Schützenwesen im NWDSB

  • Hallo NSV,

    ich glaube nicht, dass es am Ende etwas zu lachen gibt, egal für wen. Werden die Beitragserhöhungen beschlossen, werden viele
    Vereine, die bisher abgewartet haben, dann auch dem NWDSB den Rücken kehren. Und schon wieder wird Geld in der Kasse fehlen -
    nämlich die Beiträge der Ausgetretenen - und wer wird dann wieder zur Kasse gebeten??? Die, die noch geblieben sind.

    Egal was kommt - verloren hat das Schützenwesen und die Schützen - egal ob Sport - oder Traditonsschützen.

    Ich hoffe Otten und Co. sind stolz auf das, was sie durch ihre arrogante Informationspolitk angerichtet haben.

    Adlerauge 05

  • Die Reaktionen gibt es doch schon.
    Wie es in dem NOZ Artikel heisst:

    Zitat

    Mit 175 Teilnehmern fand gerade einmal die Hälfte der möglichen
    Vertreter den Weg ins Haus des Gastes. Die übrigen Delegierten
    bevorzugten eine Abstimmung mit den Füßen – und spiegelten durch ihr
    Fernbleiben das tiefe Zerwürfnis .


    desto mehr gehen, desto eher verstärkt sich der Mitgliederschwund. Selbst die geplante Abwahl des Präsidiums kann den Trend nur noch schwer stoppen. Zumindest wäre das ein Anfang. Mal sehen wie Lüneburg den Antrag formuliert.

  • Die Reaktionen gibt es doch schon.
    Wie es in dem NOZ Artikel heisst:

    Zitat

    Mit 175 Teilnehmern fand gerade einmal die Hälfte der möglichen
    Vertreter den Weg ins Haus des Gastes. Die übrigen Delegierten
    bevorzugten eine Abstimmung mit den Füßen – und spiegelten durch ihr
    Fernbleiben das tiefe Zerwürfnis .

    Das ist eine recht freie Interpretation, aber wenn es in der Zeitung steht muss das ja die Wahrheit sein.
    Ich kenne das gerade umgekehrt.

    Zitat


    Selbst die geplante Abwahl des Präsidiums kann den Trend nur noch schwer stoppen. Zumindest wäre das ein Anfang. Mal sehen wie Lüneburg den Antrag formuliert.

    Hoffentlich lässt die Satzung keine Abwahl sondern nur eine Neuwahl zu.
    Dann werden die neuen Macher recht bald merken dass auch sie nicht vor Kritik geschützt sind.

    Karl

  • Die Frage ist doch, finden sich neue Macher? Wenn ja, sind sie in der Lage den Karren aus den Dreck zu ziehen? Schaffen sie es das verloren gegangene Vertrauen wieder her zu stellen? Die ausgetretenen Vereine würden sie zurück kehren? Da gibt es Fragen über Fragen, wer sich das zu traut anzupacken, Hut ab. Es ist ja nicht nur das die finanzielle Misere behoben wird, sondern das Vertrauen der Mitglieder muss wieder her gestellt werden. Da müssen alle ran und anpacken, wäre ja schön wenn das gelingen würde, aber das ist wohl nur ein Wunsch.

  • Da gibt es sicher einige andere auch noch, bei denen man sich bedanken kann....

    Nenne doch Namen oder hast du Angst? Der Präsident des NWDSB trägt die Verantwortung und sonst niemand. Das ist einfach Bestandteil des Amtes wenn der Organisation ein solcher Schaden zugefügt wird.

    Axel

  • Noch eine Merkwürdigkeit von schuetzen12@web.de

    "Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder,

    der NWDSB braucht unsere Hilfe für das LLZ. Nicht alle Vereine laufen weg, sondern wir leisten „erste Hilfe!“

    Wir sind für das LLZ und für den Erhalt des NWDSB und seines Präsidiums.

    Lasst uns gemeinsam in die Tasche greifen und nicht 1,50 € sondern 25,00€ Soforthilfe in diesem Jahr noch an den NWDSB bezahlen.

    2015, 2016 und 2017 geben wir ohne Murren nochmals je 25 € pro Mitglied. Und dann ist es geschafft! Auf geht’s! Wenn Ihr zum LLZ und NWDSB steht. Geld spielt bei uns NWDSB Freunden keine Rolle.

    Mit Schützengruß
    Schützen12
    An der Rettungslinie 007
    56789 Hilfskrankenhaus"


  • Warum denn gleich übertreiben, 1,50 € würden vollkommen ausreichen. Kann so ein Schwachsinn noch überboten werden?
    Wilhelm, damit meine ich nicht Dich. Hab die erste Zeile übersehen

    Einmal editiert, zuletzt von NSV (7. Oktober 2014 um 14:55)

  • [quote]

    Warum denn gleich übertreiben, 1,50 € würden vollkommen ausreichen. Kann so ein Schwachsinn noch überboten werden?
    Wilhelm, damit meine ich nicht Dich. Hab die erste Zeile übersehen

    Bei diesem Thema sind humoristische Beiträge wie der von Wilhelm nicht immer sofort zu erkennen.

    Im Ernst, bei der Entwicklung dürften 5 bis 10 € doch realistischer sein.

    Karl

  • Neues aus Bassum. Das Präsidium hat getagt.
    Hier sieht man schön die Einstellung der Festangestellten. Solche Verbandsarbeiter sehen einen Verein vor allem als Futterkrippe. Der Trainer wurde gebeten den Posten Ausbildung vorläufig zu übernehmen. Will er natürlich nicht. Würde ja nicht bezahlt. Zitat: " Die Aufgabe sei aber auch zu umfangreich, um nebenbei erledigt werden zu können. " Ehrenamtliche Arbeit kennt er nicht. So findet sich natürlich niemand, wenn das Personal diese Leute für dumm hält, weil sie entgeldlos arbeiten. Auf Vereinsebene ist solche Einstellung undenkbar, kein Verein kann mit solchen Mitgliedern überleben. Aber sie finanzieren dem Herrn ein A16 Gehalt.
    Naja.
    Der Schatzmeister hingegen hat zu berichten, dass das Geld im November auf ist. Der Betrag für 2014 muss rückwirkend erhoben werden, sonst gehen die Lichter aus. Die Privatdarlehenssumme ist noch nicht erreicht. Jetzt will man beim DSB schnorren. Ich meine natürlich diese super attraktiven Kredite dem DSB anbieten. Jaja.
    Der Vorschlag die Kosten auf die Wettkampfpassinhaber zu verteilen, verursachergerecht zu finanzieren um die Traditionsvereine zu halten, floppte. Der Delegiertentag soll nicht überlastet werden. So viel Zutrauen hat man zu seinen Mitgliedern dann doch lieber nicht.

    Der Hammer aber war die Beitragsforderung des DSB. Der will für 2014 noch Geld. Die Mitgliederstände sind vom Dezember des Vorjahres zu nehmen. Für Austritte muss gezahlt werden. Das bedeutet noch Beiträge für Iburg und Co. Auch die jezt Augetretenen verursachen noch Kosten für 2015.
    Da der NWDSB ja kurz vor der Pleite ist kommt das etwas ungünstig. Man hatte auf Kulanz des DSB gehofft.
    Pustekuchen. Der DSB ist froh wenn der NSSV den Laden übernehmen kann...
    Die Kosten sollen jetzt die Bezirke tragen. Also wieder eine versteckte Beitragserhöhug..

  • Die wahrscheinlichste zukünftige Entwickung, so aus der Kristallkugel:

    - EIner der beiden laufenden Rechtsstreite hat Erfolg (voraussichtlich als einstweilige Verfügung).

    - Noch mehr Vereine treten aus, bzw. Schützen gliedern sich um.

    - Der Unmut an der Basis steigt.

    . Das alte Präsidium tritt zermürbt zurück oder wird auf einem (außer)ordentlichen Landesdelegiertentag abgewählt.

    - Das neue Präsidium verspricht, alles besser zu machen; u.U. wird gegen Angehörige des alten Präsidiums noch eine Strafanzeige wegen angeblicher "Untreue" erstattet (ob das sinnvoll und gerecht ist, wäre eine andere Frage - aber es ist jedenfalls durchaus möglich).

    - Das neue Präsidium führt Abstimmungsgespräche mit dem DSB; diese verlaufen erfolgreich und harmonisch. Der DSB ist erleichtert.

    - Eine in Auftrag gegebene (und teure) Wirtschaftsprüfung benennt Mängel im Bereich LLZ, unter Umständen im Finanzbereich überhaupt.

    - Das neue Präsidium stellt fest, das es leider keine Alternative zum LLZ *als solchem* gibt und dass es fertiggestellt werden muss.

    - Eine drohende Verbandsinsolvenz kann verhindert werden; zähneknirschend stimmen Bezirksverbände, Kreise und Vereine einer mehrjährigen Umlage zu. Einige Vereine kehren in den Verband zurück.

    Alternativszenarien zu diesem relativ realistischen wären natürlich auch denkbar... ;)

  • Den Beitrag von NordWest empfinde ich eher bösartig als sachgerecht. Dies hilft niemanden!
    Dass ein Gehalt nach A16 gezahlt wird, ist absurd!
    Gruß
    Joachim

    Stammschießen?
    Ich bin dabei!

  • Selbstverständlich sind Trainer, die in privatrechtlich konstituierten Vereinen und Verbänden angestellt sind, keine Beamte, und können daher auch nicht "nach A16" bezahlt werden.
    Gemeint war vom Kommentator wohl eher die vertragliche Vergütung als Arbeitnehmer, die ein solcher Trainer erhält - einschließlich Zuagen, Aufwandsentschädigung, Familienzuschuss, Reisepauschale, Fortbildungszuschuss etc. Zumeist wird man als Trainer damit nicht reich. Die frühere Landestrainerin Ines Michel, jung und engagiert, ist ja von den Schweizern abgeworben worden, und nunmehr dort nationale "Chefin Spitzensport" (so heißt das im SSV).
    Wie es im NWDSB nun aktuell mit Heinz Janikulla ist, weiß ich nicht. Vorher war er im Thüringer Schützenbund und beim südwestdeutschen LLZ Pforzheim.

    2 Mal editiert, zuletzt von Carcano (14. Oktober 2014 um 11:42)

  • Noch einige Ergänzungen zu den Aussagen des Schatzmeisters bei der Präsidiumssitzung:

    - es mussten Mittel aus dem regulären Haushalt zur Darlehnstilgung des LLZ verwendet werden.
    - das Haushaltsloch könnte die erwarteten 55.000€ noch überschreiten.

    Offensichtlich hat man beim NWDSB den Überblick, was die finanzielle Lage betrifft, bald völlig verloren
    und so langsam bricht bei einigen Panik aus.

    In der Privatwirtschaft müsste ein Unternehmen, in vergleichbarer Lage, jetzt prüfen, ob es einen Insolvenzantrag
    wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellt. Andernfallls würde es sich nämlich wegen Insolvenzverschleppung strafbar machen.

    Was ist eigentlich mit den Gehältern der festangestellten Mitarbeitern? - Sind die wenigstens gesichert??

  • Unterlassene Planungen, Fehlplanungen, Konzeptlosigkeit, Mitgliederschwund, mangelnde Unterstützung durch die Mitgliederbasis, unsichere Zeiten: Es gibt vielfältige Faktoren, die zu einer Vereinsinsolvenz führen können.

    In diesem Zusammenhang sind zu beachten:

    Egal, ob die Überschuldung nach § 19 der Insolvenzordnung (Aktivposten decken die Passivposten nicht mehr) oder § 17 (bei einem nicht vorübergehenden Unvermögen des Vereins, seine Geldschulden zu tilgen, da keine entsprechenden, ausreichenden Zahlungsmittel mehr vorhanden sind) zur Anwendung kommt, ist ein Insolvenzverfahren einzuleiten.

    Auch wenn Gesamtvertretung besteht, ist jedes einzelne Mitglied des Vereinsvorstands dazu verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen.

    Verschuldet der Vorstand es schuldhaft, dies zu tun oder wird die Antragstellung schuldhaft verzögert, sind alle vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder im Sinne des § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, denen ein Verschulden anzulasten ist, den Gläubigern des Vereins für den ihnen aus der Verzögerung entstandenen Schaden haftbar.

  • Kleine, aber nötige rechtliche Korrektur:
    Nicht nur die im formal insolvenzrechtlichen Sinne nach § 42 Abs. 2 Satz 1 BGB antragsverpflichteten Vorstandsmitglieder (also die mit Vertretungsberechtigung nach außen hin), sonden *alle*, also auch Mitglieder eines sogenannten Erweiterten Vorstandes können u.U. zivilrechtlich haftbar sein.
    Und zwar nicht nur dem eigenen Verband ggü. haftbar (qua Regress), sondern den Insolvenzgläubigern (§ 42 Abs. 2 Satz 2).
    Näheres siehe bei Bernhard Reichert: Vereins- und Verbandsrecht, Rn. 3428.