Betriebskostensteigerungen aufzufangen. Ein Ergebnis der Gesamtbewertung könnte allerdings auch die Aufgabe des LLZ-Vorhabens in Bassum durch einen Verkauf der Immobilie sein. -
Lieber Wilhelm, bei einer Zusammenführung von NWDSB und NSSV ist das LLZ in Bassum sofort Geschichte.
Und, soweit mir bekannt, ist oft genug angeboten worden in der Geschäftsstelle in Bassum, die Unterlagen einzusehen. Wer das möchte, soll doch einen Termin absprechen, hin fahren und rein schauen.
Das ist aber wohl auch noch nicht, oder nicht oft, wahrgenommen worden.
Alles schon mal auf Delegiertentagen angesprochen worden.
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Ich gehe nicht davon aus, dass aktuell ein Insolvenzfall vorliegt – und dieser auch nicht herbeigeredet werden muss.In den über drei Jahren die wir hier diskutieren, steigen die Austrittszahlen, steigen die Kosten, fällt die Bereitschaft der unteren Ebenen die Mehrkosten in bisher nur einstellige Höhe überhaupt zu tragen. wie soll man eine solche Situation nennen?
Zitat
Vor jedweder anstehenden Entscheidung halte ich es jetzt jedoch für noch dringlicher, die tatsächlichen Verhältnisse um das LLZ, die Organisation der Geschäftsstelle und die Optionen für die Zukunft durch Gutachter, Wirtschaftsprüfer, NSSV, DSB, Delegierte, Mitarbeiter und Mitglieder objektiv, offen und vollständig zu ermitteln.Abgesehen davon das die Informationen ja teilweise vorhanden waren, kann man sie sicher für viel Geld in mindestens der jetzt angenommenen Höhe belegen und dem letzten verständlich machen.
Zitat
Nur mit einer verlässlichen Datenbasis können in einer unsicheren Situation vernünftige Entscheidungen in einem Gesamtkontext getroffen werden.Aus meiner Erfahrung in einem Verein mit Altimmobilie, der vor der Auflösung steht, kann ich Dir versichern das manches Gutachten oder Geschäftskonzept schon bevor die Zahlung dafür fällig ist überholt sein kann, weil sich an einer anderen Ecke schon wieder ein Schaden zeigt.
Für mich als Außenstehenden ist in dieser Diskussion um das LLZ der Eindruck entstanden als wären die Bauschäden vom Präsidium persönlich zu verantworten, ohne erkennen zu wollen dass auch eine neue Führung gewissen Sachzwängen unterliegt.Zitat
Meine Vorstellung von einem Gesamtkontext: Zusammenführung des NWDSB mit dem NSSV. Die juristische Hülle ist mit dem SBN bereits vorhanden. Einsparungen durch Zusammenlegung der Aufgaben im Sport- und Verwaltungsbereich– am Anfang durchaus mit zwei Geschäftsstellen möglich -, Anpassung der Aufbaustruktur Schützenkreise und Bezirksschützenverbände im NWDSB zu den Kreisstrukturen des NSSV.Praktisch ein Zusammenschluss auf gleicher Augenhöhe wie vor Jahren Daimler-Chrysler?

Kann gehen, muss aber nicht. Was sagen da die teilweise gewichtigen Bezirksfürsten dazu?
Zitat
Die Einsparungen werden zur Mitfinanzierung des LLZ in Bassum verwendet bzw. eingesetzt um die zu erwartenden Verwaltungs- und Betriebskostensteigerungen aufzufangen. Ein Ergebnis der Gesamtbewertung könnte allerdings auch die Aufgabe des LLZ-Vorhabens in Bassum durch einen Verkauf der Immobilie sein.Ein vernünftiger Ansatz, was braucht ein Auflageschütze ein LLZ und die andern sind froh wenn sie mal in die Stadt kommen.
Karl
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Zitat
Ein vernünftiger Ansatz, was braucht ein Auflageschütze ein LLZ und die andern sind froh wenn sie mal in die Stadt kommen.
Das haben, zumindest an der Basis, schon 2009 viele gesagt. Damals kam das bis dahin gelebte Konzept der dezentralen Kaderausbildung hinzu. Davon haben die Vereine noch etwas, da ihre Schützenhäuser besser ausgelastet sind.
Bassum war von Anfang an ein Prestigeprojekt. Eines, um mit dem NSSV mitzuhalten. Es ging dabei auch um die Nachfolge in Wiesbaden. -
Das haben, zumindest an der Basis, schon 2009 viele gesagt. Damals kam das bis dahin gelebte Konzept der dezentralen Kaderausbildung hinzu.
Ich meine, dass dezentrale Kaderausbildung und Landeszentrum einander nicht widersprechen, sondern im Gegenteil einander ergänzen. Beides ist nötig.
Und ganz genau so sieht und praktiziert es auch der Württembergische Schützenverband. Bloß dass man da (Schwaben halt) finanziell viel vorsichtiger operiert. Kann man dort auf deren Website nachlesen:
http://www.wsv1850.de/cms/iwebs/default.aspx?mmid=1330&smid=5206 -
Ich gehe nicht davon aus, dass aktuell ein Insolvenzfall vorliegt – und dieser auch nicht herbeigeredet werden muss.
Ob das so sein könnte, vermag nur der zu beurteilen, der alle Zahlen kennt, sowohl die veröffentlichten als auch die weiteren - und insbesondere auch die Zahlen, welche die weitere Einkommenssituation notwendig als Einschränkungen bestimmen werden (Austritte, weiterlaufende Veroflichtungen für Ausgetretene ggü. dem DSB).Aber eine Insolvenzlage, und ich sehe das als Jurist vielleicht sachlicher, ist als solche noch nichts furchtbar Schlimmes oder Ehrenrühriges. Viele sehr anständige und an sich solide Unternehmen sind schon in eine solche Lage gekommen. Oft sind sie (mit einem guten Insolvenzverwalter) auch wieder herausgekommen. Genau dafür gibt es ja Fortführungspläne.
Schlimm ist es nur, wenn die Augen geschlossen bleiben und wenn - wie das auch in der Wirtschaft leider oft geschieht - eine Insolvenzlage etwa wider besseres Wissen oder aus Nicht-Wahrhaben-Wollen zu lange ignoriert bzw. weggewünscht wird.
Dann ist nämlich oft nicht mehr zu helfen, und dann greift auch die erweiterte, nicht auf die Masse beschränkte Haftung der Vorstandsmitglieder. Und dass die bei einem Verein und Verband sehr umfassend sein kann, habe ich oben schon ausführlicher beschrieben und auch aus der Literatur belegt.Noch eines: Unterstützungsmittel von "oben" (also vom DSB oder gar DOSB) sind nicht von vornherein ausgeschlossen. Seien es Kredite, seien es Stundungen, seien es (äußerstenfalls und selten) sogar Forderungsverzichte. Die wird es aber erst innerhalb eines Insolvenzplans geben können, und keinesfalls schon vorher; das gebe ich dir gerne schriftlich.
Du glaubst sicher auch nicht im Ernst, dass der DSB und die 19 anderen Verbände sagen:
ich der DSB verzichte gerne mal eben auf (sechsstellige Summe einsetzen) Euro in den nächsten ... Jahren, weil wir ja finanziell so gut gestellt sind und unsererseits nicht einmal eine Bundes-Beitragserhöhung brauchen;
und wir anderen Verbände übernehmen gerne den DSB-Ausfall des NWDSB und schultern ihn anteilig, weil wir als Schützen so brüderlich sind?ZitatVor jedweder anstehenden Entscheidung halte ich es jetzt jedoch für noch dringlicher, die tatsächlichen Verhältnisse um das LLZ, die Organisation der Geschäftsstelle und die Optionen für die Zukunft durch Gutachter, Wirtschaftsprüfer, NSSV, DSB, Delegierte, Mitarbeiter und Mitglieder objektiv, offen und vollständig zu ermitteln. Nur mit einer verlässlichen Datenbasis können in einer unsicheren Situation vernünftige Entscheidungen in einem Gesamtkontext getroffen werden.
Hier einmal als positives Beispiel die Herangehensweise und der transparente Umgang im Württembergischen Schützenverband:Zitat16.12.2013
In seiner letzten Sitzung des Jahres beschäftigte sich der Landesausschuss des Württ. Schützenverbands eingehend mit den vorliegenden Ergebnissen der ersten Planungsphase. Diese hat Kosten ergeben, die für den WSV nicht akzeptabel sind.
Ein einstimmiges Votum gab es dafür, sich weiterhin mit dem Thema „WSV-Schulungszentrum“ zu befassen. Es soll herausgefunden werden, welche Änderungen an den bisherigen Anforderungen des WSV vorgenommen werden müssen, um eine vertretbare Lösung zu finden. Weiterhin haben sich Änderungen an den Rahmenbedingungen ergeben, die zu beachten sind.30.09.2014
Nachdem die bisherigen Planungen und Kostenberechnungen deutlich über die finanziellen Möglichkeiten hinausgegangen sind, hat der Landesausschuss die Umsetzung einer Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Mit einem vorgegebenem Kostenrahmen sollte herausgefunden werden, was der WSV tatsächlich an Umsetzungsmöglichkeiten hat.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden in der letzten Landesausschuss-Sitzung im Juli von den Architekten der Firma KTP präsentiert. Das Gremium hat daraufhin einstimmig einen Terminplan sowie die weitere Vorgehensweise beschlossen. Bereits bei den Deutschen Meisterschaften in München sollten Pläne und ein erstelltes 3D-Modell präsentiert werden.
Auch beim Landesjugendtag in Dornhan wurde gleich verfahren. Dort wurde den anwesenden Delegierten von Landesjugendleiter Christian Ragner und Landesoberschützenmeisterin Hannelore Lange auch eine kurze Präsentation vorgeführt, die hier zum Anschauen bereit steht.
Quelle: http://www.wsv1850.de/cms/iwebs/default.aspx?mmid=1330&smid=5206ZitatMeine Vorstellung von einem Gesamtkontext: Zusammenführung des NWDSB mit dem NSSV. Die juristische Hülle ist mit dem SBN bereits vorhanden.
Die Idee, in einem Bundesland auch jeweils immer nur einen Fachsportverband zu haben, erscheint ja grundsätzlich charmant. Aber so stringent sie erst einmal auf dem Papier anmutet, so gibt es doch schon eine ganze Reihe von Parallelfällen für mehrere Verbände.
In Bayern haben wir zum Beispiel zwei Schützenverbände, in Nordrhein.-Westfalen zwei, in Baden-Württemberg drei, in Rheinland-Pfalz zwei (kurzfristig mal drei...)... Das Bundesland Niedersachsen ist da also keineswegs eine Ausnahme.Es gibt Fälle, wo das gut klappt (Bayern, sowie inzwischen wieder Baden-Württemberg, wo vergangener Streitpunkt einmal das LLZ Pforzheim war) --- und es gibt Fälle, die eine Katastrophe auf Rädern sind. Letzteres ist seit 3 Jahrzehnten der Rheinische Schützenbund, der absolut unreformierbar ist, und dessen struktureller Moloch bisher jeden Präsidenten, jeden Geschäftsführer, jede Strukturkommission zerschleißt und zernahlen hat - da hilft nur noch die gänzliche Zerschlagung und der völlige Neuaufbau eines Nachfolgeverbandes, idealerweise eines rheinisch-pfälzischen Schützenbundes. Davon werden dann gleich zwei profitieren, danach sportlich stärker und verwaltungsmäßig beweglicher aufgestellte Verbände, nämlich der neue RPSB und der gestärkte WSB.
Der von Wilhelm erwähnte sogenannte SBN dagegen ist ein Geist. Ein Konstrukt, dessen einzige Aufgabe die akzeptable Geldverteilung öffentlicher Fördermittel ist. Etwas Vergeichbares gab und gibt es auch in Rheinland-Pfalz, bis diese Geisterstruktur dann auch einmal verbandspolitisch instrumentalisiert wurde, gewissermaßen als Poltergeist.
ZitatEinsparungen durch Zusammenlegung der Aufgaben im Sport- und Verwaltungsbereich– am Anfang durchaus mit zwei Geschäftsstellen möglich -,
Das wird von außen fast immer überschätzt. Nach meinem eigenen Einblicken in die Strukturen vieler Verbände bewegen sich die meisten strukturell am alleruntersten Limit dessen, was überhaupt möglich ist, und nicht selten noch darunter. Wer die Geschäftsstellen und ihre Ausstattungsschlüssel kennt, der bewundert es, dass überhaupt noch so viel Arbeit für die Schützen und Schützinnen geleistet werden hat, und oft sogar mit Freundlichkeit und Engagement. Dasselbe gilt in gleicher Weise übrigens auch für die anderen Dachverbände (BDS, BDMP, DSU).
Zwei Geschäftsstellen (eine Nord, die andere Süd?) kenne ich im übrigens nirgends, das wäre sicher kein Vorteil. Anno 1830, zur Zeit von Postkutschen und Brieftauben, mag das noch anders gewesen sein. Es gibt durchaus Dinge, die gut dezentral und in der Region (Modewort) erledigt werden können, aber das sind *nicht* die typischen Geschäftsstellenaufgaben.ZitatAnpassung der Aufbaustruktur Schützenkreise und Bezirksschützenverbände im NWDSB zu den Kreisstrukturen des NSSV.
Das ist hier ein politisch ganz heißes Thema, weil es auch Machtstrukturen betrifft. Man muss nämlich zwei Aspekte ganz sorgfältig trennen und auseinanderhalten:
- Bezirke (oder Gaue) als traditionelle gewachsene Einheiten, die regionale Unterschiede und Verwurzelungen bzw. Vorgängerverbände repräsentieren, auch in der Beschlussfassung des Gesamtverbandes (so im NWDSB)
- Bezirke (oder Gaue) als Wettkampfstruktur (Meisterschafften, Ligen) und als Organisationsuntergliederung (z.B. für Kader, oder dezentrale Talentförderung, oder Aus- und Fortbildung)Es gibt Verbände, die schon lange keine Zwischenglederungen mehr kennen (NSSV), es gibt Verbände, de sie zwischenzeitlich der Not folgend abgeschafft haben und gut damit gefahren sind, weil sie kaum einer vermisst und auch die Basis aufatmet (SBSV in Südbaden, Abschaffung der Bezirke zum Sportjahr 2014), und es gibt Verbände die sie haben und beibehalten.
Man muss sich aber darüber ganz klar sein - nüchtern und ehrlich - das es jetzt schon unmöglich ist, für alle
bisherigen (!) ehrenamtlichen Positionen auf Kreis- und erst recht auf Bezirksebene noch genügend Freiwillige zu finden. Lediglich auf der untersten, der Vereinsebene geht es (im Bundesdurchschnitt) gerade noch so, in machen Gegenden z.B. Bayerns läuft es dort noch (!) halbwegs gut, in anderen ist es auch dort schon äußerst schwer. Darüber aber...
ZitatDie Einsparungen werden zur Mitfinanzierung des LLZ in Bassum verwendet bzw. eingesetzt um die zu erwartenden Verwaltungs- und Betriebskostensteigerungen aufzufangen. Ein Ergebnis der Gesamtbewertung könnte allerdings auch die Aufgabe des LLZ-Vorhabens in Bassum durch einen Verkauf der Immobilie sein.
a) Wer glaubt, dass die Bezirke sich freiwillig selbst entleiben, um mit ihrem Nachlass (nach ihrem Hinscheiden und ihrer schnellen Beerdigung im kollektiven Urnenfeld oder Friedwald) den bisher darbenden Erben NWDSB zu finanzieren, gewissermaßen als dessen Märtyrer - der hat eine interessante Enschätzung der bisherigen Mentalitäten. Da erschiene mir das Gegenteil wohl noch eher möglich.b) Die Aufgabe des LLZ-Vorhabens ist denkbar aber unwahrscheinlch. Die Immobilie ist nämlich gar nicht so leicht kommerziell nutzbar - und welches geeignete Unternehmen will schon in die tiefste Provinz?
c) Außerdem stehen psychologische Aspekte dagegen: das Gebäude ist ja schon nutzbar und wird genutzt, Allenfalls wird das Konzept neu überdacht, in württembergischen Stil.
Carcano
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Lieber Wilhelm, bei einer Zusammenführung von NWDSB und NSSV ist das LLZ in Bassum sofort Geschichte.
Und, soweit mir bekannt, ist oft genug angeboten worden in der Geschäftsstelle in Bassum, die Unterlagen einzusehen. Wer das möchte, soll doch einen Termin absprechen, hin fahren und rein schauen.
Das ist aber wohl auch noch nicht, oder nicht oft, wahrgenommen worden.
Alles schon mal auf Delegiertentagen angesprochen worden.
Hallo Urtica,
m. E. ist darüber schon gesprochen worden, dass im Rahmen eines dezentralen Sportförderprogramms auch die Aufteilung der Verbandsführung in einem Nord- und einem Südzentrum Platz finden.
Deine Ausführungen zu den unter Verschluss in Bassum liegenden Informationen kann ich nicht folgen. M. E. kann der Verband seiner Informationspflicht nur dann nachkommen, wenn er diese als Bringschuld sieht und die Mitglieder über alle Sachverhalte informiert, die jedes Mitglied im NWDSB schlussendlich durch seine Beitragszahlungen mitfinanziert.
Die Art und Weise wie die NWDSB-Spitze mit seinen Mitgliedern mittlerweile umgeht ist aus meiner Sicht unerträglich – siehe Verweigerung der Sportpässe. Für mich und andere ein Skandal und klarer Verstoß gegen die Mitgliederinteressen und Satzungsbestimmungen. -
siehe Verweigerung der Sportpässe. Für mich und andere ein Skandal und klarer Verstoß gegen die Mitgliederinteressen und Satzungsbestimmungen.
Dafür gibt's einen Rechtsweg mit der Möglichkeit einstweiliger Verfügungen, und der wird gegenwärtig auch beschritten.
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Hallo Carcano,
... der von Dir angesprochene Rechtsweg wurde beschritten. Zufall oder Bestimmung, ich habe eben die "Grüne Schützenpost" mit der Meldung erhalten, dass das Startrecht für 93 Mitglieder der neu aufgenommenen Schießsportgemeinschaften im Bezirksschützenverband Bremerhaven-Wesermünde mit einer einstweiligen Verfügung gesichert werden soll und dem Präsidenten des NWDSB zugestellt wurde.
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Hallo Carcano,
vielen Dank für deine Gedanken zur Option Zusammenschluss NWDSB und NSSV.
Egal, ob es ein juristisches, ein ökonomisches oder politisch veranlasstes Thema ist. Das Schützenwesen steht im Norden dieser Republik aufgrund der verstärkten Mitgliederrückgänge in den letzten Jahren und dem Sonderthema LLZ/Bassum (und eigentlich auch das BLZ Hannover?) in einer schweren , möglicherweise irrreparablen Krise – in einer Zeit , in der dringend wirksame Zukunftsperspektiven für den Erhalt des Schützenwesens erarbeitet werden müssten.
Nenne es naiv, aber ich sehe im Schützenwesen immer noch eine große Gemeinschaft, die, wenn es darauf ankommt solidarisch handeln kann. Da wir scheinbar gerne „geführt werden“, sehe ich diese Führerschaft im DSB. Z. B. kann ich mir vorstellen, dass mit einer intensivierten Zusammnarbeit zwischen Landesverbänden und DSB bestimmte Aufgaben zentral vom DSB erfüllt werden könnten: z. B. Information der Mitglieder, Mitglieder und Sportpassverwaltung. Traditionelle Themen verbleiben in den „autonomen“ Landesverbänden.
Du siehst die Machtinteressen bestimmter Verbände und Personen als große Hindernisse für Veränderungen, Ich frage mich zusätzlich, wem würden Veränderungen in der Zukunft zu Gute kommen weiter: An welcher Stelle kommen für diese Veränderungsprozesse die Jugendlichen zu Wort? -
Die Gesamtpräsidiumsitzung wurde durch die Übergabe der Verfügung gestört. Eine Stellungnahme deswegen gab es aber nicht.
Beschlossen wurde auch nichts. Mit einem Euro Erhöhung kommt man nicht mehr aus. Einen Beschluss kann es aber nicht geben, da den Bezirken anderes erzählt wurde und sie dahingehende Beschlüsse gefasst haben.
Also back to the roots: Beschlossen werden soll:
Eine Beitragserhöhung von einem Euro.
Die Vorziehung von 1,5 Sonderbeitrag.Der Haken:
Die Bank fordert keine Sonderumlagevorziehung, sondern einen Sonderbeitrag. Will man ihr einfach nicht sagen. In ein paar Jahren wird niemand mehr die verlängerung um drei Jahre bemängeln, so das Kalkühl.
Die Erhöhung von einem Euro reicht nur für dieses Jahr. Im nächsten Jahr kommt dann die nächste Erhöhung. Gesagt wurde schon Freitag eine Höhe von 2 Euro sei notwendig.
Man rechnet nun mit 10.000 Austritten. Die Umlage DSB ist nicht geklärt.Also wieder wie immer. Beschiss, Verdummung der Mitglieder und pure Arroganz gegen die Basis.
Die Probeabstimmung ergab im Übrigen 50:50
Die Privatdarlehen sind nicht in ausreichender Höhe da. -
Ich habe mich gerade gefragt, ob es Auswirkungen auf die Gemeinnützigkeit eines Schießsportverbandes haben kann, wenn dieser beitrittswilligen Mitgliedsaspiranten die Aufnahme verweigert, *weil* (!) sie im Gegenteil zu ihrem vormaligen Heimatverein weiterhin den Schießsport im Verband betreiben wollen, Die Antwort werde ich mir vielleicht morgen geben können.
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gab es doch alles schon mal. Ich weiss gar nicht wie man so schnell vergessen kann.
Als vor ca. 25 Jahren die Verbandsbeiträge eine höhere Steigung als die der Vereine erreichte, überlegten sich in Os EL die Vereine die weitere Strategie.
Es gab Kreise mit Beitragsanpassungen nach oben (auf Kosten der Inaktiven und der Mitgliederstatisik), Kreise die in den Vereinen die Passiven outgesourcet haben (Förder-Traditionssvereine, dafür brauchts nicht mal n e.v.) und Vereine die gingen und SSGs hinterließen.
Ein Beispiel ist der Kreis Lingen in Os. Der Kreis hat weniger Mitglieder als der Stadtverein. Schützenfeste gibt es nur noch ausserhalb des Kreises.Die Aufnahme der SSGs war nie vom NWDSB vorgesehen (die Intention der Satzungsergänzungen sind nicht wirklich subtil), die Argumentation (was können wir, die wir einen neuen Verein gegründet haben, denn dafür, dass unser ehm. gekündigt hat?)der SSgs geht gegen die Monopolstellung des DOSB.
Der bekommt Staatsgelder. Der kann nicht aus persönlichem Empfinden ablehnen. Seine Mitglieder demhingehend auch nicht.
Aber ( Carcano) ich bin kein Advokat. -
Die Zustellung der einstweiligen Verfügung mitten in die Gremiensitzung hinein (Freitagnachmittag 17:00 Uhr) war sicherlich eine absolute Punktlandung, die auch ihre unmittelbare Wirkung auf die anderen anwesenden Mitglieder des Gesamtpräsidiums nicht verfehlt haben dürfte.
Da kann ich dem kompetenten Anwaltskollegen aus Hannover nur gratulieren - schöner Erfolg.Jetzt werden wir alle mal sehen, ob der NWDSB der e.V. nachkommt, und ob er Rechtsbehelfe dagegen einlegt.
Carcano
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Ich weiß nicht was damit aktuell gewonnen wurde.
Die Kreismeisterschaften in dem entsprechenden Kreis finden nicht statt und wenn mir da keiner einen Bären aufgebunden hat, dann wird der Kreis zum ende des Jahres aufgelöst. Somit haben die übrigen Vereine, auch die SSG's, ein weiteres Problem, die Bezirkssatzung sagt das die 3 Kreise MIT ihren angeschlossenen Vereinen mitglieder im Bezirk sind. Somit haben wir dann ende des Jahres 9 Vereine die dann zwar einen entsprechenden Wettkampfpass haben aber niht an den meisterschaften teilnehmen können weil die Bezrkssatzung Kreisfreie Vereine nicht kennt. Und der nächste Termin zum ändern der Satzung ist anfang/mitte März 2015. In unserem Fall also NACH der Bezirksmeisterschaft
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1. Seine Satzung kann der Bezirk auf einer zu diesem Frist einberufenen außerordentlchen Mitgliederversammlung jederzeit ändern, natürlich unter Wahrung der Einberufungsfristen und des Benennungserfordernisses in der Einladung.
2. Die Nichtabhaltung von Kreismeisterschaften ist auch ansonsten nichts Ungewöhnliches im DSB, dann können Ergebnisse der Vereinsmeisterschaft an den Bezirk durchgemeldet werden. Geschieht so durchaus regelmäßig z.B. in den 300-m-Gewehrdisziplinen und in manchen Vorderladerdisziplinen.
Carcano
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Zu 1. Schon klar das jederzeit eine außerordentliche einberufen werden kann, nur kann ich mich im moment nur auf den Termin des ordentlichen berufen und der wäre halt erst nächstes jahr im März. und der März wäre zu spät für die dann Kreisfreien Vereine um an den Bezirksmeisterschaften teilnehmen zu können/dürfen
was mich zu 2. bringt: klar können die Kreismeisterschaften ausgesetzt oder nicht ausgeschrieben werden, wäre froh wenn sie das bei uns im kreis ständig machen würden und nicht wie dieses jahr ausnahmsweise mal, weil die jedes mal in die Ligasaison fällt und es ein logistischer albtraum ist für mich als Vereinssportleiter.
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Das mit der SSG ist doch nur ein Nebenschauplatz.
Es gibt immer möglichkeiten seine aktiven Schützen auszulagern, es gibt da recht kreative Lösungen.
Es geht doch darum, dass Mitglier ihrem Verband nicht vetrauen.
Und es geht darum, dass ein Verband mit Druck versucht seine Miglieder zu halten.
Das funktioniert nicht.
Und nicht wenige hoffen am Samstag auf ein Ende mit Schrecken.
Ein krankes Tier erlöst man, so dann bitte Samstag den Fangschuß setzen. Sonst leidet das Schützenwesen in Nds unnötig weiter.
Besser also Tabula rasa und Neuanfang. Dann könnte es noch was werden. -